Technik & Ingenieurwesen
konstruktion cad

Siemens NX Grundlagen CAD-Kurs

Einstieg in die 3D-Konstruktion mit Siemens NX: parametrische und direkte Modellierung im Zusammenspiel, Baugruppenkonstruktion und technische Zeichnungsableitung für anspruchsvolle industrielle Bauteile.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

Kostenlos & unverbindlich anfragen

Auf einen Blick

Dauerje nach AngebotOrientierung; Angebot prüfen
FormatBeim Anbieter erfragenje nach Angebot
KostenFörderung möglichBildungsgutschein
Bildungsgutschein als Förderweg möglich; Zulassung des Angebots und persönliche Bewilligung prüfen.

Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung

Wie lange dauert der Kurs?
Umfang und zeitliche Organisation richten sich nach dem jeweiligen Kursanbieter; angesichts der Komplexität des Systems werden entsprechend umfangreichere Kurszeiträume angeboten als bei einfacheren CAD-Einsteigerkursen. Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Der Kurs schließt mit einer trägerinternen Teilnahmebescheinigung beziehungsweise einem Zertifikat ab, das die erworbenen Grundkenntnisse in der 3D-Konstruktion mit Siemens NX dokumentiert. Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Grundlegende Computerkenntnisse und räumliches Vorstellungsvermögen werden vorausgesetzt. CAD-Vorerfahrung ist hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich, da die Grundlagen der 3D-Konstruktion im Kurs aufgebaut werden. Details

Worum geht es in diesem Kurs?

Siemens NX zählt zu den leistungsfähigsten CAD-Systemen für komplexe industrielle Produkte und wird besonders im Automobil-, Anlagen- und Maschinenbau für anspruchsvolle Baugruppen eingesetzt. Ein zentrales Merkmal ist die sogenannte Synchronous Technology, die parametrische und direkte Modellierung in einer gemeinsamen Umgebung verbindet — Geometrien lassen sich damit sowohl über eine nachvollziehbare Historie als auch unmittelbar und direkt verändern. Dieser Grundkurs führt in beide Arbeitsweisen ein und legt damit das Fundament für die Konstruktion anspruchsvoller Bauteile und Baugruppen.

Was lernst du in diesem Kurs?

Modul 1 — Skizzieren und Grundmodellierung Wie in den meisten 3D-CAD-Systemen bildet die bemaßte Skizze auch in NX die Grundlage jeder weiteren Konstruktion.

  • Aufbau und Bedienlogik der NX-Arbeitsoberfläche
  • Bemaßte Skizzen mit geometrischen Randbedingungen
  • Volumenkörper-Grundfunktionen wie Extrusion, Rotation und Bohrung
  • Verrundungen, Fasen und Schalenfunktionen
  • Musterfunktionen für wiederkehrende Geometrien
  • Materialzuweisung und einfache Masseneigenschaften

Modul 2 — Synchronous Technology: Parametrisch und direkt kombiniert Dieser Block widmet sich dem Merkmal, das NX von vielen anderen CAD-Systemen unterscheidet: der freien Kombination aus historienbasierter und direkter Bearbeitung.

  • Grundprinzip der Synchronous Technology
  • Direkte Geometrieänderungen ohne vollständige Historie
  • Kombination parametrischer und direkter Bearbeitungsschritte
  • Änderung importierter oder fremder Geometrien
  • Erkennung und Nutzung geometrischer Beziehungen
  • Einsatzszenarien für direkte gegenüber parametrischer Modellierung

Modul 3 — Baugruppenkonstruktion Industrielle Produkte bestehen selten aus Einzelteilen — dieser Block behandelt den strukturierten Aufbau auch umfangreicherer Baugruppen.

  • Einfügen mehrerer Bauteile in eine Baugruppe
  • Positionsbeziehungen zwischen Bauteilen definieren
  • Strukturierte Verwaltung großer Baugruppen
  • Kollisionsprüfung innerhalb einer Baugruppe
  • Explosionsdarstellungen für Montageübersichten
  • Wiederverwendung von Bauteilen aus Bibliotheken

Modul 4 — Zeichnungsableitung und Dateneinbindung Zum Abschluss steht die Überführung der Konstruktion in die technische Dokumentation sowie ein Blick auf die Einbindung in größere Datenumgebungen.

  • Ableitung von Ansichten aus Bauteilen und Baugruppen
  • Bemaßung und Beschriftung nach Zeichnungsnormen
  • Erstellung von Stücklisten aus Baugruppen
  • Grundprinzipien der PLM-Einbindung von Konstruktionsdaten
  • Aufbereitung von Bauteilen für Fertigungs- oder Simulationsschritte
  • Export- und Austauschformate für die Weitergabe

Praxisblock — Konstruktionsprojekte mit Synchronous Technology

  • Konstruktion eines Bauteils vom Skizzenentwurf bis zum Volumenkörper
  • Direkte Änderung eines importierten Bauteils ohne Modellhistorie
  • Zusammenbau einer Baugruppe mit mehreren Positionsbeziehungen
  • Kollisionsprüfung an einer mehrteiligen Baugruppe
  • Ableitung einer bemaßten technischen Zeichnung aus einem Bauteil
  • Erstellung einer Stückliste für eine Baugruppe
  • Vergleich von parametrischer und direkter Bearbeitung am gleichen Bauteil
  • Erstellung einer Explosionsdarstellung für eine Baugruppe
  • Anpassung eines Bauteils an eine geänderte Anforderung
  • Strukturierung einer größeren Baugruppe mit vielen Komponenten
  • Aufbereitung eines Bauteils für einen nachgelagerten Fertigungsschritt
  • Präsentation eines eigenen Konstruktionsprojekts inklusive Zeichnungssatz

Der direkte Vergleich zwischen parametrischer und direkter Bearbeitung im zweiten Modul ist bewusst als eigener Themenblock angelegt, weil genau diese Flexibilität den praktischen Wert von NX gegenüber rein historienbasierten CAD-Systemen ausmacht — etwa beim schnellen Ändern importierter Fremdgeometrie, für die keine eigene Modellhistorie vorliegt. Die Baugruppenübungen orientieren sich bewusst an einer Größenordnung, die über einfache Zusammenbauten hinausgeht, um die strukturierte Verwaltung umfangreicherer Produktstrukturen praxisnah zu vermitteln.

Lernziele:

  • Grundprinzip der Synchronous Technology als Kombination aus parametrischer und direkter Modellierung verstehen
  • Bemaßte Skizzen als Grundlage für Bauteile erstellen
  • Bauteile mit Volumenkörper-Grundfunktionen wie Extrusion, Rotation und Bohrung modellieren
  • Direkte Geometrieänderungen ohne vollständige Modellhistorie durchführen
  • Verrundungen, Fasen und Musterfunktionen an Bauteilen einsetzen
  • Baugruppen aus mehreren Bauteilen mit Positionsbeziehungen zusammensetzen
  • Große Baugruppen mit vielen Komponenten strukturiert verwalten
  • Technische Zeichnungen mit Ansichten und Bemaßung aus Bauteilen ableiten
  • Stücklisten aus Baugruppen erzeugen
  • Grundprinzipien der PLM-Einbindung von Konstruktionsdaten einordnen
  • Bauteile und Baugruppen für nachgelagerte Fertigungs- oder Simulationsschritte aufbereiten
  • Eigene Konstruktionen auf Vollständigkeit und Änderbarkeit prüfen

Für wen ist der Kurs geeignet?

Der Kurs richtet sich an Personen mit Interesse an industrieller 3D-Konstruktion, die die Grundlagen von Siemens NX für anspruchsvolle Bauteile aus Bereichen wie Automobil- oder Maschinenbau erlernen möchten.

  • Konstrukteur/innen mit Interesse an High-End-CAD-Systemen
  • Maschinenbautechniker/innen im Berufseinstieg
  • CAD-Ingenieur/innen aus Automobil- oder Anlagenbau
  • Berufstätige, die von anderen CAD-Systemen auf Siemens NX umsteigen
Voraussetzungen:

Grundlegende Computerkenntnisse und räumliches Vorstellungsvermögen werden vorausgesetzt. CAD-Vorerfahrung ist hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich, da die Grundlagen der 3D-Konstruktion im Kurs aufgebaut werden.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Der Kurs stellt beide Modellierungsansätze — parametrisch und direkt — bewusst gegenüber und lässt sie an denselben Übungsbauteilen erproben, sodass Teilnehmende ein Gefühl dafür entwickeln, wann welcher Ansatz im Berufsalltag sinnvoller ist.

Umfang und zeitliche Organisation richten sich nach dem jeweiligen Kursanbieter; angesichts der Komplexität des Systems werden entsprechend umfangreichere Kurszeiträume angeboten als bei einfacheren CAD-Einsteigerkursen.

Der Kurs schließt mit einer trägerinternen Teilnahmebescheinigung beziehungsweise einem Zertifikat ab, das die erworbenen Grundkenntnisse in der 3D-Konstruktion mit Siemens NX dokumentiert.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Siemens NX kommt vor allem dort zum Einsatz, wo Produkte besonders komplex sind und häufig aus zugekauften oder importierten Fremdgeometrien bestehen — ein Szenario, in dem die direkte Bearbeitungsfähigkeit der Synchronous Technology einen spürbaren Zeitvorteil gegenüber rein historienbasierten Systemen bietet. Die Fähigkeit, große Baugruppen strukturiert zu verwalten, ist zudem in Branchen wie dem Automobil- oder Anlagenbau, in denen Produkte aus hunderten oder tausenden Einzelteilen bestehen, eine Grundvoraussetzung für effizientes Arbeiten. Wer die Grundlagen von Siemens NX beherrscht, verfügt über eine gefragte Qualifikation in Industriezweigen, die auf höchste Anforderungen an Produktkomplexität und Datenintegration in PLM-Umgebungen angewiesen sind. Auch für den weiteren beruflichen Werdegang lohnt sich der Einstieg in Siemens NX: Da das System in vielen internationalen Konzernen der Automobil- und Luftfahrtindustrie als Standardwerkzeug eingesetzt wird, erhöhen fundierte NX-Grundkenntnisse die Einsatzmöglichkeiten auch über einzelne Standorte oder Länder hinweg. Wer zusätzlich die Denkweise der Synchronous Technology verinnerlicht hat, bringt eine Flexibilität mit, die sich auch beim späteren Umgang mit anderen CAD-Systemen auszahlt, da das Prinzip direkter Geometriebearbeitung zunehmend auch in andere High-End-CAD-Programme Einzug hält. Auch für den Einstieg in PLM-gestützte Entwicklungsumgebungen ist der Kurs eine sinnvolle Vorbereitung: Wer bereits ein Grundverständnis dafür mitbringt, wie Konstruktionsdaten in größere Datenstrukturen eingebunden werden, findet sich in entsprechend organisierten Entwicklungsabteilungen schneller zurecht. Wer diese Grundlagen mit praktischer Erfahrung in Baugruppenverwaltung und Zeichnungsableitung verbindet, bringt zudem ein Kompetenzprofil mit, das in komplexen Entwicklungsprojekten mit vielen Beteiligten spürbar Orientierung schafft. Diese Orientierungsfähigkeit wird in Projekten mit hoher technischer Komplexität regelmäßig stärker honoriert als reines Detailwissen zu einzelnen Funktionen.

Welche Förderung passt zu dir?

Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Konstrukteur/in
  • CAD-Ingenieur/in
  • Entwicklungstechniker/in
  • Maschinenbautechniker/in

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

Unverbindliche Anfrage

Wir vergleichen passende Anbieter nach Region und Förderfähigkeit und melden uns in Kürze mit kostenlosen Kurs-Optionen.

Mit * markierte Angaben sind erforderlich.

So finanziert sich Kursweg: Bildungsanbieter zahlen ein Entgelt für die Weitergabe deiner Anfrage — für dich bleibt sie kostenlos. Details zum Geschäftsmodell.

Für Rückfragen zu passenden Kursen. Mit Vorwahl, z. B. 0170 1234567.

Kostenlos & unverbindlich · Daten sind sicher

Verwandte Kurse & Alternativen

30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist die Synchronous Technology in Siemens NX?

Sie kombiniert parametrische, historienbasierte Modellierung mit direkter Geometriebearbeitung in einer gemeinsamen Umgebung, was besonders bei importierten Fremdgeometrien Vorteile bietet.

Brauche ich CAD-Vorkenntnisse?

CAD-Vorerfahrung ist hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Der Kurs baut die Grundlagen der 3D-Konstruktion systematisch auf.

Für welche Branchen ist Siemens NX besonders relevant?

NX wird häufig im Automobil-, Anlagen- und Maschinenbau für komplexe Bauteile und große Baugruppen eingesetzt, oft in Verbindung mit PLM-Systemen.

Werden auch große Baugruppen behandelt?

Ja, ein eigenes Modul widmet sich der strukturierten Verwaltung von Baugruppen mit vielen Komponenten, wie sie in der Industrie üblich sind.

Endet der Kurs mit einer externen Prüfung?

Nein, der Abschluss erfolgt über eine trägerinterne Teilnahmebescheinigung beziehungsweise ein Zertifikat, keine externe Zertifizierungsprüfung.