SPS-Anwendungen: Programmierung & Automatisierung – Kurs
Praxisorientierte Weiterbildung in SPS-Anwendungen: von Steuerungsgrundlagen über Programmierung mit CODESYS und PLCSIM bis zu vollständigen Automatisierungsprojekten mit HMI-Visualisierung.
Auf einen Blick
Überblick
SPS-Anwendungen bilden das technische Rückgrat moderner Produktions- und Fertigungsanlagen: Ob Transportanlage, Presse oder Verpackungsmaschine – ohne eine zuverlässig programmierte Steuerung läuft in der Automatisierungstechnik nichts. Diese Weiterbildung baut auf einer kurzen Wiederholung zentraler SPS-Grundlagen auf und führt anschließend direkt in die praktische Programmierung, den Projektaufbau und den Einsatz in realen Anwendungsfeldern der Automatisierungstechnik. Teilnehmende entwickeln eigene Steuerungsprogramme, simulieren und testen sie mit CODESYS oder PLCSIM, integrieren HMI-Visualisierungen und bearbeiten am Ende ein vollständiges Automatisierungsprojekt von der Planung bis zur Präsentation.
Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen
Die folgenden Angaben stammen aus den diesem Kursprofil zugeordneten Bildungsangeboten. Sie zeigen, was wir erfasst haben — nicht zwingend den gesamten Markt; konkrete Preise und Termine können je Anbieter abweichen.
2
an 3 Standorten
1
diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
0
an 4 erfassten Orten
4 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Trägerinternes Zertifikat bzw. qualifizierte Teilnahmebescheinigung
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Combined Learning100 %
Zeitmodelle
- Vollzeit100 %
Dauer im Markt
- mehr als 6 Monate bis 1 Jahr15×
Gemeldete Preisgruppen
- 1.000–5.000 €30×
Häufige Kursorte
- Sylt9×
- Norderstedt9×
- Bergisch Gladbach9×
- Kassel3×
Bundesländer
- Schleswig-Holstein13×
- Nordrhein-Westfalen9×
- Hamburg5×
- Hessen3×
Vermittelte Kompetenzen
- SPS-Programmierung
- CODESYS
- PLCSIM
- HMI-Visualisierung
- Steuerungstechnik
- Automatisierungstechnik
- Sensorik und Aktorik
- Sicherheitsfunktionen
Zugeordnete Zielberufe
- Staatlich geprüfter Assistent/Staatlich geprüfte Assistentin für Produktdesign3.755 Stellen/12 Mon.
- SPS-Fachkraft1.059 Stellen/12 Mon.
- SPS-Ingenieur/SPS-Ingenieurin352 Stellen/12 Mon.
- Assistent/Assistentin für Informatik (technische Informatik)78 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 32 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Das erste Modul frischt zentrale SPS-Grundlagen auf und ordnet sie in den größeren Kontext industrieller Anwendungen ein, bevor es in die praktische Programmierung geht.
- Wiederholung zentraler SPS-Grundlagen
- Aufbau und Funktion von Steuerungssystemen in der Praxis
- Typische Einsatzbereiche der SPS in der Industrie
- Verbindung zwischen Steuerung, Sensorik und Aktorik
- Sicherheitstechnik und Prozessüberwachung als Grundprinzip
- Überblick über aktuelle Entwicklungen in der Automatisierungstechnik
Das zweite Modul widmet sich der eigentlichen Programmierung und dem strukturierten Aufbau von Steuerungsprojekten für unterschiedlich komplexe Anlagen.
- Entwicklung praxisnaher Steuerungsprogramme
- Einsatz von Funktionen, Bausteinen und Datenstrukturen
- Nutzung von Timern, Zählern und Analogwerten
- Strukturierung von Programmen für komplexe Anlagen
- Simulation und Test mit PLCSIM oder CODESYS
- Fehleranalyse, Optimierung und Dokumentation von Steuerungen
Das dritte Modul überträgt das Gelernte auf konkrete Anwendungen der Automatisierungstechnik, wie sie in Produktions- und Fertigungsumgebungen tatsächlich vorkommen.
- Steuerung von Transportanlagen, Pumpen, Pressen und Verpackungsmaschinen
- Verarbeitung von Sensor- und Prozesssignalen
- Implementierung von Sicherheitsfunktionen wie Not-Aus und Verriegelung
- Integration von HMI-Visualisierungen in Steuerungsprojekte
- Kommunikation zwischen mehreren Steuerungen einrichten
- Prozessoptimierung mit Blick auf Energieeffizienz
Das vierte Modul führt die drei vorangegangenen Themenfelder zu vollständigen Steuerungslösungen zusammen und bereitet auf komplexere Projektarbeit vor.
- Zusammenführung von Grundlagen, Programmierung und Anwendung zu einer Gesamtlösung
- Aufbau einer vollständigen Steuerungslösung für eine Beispielanlage
- Abstimmung von Steuerung, Visualisierung und Sicherheitstechnik
- Planung des Datenaustauschs zwischen Steuerungskomponenten
- Vorbereitung eines eigenen Automatisierungsprojekts
- Einordnung von Qualitäts- und Dokumentationsanforderungen an Steuerungsprojekte
Der Praxisblock mündet in ein eigenständiges Abschlussprojekt, in dem die Teilnehmenden ein realistisches Automatisierungsvorhaben von der Planung bis zur Präsentation durchlaufen.
- Planung eines realistischen Automatisierungsprojekts für eine Beispielanlage
- Programmierung der zugehörigen Steuerung mit Funktionen und Bausteinen
- Simulation eines Steuerungsprogramms in CODESYS oder PLCSIM
- Fehlersuche und Optimierung eines bestehenden Steuerungsprogramms
- Umsetzung einer Sicherheitsfunktion wie Not-Aus oder Verriegelung
- Integration einer HMI-Visualisierung in das eigene Projekt
- Einrichtung der Kommunikation zwischen mehreren simulierten Steuerungen
- Verarbeitung von Sensor- und Prozesssignalen im Projektkontext
- Analyse von Energieeffizienzpotenzialen an der simulierten Anlage
- Dokumentation des gesamten Projekts nach praxisüblichem Standard
- Abschlusspräsentation des eigenen Automatisierungsprojekts
- Feedbackrunde zu Aufbau, Funktionsweise und Optimierungsmöglichkeiten der eigenen Lösung
Die vier Themenfelder sind so angeordnet, dass sie den tatsächlichen Ablauf eines Automatisierungsprojekts nachbilden: von der Auffrischung der Grundlagen über die Programmierung einzelner Bausteine bis zur Anwendung auf reale Anlagenkomponenten und schließlich zur vollständigen, dokumentierten Steuerungslösung. Dieser rote Faden unterscheidet die Weiterbildung von einer reinen Aneinanderreihung isolierter Programmierübungen. Am Ende der Weiterbildung können Teilnehmende ein Automatisierungsprojekt eigenständig planen, programmieren, simulieren und in Betrieb nehmen – von der ersten Steuerungslogik bis zur vollständigen, HMI-visualisierten und dokumentierten Lösung.
Lernziele:
- Zentrale SPS-Grundlagen und den Aufbau von Steuerungssystemen wiederholen und vertiefen
- Typische Einsatzbereiche der SPS in der industriellen Praxis einordnen
- Das Zusammenspiel von Steuerung, Sensorik und Aktorik verstehen
- Praxisnahe Steuerungsprogramme mit Funktionen, Bausteinen und Datenstrukturen entwickeln
- Timer, Zähler und Analogwerte gezielt in Steuerungsprogrammen einsetzen
- Steuerungsprogramme für komplexe Anlagen sinnvoll strukturieren
- Programme mit CODESYS oder PLCSIM simulieren, testen und Fehler beheben
- Reale Anlagenkomponenten wie Transportanlagen, Pumpen, Pressen und Verpackungsmaschinen steuern
- Sicherheitsfunktionen wie Not-Aus und Verriegelungen in Steuerungen implementieren
- HMI-Visualisierungen in Steuerungsprojekte integrieren
- Kommunikationsschnittstellen zwischen mehreren Steuerungen einrichten und nutzen
- Ein vollständiges Automatisierungsprojekt von der Planung bis zur Abschlusspräsentation umsetzen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Weiterbildung richtet sich an technisch vorgebildete Fachkräfte, die ihre Kenntnisse in der SPS-Programmierung und Automatisierungstechnik praxisnah vertiefen möchten. Angesprochen sind insbesondere Berufsgruppen aus dem technischen und ingenieurnahen Umfeld, die in ihrem Arbeitsalltag mit Steuerungssystemen, Maschinen oder Anlagen zu tun haben oder künftig zu tun haben werden.
- Diplomingenieurinnen und Diplomingenieure mit Interesse an Steuerungstechnik
- Konstrukteurinnen und Konstrukteure sowie technische Zeichnerinnen und Zeichner
- Techniker und Produktdesignerinnen mit Bezug zu Automatisierungsprojekten
- Werkzeugmacherinnen, Werkzeugmacher und Industriemechanikerinnen und -mechaniker
- Fachkräfte aus anderen Branchen mit Interesse an SPS-Programmierung und Automatisierung
Da der Kurs mit einer Wiederholung zentraler SPS-Grundlagen beginnt, sind erste Berührungspunkte mit Steuerungstechnik oder ein technisch-handwerklicher bzw. ingenieurnaher Hintergrund hilfreich, um dem Programmieranteil gut folgen zu können. Ein grundlegendes technisches Verständnis für Maschinen, Anlagen oder elektrotechnische Zusammenhänge erleichtert den Einstieg in die praktischen Übungen mit CODESYS und PLCSIM. Die Weiterbildung ist so aufgebaut, dass auch Fachkräfte aus angrenzenden technischen Bereichen ohne umfassende SPS-Vorerfahrung nach der einführenden Wiederholung gut anschließen können.
Ablauf & Abschluss
Der Unterricht kombiniert theoretische Grundlagen mit einem hohen Anteil praktischer Programmierarbeit an simulierten Steuerungen. Im Combined-Learning-Format wechseln sich fachliche Einheiten zu Steuerungssystemen und Sicherheitstechnik mit Übungen in CODESYS und PLCSIM ab, bevor die Inhalte im Abschlussprojekt in einer zusammenhängenden Automatisierungslösung angewendet werden. Die Weiterbildung wird in Vollzeit durchgeführt.
Die Weiterbildung gliedert sich in vier aufeinander aufbauende Themenfelder – Grundlagen, Programmierung, Anwendung und Abschlussprojekt – und wird in Vollzeit absolviert. Der Praxisanteil nimmt mit fortschreitendem Kursverlauf zu und mündet im eigenständigen Abschlussprojekt.
Die Weiterbildung schließt mit einem trägerinternen Zertifikat bzw. einer qualifizierten Teilnahmebescheinigung zu SPS-Anwendungen ab. Es handelt sich um eine anbieterseitige Bestätigung der erworbenen praktischen Kenntnisse in SPS-Programmierung und Automatisierungstechnik, nicht um eine staatlich anerkannte Prüfung oder eine Kammerzertifizierung.
Nutzen & Perspektiven
Der Mehrwert dieser Weiterbildung liegt in der konsequenten Praxisorientierung: Statt SPS-Grundlagen isoliert zu wiederholen, wenden Teilnehmende ihr Wissen von Beginn an auf reale Anlagenkomponenten wie Transportanlagen, Pumpen, Pressen und Verpackungsmaschinen an. Wer Steuerungstechnik nur theoretisch kennt, aber nie ein eigenes Programm simuliert oder eine Sicherheitsfunktion implementiert hat, tut sich im späteren Arbeitsalltag mit realen Anlagen deutlich schwerer. Durch die Arbeit mit CODESYS und PLCSIM entwickeln Teilnehmende ein Gespür dafür, wie sich Steuerungsprogramme vor der Inbetriebnahme zuverlässig testen und Fehler frühzeitig erkennen lassen. Die Integration von HMI-Visualisierungen und die Kommunikation zwischen mehreren Steuerungen runden dieses Praxiswissen um Aspekte ab, die in modernen, vernetzten Produktionsumgebungen zunehmend gefragt sind. Für den weiteren beruflichen Weg eröffnet die Weiterbildung Perspektiven als SPS-Programmiererin oder SPS-Programmierer, Steuerungstechnikerin oder Steuerungstechniker sowie in der Automatisierungstechnik allgemein. Gerade der Abschluss mit einem vollständigen, selbst dokumentierten Automatisierungsprojekt lässt sich im weiteren Berufsweg als konkreter Nachweis praktischer Programmier- und Projektkompetenz nutzen.
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Arbeitsmarkt-Report
Konstruktion, CAD und industrielle Fertigung sind durchgehend gefragt — die Transformation Richtung E-Mobilität, Energietechnik und Industrie 4.0 schafft zusätzliche Spezialisten-Rollen. CAD-/Simulation-Software-Kenntnisse sind Türöffner.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Staatlich geprüfter Assistent/Staatlich geprüfte Assistentin für Produktdesign3.755 Stellen
- SPS-Fachkraft1.059 Stellen
- SPS-Ingenieur/SPS-Ingenieurin352 Stellen
- Assistent/Assistentin für Informatik (technische Informatik)78 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich bereits SPS-Vorkenntnisse für diesen Kurs?
Der Kurs startet mit einer Wiederholung zentraler SPS-Grundlagen, sodass ein technisch-handwerklicher oder ingenieurnaher Hintergrund und erste Berührungspunkte mit Steuerungstechnik ausreichen, um gut einzusteigen.
Mit welcher Software wird programmiert?
Die Programmierung und Simulation von Steuerungen erfolgt mit CODESYS und PLCSIM. Beide Werkzeuge werden im Kurs praktisch eingesetzt, um Programme zu entwickeln, zu testen und Fehler zu beheben.
Welche Anlagen werden im Kurs behandelt?
Beispielhaft werden Förderanlagen, Pumpen, Pressen und Verpackungsmaschinen gesteuert. Ergänzend geht es um Sicherheitsfunktionen wie Not-Aus und Verriegelungen sowie um die Integration von HMI-Visualisierungen.
Wie ist das Abschlussprojekt aufgebaut?
Im Abschlussprojekt planen, programmieren, simulieren und dokumentieren Teilnehmende eine eigene, vollständige Automatisierungslösung für eine Beispielanlage und stellen ihre Ergebnisse abschließend der Gruppe vor.
Welchen Abschluss erhalte ich?
Sie erhalten ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung, die die erworbenen praktischen Kenntnisse in SPS-Programmierung und Automatisierungstechnik dokumentiert.