IT & Digital
IHK-Prüfung

Umschulung Fachinformatiker/in Systemintegration

Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker der Fachrichtung Systemintegration planen, richten ein und betreiben die IT-Infrastruktur eines Unternehmens: Netze und ihre aktiven Komponenten, Server und Speichersysteme, Virtualisierung, Verzeichnisdienste, Benutzerkonten und Arbeitsplatzrechner.

Auf einen Blick

Dauer24 MonateØ am Markt
FormatOnline & Präsenzflexibel
Kostenkeine Preisangabe hinterlegtauf Anfrage / Förderung
Anbieter154bundesweit erfasst
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker der Fachrichtung Systemintegration planen, richten ein und betreiben die IT-Infrastruktur eines Unternehmens: Netze und ihre aktiven Komponenten, Server und Speichersysteme, Virtualisierung, Verzeichnisdienste, Benutzerkonten und Arbeitsplatzrechner. Ein großer Teil ist Betrieb und Störungsbehebung: Tickets aufnehmen, Ursachen eingrenzen, Sicherungen prüfen. Dazu kommen Projekte wie ein Serverumzug oder eine Migration von Arbeitsplätzen sowie die laufende Absicherung: Berechtigungen vergeben, Aktualisierungen einspielen, Wiederherstellung testen. Anders als in der Anwendungsentwicklung steht am Ende ein lauffähiger Betrieb und kein Programm.

Viele glauben, IT sei nur etwas für Leute, die seit dem zwölften Lebensjahr Rechner zerlegen. Die Zugangsangaben der Träger sagen etwas anderes: Verlangt werden EDV-Grundkenntnisse, nicht Vorerfahrung im Systembetrieb. Einplanen solltest du die Breite des Stoffs – Netze, Betriebssysteme, Verzeichnisdienste, Virtualisierung, Sicherheit – in 24 Monaten. Mehrere Träger setzen einen Eignungstest an: Frag vorher, was geprüft wird.

Kursinhalte & Lernziele

  • Modul 1: IT-Grundlagen, Hardware und Einrichten eines IT-Arbeitsplatzes (8 Wochen) – Der erste Abschnitt schafft die gemeinsame Basis und deckt zugleich den Inhalt des ersten Prüfungsteils ab: das Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes. Behandelt werden Hardware, Betriebssysteminstallation und die saubere Übergabe an die Anwenderin oder den Anwender. Die konkrete Modulstruktur legt der Bildungsträger fest. Inhalte: Rechnerarchitektur, Komponenten und Peripherie, Installation und Konfiguration von Client-Betriebssystemen, Kommandozeile, Dateisysteme und Benutzerverwaltung, Arbeitsplätze einrichten, übergeben und dokumentieren.
  • Modul 2: Netzwerktechnik und Protokolle (12 Wochen) – Netzwerktechnik ist das tragende Fach dieser Fachrichtung. Das Modul führt von den Grundlagen über Adressierung und Routing bis zur systematischen Fehlersuche. Subnetting wird dabei erfahrungsgemäß zum ersten Prüfstein – es ist reine Übungssache und wird deshalb über mehrere Wochen wiederholt. Inhalte: Schichtenmodelle, Ethernet, Switching und VLAN, IP-Adressierung, Subnetting, Routing und Namensauflösung, Netzdienste wie Adressvergabe, Namensdienst und Zeitsynchronisation, Fehlersuche im Netz mit Analysewerkzeugen, Dokumentation von Netzplänen und Adresskonzepten.
  • Modul 3: Serverbetriebssysteme, Verzeichnisdienste und Virtualisierung (14 Wochen) – Das umfangreichste Modul der Umschulung. Es behandelt den Aufbau produktiver Serverumgebungen, die Verwaltung von Konten und Rechten sowie die Virtualisierung, ohne die kein moderner Betrieb mehr auskommt. Skripting wird hier eingeführt, weil sich Administration in größeren Umgebungen anders nicht bewältigen lässt. Inhalte: Installation und Härtung von Server-Betriebssystemen, Verzeichnisdienste, Gruppenrichtlinien und Berechtigungskonzepte, Virtualisierung von Servern, Speicher und Netzen, Datei-, Druck- und Anwendungsdienste bereitstellen, Automatisierung wiederkehrender Aufgaben per Skript.
  • Modul 4: Datenbanken, Anwendungsbereitstellung und Skripting (8 Wochen) – Auch wer nicht entwickelt, muss Anwendungen bereitstellen, aktualisieren und im Fehlerfall einordnen können. Das Modul vermittelt so viel Datenbank- und Programmierverständnis, wie für den Betrieb nötig ist, und schult die Automatisierung wiederkehrender Aufgaben. Inhalte: Relationale Datenbanken und SQL-Grundlagen, Bereitstellung und Aktualisierung von Fachanwendungen, Automatisierung mit Skriptsprachen, Schnittstellen zwischen Systemen verstehen und prüfen.
  • Modul 5: IT-Sicherheit, Datensicherung und Datenschutz (10 Wochen) – Sicherheit ist im Systembetrieb kein Sonderthema, sondern Teil jeder Konfigurationsentscheidung. Das Modul behandelt Absicherung, Segmentierung und vor allem die Datensicherung – einschließlich der Frage, wie eine Wiederherstellung tatsächlich getestet wird, statt sie nur zu dokumentieren. Inhalte: Schutzziele, Bedrohungslagen und typische Angriffswege, Firewalls, Segmentierung und gesicherte Fernzugriffe, Sicherungs- und Wiederherstellungskonzepte, Notfallplanung, Datenschutzanforderungen im Systembetrieb, Protokollierung und Nachvollziehbarkeit.
  • Modul 6: Cloud-Dienste, Monitoring und Betriebsführung (8 Wochen) – Ein wachsender Teil der Infrastruktur wird nicht mehr selbst betrieben, sondern bezogen. Das Modul ordnet Betriebsmodelle ein, behandelt Identitäts- und Zugriffsfragen über Systemgrenzen hinweg und führt in die Überwachung produktiver Systeme ein. Inhalte: Betriebsmodelle zwischen eigenem Rechenzentrum und externen Diensten, Identitäten und Zugriffe über Systemgrenzen hinweg, Überwachung, Schwellwerte und Alarmierung, Lizenz-, Vertrags- und Kostenfragen im Betrieb.
  • Modul 7: Service, Störungsmanagement und Anwenderunterstützung (8 Wochen) – Im Alltag entscheidet die Methode über die Lösungszeit. Das Modul behandelt Störungsbearbeitung entlang eines Ticketprozesses, saubere Dokumentation und die Kommunikation mit Anwenderinnen und Anwendern. Ergänzend werden die wirtschafts- und sozialkundlichen Prüfungsinhalte behandelt. Inhalte: Ticketsysteme, Priorisierung und Eskalation, Systematische Störungsanalyse und Ursachenermittlung, Änderungs- und Konfigurationsdokumentation, Kommunikation mit Anwenderinnen und Anwendern, Wirtschafts- und Sozialkunde für die Abschlussprüfung.
  • Modul 8: Betriebliche Praxisphase, Projektarbeit und Prüfungsvorbereitung (39 Wochen) – Die Praxisphase im Betrieb ist der längste zusammenhängende Abschnitt und fachlich der wichtigste: Gewachsene Netze, echte Störungen und Rufbereitschaft lassen sich im Schulungslabor nicht abbilden. Hier entsteht in der Regel auch das Projekt für die Abschlussprüfung, und viele Betriebe übernehmen ihre Umschülerinnen und Umschüler aus dieser Phase heraus. Inhalte: Mitarbeit im laufenden IT-Betrieb eines Unternehmens, Planung und Umsetzung des betrieblichen Abschlussprojekts, Projektdokumentation, Präsentation und Fachgespräch üben, Wiederholung der schriftlichen Prüfungsbereiche, Bewerbungsphase und Übergang in Beschäftigung vorbereiten.

Lernziele:

  • Mit 18.335 erfassten Stellenausschreibungen in zwölf Monaten ist die Arbeitsmarktnachfrage in diesem Zielberuf der breiteste Wert im gesamten IT-Bereich unseres Datenbestands.
  • Der Abschluss ist eine Kammerprüfung nach dem Berufsbildungsgesetz und damit ein staatlich anerkannter Berufsabschluss, kein Trägerzertifikat.
  • Ein Berufsabschluss wird für den Zugang nicht vorausgesetzt, sodass der Weg auch ohne abgeschlossene Ausbildung offensteht.
  • 154 Anbieter mit 165 Angeboten und 837 Terminen bedeuten eine breite Auswahl bei Startterminen, Unterrichtszeit und Lernform.
  • Der Einstieg über Support- und Administrationsaufgaben ist auch mit begrenzter Vorerfahrung realistisch, weil in diesem Feld Betriebswissen zählt und schrittweise aufgebaut wird.

Zielgruppe & Voraussetzungen

Die Umschulung passt zu Menschen, die technische Systeme gern zum Laufen bringen und dabei den Kontakt zu Anwenderinnen und Anwendern nicht scheuen. Anders als in der Anwendungsentwicklung entsteht das Arbeitsergebnis hier nicht am Editor, sondern im Betrieb: ein funktionierendes Netz, ein sauber eingerichteter Server, eine behobene Störung. Es gibt Vollzeit- und Teilzeitvarianten, deshalb ist der Weg auch für Menschen mit Betreuungsaufgaben zugänglich. Mehrere Träger erwarten allerdings mehrjährige Berufserfahrung und prüfen die Eignung in einem Test – für sehr junge Quereinsteigende ohne Berufsbiografie kann der Zugang deshalb enger sein, als die große Zahl der Angebote vermuten lässt.

  • Umsteigende aus technischen oder handwerklichen Berufen mit Freude an strukturierter Fehlersuche
  • Menschen, die bereits im IT-Support arbeiten und den Abschluss nachholen wollen
  • Berufserfahrene, die Vollzeit oder Teilzeit lernen können und einen anerkannten Abschluss brauchen
  • Weniger geeignet für alle, die reine Entwicklungsarbeit suchen und keinen Anwenderkontakt möchten
Voraussetzungen:

Ein Berufsabschluss ist nicht erforderlich – die Umschulung führt selbst zu einem anerkannten Abschluss. Verlangt werden regelmäßig Deutschkenntnisse auf Niveau B2, Englischkenntnisse auf Niveau B1 und EDV-Grundkenntnisse. Mehrere Träger führen zusätzlich Eignungstests durch, unter anderem zu Deutsch, Englisch, Rechnen und IT-Verständnis, und erwarten mindestens acht bis neun Schuljahre oder eine vergleichbare Schulbildung sowie mehrjährige Berufserfahrung. Über die Aufnahme entscheidet der Bildungsträger, bei geförderten Plätzen zusammen mit der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter.

  • Kein Berufsabschluss vorausgesetzt – die Maßnahme führt selbst zum Abschluss
  • Deutsch auf Niveau B2, Englisch auf Niveau B1, weil Handbücher und Fehlermeldungen englischsprachig sind
  • EDV-Grundkenntnisse; mehrere Träger prüfen sie in einem IT-Eignungstest
  • Mindestens acht bis neun Schuljahre oder vergleichbare Schulbildung, teils zusätzlich mehrjährige Berufserfahrung
  • Bereitschaft zu 24 Monaten Qualifizierung mit betrieblicher Praxisphase, in Vollzeit oder Teilzeit

Ablauf & Abschluss

Präsenz- und Onlineanteile (kombinierte Lernform)

24 Monate in Voll- oder Teilzeit – belegter Durchschnitt der Angebote

Betriebspraktikum: Eine mehrmonatige betriebliche Praxisphase ist bei dieser Umschulung Standard und liegt in der Regel im zweiten Jahr. Sie ist fachlich besonders wichtig, weil Systemadministration nur begrenzt im Schulungslabor erlernbar ist – Rufbereitschaft, gewachsene Netze und echte Störungen gibt es nur im Betrieb. Umfang und Lage legt der Bildungsträger fest.

Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung wird nach etwa einem Drittel der Umschulung abgelegt und behandelt das Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes. Das Ergebnis fließt mit festem Anteil in die Gesamtnote ein und wird nicht eigenständig wiederholt.

Teil 2 am Ende umfasst die schriftlichen Prüfungsbereiche – unter anderem zur Konzeption und Administration von IT-Systemen, zur Analyse und Entwicklung von Netzwerken sowie Wirtschafts- und Sozialkunde – und ein betriebliches Projekt mit Dokumentation, Präsentation und Fachgespräch. Die verbindlichen Bezeichnungen und Gewichtungen nennt die zuständige Kammer.

Prüfende Stelle: Die zuständige Industrie- und Handelskammer; in einzelnen Angeboten ist ein Handelskammerabschluss ausgewiesen. Ein trägerinternes Zeugnis kommt bei einem Teil der Angebote hinzu, ersetzt die Kammerprüfung aber nicht.. Offizieller Abschluss: Fachinformatiker/in der Fachrichtung Systemintegration (IHK) – staatlich anerkannter Berufsabschluss nach dem Berufsbildungsgesetz..

Für diese Umschulung ist der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters der übliche Förderweg. Die Bewilligung erfolgt nach § 81 SGB III im Einzelfall und hängt von Ihrer persönlichen Situation, der Arbeitsmarktlage und der AZAV-Zertifizierung des konkreten Angebots ab – zusagen kann das niemand im Voraus. Die meisten Anbieter nennen keinen Preis; wo Preise vorliegen, liegen sie überwiegend über 10.000 Euro, einzelne Bausteine bei bis zu 500 Euro, dazu kommen preisverhandelte Maßnahmen. Klären Sie Förderfähigkeit und Kostenübernahme für das konkrete Angebot vor der Anmeldung mit Ihrer Vermittlungsfachkraft.

Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu ALG oder Bürgergeld, sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.

Nutzen & Perspektiven

Innerhalb eines Jahres wurden bundesweit 18.335 Stellen zu diesem Zielberuf ausgeschrieben – mehr als zu jedem anderen IT-Umschulungsberuf. Systemintegration ist ein Sammelbecken: Die Stellen firmieren als Systemadministration, IT-Support, Netzwerkbetreuung oder Second-Level-Support. Ein erheblicher Teil setzt Betriebserfahrung voraus. Dem stehen 165 Angebote von 154 Anbietern mit 837 Terminen gegenüber.

Gehälter steigen deutlich mit Spezialisierung auf Cloud-Architekturen (AWS, Azure), Virtualisierung, Cyber-Security oder DevOps-Infrastrukturen.

  • Einstieg: ca. 36.000–44.000 €
  • Mit Berufserfahrung: ca. 47.000–59.000 €
  • Spezialist oder Leitung: ca. 62.000–82.000 €
  • Typische Tätigkeitsfelder: Betrieb und Administration von Servern, Netzen und Arbeitsplätzen, Störungsannahme, Fehleranalyse und Second-Level-Support, Benutzer- und Berechtigungsverwaltung über Verzeichnisdienste, Virtualisierung, Speicherplanung und Systemmigrationen, Datensicherung, Wiederherstellung und Notfallvorsorge, Absicherung der Infrastruktur und Umsetzung von Sicherheitsvorgaben, Systemdokumentation und Anwenderunterstützung
  • Typische Arbeitgeber: IT-Systemhäuser und Managed-Service-Dienstleister, IT-Abteilungen von Industrie-, Handels- und Handwerksunternehmen, Rechenzentren und Hosting-Anbieter, Öffentliche Verwaltung und kommunale IT-Dienstleister, Kliniken, Pflegeträger und Sozialversicherungsträger, Banken, Versicherungen und Energieversorger, Bildungseinrichtungen und Forschungsorganisationen

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Arbeitsmarkt-Report

Einstieg (0–2 J.):36.000–44.000 €
Mittel (3–7 J.):47.000–59.000 €
Senior (8+ J.):62.000–82.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • Betrieb und Administration von Servern, Netzen und Arbeitsplätzen
    Regelmäßig bundesweit ausgeschrieben
  • Störungsannahme, Fehleranalyse und Second-Level-Support
    Regelmäßig bundesweit ausgeschrieben
  • Benutzer- und Berechtigungsverwaltung über Verzeichnisdienste
    Regelmäßig bundesweit ausgeschrieben
  • Virtualisierung, Speicherplanung und Systemmigrationen
    Regelmäßig bundesweit ausgeschrieben
  • Datensicherung, Wiederherstellung und Notfallvorsorge
    Regelmäßig bundesweit ausgeschrieben
  • Absicherung der Infrastruktur und Umsetzung von Sicherheitsvorgaben
    Regelmäßig bundesweit ausgeschrieben

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was unterscheidet die Systemintegration von der Anwendungsentwicklung?

Beide Fachrichtungen gehören zum selben Ausbildungsberuf, unterscheiden sich aber im Arbeitsergebnis. In der Systemintegration entsteht ein funktionierender Betrieb: Netze, Server, Dienste, Arbeitsplätze. In der Anwendungsentwicklung entsteht Software. Wer gern Systeme zum Laufen bringt, Störungen jagt und mit Anwenderinnen und Anwendern spricht, ist hier richtig; wer lieber konzentriert an Code arbeitet, in der Anwendungsentwicklung.

Muss ich für die Zulassung einen Test bestehen?

Mehrere Träger führen laut den erfassten Zugangsangaben Eignungstests durch, unter anderem zu Deutsch, Englisch, Rechnen und IT-Verständnis, und erwarten teils mindestens acht bis neun Schuljahre sowie mehrjährige Berufserfahrung. Das ist kein bundesweit einheitliches Verfahren, sondern eine Entscheidung des jeweiligen Trägers. Fragen Sie vor der Anmeldung nach, was genau geprüft wird und ob eine Wiederholung möglich ist.

Wie lange dauert die Umschulung und gibt es sie in Teilzeit?

Die Regellaufzeit beträgt rund 24 Monate; überwiegend liegen die Laufzeiten zwischen einem und zwei Jahren, einzelne Angebote laufen länger. Es gibt Vollzeit- wie Teilzeitvarianten, ebenso Präsenzunterricht und kombinierte Lernformen. In Teilzeit verlängert sich die Gesamtdauer entsprechend.

Wie realistisch ist der Berufseinstieg nach der Umschulung?

Die Nachfrageseite ist mit 18.335 erfassten Stellenausschreibungen in zwölf Monaten breit, aber ein Teil dieser Stellen verlangt Betriebserfahrung. Der übliche Weg führt über Support- und Administrationsaufgaben, aus denen sich Verantwortung aufbaut. Ausschlaggebend sind eine gute Praxisphase, ein aussagekräftiges Abschlussprojekt und Bereitschaft, sich in die Systeme des jeweiligen Arbeitgebers einzuarbeiten.

Wie viele Anbieter führen diese Umschulung?

Zu diesem Zielberuf kennen wir 154 Anbieter mit 165 Angeboten und 837 Terminen. Anbieternamen und Standorte veröffentlichen wir auf dieser Seite nicht. Wenn Sie eine Anfrage über uns stellen, gleichen wir Region, gewünschte Unterrichtszeit und Startvorstellung mit den Angeboten ab und melden uns mit passenden Trägern.

Was kostet die Umschulung und wie wird sie finanziert?

Bei vielen Angeboten ist kein Preis hinterlegt; wo Angaben vorliegen, liegen sie überwiegend über 10.000 Euro, einzelne Bausteine deutlich darunter, und ein Teil ist als preisverhandelte Maßnahme geführt. Der übliche Förderweg ist der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters. Die Bewilligung ist nach § 81 SGB III eine Einzelfallentscheidung; eine pauschale vollständige Kostenübernahme können wir nicht zusichern.