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TIA SCL Grundkurs: SPS-Programmierung S7-1200/1500

Praxiskurs zur SPS-Programmierung in SCL unter TIA Portal für S7-1200/1500, inklusive Fehlersuche mit Beobachtungstabelle und Haltepunkten.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

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Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung

Wie lange dauert der Kurs?
Als Vollzeit-Präsenzkurs deckt der TIA SCL Grundkurs sowohl den Aufbau der Programmierung als auch die systematische Fehlersuche in einem kompakten, zusammenhängenden Format ab. Die Vollzeitform ermöglicht eine durchgängige praktische Arbeit am TIA Portal ohne größere zeitliche Unterbrechungen… Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Der Kurs schließt mit einer trägerinternen Teilnahmebescheinigung ab, die die erworbenen Kenntnisse in der SCL-Programmierung für S7-1200 und S7-1500 dokumentiert. Eine externe Herstellerzertifizierung ist mit dem Kurs nicht verbunden. Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Grundkenntnisse der SPS-Technik und ein Verständnis für grundlegende Steuerungslogik sind für den Einstieg hilfreich, da der Kurs auf der Programmierung im TIA Portal aufbaut. Vorerfahrung mit FUP oder AWL erleichtert den direkten Vergleich mit SCL, ist aber keine zwingende Voraussetzung für die… Details

Worum geht es in diesem Kurs?

Der TIA SCL Grundkurs vermittelt die Programmierung speicherprogrammierbarer Steuerungen in der textbasierten Hochsprache SCL unter dem TIA Portal für die Steuerungsfamilien S7-1200 und S7-1500. Im Mittelpunkt steht der vollständige Weg von der ersten Anweisung bis zum funktionsfähigen, getesteten Steuerungsprogramm: Bitverknüpfungen, Zeitgeber und Zähler, Programmschleifen sowie der gezielte Vergleich von SCL mit den grafischen Programmiersprachen FUP und AWL. Ergänzend lernen die Teilnehmenden, wie Fehler in SCL-Programmen systematisch gesucht und behoben werden - mit Beobachtungstabellen, Netzwerk-Beobachtung und, bei der S7-1500, mit Haltepunkten.

Was lernst du in diesem Kurs?

Das erste Modul führt in die Grundstruktur der SCL-Programmierung unter TIA Portal ein und schafft die Basis für alle weiteren Programmierschritte.

  • Ablauf einer Programmerstellung und Programmbearbeitung im TIA Portal
  • Aufbau und Struktur eines SCL-Programms für S7-1200 und S7-1500
  • Bitverknüpfungen: UND, ODER und Negation in SCL-Syntax
  • Flankenabfragen zur Erkennung steigender und fallender Signale
  • Parametrierung von Zeitgebern und Zählern
  • Formulierung von Vergleichen und Zuweisungen in SCL

Im zweiten Modul geht es um die Steuerung des Programmablaufs und den Aufbau eigenständiger Programmbausteine - der Kern der praktischen SPS-Programmierung.

  • Programmsteuerung mittels Programmschleifenbearbeitung
  • Erstellung eines vollständigen Steuerungsprogramms als FB oder FC in SCL
  • Einsatz lokaler Variablen innerhalb von Funktionsbausteinen
  • Anlage und Nutzung von Datenbausteinen für Prozessdaten
  • Definition und Verwendung von Anwenderkonstanten
  • Strukturierung umfangreicherer Programme in wiederverwendbare Bausteine

Das dritte Modul stellt SCL den grafischen Programmiersprachen FUP und AWL gegenüber und schärft so das Verständnis dafür, wann welche Sprache sinnvoll eingesetzt wird.

  • Gegenüberstellung von FUP, AWL und SCL anhand gleicher Steuerungsaufgaben
  • Vor- und Nachteile der textbasierten SCL-Syntax gegenüber grafischen Sprachen
  • Übertragung bestehender FUP- oder AWL-Logik in SCL-Programme
  • Lesbarkeit und Wartbarkeit von Programmen in unterschiedlichen Sprachen
  • Einschätzung, für welche Steuerungsaufgaben SCL besonders geeignet ist
  • Umgang mit gemischten Projekten, in denen mehrere Sprachen kombiniert werden

Das vierte Modul widmet sich vollständig der Fehlersuche in SCL-Programmen - einem Bereich, der in der betrieblichen Praxis oft über den Erfolg einer Inbetriebnahme entscheidet.

  • Aufbau eines Testprogramms mit Zeiten, Zählern und weiteren Testelementen
  • Beobachtung und Steuerung von Variablen über die Beobachtungstabelle
  • Beobachtung und Steuerung von Variablen direkt in SCL-Netzwerken
  • Systematische Fehleranalyse und Fehlersuche in SCL-Programmen
  • Setzen von Haltepunkten bei der S7-1500 zur gezielten Programmunterbrechung
  • Schrittweise Testung und Erweiterung eines bestehenden Testprogramms

Der praktische Anteil des Kurses orientiert sich unmittelbar an realen Automatisierungsaufgaben, wie sie in Instandhaltung und Steuerungstechnik typischerweise auftreten.

  • Programmierung einer einfachen Ablaufsteuerung mit Zeitgebern und Zählern in SCL
  • Umsetzung einer Verknüpfungssteuerung mit mehreren Bitoperationen
  • Aufbau eines Funktionsbausteins mit lokalen Variablen für eine Teilprozessaufgabe
  • Anlage eines Datenbausteins zur Ablage von Prozessparametern
  • Übertragung einer bestehenden FUP-Logik in ein gleichwertiges SCL-Programm
  • Einrichtung und Nutzung einer Beobachtungstabelle für laufende Prozesswerte
  • Live-Beobachtung von Variablen direkt in einem SCL-Netzwerk
  • Gezielte Fehlersuche in einem vorbereiteten, fehlerhaften Testprogramm
  • Einsatz von Haltepunkten zur schrittweisen Analyse eines Programmablaufs an der S7-1500
  • Erweiterung eines bestehenden Testprogramms um zusätzliche Steuerungsfunktionen
  • Dokumentation der eigenen Programmlogik für die spätere Wartung
  • Vergleich der eigenen SCL-Lösung mit einer äquivalenten FUP-Umsetzung

Durch den engen Bezug zu S7-1200 und S7-1500 deckt der Kurs die in der Industrie am weitesten verbreiteten Steuerungsfamilien ab. Die Kombination aus Programmieraufbau und systematischer Fehlersuche stellt sicher, dass Teilnehmende nicht nur Programme schreiben, sondern sie auch bei Störungen im laufenden Betrieb zuverlässig analysieren können.

Lernziele:

  • Den Ablauf einer vollständigen Programmerstellung und -bearbeitung im TIA Portal nachvollziehen
  • Einfache Anweisungen wie UND-, ODER-Verknüpfungen und Negationen in SCL formulieren
  • Flankenabfragen zur Erkennung von Signalwechseln einsetzen
  • Zeitgeber und Zähler in SCL-Programmen korrekt parametrieren
  • Vergleiche und Zuweisungen in der SCL-Syntax anwenden
  • Programmschleifen zur wiederholten Bearbeitung von Programmteilen nutzen
  • Funktionsbausteine (FB) und Funktionen (FC) in SCL erstellen
  • Lokale Variablen, Datenbausteine und Anwenderkonstanten zielgerichtet einsetzen
  • SCL inhaltlich und strukturell gegenüber FUP und AWL einordnen
  • Testprogramme mit Zeiten, Zählern und weiteren Elementen aufbauen
  • Variablen über Beobachtungstabellen und in SCL-Netzwerken live beobachten und steuern
  • Fehleranalysen in SCL-Programmen systematisch durchführen und Haltepunkte bei der S7-1500 setzen

Für wen ist der Kurs geeignet?

Der Kurs richtet sich an Instandhalter, Techniker, Mechatroniker und Energieanlagenelektroniker, die SPS-Programme in SCL erstellen, warten oder bei Störungen analysieren müssen.

  • Instandhalter, die Steuerungsprogramme im laufenden Betrieb warten und Störungen beheben
  • Mechatroniker mit Bezug zu automatisierten Anlagen und Steuerungstechnik
  • Energieanlagenelektroniker, die SPS-gesteuerte Anlagenteile betreuen
  • Techniker, die sich in die textbasierte SCL-Programmierung einarbeiten möchten
  • Fachkräfte, die von grafischer Programmierung (FUP/AWL) auf SCL umsteigen wollen
Voraussetzungen:

Grundkenntnisse der SPS-Technik und ein Verständnis für grundlegende Steuerungslogik sind für den Einstieg hilfreich, da der Kurs auf der Programmierung im TIA Portal aufbaut. Vorerfahrung mit FUP oder AWL erleichtert den direkten Vergleich mit SCL, ist aber keine zwingende Voraussetzung für die Teilnahme.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Der Kurs findet in Präsenz statt und wird in Vollzeit durchgeführt, sodass Programmieraufgaben direkt am Rechner mit TIA Portal geübt und unmittelbar mit der Lehrkraft besprochen werden können. Der hohe Praxisanteil zeigt sich besonders im Fehlersuche-Teil, in dem Teilnehmende mit vorbereiteten Testprogrammen und realen Steuerungsszenarien arbeiten.

Als Vollzeit-Präsenzkurs deckt der TIA SCL Grundkurs sowohl den Aufbau der Programmierung als auch die systematische Fehlersuche in einem kompakten, zusammenhängenden Format ab. Die Vollzeitform ermöglicht eine durchgängige praktische Arbeit am TIA Portal ohne größere zeitliche Unterbrechungen zwischen den Modulen.

Der Kurs schließt mit einer trägerinternen Teilnahmebescheinigung ab, die die erworbenen Kenntnisse in der SCL-Programmierung für S7-1200 und S7-1500 dokumentiert. Eine externe Herstellerzertifizierung ist mit dem Kurs nicht verbunden.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Wer diesen Kurs abschließt, kann SPS-Programme nicht nur in der textbasierten Hochsprache SCL erstellen, sondern versteht auch, wie sich SCL zu den grafischen Sprachen FUP und AWL verhält - ein Vorteil in Betrieben, in denen mehrere Programmiersprachen parallel im Einsatz sind. Besonders wertvoll ist der eigenständige Fokus auf Fehlersuche: Statt Programmieren und Debugging getrennt zu behandeln, verknüpft der Kurs beides eng miteinander, inklusive Beobachtungstabellen, Netzwerk-Beobachtung und Haltepunkten bei der S7-1500. Das entspricht dem tatsächlichen Arbeitsalltag in der Instandhaltung, wo Störungen oft unter Zeitdruck analysiert werden müssen. Für den weiteren beruflichen Weg stärkt der Kurs die Position als SPS-Programmierer/in, Automatisierungstechniker/in oder Steuerungstechniker/in. Da S7-1200 und S7-1500 zu den in der deutschen Industrie am häufigsten eingesetzten Steuerungsfamilien zählen, lässt sich das erworbene SCL-Wissen unmittelbar in bestehende Automatisierungsprojekte einbringen.

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Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • SPS-Programmierer/in
  • Automatisierungstechniker/in
  • Steuerungstechniker/in
  • Instandhalter/in
  • Mechatroniker/in

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Brauche ich Vorkenntnisse in FUP oder AWL?

Nein, sie sind keine zwingende Voraussetzung. Grundkenntnisse der SPS-Technik sind hilfreich, da der Kurs direkt auf der Programmierung im TIA Portal aufbaut.

Für welche Steuerungsfamilien gilt der Kurs?

Der Kurs behandelt die SCL-Programmierung sowohl für die S7-1200 als auch für die S7-1500, inklusive der Haltepunkt-Funktion, die spezifisch für die S7-1500 verfügbar ist.

Wie wird die Fehlersuche im Kurs vermittelt?

Teilnehmende bauen eigene Testprogramme auf, beobachten und steuern Variablen über Beobachtungstabellen und direkt in SCL-Netzwerken und analysieren Fehler systematisch, bei der S7-1500 auch mit Haltepunkten.

In welcher Form findet der Kurs statt?

Der Kurs findet in Präsenz und in Vollzeit statt, sodass Programmieraufgaben direkt am TIA Portal geübt und unmittelbar besprochen werden.

Welchen Abschluss erhalte ich?

Sie erhalten eine trägerinterne Teilnahmebescheinigung über die erworbenen Kenntnisse in der SCL-Programmierung für S7-1200 und S7-1500.