Umschulung Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement
Kaufleute für Digitalisierungsmanagement arbeiten zwischen Fachbereich und IT. Sie nehmen Geschäftsprozesse auf, dokumentieren sie und decken Medienbrüche, Doppelerfassungen und unklare Zuständigkeiten auf.
Auf einen Blick
Überblick
Kaufleute für Digitalisierungsmanagement arbeiten zwischen Fachbereich und IT. Sie nehmen Geschäftsprozesse auf, dokumentieren sie und decken Medienbrüche, Doppelerfassungen und unklare Zuständigkeiten auf. Daraus entsteht eine Anforderungsbeschreibung: Angebote sichten, Systeme nach festen Kriterien vergleichen, Wirtschaftlichkeit rechnen samt Folgekosten für Lizenzen, Betrieb und Schulung. Bei der Einführung planen sie die Datenübernahme aus Altsystemen, stimmen Testfälle ab, schulen Anwender und dokumentieren die neuen Abläufe. Datenschutz und Sicherheit sind dabei mitzudenken. Der Beruf ging 2020 aus der Neuordnung der IT-Berufe hervor und ersetzt den Informatikkaufmann.
Ist das ein Modewort-Beruf, den in fünf Jahren niemand mehr kennt? Nein: Es ist ein staatlich anerkannter Abschluss nach dem Berufsbildungsgesetz mit Kammerprüfung, aus der Neuordnung der IT-Berufe 2020 und Nachfolger des Informatikkaufmanns. Verlangt werden EDV-Grundkenntnisse, keine Programmierkenntnisse; die Träger bieten dazu ein Gespräch an. Ist dein Deutsch unsicher, sieh dir die Angebote mit integrierter Sprachförderung an.
Kursinhalte & Lernziele
- Modul 1: IT-Grundlagen und Einrichten eines IT-Arbeitsplatzes (8 Wochen) – Der Einstieg schafft das technische Fundament, ohne das die spätere Vermittlerrolle nicht funktioniert, und deckt zugleich den Inhalt des ersten Prüfungsteils ab. Die konkrete Modulstruktur legt der Bildungsträger fest; diese Übersicht beschreibt die fachlich üblichen Inhalte. Inhalte: Rechner, Betriebssysteme, Netze und Peripherie im Überblick, Arbeitsplätze einrichten, übergeben und dokumentieren, Software, Lizenzarten und Bereitstellung, Grundbegriffe von Datensicherheit und Datenschutz.
- Modul 2: Geschäftsprozesse verstehen, aufnehmen und modellieren (10 Wochen) – Das fachliche Kernmodul: Wie ein betrieblicher Ablauf sauber erhoben, dargestellt und bewertet wird. Wesentlich ist die Gesprächsführung mit den Menschen, die den Prozess ausführen – ohne sie beschreibt jedes Modell nur eine Wunschvorstellung. Inhalte: Prozessaufnahme durch Interview, Beobachtung und Dokumentenanalyse, Modellierungsnotationen und Prozessdokumentation, Medienbrüche, Doppelarbeit und Zuständigkeitslücken erkennen, Kennzahlen zur Prozessleistung, Soll-Konzepte entwickeln und begründen.
- Modul 3: Anforderungsanalyse und Systemauswahl (10 Wochen) – Zwischen Problem und Lösung liegt die Anforderungsarbeit. Das Modul behandelt, wie aus unklaren Wünschen prüfbare Anforderungen werden, wie Systeme vergleichbar bewertet werden und wie eine Entscheidungsvorlage aussieht, die auch Folgekosten sichtbar macht. Inhalte: Anforderungen erheben, priorisieren und dokumentieren, Lastenheft erstellen und Kriterienkataloge aufbauen, Marktsichtung, Angebotsvergleich und Anbieterbewertung, Wirtschaftlichkeitsbetrachtung inklusive Folgekosten, Entscheidungsvorlagen für die Leitung.
- Modul 4: Einführung digitaler Anwendungen und Datenmigration (12 Wochen) – Das umfangreichste Modul begleitet den Weg von der Entscheidung bis zum laufenden Betrieb. Schwerpunkte sind die Datenmigration, die erfahrungsgemäß mehr Zeit verschlingt als geplant, und die Schulung der Anwenderinnen und Anwender, an der Einführungen am häufigsten scheitern. Inhalte: Einführungsprojekte planen und steuern, Datenübernahme aus Altsystemen und Datenbereinigung, Test, Abnahme und Fehlermanagement, Anwenderschulung und Begleitung der Umstellung, Dokumentation neuer Abläufe und Arbeitsanweisungen.
- Modul 5: Kaufmännische Steuerung, Kalkulation und Wirtschaftlichkeit (10 Wochen) – Digitalisierungsvorhaben müssen sich rechnen und begründen lassen. Das Modul vermittelt die kaufmännischen Werkzeuge dafür: Kostenrechnung, Investitionsvergleich, Budgetsteuerung und die Darstellung von Ergebnissen gegenüber Entscheidungsebenen. Inhalte: Buchführungsgrundlagen und Kosten-Leistungs-Rechnung, Investitionsrechnung und Wirtschaftlichkeitsvergleiche, Budgetplanung und Kostenkontrolle in Projekten, Beschaffung, Verträge und Lizenzkosten, Kennzahlen und Berichte für die Leitung.
- Modul 6: Daten, Schnittstellen und Automatisierung (8 Wochen) – Ohne Grundverständnis für Daten und Schnittstellen bleibt die Vermittlerrolle oberflächlich. Das Modul vermittelt so viel Datenbank- und Automatisierungswissen, wie nötig ist, um mit der IT auf Augenhöhe zu sprechen und einfache Auswertungen selbst zu erstellen. Inhalte: Relationale Datenbanken und SQL-Grundlagen, Schnittstellen zwischen Systemen verstehen und abstimmen, Auswertungen und einfache Berichte erstellen, Automatisierung wiederkehrender Büroabläufe.
- Modul 7: IT-Sicherheit, Datenschutz sowie Wirtschafts- und Sozialkunde (8 Wochen) – Jede Systemeinführung berührt Datenschutz, Sicherheit und Mitbestimmung. Das Modul behandelt diese Anforderungen aus der Projektperspektive und deckt zugleich die wirtschafts- und sozialkundlichen Inhalte der Abschlussprüfung ab. Inhalte: Schutzziele und Sicherheitsanforderungen in Einführungsprojekten, Datenschutzrechtliche Pflichten, Auftragsverarbeitung und Löschfristen, Berechtigungskonzepte und Rollenmodelle, Rechtsformen, Vertragsrecht, Arbeits- und Tarifrecht, Mitbestimmung bei der Einführung neuer Systeme.
- Modul 8: Betriebliche Praxisphase, Projektarbeit und Prüfungsvorbereitung (36 Wochen) – In der Praxisphase zeigt sich, ob die Methoden im Betrieb tragen: Gewachsene Abläufe, unterschiedliche Interessen und begrenzte Budgets lassen sich im Unterricht nicht nachstellen. Hier entsteht in der Regel auch das betriebliche Projekt für die Abschlussprüfung, und viele Betriebe übernehmen ihre Umschülerinnen und Umschüler aus dieser Phase heraus. Inhalte: Mitarbeit an einem realen Digitalisierungsvorhaben im Betrieb, Auswahl und Umsetzung des betrieblichen Abschlussprojekts, Dokumentation, Präsentation und Fachgespräch üben, Wiederholung der schriftlichen Prüfungsbereiche, Bewerbungsunterlagen und Übergang in Beschäftigung vorbereiten.
Lernziele:
- Der Abschluss ist eine Kammerprüfung nach dem Berufsbildungsgesetz – ein regulärer, staatlich anerkannter Berufsabschluss und kein Kurszertifikat auf ein Modethema.
- Vorhandene Erfahrung aus Verwaltung, Sachbearbeitung oder Kundenservice wird zum Vorteil, weil Prozesskenntnis in diesem Beruf der eigentliche Rohstoff ist.
- Der Bedarf ist branchenübergreifend: Prozesse digitalisieren müssen Industrie, Handel, Verwaltung, Gesundheitswesen und Handwerksbetriebe gleichermaßen.
- Ein Berufsabschluss wird für den Zugang nicht vorausgesetzt; einzelne Angebote enthalten eine integrierte Sprachförderung und öffnen den Weg damit weiter.
- Einzelne Angebote schließen eine Herstellerzertifizierung ein, die im Bewerbungsverfahren zusätzlich belegbar ist.
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Beruf passt zu Menschen, die betriebliche Abläufe verstehen und verbessern wollen und die Technik dabei als Mittel begreifen, nicht als Selbstzweck. Wer aus Verwaltung, Sachbearbeitung, Assistenz, Buchhaltung oder Kundenservice kommt, kennt die Reibungspunkte bereits, um die es hier geht – doppelt erfasste Daten, Medienbrüche, Abläufe, die niemand mehr erklären kann. Diese Erfahrung ist in diesem Beruf ein echter Vorteil und geht nicht verloren. Erfasst sind Vollzeit- und Teilzeitvarianten, sodass auch Menschen mit Betreuungsaufgaben einen Weg finden. Wer tief in die Technik will – Server konfigurieren, programmieren –, ist in den Fachinformatiker-Fachrichtungen besser aufgehoben: Hier liegt der Schwerpunkt auf Analyse, Auswahl, Einführung und der Arbeit mit Menschen, die eine Veränderung mittragen sollen.
- Umsteigende aus Verwaltung, Sachbearbeitung, Buchhaltung oder Kundenservice mit Prozessblick
- Menschen, die zwischen Fachbereich und IT vermitteln wollen und gern erklären
- Berufstätige mit Betreuungsaufgaben, für die auch Teilzeitangebote erfasst sind
- Weniger geeignet für alle, die technisch in die Tiefe wollen und ungern mit Menschen verhandeln
Ein Berufsabschluss ist nicht erforderlich – die Umschulung führt selbst zu einem anerkannten Abschluss. In den erfassten Zugangsangaben verlangen die Träger übereinstimmend Deutschkenntnisse auf Niveau B2, Englischkenntnisse auf Niveau B1 sowie EDV-Grundkenntnisse; mehrere Anbieter bieten ein persönliches Gespräch zur Abklärung der individuellen Teilnahmevoraussetzungen an. Einzelne Angebote enthalten eine integrierte Sprachförderung und richten sich damit ausdrücklich an Menschen, deren Deutschkenntnisse noch ausgebaut werden. Über die Aufnahme entscheidet der Bildungsträger, bei geförderten Plätzen gemeinsam mit der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter.
- Kein Berufsabschluss vorausgesetzt – die Maßnahme führt selbst zum Abschluss
- Deutsch auf Niveau B2 und Englisch auf Niveau B1 nach übereinstimmenden Trägerangaben
- EDV-Grundkenntnisse sowie Interesse an betriebswirtschaftlichen Abläufen
- Bereitschaft zu rund 24 Monaten Qualifizierung in Vollzeit oder Teilzeit einschließlich Praxisphase
- Persönliches Aufnahmegespräch; einzelne Angebote enthalten eine integrierte Sprachförderung
Ablauf & Abschluss
Präsenz- und Onlineanteile (kombinierte Lernform)
24 Monate in Voll- oder Teilzeit – belegter Durchschnitt der Angebote
Betriebspraktikum: Eine mehrmonatige betriebliche Praxisphase gehört zur Umschulung und liegt in der Regel im zweiten Jahr. Sie ist in diesem Beruf besonders aussagekräftig, weil sich Prozessaufnahme und Anwenderschulung erst im echten Betrieb erlernen lassen – dort, wo Abläufe historisch gewachsen sind und Menschen an ihnen hängen. Umfang und Lage legt der Bildungsträger fest.
Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung wird nach etwa einem Drittel der Umschulung abgelegt und behandelt das Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes. Das Ergebnis fließt mit festem Anteil in die Gesamtnote ein und wird nicht eigenständig wiederholt.
Teil 2 am Ende umfasst schriftliche Prüfungsbereiche zu den kaufmännischen und digitalisierungsbezogenen Kerntätigkeiten sowie Wirtschafts- und Sozialkunde und ein betriebliches Projekt mit schriftlicher Dokumentation, Präsentation und Fachgespräch. Die verbindlichen Bezeichnungen und Gewichtungen der Prüfungsbereiche nennt die zuständige Kammer im Zulassungsverfahren.
Prüfende Stelle: Die zuständige Industrie- und Handelskammer. In den Angeboten wird zusätzlich ein trägerinternes Zertifikat oder Zeugnis ausgestellt, teils ergänzt um eine Herstellerzertifizierung; beides ergänzt das Prüfungszeugnis, ersetzt es aber nicht.. Offizieller Abschluss: Kaufmann/Kauffrau für Digitalisierungsmanagement (IHK) – staatlich anerkannter Berufsabschluss nach dem Berufsbildungsgesetz..
Für diese Umschulung ist der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters der übliche Förderweg. Die Bewilligung erfolgt nach § 81 SGB III im Einzelfall und hängt von Ihrer persönlichen Situation, der Arbeitsmarktlage und der AZAV-Zertifizierung des konkreten Angebots ab – eine Zusage vorab gibt es nicht. Die meisten Anbieter nennen keinen Preis; wo Preise vorliegen, liegen sie überwiegend über 10.000 Euro, daneben gibt es einzelne Bausteine bis 500 Euro sowie preisverhandelte Maßnahmen. Weil die Angebotslage mit 32 Anbietern schmal ist, sollten Sie Förderfähigkeit und Starttermin frühzeitig gemeinsam mit Ihrer Vermittlungsfachkraft klären.
Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu ALG oder Bürgergeld, sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.
Nutzen & Perspektiven
In unserer Marktdatenbank sind 1.099 Stellenausschreibungen zum Zielberuf innerhalb der letzten 365 Tage erfasst. Den Beruf gibt es erst seit 2020, viele passende Stellen laufen unter Titeln wie Prozessmanagement, IT-Koordination oder Anwendungsbetreuung. Entscheidend ist, was Sie neben dem Abschluss vorzeigen: eine Praxisphase mit echtem Einführungsprojekt. Die Angebotsseite ist mit 35 Angeboten von 32 Anbietern und 126 Terminen schmal.
Die Schnittstellenfunktion zwischen IT-Fachabteilungen und Geschäftsprozessen wird besonders in mittelständischen Transformationsprojekten überdurchschnittlich honoriert.
- Einstieg: ca. 36.000–44.000 €
- Mit Berufserfahrung: ca. 46.000–58.000 €
- Spezialist oder Leitung: ca. 60.000–78.000 €
- Typische Tätigkeitsfelder: Aufnahme, Dokumentation und Verbesserung von Geschäftsprozessen, Anforderungsanalyse und Erstellung von Lastenheften, Marktsichtung, Angebotsvergleich und Systemauswahl, Begleitung von Einführungsprojekten und Datenmigration, Schulung und Betreuung von Anwenderinnen und Anwendern, Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und Kostenkontrolle digitaler Vorhaben, Abstimmung zwischen Fachbereichen, IT und externen Dienstleistern
- Typische Arbeitgeber: Industrie- und Handelsunternehmen mit eigenen Digitalisierungsvorhaben, Öffentliche Verwaltung und kommunale Betriebe, IT-Dienstleister, Systemhäuser und Beratungsunternehmen, Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister, Kliniken, Pflegeträger und Sozialverbände, Logistik- und Handelsketten mit vielen Standorten, Verbände, Kammern und Bildungseinrichtungen
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Arbeitsmarkt-Report
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Aufnahme, Dokumentation und Verbesserung von GeschäftsprozessenRegelmäßig bundesweit ausgeschrieben
- Anforderungsanalyse und Erstellung von LastenheftenRegelmäßig bundesweit ausgeschrieben
- Marktsichtung, Angebotsvergleich und SystemauswahlRegelmäßig bundesweit ausgeschrieben
- Begleitung von Einführungsprojekten und DatenmigrationRegelmäßig bundesweit ausgeschrieben
- Schulung und Betreuung von Anwenderinnen und AnwendernRegelmäßig bundesweit ausgeschrieben
- Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und Kostenkontrolle digitaler VorhabenRegelmäßig bundesweit ausgeschrieben
Verwandte Kurse & Alternativen
8 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist Digitalisierungsmanagement ein anerkannter Beruf oder ein Modebegriff?
Es ist ein regulärer Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz mit Kammerprüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Er ist aus der Neuordnung der IT-Berufe hervorgegangen und hat den Informatikkaufmann abgelöst; vereinzelt taucht diese frühere Bezeichnung noch auf. Der Abschluss ist damit genauso dauerhaft und anerkannt wie jeder andere IHK-Berufsabschluss.
Muss ich programmieren können?
Nein. Vorausgesetzt werden EDV-Grundkenntnisse, nicht Programmierkenntnisse. In der Umschulung kommen Datenbank- und Automatisierungsgrundlagen vor, aber als Werkzeug für die Vermittlerrolle – damit Sie mit der IT auf Augenhöhe sprechen und einfache Auswertungen selbst erstellen können. Der Schwerpunkt liegt auf Prozessanalyse, Anforderungsarbeit, Systemauswahl, Einführung und Schulung.
Worin unterscheidet sich der Beruf vom Kaufmann für IT-System-Management?
Beide sind kaufmännische IT-Berufe aus der Neuordnung 2020 und teilen die gemeinsamen Kerninhalte. Der Schwerpunkt im IT-System-Management liegt auf Vertrieb, Beschaffung, Lizenzen und Kundenbetreuung – also auf dem Handel mit IT-Leistungen. Im Digitalisierungsmanagement liegt er auf den eigenen betrieblichen Abläufen: analysieren, passende Lösungen auswählen, einführen, Anwender schulen. Vereinfacht: einmal nach außen zum Kunden, einmal nach innen in den Betrieb.
Was ist, wenn mein Deutsch noch nicht sicher genug ist?
Die Träger verlangen in den erfassten Zugangsangaben übereinstimmend Deutsch auf Niveau B2 und Englisch auf Niveau B1. Gleichzeitig sind in unserem Bestand Angebote mit integrierter Sprachförderung erfasst, die sich ausdrücklich an Menschen richten, deren Deutschkenntnisse noch ausgebaut werden. Sprechen Sie das im Aufnahmegespräch offen an und fragen Sie gezielt nach Angeboten mit Sprachförderanteil.
Wie viele Anbieter führen diese Umschulung und wie lange dauert sie?
Uns sind 32 Anbieter mit 35 Angeboten und 126 Terminen bekannt; die Regellaufzeit liegt bei rund 24 Monaten, angeboten in Vollzeit und Teilzeit, als Präsenzunterricht und in kombinierten Lernformen. Das ist die schmalste Anbieterzahl unter den hier gezeigten IT-Umschulungen, weshalb Sie mit Wartezeiten auf passende Starttermine rechnen sollten. Anbieternamen und Standorte veröffentlichen wir nicht.
Was kostet die Umschulung und wie wird sie gefördert?
Bei den meisten Angeboten ist kein Preis hinterlegt; wo Angaben vorliegen, liegen sie überwiegend über 10.000 Euro, einzelne Bausteine darunter, und ein Teil ist als preisverhandelte Maßnahme geführt. Der übliche Förderweg ist der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters. Die Bewilligung ist nach § 81 SGB III eine Einzelfallentscheidung, die unter anderem arbeitsmarktliche Notwendigkeit und AZAV-Zertifizierung prüft; eine pauschale vollständige Kostenübernahme können wir nicht zusichern.