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Abschluss nach BBiG

Umschulung Elektroniker/in für Informations- und Telekommunikationstechnik

Elektronikerinnen und Elektroniker für Informations- und Telekommunikationstechnik installieren und warten Anlagen der Kommunikations- und Netzwerktechnik: Telefon- und Datennetze, Gebäudeverkabelung, Glasfaser- und Kupferstrecken, Sicherheitstechnik.

Auf einen Blick

Dauer42 MonateØ am Markt
FormatVoll- oder Teilzeitflexibel
Kosten5.000–10.000 €auf Anfrage / Förderung
Anbieter12bundesweit erfasst
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*

Überblick

Elektronikerinnen und Elektroniker für Informations- und Telekommunikationstechnik installieren und warten Anlagen der Kommunikations- und Netzwerktechnik: Telefon- und Datennetze, Gebäudeverkabelung, Glasfaser- und Kupferstrecken, Sicherheitstechnik. Sie messen Übertragungsstrecken durch, nehmen Komponenten in Betrieb, konfigurieren Endgeräte und grenzen Störungen ein. Der Beruf verbindet Elektrotechnik mit IT: Neben Schutzmaßnahmen gehören Adressierung und Netzwerkprotokolle zum Alltag. Kundenkontakt gehört dazu, weil die Arbeit beim Auftraggeber stattfindet. Das erfasste Angebot läuft im Fernunterricht und weist eine Technikerqualifikation der Fachrichtung Elektrotechnik aus.

Wenn dich die Zahl 1.277 Tage erschreckt: Das ist realistisch. Rund 42 Monate Fernunterricht in Teilzeit bedeuten, dass du dir selbst wöchentlich Lernzeit sichern musst, auch an Tagen ohne Motivation. Einen Berufsabschluss brauchst du nicht mitzubringen. Lass dir vor dem Start schriftlich geben, wie die Betreuung aussieht, welche praktischen Anteile vorgesehen sind und welchen Namen dein Abschluss trägt.

Kursinhalte & Lernziele

  • Modul 1: Elektrotechnische Grundlagen und Sicherheit (24 Wochen) – Am Anfang stehen die elektrotechnischen Grundlagen, ohne die keine Anlage sicher errichtet oder geprüft werden kann. Behandelt werden Bauteile und Schaltungen, Messverfahren und die Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag. Die konkrete Modulstruktur legt der Anbieter fest; diese Übersicht beschreibt die fachlich üblichen Inhalte des Berufsfeldes. Inhalte: Gleich- und Wechselstromtechnik, Bauteile und Schaltungen, Messen von Spannung, Strom, Widerstand und Leistung, Schutzmaßnahmen und Prüfungen nach den einschlägigen Normen, Lesen und Erstellen von Schaltplänen.
  • Modul 2: Netzwerk- und Übertragungstechnik (26 Wochen) – Das Modul behandelt die Übertragungswege und ihre Vermessung: Wie eine Strecke aufgebaut, geprüft und abgenommen wird und welche Kennwerte dabei zählen. Dazu kommen die Grundlagen der IP-Welt, weil Endgeräte und Anlagen heute über Netze angebunden werden. Inhalte: Kupfer- und Glasfaserstrecken, Dämpfung und Messtechnik, Strukturierte Gebäudeverkabelung und Verteilertechnik, IP-Adressierung, Switching und Routing-Grundlagen, Abnahmemessungen und Dokumentation.
  • Modul 3: Kommunikations- und Sicherheitsanlagen (24 Wochen) – Hier geht es um die Anlagen, die auf der Infrastruktur aufsetzen: Telekommunikation, Gefahrenmeldetechnik, Zutritt und Sprechanlagen. Neben Aufbau und Verdrahtung ist die Parametrierung ein Schwerpunkt, weil die Funktion einer Anlage heute überwiegend in der Konfiguration entsteht. Inhalte: Telekommunikationsanlagen und VoIP, Gefahrenmelde- und Zutrittstechnik, Video- und Sprechanlagen, Inbetriebnahme und Parametrierung.
  • Modul 4: Automatisierung, Steuerungen und Gebäudetechnik (22 Wochen) – Das Modul verbindet Elektrotechnik mit Automatisierung. Behandelt werden Steuerungsgrundlagen, Bussysteme in Gebäuden sowie das Zusammenspiel von Sensoren, Aktoren und Steuerungen einschließlich der nötigen Konfigurationsarbeit. Inhalte: Steuerungs- und Regelungsgrundlagen, Bussysteme in der Gebäudeautomation, Sensoren, Aktoren und Schnittstellen, Programmier- und Konfigurationsgrundlagen.
  • Modul 5: Instandhaltung, Störungssuche und Kundenservice (20 Wochen) – Im Servicealltag entscheidet die Methode: Das Modul behandelt systematische Fehlersuche, Wartung und Prüffristen sowie die Dokumentation. Dazu kommt die Kommunikation mit Auftraggebern, weil Störungsbeseitigung und Übergabe in der Regel vor Ort stattfinden. Inhalte: Systematische Fehlersuche an Anlagen und Strecken, Wartung, Prüffristen und Prüfprotokolle, Kundenkommunikation und Übergabe, Auftrags- und Leistungsdokumentation.
  • Modul 6: Projektarbeit, Normen und Prüfungsvorbereitung (20 Wochen) – Zum Abschluss werden die Inhalte projektbezogen zusammengeführt und auf die Prüfung ausgerichtet. Bearbeitet werden Planung und Kalkulation eines Anlagenprojekts, der Umgang mit Normen und Herstellerunterlagen sowie Wiederholung und Prüfungsaufgaben. Umfang und Prüfungsformat bestimmt der Anbieter. Inhalte: Planung und Kalkulation kleiner Anlagenprojekte, Normen, Vorschriften und Herstellerangaben anwenden, Fachrechnen und Fachkunde wiederholen, Prüfungsaufgaben bearbeiten.

Lernziele:

  • Für den Zugang ist laut Typ dieser Qualifizierung kein Berufsabschluss erforderlich, was den Weg für Umsteigende ohne einschlägige Ausbildung öffnet.
  • Das erfasste Angebot ist Fernunterricht in Teilzeit und damit ortsunabhängig, was ohne Umzug und ohne festen Schulort funktioniert.
  • Die Inhalte verbinden Elektrotechnik mit Netzwerk- und Kommunikationstechnik, ein Feld, das in Gebäuden, Netzen und Sicherheitstechnik gebraucht wird.
  • Der Anbieter weist einen benannten Abschluss aus, sodass am Ende ein konkret bezeichnetes Ergebnis steht und nicht nur eine Teilnahmebestätigung.

Zielgruppe & Voraussetzungen

Das Angebot passt zu Menschen, die sich neu in Richtung Informations- und Telekommunikationstechnik orientieren und dabei zeitlich flexibel lernen müssen, etwa weil sie parallel arbeiten oder Betreuungsaufgaben haben. Weil es sich um Fernunterricht über eine lange Laufzeit handelt, ist es besonders für Lernende geeignet, die eigenständig arbeiten und sich Struktur selbst geben können. Wer eine strukturierte Präsenzumschulung mit fester Klasse und Werkstattanteil sucht, findet sie hier nicht.

  • Umsteigende ohne einschlägigen Berufsabschluss, die einen technischen Weg suchen
  • Berufstätige und Menschen mit Betreuungsaufgaben, die zeitlich flexibel in Teilzeit lernen müssen
  • Lernende mit Erfahrung im selbstorganisierten Lernen, die eine mehrjährige Fernlernphase durchhalten
  • Weniger geeignet für alle, die feste Präsenzstruktur, Werkstattpraxis vor Ort und Gruppenlernen brauchen
Voraussetzungen:

Ein Berufsabschluss ist nicht erforderlich – die Umschulung führt selbst zu einem anerkannten Abschluss. Über die Aufnahme entscheidet der Bildungsträger, bei geförderten Plätzen zusammen mit der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter.

  • Kein Berufsabschluss vorausgesetzt – die Maßnahme führt zum Abschluss
  • Bereitschaft zu einer Qualifizierung über 42 Monate in Teilzeit
  • Eigener Rechner und Selbstlerndisziplin, da die Angebote Fern- oder Online-Anteile haben
  • Aufnahmegespräch beim Bildungsträger

Ablauf & Abschluss

Fernunterricht

42 Monate (berufsbegleitend in Teilzeit) – belegte Laufzeit: 1277 Tage

Betriebspraktikum: Betriebliche Praxisphasen sind bei einer Umschulung üblich; Umfang und Lage legt der Bildungsträger fest.

Prüfende Stelle: ILS. Offizieller Abschluss: Sie erhalten nach erfolgreichem Abschluss den Titel Staatlich geprüfter Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik – Informations- und Kommunikationstechnik..

Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ist möglich. Die Bewilligung ist eine Einzelfallentscheidung und hängt von der persönlichen Situation und der Arbeitsmarktlage ab – eine Zusage vorab gibt es nicht. Belegte Kostenrahmen der Angebote: 5.000–10.000 €.

Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu ALG oder Bürgergeld, sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.

Nutzen & Perspektiven

Bundesweit gibt es zu diesem Abschluss nur ein einziges Angebot, und zwar als Fernlehrgang ohne festen Unterrichtsort. Wie die praktischen Anteile organisiert werden, legt der Anbieter fest – klären Sie deshalb vor der Anmeldung, wie Sie parallel Praxiserfahrung aufbauen können.

In tarifgebundenen Betrieben der Elektro- und IT-Industrie liegen die Gehälter spürbar über kleineren Handwerksbetrieben. Zusätzliche Qualifikationen in Glasfaser- und Netzwerktechnik wirken sich positiv aus.

  • Einstieg: ca. 34.000–41.000 €
  • Mit Berufserfahrung: ca. 42.000–52.000 €
  • Spezialist oder Leitung: ca. 55.000–66.000 €
  • Typische Tätigkeitsfelder: Installation und Inbetriebnahme von Kommunikations- und Netzwerkanlagen, Aufbau und Vermessung von Kupfer- und Glasfaserstrecken, Errichtung strukturierter Gebäudeverkabelung, Sicherheits-, Zutritts- und Gefahrenmeldetechnik, Störungssuche, Wartung und Prüfung bestehender Anlagen, Konfiguration von Netzwerkkomponenten und Endgeräten
  • Typische Arbeitgeber: Elektro- und Kommunikationstechnik-Handwerksbetriebe, Netzbetreiber und Telekommunikationsdienstleister, Errichter von Sicherheits- und Gefahrenmeldetechnik, IT-Systemhäuser mit Infrastrukturgeschäft, Facility-Management und technischer Gebäudebetrieb, Industriebetriebe mit eigener Instandhaltung

Welche Förderung passt zu dir?

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Arbeitsmarkt-Report

Einstieg (0–2 J.):34.000–41.000 €
Mittel (3–7 J.):42.000–52.000 €
Senior (8+ J.):55.000–66.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • Installation und Inbetriebnahme von Kommunikations- und Netzwerkanlagen
    Regelmäßig bundesweit ausgeschrieben
  • Aufbau und Vermessung von Kupfer- und Glasfaserstrecken
    Regelmäßig bundesweit ausgeschrieben
  • Errichtung strukturierter Gebäudeverkabelung
    Regelmäßig bundesweit ausgeschrieben
  • Sicherheits-, Zutritts- und Gefahrenmeldetechnik
    Regelmäßig bundesweit ausgeschrieben
  • Störungssuche, Wartung und Prüfung bestehender Anlagen
    Regelmäßig bundesweit ausgeschrieben
  • Konfiguration von Netzwerkkomponenten und Endgeräten
    Regelmäßig bundesweit ausgeschrieben

Unverbindliche Anfrage

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Brauche ich für diese Umschulung einen Berufsabschluss?

Nein. Als Umschulung ist dieser Weg auf einen weiteren Berufsabschluss ausgerichtet und verlangt keinen vorhandenen Abschluss als Zugangsvoraussetzung. Der Anbieter kann jedoch eigene Zulassungsbedingungen festlegen, gerade weil als Abschluss eine Technikerqualifikation ausgewiesen ist. Lassen Sie sich diese Bedingungen deshalb vor der Anmeldung schriftlich bestätigen.

Wie viele Angebote gibt es und wo?

Bundesweit gibt es genau ein Angebot, das gleichzeitig das einzige länger laufende ist. Anbieter ist die ILS - Institut für Lernsysteme GmbH. Ein Präsenzort ist nicht angegeben, weil das Angebot als Fernunterricht geführt wird. Weitere Anbieter oder Standorte sind uns nicht bekannt. Bei einer so schmalen Angebotslage ist eine Beratung zu regionalen Alternativen sinnvoll.

Wie lange dauert die Umschulung?

Die Laufzeit beträgt 1.277 Tage, also rund 42 Monate. Das Angebot läuft ausschließlich in Teilzeit und als Fernunterricht; eine Vollzeitvariante gibt es nicht. Diese Länge ist bei berufsbegleitendem Fernunterricht plausibel, verlangt aber eine sehr langfristige Planung.

Was kostet die Umschulung und kann sie gefördert werden?

Die Datenbank weist einen Kostenrahmen von 5.000 bis 10.000 Euro aus; der genaue Preis kommt vom Anbieter. Bei Umschulungen ist der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ein realistischer Förderweg. Er wird jedoch nicht automatisch erteilt, sondern im Einzelfall geprüft, unter anderem danach, ob die Maßnahme arbeitsmarktlich notwendig und nach AZAV zertifiziert ist. Klären Sie die Förderfähigkeit dieses konkreten Angebots vor der Anmeldung mit Ihrer Vermittlungsfachkraft. Eine pauschale vollständige Kostenübernahme können wir nicht zusichern.

Welchen Abschluss erhalte ich und wer prüft?

Der Anbieter gibt als Abschluss an: Sie erhalten nach erfolgreichem Abschluss den Titel Staatlich geprüfter Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik - Informations- und Kommunikationstechnik. Prüfende Stelle ist ILS, also der Anbieter selbst. Eine Kammerprüfung nach BBiG oder HwO ist hier nicht vorgesehen. Weil das für die Anerkennung im Betrieb entscheidend ist, sollten Sie vor der Anmeldung schriftlich klären, wie der Abschluss zustande kommt und was er im Bewerbungsverfahren wert ist.