SolidWorks in der Automobilindustrie – Kurs
SolidWorks für Automobilzulieferer: Fahrzeugkomponenten, Blech- und Schweißkonstruktionen für Fahrwerk und Rahmen sowie normgerechte Kundendokumentation nach Zuliefererstandards.
Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:
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Kurzantworten zum Kurs
Einordnung: Software- & Praxistraining
- Wie lange dauert der Kurs?
- Der Kurs reicht von einer kompakten Form über einige Wochen bis zu einer umfassenderen Variante über wenige Monate, abhängig vom gewählten Lernformat. Der Umfang orientiert sich an der vollständigen Bearbeitung aller vier fachlichen Module sowie des abschließenden Fahrzeugkomponentenprojekts. Wer… Details
- Welcher Abschluss ist vorgesehen?
- Der Kurs schließt mit einer trägerinternen Teilnahmebescheinigung ab, die die erworbenen Kompetenzen in der automobilspezifischen SolidWorks-Konstruktion dokumentiert. Es handelt sich um einen qualifizierten Nachweis des Kursanbieters, keine herstellerseitige Prüfung von Dassault Systèmes. Das im… Details
- Welche Voraussetzungen gelten?
- Grundlegende SolidWorks- oder vergleichbare 3D-CAD-Kenntnisse werden empfohlen, damit die automobilspezifischen Inhalte dieses Kurses zügig aufgebaut werden können. Technisches Verständnis für Fertigungsverfahren wie Blechbearbeitung und Schweißen ist hilfreich. Kenntnisse über Fahrzeugbauteile… Details
Worum geht es in diesem Kurs?
SolidWorks in der Automobilindustrie überträgt die 3D-CAD-Konstruktion mit SolidWorks auf die Anforderungen der Automobilzulieferindustrie. Im Mittelpunkt stehen einzelne Fahrzeugkomponenten und Subsysteme, wie sie bei mittelständischen Zulieferbetrieben typischerweise entwickelt werden, von Blechbauteilen für Anbauteile bis zu geschweißten Fahrwerks- und Rahmenkonstruktionen. Ein eigener Schwerpunkt liegt auf der normgerechten Dokumentation nach kundenspezifischen Vorgaben, wie sie in Zulieferbeziehungen üblich ist. Der Kurs setzt dabei bewusst auf die Perspektive des Zulieferers, der einzelne Baugruppen liefert, statt auf die Perspektive eines Fahrzeugherstellers mit vollständiger Fahrzeugentwicklung.
Was lernst du in diesem Kurs?
Fahrzeugkomponenten konstruieren Der Einstieg vertieft die Bauteilkonstruktion anhand typischer Fahrzeugkomponenten, wie sie in der Zulieferindustrie entwickelt werden.
- Parametrische Konstruktion typischer Anbau- und Funktionsbauteile
- Bauteile mit funktionalen Passflächen für die Fahrzeugmontage
- Normteile und Verbindungselemente aus Bibliotheken einbinden
- Bauteilvarianten für unterschiedliche Fahrzeugmodelle anlegen
- Konfigurationen für kundenspezifische Anpassungen nutzen
- Bauteile für die Baugruppenintegration vorbereiten
Blechkonstruktion für Fahrzeugkomponenten Viele Anbau- und Verkleidungsteile im Fahrzeugbau bestehen aus Blech. Dieser Block behandelt deren Konstruktion inklusive automatischer Abwicklung.
- Blechbasisfeatures für Fahrzeuganbauteile anlegen
- Laschen, Sicken und Ausklinkungen an Blechbauteilen konstruieren
- Automatische Abwicklung für die Fertigung erzeugen
- Biegezugaben und Biegetabellen berücksichtigen
- Toleranzen an Blechbauteilen für die Serienfertigung festlegen
- Zeichnungen mit Blech- und Abwicklungsansicht erstellen
Schweißkonstruktionen für Fahrwerk und Rahmen Fahrwerks- und Rahmenbauteile bestehen häufig aus geschweißten Profilstrukturen. Dieser Block behandelt deren strukturierten Aufbau und Dokumentation.
- Profile aus Normbibliotheken für Fahrwerksstrukturen auswählen
- Eckverbindungen und Gehrungen an Profilen konstruieren
- Schweißnahtsymbole normgerecht in Zeichnungen platzieren
- Stücklisten für Schweißkonstruktionen mit Profilen erstellen
- Verstärkungen und Anschlussbleche in die Struktur einfügen
- Toleranzen an sicherheitsrelevanten Schweißbauteilen berücksichtigen
Baugruppen und kundenspezifische Dokumentation Der letzte fachliche Block behandelt den Aufbau vollständiger Fahrzeugsubsysteme sowie deren Dokumentation nach Vorgaben, wie sie in Zulieferbeziehungen üblich sind.
- Baugruppen aus Blech- und Schweißkomponenten zusammenführen
- Kollisions- und Bauraumprüfungen im Subsystem durchführen
- Technische Zeichnungen nach kundenspezifischen Layoutvorgaben erstellen
- Stücklisten mit Positionsnummern und Werkstoffangaben strukturieren
- Änderungsstände nachvollziehbar dokumentieren
- Konsistenz zwischen Bauteil-, Baugruppen- und Kundendokumentation prüfen
Praxis: Fahrzeugkomponentenprojekt für die Zulieferung
- Analyse einer vorgegebenen Fahrzeugkomponente mit mehreren Bauteilen
- Konstruktion eines Blechbauteils mit Abwicklung
- Aufbau einer Schweißstruktur für ein Fahrwerks- oder Rahmenbauteil
- Zusammenführung aller Bauteile zu einem Subsystem
- Festlegung von Toleranzen an montagerelevanten Maßen
- Prüfung von Bauraum und Kollisionen im Subsystem
- Ableitung fertigungsgerechter Zeichnungen für alle Bauteile
- Erstellung einer strukturierten Stückliste für die Baugruppe
- Aufbereitung der Dokumentation nach kundenspezifischen Vorgaben
- Dokumentation eines simulierten Änderungsstands
- Kontrolle des gesamten Projekts auf Konsistenz
- Präsentation der fertigen Fahrzeugkomponente im Kurs
Der Kurs orientiert sich an der Arbeitsrealität mittelständischer Automobilzulieferer, bei denen Konstruktionsteams meist einzelne Komponenten oder Subsysteme statt des gesamten Fahrzeugs verantworten, dabei aber strenge Vorgaben ihrer Auftraggeber hinsichtlich Toleranzen, Dokumentation und Nachvollziehbarkeit einhalten müssen. Diese Vorgaben unterscheiden sich von Kunde zu Kunde, weshalb der Kurs bewusst allgemeine Prinzipien kundenspezifischer Dokumentation vermittelt, statt sich auf ein einzelnes Vorgabenschema festzulegen. Am Ende steht ein Fahrzeugkomponentenprojekt, das Blechkonstruktion, Schweißstruktur, Baugruppenaufbau und kundenspezifische Dokumentation miteinander verbindet. Diese Bandbreite entspricht typischen Anforderungen in Konstruktionsabteilungen von Automobilzulieferern, in denen selten nur ein einzelnes Fertigungsverfahren innerhalb eines Projekts vorkommt.
Lernziele:
- Fahrzeugkomponenten mit SolidWorks parametrisch konstruieren
- Baugruppen für Fahrzeugsubsysteme strukturiert aufbauen
- Blechbauteile für Anbau- und Verkleidungsteile konstruieren
- Automatische Abwicklungen für Blechkomponenten erzeugen
- Schweißkonstruktionen für Fahrwerks- und Rahmenbauteile aufbauen
- Profile und Schweißnahtsymbole normgerecht in Zeichnungen darstellen
- Toleranzen und Maßketten für Zulieferbauteile festlegen
- Kollisionsprüfungen innerhalb von Fahrzeugsubsystemen durchführen
- Technische Zeichnungen nach kundenspezifischen Vorgaben aufbereiten
- Stücklisten für Fahrzeugkomponenten strukturiert erstellen
- Änderungen an Bauteilen nachvollziehbar dokumentieren
- Ein Fahrzeugkomponentenprojekt von der Konstruktion bis zur Kundendokumentation umsetzen
Für wen ist der Kurs geeignet?
Der Kurs richtet sich an CAD-Anwender:innen, die ihre Konstruktionskompetenz gezielt auf die Anforderungen der Automobilzulieferindustrie ausrichten möchten.
- SolidWorks-Anwender:innen mit Interesse an der Fahrzeugkomponentenentwicklung
- Techniker:innen bei mittelständischen Automobilzulieferern
- Berufserfahrene aus verwandten CAD-Systemen mit Branchenwechsel-Interesse
- Konstrukteur:innen mit Interesse an Blech- und Schweißkonstruktion im Fahrzeugbau
- Personen mit dem Ziel, in Zulieferbetrieben Fahrzeugsubsysteme zu konstruieren
Grundlegende SolidWorks- oder vergleichbare 3D-CAD-Kenntnisse werden empfohlen, damit die automobilspezifischen Inhalte dieses Kurses zügig aufgebaut werden können. Technisches Verständnis für Fertigungsverfahren wie Blechbearbeitung und Schweißen ist hilfreich. Kenntnisse über Fahrzeugbauteile und deren Zusammenspiel erleichtern den Einstieg, sind aber keine zwingende Voraussetzung. Sicherer Umgang mit komplexeren Softwareumgebungen wird erwartet.
Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?
Der Kurs orientiert sich am typischen Arbeitsablauf eines Zulieferer-Konstruktionsprojekts: von der Bauteilkonstruktion über Blech- und Schweißkomponenten bis zur kundenspezifischen Dokumentation. Jeder fachliche Block wird anhand fahrzeugnaher Beispielbauteile eingeführt und anschließend am eigenen Projekt vertieft. Besonderer Wert liegt auf der nachvollziehbaren Dokumentation, da Zulieferer ihre Konstruktionsdaten meist an feste Kundenvorgaben anpassen müssen. Individuelle Rückfragen werden laufend im Kurs geklärt.
Der Kurs reicht von einer kompakten Form über einige Wochen bis zu einer umfassenderen Variante über wenige Monate, abhängig vom gewählten Lernformat. Der Umfang orientiert sich an der vollständigen Bearbeitung aller vier fachlichen Module sowie des abschließenden Fahrzeugkomponentenprojekts. Wer bereits SolidWorks-Erfahrung mitbringt, kann sich stärker auf die automobilspezifischen Inhalte konzentrieren. Die zeitliche Planung wird zu Kursbeginn abgestimmt.
Der Kurs schließt mit einer trägerinternen Teilnahmebescheinigung ab, die die erworbenen Kompetenzen in der automobilspezifischen SolidWorks-Konstruktion dokumentiert. Es handelt sich um einen qualifizierten Nachweis des Kursanbieters, keine herstellerseitige Prüfung von Dassault Systèmes. Das im Kurs erstellte Fahrzeugkomponentenprojekt eignet sich als aussagekräftige Arbeitsprobe für Bewerbungen in der Zulieferindustrie. Für eine herstellerseitige Zertifizierung ist eine gesonderte externe Prüfung erforderlich.
Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?
SolidWorks ist bei zahlreichen mittelständischen Automobilzulieferern das bevorzugte CAD-System, insbesondere für einzelne Komponenten und Subsysteme. Wer neben den allgemeinen SolidWorks-Grundlagen auch die typischen Anforderungen der Zulieferindustrie kennt, kann sich in Konstruktionsteams schneller einarbeiten als mit rein allgemeinem CAD-Wissen, weil grundlegende Abläufe wie Toleranzvergabe und Kundenfreigaben bereits vertraut sind. Die im Kurs erworbene Fähigkeit, Konstruktionsdaten nachvollziehbar und nach kundenspezifischen Vorgaben zu dokumentieren, wird in Zulieferbeziehungen ausdrücklich verlangt, da Automobilhersteller ihre Zulieferer regelmäßig an festen Dokumentationsstandards messen. Unklare oder unvollständige Unterlagen können in dieser Branche direkt zu Rückfragen oder Verzögerungen im Freigabeprozess führen. Da die Automobilzulieferindustrie im deutschsprachigen Raum stark mittelständisch geprägt ist, erhöht eine praxisnahe, branchenspezifische SolidWorks-Qualifikation die Einsetzbarkeit in einer Vielzahl von Konstruktionsabteilungen unterschiedlicher Unternehmensgrößen. Wer sowohl Blech- als auch Schweißkonstruktion beherrscht, deckt zudem zwei Fertigungsverfahren ab, die in der Fahrwerks- und Anbauteilentwicklung besonders häufig gemeinsam vorkommen.
Welche Förderung passt zu dir?
Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Berufswege prüfen
Zugeordnete Zielberufe
Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.
- Konstrukteur:in Automobilzulieferer
- CAD-Fachkraft SolidWorks Automotive
- Entwicklungstechniker:in Fahrzeugkomponenten
- Technische:r Produktdesigner:in Zulieferindustrie
Vor der Kurswahl klären
- Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
- Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
- Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?
Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.
Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Für welchen Bereich der Automobilbranche ist dieser Kurs gedacht?
Der Kurs richtet sich vor allem an die Zulieferindustrie, also an Unternehmen, die einzelne Fahrzeugkomponenten oder Subsysteme statt des gesamten Fahrzeugs entwickeln und fertigen.
Brauche ich bereits SolidWorks-Kenntnisse für diesen Kurs?
Grundlegende SolidWorks- oder vergleichbare 3D-CAD-Kenntnisse werden empfohlen, damit die automobilspezifischen Inhalte zügig aufgebaut werden können.
Werden auch Schweißkonstruktionen behandelt?
Ja, ein eigener Themenblock widmet sich Schweißkonstruktionen aus Profilen, wie sie etwa bei Fahrwerks- oder Rahmenbauteilen in der Zulieferindustrie vorkommen.
Worin unterscheidet sich dieser Kurs vom Kurs Siemens NX in der Automobilindustrie?
Dieser Kurs behandelt SolidWorks mit Schwerpunkt auf einzelnen Fahrzeugkomponenten und Baugruppen im Kontext mittelständischer Zulieferer. Der Siemens-NX-Kurs konzentriert sich dagegen auf große, OEM-nahe Fahrzeugbaugruppen.
Was bedeutet normgerechte Kundendokumentation in diesem Zusammenhang?
Automobilzulieferer liefern ihre Konstruktionsdaten meist nach festgelegten Vorgaben ihrer Kunden. Der Kurs behandelt, wie sich Zeichnungen und Stücklisten entsprechend nachvollziehbar und normgerecht dokumentieren lassen.