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IHK-Prüfung

Umschulung Fachinformatiker/in Daten- und Prozessanalyse

Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker der Fachrichtung Daten- und Prozessanalyse untersuchen Geschäftsabläufe und die zugehörigen Daten. Sie identifizieren geeignete Datenquellen, prüfen Datenqualität und entwickeln Auswertungen sowie automatisierte Verarbeitungsschritte.

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Auf einen Blick

Dauer24 Monate
FormatOnline & Präsenz
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Bildungsgutschein als Förderweg möglich; Zulassung des Angebots und persönliche Bewilligung prüfen.

Angaben aus zusammengefassten Kursdaten; das konkrete Angebot kann abweichen.

Worum geht es in diesem Kurs?

Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker der Fachrichtung Daten- und Prozessanalyse untersuchen Geschäftsabläufe und die zugehörigen Daten. Sie identifizieren geeignete Datenquellen, prüfen Datenqualität und entwickeln Auswertungen sowie automatisierte Verarbeitungsschritte. Daraus leiten sie Verbesserungen für Prozesse ab und prüfen deren Wirkung. Datenbanken, Analysewerkzeuge und Prozessmodelle gehören zur Arbeit in Unternehmens-IT, Datenteams und IT-Dienstleistung.

Die größte Hürde ist meist nicht die Technik, sondern der Respekt vor Statistik. Verlangt wird kein Studium, sondern geduldiges Arbeiten mit Daten: prüfen, ob Daten vollständig sind, und erkennen, wenn eine Analyse täuscht. Mehrere Träger nennen Fachoberschulreife und sichere Deutschkenntnisse. Fehlt dir dieser Abschluss, lass deine Eignung im Feststellungsverfahren prüfen. Kläre vorab, was bei nicht bestandener Kammerprüfung passiert.

Was lernst du in diesem Kurs?

Lernziele

  • Der Abschluss ist eine Kammerprüfung gemäß Berufsbildungsgesetz und damit ein staatlich anerkannter Berufsabschluss, kein Kurszertifikat.
  • Der Beruf verbindet Datenarbeit mit Prozessverständnis – vorhandene Erfahrung aus Sachbearbeitung, Controlling oder Verwaltung bleibt damit wertvoll.
  • Datenauswertung ist branchenübergreifend gefragt, von der Industrie über den Handel bis in die öffentliche Verwaltung, was die Einsatzmöglichkeiten breit hält.
  • Ein Berufsabschluss ist für den Zugang nicht erforderlich, auch wenn die Träger schulische Mindestanforderungen und eine Eignungsfeststellung ansetzen.
  • Die Fachrichtung ist noch jung und in vielen Betrieben unbesetzt, sodass sich Aufgabenzuschnitte häufig mitgestalten lassen.
Inhalte und Module im Detail
  • Modul 1: IT-Grundlagen und Einrichten eines IT-Arbeitsplatzes (8 Wochen) – Der Einstieg schafft die gemeinsame technische Basis und deckt zugleich den Inhalt des ersten Prüfungsteils ab. Für die spätere Datenarbeit sind vor allem Dateiformate und Zeichenkodierungen wichtiger, als es zunächst wirkt. Die konkrete Modulstruktur legt der Bildungsträger fest. Inhalte: Rechnerarchitektur, Betriebssysteme und Netzgrundlagen, Einrichten und Absichern eines Arbeitsplatzes, Kommandozeile, Dateiformate und Zeichenkodierungen, Grundbegriffe von Datensicherheit und Datenschutz.
  • Modul 2: Datenbanken, SQL und Datenmodellierung (12 Wochen) – SQL ist das zentrale Werkzeug dieser Fachrichtung, und es wird hier über mehrere Wochen in der Breite geübt. Neben der Abfragesprache geht es um den Entwurf von Datenmodellen und um das Verständnis dafür, warum gewachsene Bestände selten so aufgebaut sind, wie eine Auswertung es bräuchte. Inhalte: Relationales Datenmodell, Normalisierung und Schlüsselbeziehungen, SQL von der einfachen Abfrage bis zu Verbünden und Aggregaten, Analytische Datenmodelle und Kennzahlenstrukturen, Indizes, Ausführungspläne und Laufzeitverhalten, Umgang mit gewachsenen Altbeständen.
  • Modul 3: Geschäftsprozesse analysieren und modellieren (10 Wochen) – Das Modul behandelt die Prozessseite des Berufs: Wie ein Ablauf sauber aufgenommen, dargestellt und bewertet wird. Wesentlich ist dabei die Gesprächsführung mit den Menschen, die den Prozess täglich ausführen – ohne sie stimmt jedes Modell nur auf dem Papier. Inhalte: Prozessaufnahme durch Interview und Beobachtung, Modellierungsnotationen und Prozesslandkarten, Schnittstellen, Medienbrüche und Verantwortlichkeiten, Kennzahlen zur Prozessleistung, Verbesserungsvorschläge belegen und darstellen.
  • Modul 4: Datenbeschaffung, Aufbereitung und Datenqualität (12 Wochen) – In der Praxis entfällt der größte Zeitanteil auf die Aufbereitung, nicht auf die Analyse. Das Modul behandelt den Weg der Daten von der Quelle bis zur auswertbaren Struktur und schult den kritischen Blick auf Vollständigkeit, Konsistenz und Herkunft. Inhalte: Datenquellen erschließen und Schnittstellen anbinden, Extraktion, Transformation und Laden von Daten, Bereinigung, Dublettenerkennung und Plausibilitätsprüfungen, Kennzahlen zur Datenqualität und deren Überwachung, Dokumentation von Herkunft und Verarbeitungsschritten.
  • Modul 5: Auswertung, statistische Grundlagen und Visualisierung (10 Wochen) – Hier entsteht das sichtbare Ergebnis der Arbeit. Neben den statistischen Grundlagen geht es um die Frage, welche Darstellung eine Aussage trägt und welche sie verzerrt – und darum, Ergebnisse so zu erklären, dass Fachbereiche damit entscheiden können. Inhalte: Beschreibende Statistik, Verteilungen und Ausreißer, Zeitreihen, Vergleiche und Kennzahlensysteme, Berichte und Dashboards aufbauen, Diagrammwahl, Lesbarkeit und irreführende Darstellungen, Ergebnisse adressatengerecht präsentieren.
  • Modul 6: Skript-Programmierung und Automatisierung (8 Wochen) – Auswertungen, die jede Woche von Hand zusammengeklickt werden, halten nicht lange. Das Modul vermittelt so viel Programmierung, wie für die Automatisierung wiederkehrender Aufgaben nötig ist, und führt die nachvollziehbare Versionierung von Auswertungsständen ein. Inhalte: Grundlagen einer Skriptsprache für Datenverarbeitung, Wiederkehrende Auswertungen automatisieren, Schnittstellen ansprechen und Daten abholen, Versionsverwaltung und nachvollziehbare Auswertungsstände.
  • Modul 7: Datenschutz, Datensicherheit sowie Wirtschafts- und Sozialkunde (6 Wochen) – Wer mit betrieblichen Daten arbeitet, arbeitet fast immer auch mit personenbezogenen Daten. Das Modul behandelt die rechtlichen Grenzen der Verarbeitung und die technischen Mittel, sie einzuhalten, und deckt zugleich die wirtschafts- und sozialkundlichen Prüfungsinhalte ab. Inhalte: Rechtsgrundlagen der Verarbeitung personenbezogener Daten, Zweckbindung, Löschfristen und Anonymisierung, Berechtigungskonzepte für Auswertungssysteme, Rechtsformen, betriebliche Zusammenhänge, Arbeits- und Tarifrecht.
  • Modul 8: Betriebliche Praxisphase, Projektarbeit und Prüfungsvorbereitung (38 Wochen) – Die Praxisphase ist in dieser Fachrichtung besonders wichtig, weil echte betriebliche Daten sich in Schulungsdatensätzen nicht nachbilden lassen: Sie sind unvollständig, widersprüchlich und tragen Geschichte. Hier entsteht in der Regel auch das Projekt für die Abschlussprüfung. Inhalte: Mitarbeit an realen Auswertungs- und Prozessaufgaben im Betrieb, Auswahl und Umsetzung des betrieblichen Abschlussprojekts, Dokumentation, Präsentation und Fachgespräch üben, Wiederholung der schriftlichen Prüfungsbereiche, Bewerbungsstrategie und Portfolio aufbauen.

Für wen ist der Kurs geeignet?

Diese Fachrichtung passt zu Menschen, die gern strukturiert mit Zahlen und Abläufen arbeiten und dabei genauso viel Interesse an der Frage haben, warum ein Prozess so läuft, wie er läuft, wie an der Technik dahinter. Wer aus Sachbearbeitung, Controlling, Disposition, Qualitätssicherung oder Verwaltung kommt, bringt oft schon ein gutes Gespür für betriebliche Abläufe mit und ergänzt es hier um Datenbank-, Auswertungs- und Analysekompetenz. Die Zugangsanforderungen sind spürbar höher als bei anderen IT-Umschulungen – Fachoberschulreife und gute Deutschkenntnisse werden mehrfach genannt. Wer eher praktisch-handwerklich arbeitet und Auswertungen als lästig empfindet, ist in der Systemintegration besser aufgehoben.

  • Umsteigende aus Sachbearbeitung, Controlling, Disposition oder Qualitätssicherung mit Zahlenaffinität
  • Menschen, die betriebliche Abläufe analysieren und verbessern wollen, statt nur Systeme zu betreiben
  • Lernende mit solider schulischer Grundlage, da mehrere Träger Fachoberschulreife erwarten
  • Weniger geeignet für alle, die praktisch-technisch arbeiten wollen und wenig Interesse an Auswertungen haben
Voraussetzungen:

Ein Berufsabschluss ist nicht erforderlich – die Umschulung führt selbst zu einem anerkannten Abschluss. Die Träger nennen in den erfassten Zugangsangaben allerdings vergleichsweise hohe Anforderungen: In der Regel wird eine Fachoberschulreife erwartet, dazu Grundkenntnisse im Umgang mit PC und Betriebssystem, sichere Deutschkenntnisse in Wort und Schrift sowie englischer Grundwortschatz. Mehrere Angebote setzen Deutsch auf Niveau B2 und Englisch auf Niveau B1 voraus und führen eine Eignungsfeststellung durch. Über die Aufnahme entscheidet der Bildungsträger, bei geförderten Plätzen gemeinsam mit der Agentur für Arbeit, die über die Förderung entscheidet.

  • Kein Berufsabschluss vorausgesetzt – die Maßnahme führt selbst zum Abschluss
  • In der Regel Fachoberschulreife oder vergleichbarer Schulabschluss
  • Sichere Deutschkenntnisse in Wort und Schrift, mehrfach als Niveau B2 ausgewiesen; Englisch als Grundwortschatz bzw. Niveau B1
  • Grundkenntnisse im Umgang mit PC und Betriebssystem
  • Eignungsfeststellung oder Aufnahmegespräch beim Bildungsträger

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Präsenz- und Onlineanteile (kombinierte Lernform)

24 Monate in Voll- oder Teilzeit – belegter Durchschnitt der Angebote

Betriebspraktikum: Eine mehrmonatige betriebliche Praxisphase gehört zur Umschulung, in der Regel im zweiten Jahr. Sie ist hier besonders aussagekräftig, weil Datenanalyse ohne echte betriebliche Daten und ohne die Menschen, die den Prozess ausführen, nur Theorie bleibt. Umfang und Lage legt der Bildungsträger fest.

Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung wird nach etwa einem Drittel der Umschulung abgelegt und behandelt das Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes. Das Ergebnis geht mit festem Anteil in die Gesamtnote ein und wird nicht eigenständig wiederholt.

Teil 2 am Ende umfasst schriftliche Prüfungsbereiche zu den fachrichtungsspezifischen Kerntätigkeiten – Analyse von Daten und Prozessen sowie Konzeption entsprechender Lösungen – und Wirtschafts- und Sozialkunde, dazu ein betriebliches Projekt mit Dokumentation, Präsentation und Fachgespräch. Die verbindlichen Bezeichnungen und Gewichtungen nennt die zuständige Kammer.

Prüfende Stelle: Die zuständige Industrie- und Handelskammer. Ein trägerinternes Zertifikat kommt bei einem Teil der Angebote hinzu, ersetzt die Kammerprüfung aber nicht. Offizieller Abschluss: Fachinformatiker/in der Fachrichtung Daten- und Prozessanalyse (IHK) – staatlich anerkannter Berufsabschluss gemäß Berufsbildungsgesetz.

Für diese Umschulung ist der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit der übliche Förderweg. Die Bewilligung ist nach § 81 SGB III eine Einzelfallentscheidung und hängt von Ihrer persönlichen Situation, der Arbeitsmarktlage und der AZAV-Zertifizierung des konkreten Angebots ab – eine Zusage vorab gibt es nicht. Ein Teil der Anbieter nennt keinen Preis; wo Preise vorliegen, liegen sie über 10.000 Euro. Weil die Fachrichtung jung ist, lohnt es sich, im Beratungsgespräch die arbeitsmarktliche Verwertbarkeit für Ihre Region ausdrücklich anzusprechen.

Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu Arbeitslosengeld oder Grundsicherungsgeld (bis 30.06.2026 Bürgergeld), sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Innerhalb eines Jahres wurden bundesweit 577 Stellen zu diesem Zielberuf ausgeschrieben – weniger als zu jedem anderen IT-Umschulungsberuf. Die Fachrichtung gibt es erst seit 2020, passende Stellen laufen deshalb oft unter Titeln wie Datenanalyse, Business Intelligence oder Reporting. Auch das Angebot ist mit 47 Angeboten von 40 Anbietern und 158 Terminen schmal.

Durch die hohe Nachfrage nach datengetriebenen Prozessen (SQL, Python, Power BI, Cloud Pipelines) liegt das Gehalt über dem Durchschnitt klassischer kaufmännischer Berufe.

  • Verdienst im Beruf: Median 4.945 € brutto im Monat in Vollzeit, die mittlere Hälfte verdient 3.832–6.581 € (Berufsgattung „Berufe in der Wirtschaftsinformatik - fachlich ausgerichtete Tätigkeiten“, Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Datenstand 2025). Das ist der Wert aller Beschäftigten der Berufsgattung, kein Einstiegsgehalt; Region, Branche, Tarifbindung und Berufserfahrung verändern ihn.
  • Quelle: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Datenstand 2025, abgerufen am 14. Oktober 2026: Median und Quartile der Bruttomonatsentgelte sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigter in Deutschland. https://web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas/
  • Typische Tätigkeitsfelder: Aufnahme, Modellierung und Bewertung von Geschäftsprozessen, Erschließung und Anbindung betrieblicher Datenquellen, Datenaufbereitung, Bereinigung und Qualitätssicherung, Erstellung von Auswertungen, Kennzahlen und Berichten, Aufbau und Pflege von Dashboards für Fachbereiche, Automatisierung wiederkehrender Auswertungen, Beratung von Fachbereichen bei datenbasierten Entscheidungen
  • Typische Arbeitgeber: Industrie- und Handelsunternehmen mit eigenem Controlling und Reporting, IT-Dienstleister und Beratungshäuser mit Datenschwerpunkt, Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister, Logistikunternehmen und Handelsketten, Öffentliche Verwaltung, Statistikstellen und kommunale Betriebe, Kliniken, Krankenkassen und Sozialversicherungsträger, Energieversorger und Netzbetreiber

Welche Förderung passt zu dir?

Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Aufnahme, Modellierung und Bewertung von Geschäftsprozessen
  • Erschließung und Anbindung betrieblicher Datenquellen
  • Datenaufbereitung, Bereinigung und Qualitätssicherung
  • Erstellung von Auswertungen, Kennzahlen und Berichten
  • Aufbau und Pflege von Dashboards für Fachbereiche
  • Automatisierung wiederkehrender Auswertungen

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Brauche ich starke Mathematikkenntnisse für diese Fachrichtung?

Nein, ein Statistikstudium wird hier nicht verlangt. Gefordert sind beschreibende Statistik, sicheres Rechnen mit Anteilen und Veränderungen und vor allem ein kritischer Blick darauf, wie eine Kennzahl zustande kommt. Wichtiger als mathematische Begabung ist Sorgfalt: Wer bemerkt, dass Zahlen unvollständig sind, verhindert falsche Entscheidungen. Diese Sorgfalt lässt sich üben, und die Umschulung ist mit 24 Monaten darauf ausgelegt.

Welchen Schulabschluss verlangen die Träger?

In den erfassten Zugangsangaben wird in der Regel die Fachoberschulreife erwartet, dazu sichere Deutschkenntnisse in Wort und Schrift, mehrfach als Niveau B2 benannt, sowie englischer Grundwortschatz beziehungsweise Niveau B1. Das sind höhere Anforderungen als bei anderen IT-Umschulungen. Formal ist ein Berufsabschluss nicht nötig; mehrere Träger bieten eine Eignungsfeststellung an, in der Ihre Voraussetzungen individuell geprüft werden.

Worin unterscheidet sich diese Fachrichtung von der Anwendungsentwicklung?

Beide gehören zum Ausbildungsberuf Fachinformatiker/in, unterscheiden sich aber im Ergebnis. In der Anwendungsentwicklung entsteht Software. In der Daten- und Prozessanalyse entsteht belastbare Erkenntnis: eine geprüfte Auswertung, ein beschriebener Prozess, ein Bericht, auf dessen Grundlage entschieden wird. Programmierung kommt vor, aber als Werkzeug zur Automatisierung, nicht als Kernprodukt der Arbeit.

Wie viele Anbieter führen diese Umschulung und wie lange dauert sie?

Uns sind 40 Anbieter mit 47 Angeboten und 158 Terminen bekannt; die Regellaufzeit liegt bei rund 24 Monaten, in Vollzeit und Teilzeit sowie in Präsenz- und kombinierten Lernformen. Die Angebotslage ist damit schmaler als bei den etablierten Fachrichtungen, aber bundesweit vorhanden. Anbieternamen und Standorte veröffentlichen wir auf dieser Seite nicht.

Finde ich mit diesem Abschluss überhaupt eine Stelle?

In unserer Datenbank sind 577 Stellenausschreibungen zum Zielberuf in den letzten zwölf Monaten erfasst, was zunächst wenig wirkt. Die Zahl unterschätzt den Markt aber, weil passende Stellen häufig unter Titeln wie Datenanalyse, Reporting, Business Intelligence oder Prozessmanagement ausgeschrieben werden. Suchen Sie deshalb nach Tätigkeiten, nicht nach dem Berufstitel, und bauen Sie im Abschlussprojekt einen vorzeigbaren Nachweis Ihrer Arbeitsweise auf.

Was kostet die Umschulung und wird sie gefördert?

Bei einem Teil der Angebote liegt uns kein Preis vor; wo Angaben vorliegen, liegen sie über 10.000 Euro. Der übliche Förderweg ist der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit. Die Bewilligung erfolgt nach § 81 SGB III im Einzelfall und prüft unter anderem die arbeitsmarktliche Notwendigkeit und die AZAV-Zertifizierung der Maßnahme. Eine pauschale vollständige Kostenübernahme können wir nicht zusichern.

Unverbindliche Anfrage

Wir geben deine Anfrage an bis zu drei passende Bildungsanbieter weiter. Diese melden sich bei dir mit konkreten Angeboten, Preisen und Terminen.

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So finanziert sich Kursweg: Für Interessierte ist Kursweg kostenlos. Bildungsanbieter zahlen ein Entgelt, wenn Kursweg eine Anfrage an sie weitergibt; optionale Tarife senken diesen Preis und zeigen Anfragen früher an. Details zum Geschäftsmodell.

Für Rückfragen zu passenden Kursen. Mit Vorwahl, z. B. 0170 1234567.

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