CAD-Konstrukteur Design & Drafting HWK – Weiterbildung
Strukturierte Ausbildung in CAD-gestütztem Design und technischem Drafting nach anerkannten Zeichnungsstandards, die mit der Prüfung zum anerkannten HWK-Abschluss als CAD-Fachkraft abschließt.
Auf einen Blick
Überblick
Design und Drafting sind im technischen Konstruieren zwei eng verzahnte, aber unterschiedliche Fähigkeiten: der kreative Entwurf eines Bauteils und dessen präzise, normgerechte zeichnerische Umsetzung. Dieser Kurs bildet beide Seiten konsequent als durchgehende Methodik aus — vom ersten Entwurfsgedanken bis zur fertigungsreifen Zeichnung — und führt zu einer Prüfung, die von der zuständigen Handwerkskammer als CAD-Fachkraft anerkannt wird. Anders als ein reiner Software-Bedienkurs steht hier die systematische Konstruktions- und Zeichenmethodik im Zentrum, nicht die isolierte Bedienung einzelner Werkzeuge.
Zertifikat, Kursformate und Angebote im Marktvergleich
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an 2 Standorten
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diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
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Termine werden anbieterabhängig veröffentlicht
bundesweit
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Anerkannter HWK-Abschluss als CAD-Fachkraft (theoretische und praktische Prüfung)
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein
Vermittelte Kompetenzen
- Normgerechtes technisches Zeichnen
- 2D-/3D-Konstruktion
- Bemaßung und Toleranzen
- Stücklistenerstellung
- Konstruktionsportfolio
- Prüfungsvorbereitung HWK
Zugeordnete Zielberufe
- CAD-Fachkraft (HWK)
- CAD-Konstrukteur/in
- Technische/r Zeichner/in
- CAD-Zeichner/in
Datenbasis: 2 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Design-Grundlagen: Vom Entwurf zur Konstruktion Am Anfang steht nicht das Zeichenwerkzeug, sondern der Entwurfsgedanke: Wie wird aus einer Idee eine maßhaltige, konstruktiv sinnvolle Geometrie?
- Skizzentechniken als Ausgangspunkt jeder Konstruktion
- Entwurfsprinzipien für mechanische und bauliche Bauteile
- Übergang vom Freihandentwurf zur maßhaltigen CAD-Konstruktion
- Grundlegende Konstruktionswerkzeuge in 2D und 3D
- Bauteileigenschaften und Materialangaben dokumentieren
- Strukturierte Dateiablage für Konstruktionsprojekte
Modul 2 — Drafting nach anerkannten Zeichnungsstandards Der zweite Block widmet sich der präzisen, normgerechten Umsetzung des Entwurfs — der eigentlichen Drafting-Kompetenz, die in der Prüfung streng bewertet wird.
- Bemaßungsregeln und Maßeintragung nach technischen Normen
- Form- und Lagetoleranzen sowie Passungen
- Oberflächenangaben und deren normgerechte Kennzeichnung
- Schnitte, Ansichten und Detailausschnitte systematisch ableiten
- Beschriftung, Schriftfelder und Zeichnungsköpfe
- Prüfung eigener Zeichnungen auf Normkonformität
Modul 3 — Konstruktion über mechanische und bauliche Anwendungsfelder Die Design-und-Drafting-Methodik wird bewusst an zwei unterschiedlichen Anwendungsfeldern erprobt, um ihre Übertragbarkeit sichtbar zu machen.
- Konstruktion einfacher mechanischer Bauteile und Baugruppen
- Konstruktion einfacher baulicher Grundrisse und Ansichten
- Stücklisten für mechanische und bauliche Projekte
- Vergleich der Konstruktionslogik zwischen Maschinenbau und Bauwesen
- Übertragung von Konstruktionsprinzipien zwischen Anwendungsfeldern
- Dokumentation von Änderungen und Konstruktionsständen
Modul 4 — Portfolio und Prüfungsvorbereitung Zum Abschluss entsteht ein zusammenhängendes Portfolio, das die Grundlage für die praktische HWK-Prüfung bildet.
- Aufbau eines vollständigen Konstruktionsportfolios
- Selbstprüfung nach Bewertungskriterien der HWK-Prüfung
- Bearbeitung prüfungsnaher Aufgabenstellungen unter Zeitvorgabe
- Präsentation eigener Konstruktionsentscheidungen
- Wiederholung der wichtigsten Norm- und Bemaßungsregeln
- Organisation der praktischen Prüfungsunterlagen
Praxisblock — Portfolio-Projekte für die HWK-Prüfung
- Konstruktion eines mechanischen Bauteils vom Entwurf bis zur Fertigungszeichnung
- Erstellung eines baulichen Grundrisses mit Bemaßung
- Ableitung eines vollständigen Zeichnungssatzes mit Schnitten und Ansichten
- Erstellung einer Stückliste für eine mehrteilige Konstruktion
- Korrektur einer vorgegebenen, normwidrigen Zeichnung
- Konstruktion einer Baugruppe mit mehreren Einzelteilen
- Dokumentation eines Konstruktionsänderungslaufs
- Bearbeitung einer zeitlich begrenzten Übungsaufgabe im HWK-Prüfungsformat
- Zusammenstellung eines eigenen Portfolios aus mehreren Projekten
- Selbstbewertung einer eigenen Arbeit anhand vorgegebener Kriterien
- Simulierter praktischer Prüfungsdurchlauf
- Präsentation des eigenen Portfolios vor der Lerngruppe
Der methodische Kerngedanke des Kurses liegt in der bewussten Trennung von Entwurf und Ausführung: Wer zunächst gestalterisch denkt und erst danach normgerecht zeichnet, entwickelt ein tieferes Verständnis dafür, warum bestimmte Bemaßungs- und Darstellungsregeln überhaupt existieren, statt sie nur auswendig zu befolgen. Dass dieselbe Methodik sowohl an mechanischen als auch an baulichen Beispielen erprobt wird, ist kein Zufall: Genau diese Übertragbarkeit macht den Unterschied zwischen einer engen Software-Schulung und einer echten Konstruktionsausbildung aus.
Lernziele:
- Grundprinzipien des technischen Entwerfens von den ersten Skizzen bis zur Fertigungszeichnung anwenden
- Normgerechtes Drafting nach anerkannten technischen Zeichnungsstandards umsetzen
- Zwei- und dreidimensionale Bauteile aus mechanischen und baulichen Anwendungsfeldern konstruieren
- Bemaßung, Toleranzen, Passungen und Oberflächenangaben korrekt einsetzen
- Stücklisten und vollständige Zeichnungssätze systematisch erstellen
- Konstruktionsentscheidungen nachvollziehbar begründen und dokumentieren
- Layer-, Maßstabs- und Beschriftungsstandards konsequent einhalten
- Ein eigenes Portfolio an Konstruktionsarbeiten aufbauen
- Änderungen an bestehenden Konstruktionen normgerecht kennzeichnen
- Konstruktionsfehler in vorgegebenen Zeichnungen erkennen und korrigieren
- Eigene Arbeiten nach den Bewertungskriterien der HWK-Prüfung selbst einschätzen
- Sich systematisch auf die praktische und theoretische HWK-Prüfung zur CAD-Fachkraft vorbereiten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen mit Interesse an strukturiertem technischem Entwerfen, die einen anerkannten Berufsabschluss über die Handwerkskammer anstreben.
- Quereinsteiger/innen mit handwerklichem oder technischem Hintergrund
- Berufsrückkehrer/innen mit Interesse an CAD-gestützter Konstruktion
- Arbeitsuchende, die einen anerkannten HWK-Abschluss als CAD-Fachkraft anstreben
- Personen mit praktischer Werkstatterfahrung ohne formalen CAD-Abschluss
Technisches Grundverständnis und sicherer Umgang mit dem Computer werden vorausgesetzt. Handwerkliche oder technische Vorerfahrung ist von Vorteil, aber keine Zulassungsvoraussetzung, da die Konstruktionsgrundlagen systematisch aufgebaut werden.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs folgt konsequent der Design-und-Drafting-Methodik: Auf jeden Entwurfsschritt folgt die zeichnerische Umsetzung nach Norm, sodass beide Kompetenzen nicht getrennt, sondern im Zusammenhang geübt werden. Über den Kursverlauf entsteht so ein durchgängiges Portfolio als Grundlage für die praktische Prüfung.
Umfang und zeitliche Organisation richten sich nach dem jeweiligen Kursanbieter und dem Prüfungstermin der zuständigen Handwerkskammer; genaue Angaben sind beim Anbieter zu erfragen.
Der Kurs endet mit der theoretischen und praktischen Prüfung zum anerkannten HWK-Abschluss als CAD-Fachkraft, die extern bei der zuständigen Handwerkskammer abgenommen wird und auf dem im Kurs erarbeiteten Portfolio aufbaut.
Nutzen & Perspektiven
Ein anerkannter Kammerabschluss unterscheidet sich von einer reinen Teilnahmebescheinigung dadurch, dass er extern geprüft und dokumentiert wird — ein Nachweis, der unabhängig vom besuchten Kursanbieter bundesweit Gültigkeit hat. Für Quereinsteiger/innen ohne einschlägige Vorbildung kann das im Bewerbungsprozess den entscheidenden Unterschied machen. Die durchgehende Design-und-Drafting-Methodik sorgt zudem dafür, dass am Ende nicht nur Prüfungswissen, sondern ein vorzeigbares Portfolio an eigenständig entworfenen und gezeichneten Bauteilen und Plänen vorliegt, das sich auch über die Prüfung hinaus im Bewerbungsprozess einsetzen lässt. Wer die Übertragbarkeit der Methodik zwischen mechanischen und baulichen Anwendungsfeldern einmal selbst erlebt hat, ist zudem nicht auf eine einzelne Branche festgelegt, sondern kann die erworbenen Design- und Drafting-Kompetenzen flexibel in unterschiedlichen technischen Arbeitsumfeldern einsetzen. Auch für den weiteren beruflichen Werdegang ist die Kombination aus Design- und Drafting-Kompetenz relevant: Wer den gestalterischen Entwurf ebenso beherrscht wie dessen normgerechte Umsetzung, wird in Konstruktionsabteilungen häufig früher mit eigenverantwortlichen Aufgaben betraut als Personen, die ausschließlich nach fertigen Vorgaben zeichnen. Die Ausrichtung an einer extern geprüften Qualifikation unterscheidet diese Ausbildung zudem von rein trägerinternen Kursen, da die abschließende Bewertung nicht durch denselben Kursanbieter erfolgt, der zuvor unterrichtet hat. Auch handwerklich vorgebildete Quereinsteiger/innen profitieren von dieser Struktur besonders: Wer bereits praktische Erfahrung aus Werkstatt oder Baustelle mitbringt, kann diese Erfahrung gezielt in die Design-Phase einbringen und versteht dadurch oft schneller, warum bestimmte Konstruktionsentscheidungen später in der Fertigung sinnvoll oder problematisch sind.
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Arbeitsmarkt-Report
Konstruktion, CAD und industrielle Fertigung sind durchgehend gefragt — die Transformation Richtung E-Mobilität, Energietechnik und Industrie 4.0 schafft zusätzliche Spezialisten-Rollen. CAD-/Simulation-Software-Kenntnisse sind Türöffner.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was bedeutet der HWK-Abschluss zur CAD-Fachkraft konkret?
Es handelt sich um eine theoretische und praktische Prüfung, die von der zuständigen Handwerkskammer abgenommen und als CAD-Fachkraft anerkannt wird.
Was unterscheidet Design und Drafting voneinander?
Design bezeichnet den gestalterischen Entwurf eines Bauteils, Drafting die präzise, normgerechte zeichnerische Umsetzung. Der Kurs bildet beide Fähigkeiten als durchgehende Methodik aus.
Werden nur mechanische Bauteile behandelt?
Nein, die Methodik wird sowohl an mechanischen Bauteilen als auch an baulichen Grundrissen erprobt, um ihre branchenübergreifende Anwendbarkeit zu zeigen.
Was passiert mit dem im Kurs erstellten Portfolio?
Das Portfolio aus mehreren Konstruktionsprojekten bildet die Grundlage für die praktische HWK-Prüfung und lässt sich zusätzlich im Bewerbungsprozess einsetzen.
Brauche ich handwerkliche Vorerfahrung?
Nein, handwerkliche oder technische Vorerfahrung ist hilfreich, aber keine Zulassungsvoraussetzung. Die Konstruktionsgrundlagen werden systematisch von Beginn an aufgebaut.