IT & Digital
IHK-Prüfung

Umschulung Fachinformatiker/in Anwendungsentwicklung

Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker der Fachrichtung Anwendungsentwicklung entwickeln, testen und pflegen Software. Sie nehmen Anforderungen auf, entwerfen Datenmodelle und Programmabläufe und setzen beides in einer Programmiersprache um.

Auf einen Blick

Dauer24 MonateØ am Markt
FormatOnline & Präsenzflexibel
Kostenkeine Preisangabe hinterlegtauf Anfrage / Förderung
Anbieter156bundesweit erfasst
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker der Fachrichtung Anwendungsentwicklung entwickeln, testen und pflegen Software. Sie nehmen Anforderungen auf, entwerfen Datenmodelle und Programmabläufe und setzen beides in einer Programmiersprache um. Ein großer Teil der Arbeitszeit entfällt auf bestehenden Code: Fehler reproduzieren, Ursachen eingrenzen, Schnittstellen anpassen, langsame Datenbankabfragen entschärfen. Dazu kommen Tests, Code-Reviews und Versionsverwaltung. Der Beruf hängt stärker an Kommunikation, als das Klischee nahelegt: Wer eine Anforderung falsch versteht, baut das Falsche technisch einwandfrei. Das Arbeitsergebnis ist Software, nicht eine betriebsbereite Infrastruktur.

Die häufigste Sorge: Ich habe noch nie programmiert und bin zu alt dafür. Programmieren lernt man durch Wiederholung, nicht durch Talent – dafür ist die Umschulung auf 24 Monate ausgelegt. Schwer werden zwei Phasen: die ersten Wochen, in denen jeder Fehler unverständlich wirkt, und der Punkt im zweiten Jahr, an dem der Stoff schneller kommt, als er sich setzt. Kläre vorher, wie der Träger dich bei der Praktikumssuche unterstützt.

Kursinhalte & Lernziele

  • Modul 1: IT-Grundlagen und Einrichten eines IT-Arbeitsplatzes (8 Wochen) – Der Einstieg schafft die gemeinsame Grundlage, weil Umschülerinnen und Umschüler mit sehr unterschiedlichem Vorwissen starten. Behandelt werden Rechner- und Netzgrundlagen, Betriebssysteme sowie das Einrichten eines Arbeitsplatzes – der Inhalt, den auch der erste Prüfungsteil abdeckt. Die konkrete Modulstruktur legt der Bildungsträger fest; diese Übersicht beschreibt die fachlich üblichen Inhalte. Inhalte: Aufbau und Funktionsweise von Rechnern, Betriebssystemen und Netzen, Einrichten von Arbeitsplätzen, Software und Peripherie, Kommandozeile, Dateisysteme und Berechtigungen, Grundbegriffe der Datensicherheit und des Datenschutzes.
  • Modul 2: Programmierlogik und strukturierte Programmierung (12 Wochen) – Hier entsteht das Handwerk, auf dem alles Weitere aufbaut: Wie ein Problem in einzelne Schritte zerlegt wird und wie diese Schritte in Code entstehen. Das Modul lebt von Wiederholung – die meisten Teilnehmenden brauchen hier die längste Eingewöhnung, weshalb es bewusst breit angelegt ist. Inhalte: Variablen, Datentypen, Kontrollstrukturen und Schleifen, Funktionen, Parameterübergabe und Rückgabewerte, Fehlersuche mit Debugger und systematisches Testen, Algorithmen und Datenstrukturen in Grundzügen, Struktogramme, Pseudocode und Ablaufplanung.
  • Modul 3: Objektorientierte Anwendungsentwicklung (14 Wochen) – Das Modul führt von einzelnen Skripten zu Anwendungen, die über Monate wartbar bleiben. Neben der objektorientierten Modellierung wird die Arbeit mit Versionsverwaltung und fremdem Code geübt, weil das im Betrieb den größeren Anteil der Arbeitszeit ausmacht als das Schreiben neuer Programme. Inhalte: Klassen, Objekte, Vererbung und Polymorphie, Entwurfsprinzipien und gängige Entwurfsmuster, Bibliotheken, Frameworks und Paketverwaltung, Versionsverwaltung mit Git im Team, Refactoring bestehender Programme.
  • Modul 4: Datenbanken und Datenmodellierung (10 Wochen) – Fast jede betriebliche Anwendung steht auf einer Datenbank. Das Modul behandelt den Entwurf eines sauberen Datenmodells, SQL in der Breite sowie die Frage, warum Abfragen langsam werden und wie sich das messen und beheben lässt. Inhalte: Relationales Datenmodell, Normalisierung und Schlüssel, SQL für Abfragen, Änderungen und Auswertungen, Transaktionen, Indizes und Abfrageoptimierung, Anbindung von Datenbanken aus der Anwendung heraus.
  • Modul 5: Webtechnologien, Schnittstellen und verteilte Anwendungen (10 Wochen) – Moderne Anwendungen bestehen aus mehreren Teilen, die über Schnittstellen zusammenarbeiten. Das Modul behandelt Front- und Backend-Anteile sowie den Entwurf und die Nutzung von Schnittstellen – einschließlich der Sicherheitsfragen, die dabei regelmäßig übersehen werden. Inhalte: HTML, CSS und clientseitige Skripte, Serverseitige Anwendungslogik und Sitzungsverwaltung, Schnittstellen entwerfen und anbinden, Authentifizierung, Autorisierung und typische Angriffsmuster.
  • Modul 6: Software-Engineering, Test und Qualitätssicherung (8 Wochen) – Das Modul ordnet die Programmierarbeit in den betrieblichen Ablauf ein: Wie aus einer unklaren Anforderung eine beschriebene Aufgabe wird, wie Aufwand geschätzt wird und wie sich Qualität nachweisen lässt. Diese Inhalte tragen die spätere Projektarbeit in der Abschlussprüfung. Inhalte: Anforderungsaufnahme und Lastenheft, Vorgehensmodelle, agile Arbeitsweisen und Aufwandsschätzung, Automatisierte Tests und Testfallentwurf, Dokumentation, Übergabe und Betriebsführung.
  • Modul 7: IT-Sicherheit, Datenschutz sowie Wirtschafts- und Sozialkunde (6 Wochen) – Sicherheit und Datenschutz sind keine Zusatzthemen, sondern Bestandteil jeder Entwicklungsentscheidung. Ergänzend werden die wirtschafts- und sozialkundlichen Inhalte behandelt, die in der Abschlussprüfung einen eigenen Prüfungsbereich bilden. Inhalte: Schutzziele, Verschlüsselung und sichere Programmierung, Datenschutzrechtliche Anforderungen in der Entwicklung, Rechtsformen, Vertragsrecht und betriebliche Zusammenhänge, Arbeits- und Tarifrecht, Mitbestimmung.
  • Modul 8: Betriebliche Praxisphase, Projektarbeit und Prüfungsvorbereitung (39 Wochen) – Die Praxisphase ist der längste zusammenhängende Abschnitt und in einem der Angebote mit neun Monaten ausgewiesen. Hier entsteht in der Regel auch das betriebliche Projekt für die Abschlussprüfung. Für den Übergang in Beschäftigung ist dieser Abschnitt der wichtigste, weil viele Betriebe ihre Umschülerinnen und Umschüler aus der Praxisphase heraus übernehmen. Inhalte: Mitarbeit an realen Entwicklungsaufgaben im Betrieb, Auswahl, Planung und Umsetzung des Abschlussprojekts, Projektdokumentation, Präsentation und Fachgespräch üben, Wiederholung der schriftlichen Prüfungsbereiche, Bewerbungsunterlagen und Portfolio aufbauen.

Lernziele:

  • Am Ende steht ein anerkannter Berufsabschluss mit Kammerprüfung, nicht nur eine Teilnahmebescheinigung – das ist im Bewerbungsverfahren ein anderer Ausgangspunkt als ein Kurszertifikat.
  • Ein Berufsabschluss wird für den Zugang nicht vorausgesetzt, der Weg steht also auch Menschen ohne abgeschlossene Ausbildung offen.
  • Mit 156 erfassten Anbietern und 182 Angeboten ist die Angebotslage breit; Vollzeit- und Teilzeitvarianten sind beide belegt.
  • Die mehrmonatige betriebliche Praxisphase erzeugt genau das, was Berufseinsteigenden in der Softwareentwicklung sonst fehlt: nachweisbare Projektarbeit im echten Betrieb.
  • Einzelne Angebote sind ausdrücklich als Weg für Studienaussteigende aus informatiknahen Fächern angelegt und rechnen Vorwissen an.

Zielgruppe & Voraussetzungen

Das Angebot passt zu Menschen, die aus einem anderen Berufsfeld in die Softwareentwicklung wechseln wollen und dafür einen anerkannten Abschluss brauchen, nicht nur ein Zertifikat. Weil die Umschulung 24 Monate dauert und in Vollzeit wie in Teilzeit angeboten wird, ist sie auch für Menschen zugänglich, die Betreuungsaufgaben haben oder aus gesundheitlichen Gründen nicht in Vollzeit lernen können. Ein eigener Zugang besteht für Studienaussteigende aus informatiknahen Fächern: Für sie führen einzelne Angebote gezielt zum Kammerabschluss. Wer dagegen ausschließlich am schnellen Einstieg über ein kurzes Bootcamp interessiert ist, findet hier nicht den passenden Weg – hier geht es um einen zweiten Berufsabschluss mit Prüfung vor der Kammer.

  • Umsteigende ohne einschlägigen Berufsabschluss, die einen anerkannten IT-Abschluss anstreben
  • Studienaussteigende aus Informatik, Wirtschaftsinformatik oder Mathematik mit mehreren absolvierten Semestern
  • Menschen mit Betreuungsaufgaben oder gesundheitlichen Einschränkungen, für die Teilzeitvarianten erfasst sind
  • Weniger geeignet für alle, die einen Einstieg in wenigen Monaten ohne Prüfung und ohne Praxisphase suchen
Voraussetzungen:

Ein Berufsabschluss ist für die Umschulung nicht erforderlich – sie führt selbst zu einem anerkannten Abschluss. Verlangt werden regelmäßig Deutschkenntnisse auf Niveau B2, Englischkenntnisse auf Niveau B1 und EDV-Grundkenntnisse, dazu ein Aufnahme- oder Eignungsgespräch. Einzelne Angebote richten sich ausdrücklich an Studienaussteigende aus Informatik, Wirtschaftsinformatik oder Mathematik und setzen dort mehrere absolvierte Semester voraus. Über die Aufnahme entscheidet der Bildungsträger, bei geförderten Plätzen gemeinsam mit der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter.

  • Kein Berufsabschluss vorausgesetzt – die Maßnahme führt selbst zum Abschluss
  • Deutsch auf Niveau B2 und Englisch auf Niveau B1, da Dokumentation und Fehlermeldungen englischsprachig sind
  • EDV-Grundkenntnisse und sicherer Umgang mit dem Rechner
  • Bereitschaft zu 24 Monaten Vollzeit- oder Teilzeitqualifizierung einschließlich mehrmonatiger Praxisphase
  • Aufnahme- oder Eignungsgespräch beim Bildungsträger; einzelne Angebote setzen ein begonnenes Studium voraus

Ablauf & Abschluss

Präsenz- und Onlineanteile (kombinierte Lernform)

24 Monate in Voll- oder Teilzeit – belegter Durchschnitt der Angebote

Betriebspraktikum: Betriebliche Praxisphasen gehören fest zu dieser Umschulung. In den erfassten Angebotstiteln ist ein Praktikum von neun Monaten ausgewiesen; verbreitet sind mehrmonatige Phasen im zweiten Umschulungsjahr. Umfang und Lage legt der jeweilige Bildungsträger fest, deshalb sollten Sie sich Dauer und Vermittlungsunterstützung vor der Anmeldung schriftlich bestätigen lassen.

Die Abschlussprüfung ist gestreckt: Teil 1 wird nach etwa einem Drittel der Umschulung abgelegt und deckt das Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes ab. Das Ergebnis fließt mit einem festen Anteil in die Gesamtnote ein und wird nicht eigenständig wiederholt.

Teil 2 am Ende besteht aus schriftlichen Prüfungsbereichen – unter anderem zur Entwicklung und Umsetzung von Algorithmen, zur Planung eines Softwareproduktes sowie Wirtschafts- und Sozialkunde – und einem betrieblichen Projekt mit schriftlicher Dokumentation, Präsentation und Fachgespräch. Die verbindlichen Bezeichnungen und Gewichtungen nennt die zuständige Kammer im Zulassungsverfahren.

Prüfende Stelle: Die zuständige Industrie- und Handelskammer. In einem Teil der Angebote ist zusätzlich ein trägerinternes Zeugnis oder eine Teilnahmebescheinigung ausgewiesen; Anbieternamen nennen wir hier bewusst nicht.. Offizieller Abschluss: Fachinformatiker/in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung (IHK) – ein staatlich anerkannter Berufsabschluss nach dem Berufsbildungsgesetz..

Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ist bei dieser Umschulung der Regelweg. Die Bewilligung ist nach § 81 SGB III eine Einzelfallentscheidung: Sie hängt von Ihrer persönlichen Situation, der Arbeitsmarktlage und der AZAV-Zertifizierung des konkreten Angebots ab – eine Zusage vorab gibt es nicht. Die meisten Anbieter nennen keinen Preis; wo einer genannt wird, liegt er überwiegend über 10.000 Euro, bei einzelnen kurzen Bausteinen bis 500 Euro. Klären Sie die Förderfähigkeit des konkreten Angebots vor der Anmeldung mit Ihrer Vermittlungsfachkraft.

Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu ALG oder Bürgergeld, sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.

Nutzen & Perspektiven

Für diesen Zielberuf sind 5.840 Stellenausschreibungen in den letzten 365 Tagen erfasst. Die Nachfrage ist breit, verteilt sich aber ungleich: Vieles richtet sich an Entwickler mit mehreren Jahren Erfahrung, Einstiegsstellen sind seltener. Wer mit belastbarer Praxisphase und eigenen Projekten abschließt, startet anders als jemand, der nur die Prüfung besteht. Die Angebotsseite ist komfortabel: 182 Angebote von 156 Anbietern, 1.007 Termine.

Softwareentwicklung gehört zu den bestbezahlten Umschulungsberufen. Tech-Stack, Branchenausrichtung (z.B. FinTech, Automotive) und Projektverantwortung beeinflussen das Gehalt maßgeblich.

  • Einstieg: ca. 38.000–48.000 €
  • Mit Berufserfahrung: ca. 50.000–65.000 €
  • Spezialist oder Leitung: ca. 70.000–90.000 €
  • Typische Tätigkeitsfelder: Entwicklung und Anpassung betrieblicher Anwendungen, Wartung, Fehlerbehebung und Weiterentwicklung bestehender Software, Datenbankentwurf, SQL-Auswertungen und Datenmigration, Entwurf und Anbindung von Schnittstellen zwischen Systemen, Testen, Qualitätssicherung und Code-Reviews, Anforderungsaufnahme und Abstimmung mit Fachabteilungen, Dokumentation, Übergabe und Anwenderunterstützung
  • Typische Arbeitgeber: Softwarehäuser und IT-Dienstleister, IT-Abteilungen von Industrie- und Handelsunternehmen, Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister, Öffentliche Verwaltung und kommunale IT-Dienstleister, Kliniken, Energieversorger und andere Betreiber betrieblicher Fachanwendungen, Agenturen und Anbieter von Webanwendungen, Beratungshäuser mit Umsetzungsgeschäft

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Arbeitsmarkt-Report

Einstieg (0–2 J.):38.000–48.000 €
Mittel (3–7 J.):50.000–65.000 €
Senior (8+ J.):70.000–90.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • Entwicklung und Anpassung betrieblicher Anwendungen
    Regelmäßig bundesweit ausgeschrieben
  • Wartung, Fehlerbehebung und Weiterentwicklung bestehender Software
    Regelmäßig bundesweit ausgeschrieben
  • Datenbankentwurf, SQL-Auswertungen und Datenmigration
    Regelmäßig bundesweit ausgeschrieben
  • Entwurf und Anbindung von Schnittstellen zwischen Systemen
    Regelmäßig bundesweit ausgeschrieben
  • Testen, Qualitätssicherung und Code-Reviews
    Regelmäßig bundesweit ausgeschrieben
  • Anforderungsaufnahme und Abstimmung mit Fachabteilungen
    Regelmäßig bundesweit ausgeschrieben

Unverbindliche Anfrage

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So finanziert sich Kursweg: Bildungsanbieter zahlen ein Entgelt für die Weitergabe deiner Anfrage — für dich bleibt sie kostenlos. Details zum Geschäftsmodell.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Brauche ich für die Umschulung einen Schulabschluss oder eine abgeschlossene Ausbildung?

Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist nicht erforderlich, denn die Umschulung führt selbst zu einem anerkannten Berufsabschluss. Die Träger setzen in den erfassten Zugangsangaben allerdings regelmäßig Deutsch auf Niveau B2, Englisch auf Niveau B1 und EDV-Grundkenntnisse voraus und führen ein Aufnahme- oder Eignungsgespräch. Lassen Sie sich die konkreten Zulassungsbedingungen des jeweiligen Angebots vor der Anmeldung schriftlich bestätigen.

Wie lange dauert die Umschulung und geht sie auch in Teilzeit?

Die Regellaufzeit liegt bei rund 24 Monaten, überwiegend zwischen einem und zwei Jahren; einzelne Angebote laufen länger. Es gibt Vollzeit- wie Teilzeitvarianten, dazu Präsenzunterricht und kombinierte Lernformen. Eine Teilzeitumschulung dauert entsprechend länger, ist aber für Menschen mit Betreuungsaufgaben oft der einzig realistische Weg.

Muss ich programmieren können, bevor ich anfange?

Nein. Vorausgesetzt werden EDV-Grundkenntnisse, nicht Programmierkenntnisse – die Umschulung beginnt bei den Grundlagen. Sinnvoll ist trotzdem, vor dem Start einige Wochen mit einem kostenlosen Einsteigerkurs zu üben: Nicht, um Vorsprung zu haben, sondern um für sich selbst zu prüfen, ob die Arbeitsweise zu Ihnen passt. Wer nach zwei Wochen Fehlersuche noch neugierig ist, bringt die entscheidende Voraussetzung mit.

Was ist der Unterschied zur Fachrichtung Systemintegration?

Beide Fachrichtungen gehören zum selben Ausbildungsberuf und teilen sich die gemeinsamen Kerninhalte, unterscheiden sich aber im Arbeitsergebnis. In der Anwendungsentwicklung entsteht Software: Programme, Schnittstellen, Datenbankanwendungen. In der Systemintegration entsteht eine betriebsbereite Infrastruktur aus Servern, Netzen und Diensten. Wer lieber Ursachen im Code sucht, ist in der Anwendungsentwicklung richtig; wer Systeme zum Laufen bringen und betreiben will, in der Systemintegration.

Wie viele Anbieter gibt es und wo finde ich sie?

Zu diesem Zielberuf kennen wir 156 Anbieter mit 182 Angeboten und 1.007 Terminen. Anbieternamen und Standorte veröffentlichen wir auf dieser Seite nicht. Wenn Sie eine Anfrage über uns stellen, gleichen wir Ihre Region, gewünschte Unterrichtszeit und Startvorstellung mit den Angeboten ab und melden uns mit passenden Trägern zurück.

Was kostet die Umschulung und wird sie gefördert?

Bei einem großen Teil der Angebote ist kein Preis hinterlegt; wo Preise vorliegen, liegen sie überwiegend über 10.000 Euro, einzelne Kurzbausteine auch darunter. Für Umschulungen ist der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters der übliche Förderweg. Die Bewilligung ist nach § 81 SGB III eine Einzelfallentscheidung und hängt unter anderem davon ab, ob die Maßnahme arbeitsmarktlich notwendig und nach AZAV zertifiziert ist. Eine pauschale vollständige Kostenübernahme können wir deshalb nicht zusichern.

Wie läuft die Abschlussprüfung ab und wer nimmt sie ab?

Die Prüfung ist gestreckt: Ein erster Teil wird nach etwa einem Drittel der Umschulung abgelegt, der zweite Teil am Ende und besteht aus schriftlichen Prüfungsbereichen sowie einem betrieblichen Projekt mit Dokumentation, Präsentation und Fachgespräch. Abgenommen wird die Prüfung von der zuständigen Industrie- und Handelskammer, nicht vom Bildungsträger. Verbindliche Auskunft zu Terminen, Zulassung und Gewichtung gibt die Kammer, bei der Sie gemeldet werden.