Technik & Ingenieurwesen
konstruktion cad

CAD Konstrukteur Mechanical Design (HWK) – Weiterbildung

CAD-Fachkraft-Qualifizierung mit HWK-Anerkennung, Schwerpunkt Maschinenbau: normgerechte Bauteil- und Baugruppenzeichnungen, Toleranzen und Stücklisten für die Fertigung.

Auf einen Blick

Dauermehrere MonateØ am Markt
Formatflexibelflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Die Qualifizierung CAD Konstrukteur für Mechanical Design führt zu einem von der Handwerkskammer anerkannten Abschluss als CAD-Fachkraft mit Schwerpunkt auf mechanischer Bauteil- und Baugruppenkonstruktion. Im Mittelpunkt stehen normgerechte technische Zeichnungen, Toleranzangaben, Passungen und Stücklisten, wie sie für die Fertigung mechanischer Bauteile benötigt werden. Anders als architekturbezogene CAD-Kurse liegt der Fokus konsequent auf Maschinenbauteilen, deren technischer Funktion und der fertigungsgerechten Dokumentation. Am Ende steht die Fähigkeit, ein mechanisches Bauteil nicht nur formal korrekt zu zeichnen, sondern so zu bemaßen und zu tolerieren, dass es sich ohne Rückfragen in der Fertigung umsetzen lässt.

Berufliche FachweiterbildungInhaltsstand 13.08.2026

Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen

Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.

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Anbieter

1

an 3 Standorten

Angebote

3

diesem Kursprofil zugeordnete Angebote

Kommende Termine

0

Termine werden anbieterabhängig veröffentlicht

Regionen

bundesweit

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

Handwerkskammer-anerkannter Abschluss zur CAD-Fachkraft, Fachrichtung Mechanical Design

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein

Vermittelte Kompetenzen

  • Maschinenbauzeichnungen nach DIN/ISO
  • Toleranzen und Passungen
  • Baugruppen- und Explosionsdarstellung
  • Stücklistenerstellung
  • Normteile und Bibliotheken
  • 3D-Bauteilkonstruktion

Zugeordnete Zielberufe

  • Technische:r Produktdesigner:in Maschinenbau
  • CAD-Konstrukteur:in Mechanical Design
  • Konstruktionsassistent:in
  • CAD-Zeichner:in Fertigungstechnik

Datenbasis: 3 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Grundlagen der Bauteilkonstruktion im Maschinenbau Der Einstieg vermittelt, wie mechanische Bauteile parametrisch konstruiert werden und welche Besonderheiten Maschinenbauteile gegenüber anderen CAD-Anwendungen aufweisen.

  • Skizzieren und Bemaßen mechanischer Grundformen
  • Volumenkörper durch typische Maschinenbau-Features erzeugen
  • Normteile wie Schrauben, Muttern und Lager einbinden
  • Bauteilbibliotheken sinnvoll nutzen und verwalten
  • Funktionsflächen und Passflächen an Bauteilen berücksichtigen
  • Bauteilvarianten für unterschiedliche Anforderungen anlegen

Toleranzen, Passungen und funktionsgerechte Bemaßung Mechanische Bauteile müssen zueinander passen und funktionieren. Dieser Block behandelt, wie Toleranzen und Passungen normgerecht festgelegt und dokumentiert werden.

  • Grundprinzipien von Toleranzen und Passungssystemen
  • ISO-Toleranzklassen für Wellen und Bohrungen anwenden
  • Form- und Lagetoleranzen an Bauteilen bemaßen
  • Oberflächenangaben normgerecht in Zeichnungen einfügen
  • Funktionsgerechte statt rein geometrische Bemaßung anwenden
  • Auswirkungen von Toleranzen auf die Fertigung einschätzen

Baugruppenkonstruktion und Explosionsdarstellung Mechanische Produkte bestehen aus mehreren zusammenwirkenden Bauteilen. Dieser Block behandelt den strukturierten Aufbau von Baugruppen und ihre verständliche Dokumentation.

  • Bauteile über Verknüpfungen zu Baugruppen zusammenfügen
  • Bewegungsfreiheitsgrade und Funktionsspiele prüfen
  • Kollisionen zwischen Bauteilen erkennen und beheben
  • Explosionsdarstellungen für Montage und Dokumentation erzeugen
  • Positionsnummern in Explosions- und Baugruppenzeichnungen setzen
  • Unterbaugruppen zur besseren Übersicht strukturieren

Fertigungsgerechte Dokumentation und Stücklisten Der letzte fachliche Block bereitet die Konstruktion für die tatsächliche Fertigung auf und behandelt die vollständige technische Dokumentation eines Bauteils oder einer Baugruppe.

  • Einzelteilzeichnungen fertigungsgerecht ableiten
  • Baugruppenzeichnungen mit Positionsnummern anlegen
  • Stücklisten mit Mengen, Normteilen und Werkstoffangaben erstellen
  • Fertigungshinweise wie Werkstoff und Oberflächenbehandlung ergänzen
  • Konsistenz zwischen Einzelteil- und Baugruppendokumentation prüfen
  • Zeichnungssätze für die Weitergabe an die Fertigung aufbereiten

Praxis: Bauteil- und Baugruppenprojekt für die Fertigung

  • Analyse einer vorgegebenen mechanischen Konstruktionsaufgabe
  • Konstruktion der Einzelbauteile mit funktionsgerechten Features
  • Einbindung passender Normteile aus Bibliotheken
  • Festlegung von Toleranzen an funktionsrelevanten Maßen
  • Aufbau der vollständigen Baugruppe aus allen Bauteilen
  • Prüfung von Passungen, Bewegungsfreiheit und Kollisionen
  • Ableitung fertigungsgerechter Einzelteilzeichnungen
  • Ableitung der Baugruppenzeichnung mit Positionsnummern
  • Erstellung einer vollständigen Stückliste mit Normteilen
  • Aufbau einer Explosionsdarstellung der Baugruppe
  • Kontrolle des gesamten Zeichnungssatzes auf Konsistenz
  • Abgabe und Besprechung des vollständigen Projekts im Kurs

Der Kurs legt bewusst Wert auf die funktionsgerechte statt rein optische Konstruktion: Ein Bauteil, das im Modell gut aussieht, aber ohne korrekte Toleranzen gefertigt wird, funktioniert in der Praxis oft nicht. Diese Verbindung aus Konstruktion und Fertigungslogik zieht sich durch alle Themenblöcke. Am Ende der Qualifizierung liegt ein vollständig dokumentiertes Bauteil- und Baugruppenprojekt mit Toleranzangaben, Stückliste und Explosionsdarstellung vor. Dieses Ergebnis bildet die praktische Grundlage für den handwerkskammer-anerkannten Abschluss als CAD-Fachkraft.

Lernziele:

  • Mechanische Bauteile parametrisch in 3D konstruieren
  • Bauteile mit Normteilen aus Bibliotheken kombinieren
  • Baugruppen aus mehreren Bauteilen strukturiert aufbauen
  • Toleranzen und Passungen normgerecht festlegen
  • Oberflächenangaben und Form- und Lagetoleranzen anwenden
  • Technische Zeichnungen nach DIN und ISO ableiten
  • Bemaßung funktionsgerecht statt rein geometrisch anlegen
  • Explosionsdarstellungen für Baugruppen erzeugen
  • Stücklisten mit Positionsnummern und Normteilen erstellen
  • Fertigungshinweise und Toleranzangaben in Zeichnungen ergänzen
  • Konstruktionsentscheidungen anhand von Funktionsanforderungen begründen
  • Ein vollständiges Bauteil- und Baugruppenprojekt fertigungsgerecht dokumentieren

Zielgruppe & Voraussetzungen

Die Qualifizierung richtet sich an alle, die eine anerkannte Grundlage für die technische Konstruktion mechanischer Bauteile erwerben möchten.

  • Quereinsteiger:innen ohne Vorbildung mit Interesse an Maschinenbaukonstruktion
  • Berufsrückkehrer:innen, die eine anerkannte CAD-Qualifikation nachholen möchten
  • Mitarbeitende in Konstruktionsabteilungen ohne formale CAD-Qualifikation
  • Personen mit handwerklich-technischem Hintergrund und Interesse an Konstruktion
  • Interessierte, die eine praxisnahe Alternative zu einem längeren Studiengang suchen
Voraussetzungen:

CAD-Vorkenntnisse werden für den Einstieg nicht vorausgesetzt, die Qualifizierung beginnt bei den technischen Grundlagen der Bauteilkonstruktion. Ein technisches Grundverständnis für mechanische Zusammenhänge, etwa wie Bauteile ineinandergreifen, erleichtert das Verständnis von Toleranzen und Passungen. Sichere Computerkenntnisse werden erwartet, da mit einer komplexeren CAD-Software gearbeitet wird. Räumliches Vorstellungsvermögen ist für die 3D-Konstruktion hilfreich.

Ablauf & Abschluss

Die Qualifizierung folgt dem typischen Ablauf einer mechanischen Konstruktion: von der Einzelbauteilkonstruktion über Toleranzen bis zur fertigungsgerechten Baugruppendokumentation. Jeder fachliche Block wird anhand kompakter Beispielbauteile eingeführt und anschließend am eigenen, durchgehenden Projekt vertieft. Besonderer Wert liegt auf dem Verständnis, warum bestimmte Toleranzen und Bemaßungen gewählt werden, statt Regeln nur auswendig anzuwenden. Individuelle Rückfragen zu den eigenen Konstruktionsständen werden laufend im Kurs geklärt.

Die Qualifizierung zur CAD-Fachkraft ist als umfassendes Programm über mehrere Monate angelegt, wobei sich der genaue Zeitrahmen nach dem gewählten Lernformat richtet. Der Umfang orientiert sich an der vollständigen Bearbeitung aller vier fachlichen Module sowie des abschließenden Praxisprojekts. Wer bereits über CAD- oder technische Erfahrung verfügt, kann einzelne Themen zügiger durchlaufen. Die zeitliche Planung wird zu Kursbeginn abgestimmt.

Die Qualifizierung schließt mit einem von der Handwerkskammer anerkannten Abschluss als CAD-Fachkraft, Fachrichtung Mechanical Design, ab. Es handelt sich um eine private Weiterbildungsqualifikation mit Handwerkskammer-Anerkennung, nicht um eine staatliche Berufsausbildung oder ein Hochschulstudium. Das im Kurs erstellte Bauteil- und Baugruppenprojekt eignet sich als aussagekräftige Arbeitsprobe für Bewerbungen. Die genauen Prüfungsmodalitäten der Handwerkskammer-Anerkennung werden zu Kursbeginn erläutert.

Nutzen & Perspektiven

Konstrukteur:innen mit sauberem Verständnis für Toleranzen und Passungen sind in Fertigungsunternehmen gefragt, weil falsch bemaßte Bauteile in der Produktion zu teuren Nacharbeiten oder Ausschuss führen. Wer diese Zusammenhänge von Grund auf lernt, liefert von Beginn an fertigungstaugliche Konstruktionen statt rein optisch korrekter Modelle, die in der Werkstatt erst nachträglich korrigiert werden müssen. Die Kombination aus Bauteilkonstruktion, Baugruppenaufbau und fertigungsgerechter Dokumentation deckt den vollständigen Arbeitsablauf einer Konstruktionsabteilung ab, statt nur isolierte Einzelaspekte zu vermitteln. Wer alle drei Schritte im Zusammenhang versteht, kann auch in kleineren Konstruktionsteams eigenständig von der ersten Skizze bis zur fertigungsreifen Unterlage arbeiten. Der handwerkskammer-anerkannte Abschluss bietet Quereinsteiger:innen einen strukturierten, praxisnahen Weg in die Maschinenbaukonstruktion, ohne den zeitlichen Umfang einer vollständigen Berufsausbildung oder eines Ingenieurstudiums vorauszusetzen. Für Bewerbungen in Konstruktionsabteilungen liefert das abschließende Bauteilprojekt einen konkreten, nachvollziehbaren Kompetenznachweis.

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Arbeitsmarkt-Report

Konstruktion, CAD und industrielle Fertigung sind durchgehend gefragt — die Transformation Richtung E-Mobilität, Energietechnik und Industrie 4.0 schafft zusätzliche Spezialisten-Rollen. CAD-/Simulation-Software-Kenntnisse sind Türöffner.

Einstieg (0-2 J.):38.000–46.000 €
Mittel (3-7 J.):50.000–65.000 €
Senior (8+ J.):68.000–88.000 €

Offene Stellen

52.000+ bundesweit
Quellen: BA-Engpassanalyse, Statistisches Bundesamt, StepStone Gehaltsreport.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was bedeutet der HWK-anerkannte Abschluss zur CAD-Fachkraft konkret?

Der Kurs schließt mit einer von der Handwerkskammer anerkannten Qualifikation als CAD-Fachkraft ab. Es handelt sich um eine private Weiterbildungsqualifikation und nicht um eine staatliche Berufsausbildung oder ein Studium.

Worauf liegt der fachliche Schwerpunkt dieses Kurses?

Der Schwerpunkt liegt auf der technischen Konstruktion und normgerechten Bemaßung mechanischer Bauteile und Baugruppen, wie sie im Maschinenbau für die Fertigung benötigt werden.

Werden auch Toleranzen und Passungen behandelt?

Ja, ein eigener Themenblock widmet sich Toleranzangaben und Passungen, da diese für die spätere Fertigungsgenauigkeit mechanischer Bauteile entscheidend sind.

Benötige ich eine handwerkliche oder technische Vorbildung?

Nein, der Kurs richtet sich ausdrücklich an Quereinsteiger:innen ohne einschlägige Vorbildung und beginnt bei den CAD-Grundlagen der Bauteilkonstruktion.

Welche beruflichen Perspektiven eröffnet die Qualifikation?

Absolvent:innen können sich auf Tätigkeiten als CAD-Konstrukteur:in oder technische:r Produktdesigner:in in Konstruktionsabteilungen des Maschinenbaus, bei Zulieferern oder in Fertigungsunternehmen bewerben.