Siemens NX in der Automobilindustrie – Weiterbildung
Siemens NX für die Automobilentwicklung: große Fahrzeugbaugruppen strukturieren, Karosserieflächen modellieren und Blechbauteile nach automobilspezifischen Anforderungen konstruieren.
Auf einen Blick
Überblick
Siemens NX in der Automobilindustrie überträgt die 3D-CAD-Konstruktion mit Siemens NX auf die spezifischen Anforderungen der Fahrzeugentwicklung. Im Zentrum stehen große, stark verschachtelte Fahrzeugbaugruppen, komplexe Karosserieflächen und Blechbauteile, die nach automobilspezifischen Toleranzen und Standards konstruiert werden müssen. Ergänzend vermittelt der Kurs ein Grundverständnis dafür, wie einzelne Baugruppen in größere, unternehmensweite Produktdatenumgebungen eingebunden werden, wie sie bei Fahrzeugherstellern und großen Zulieferern üblich sind. Der Kurs setzt bewusst bei der Größenordnung an, mit der Konstrukteur:innen in OEM-nahen Entwicklungsabteilungen tatsächlich konfrontiert sind, statt sich auf isolierte Einzelbauteile zu beschränken.
Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen
Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.
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an 2 Standorten
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diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
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Termine werden anbieterabhängig veröffentlicht
bundesweit
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Trägerinternes Zertifikat / qualifizierte Teilnahmebescheinigung
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein
Vermittelte Kompetenzen
- Siemens-NX-Bauteil- und Flächenmodellierung
- Große Fahrzeugbaugruppen strukturieren
- Synchrone Technologie (Direktmodellierung)
- Automobilspezifische Toleranzen
- Blechkonstruktion für Karosseriebauteile
- PLM-Grundverständnis
Zugeordnete Zielberufe
- Konstrukteur:in Automobilindustrie
- CAD-Fachkraft Siemens NX
- Entwicklungstechniker:in Fahrzeugbau
- Technische:r Systemplaner:in Fahrzeugbau
Datenbasis: 3 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Bauteil- und Flächenmodellierung für die Fahrzeugentwicklung Der Einstieg vertieft die parametrische Modellierung mit Siemens NX anhand fahrzeugtypischer Bauteile und führt in die synchrone, historienfreie Bearbeitung ein.
- Parametrische Bauteilmodellierung mit Features auffrischen und vertiefen
- Synchrone Technologie zur direkten Geometrieänderung nutzen
- Importierte Geometrie mit synchronen Werkzeugen nachbearbeiten
- Flächenwerkzeuge für anspruchsvolle Karosseriegeometrie einsetzen
- Stetigkeit und Qualität von Flächenübergängen beurteilen
- Bauteile für die spätere Baugruppenintegration vorbereiten
Große Fahrzeugbaugruppen strukturieren Fahrzeuge bestehen aus tausenden Einzelteilen. Dieser Block behandelt, wie sich solche Baugruppen in NX strukturiert und performant aufbauen lassen.
- Mehrstufige Baugruppenstrukturen für Fahrzeugsysteme gliedern
- Unterbaugruppen für Karosserie, Fahrwerk und Innenraum bilden
- Referenzsätze und vereinfachte Darstellungen für große Baugruppen nutzen
- Kollisionsprüfungen zwischen Fahrzeugkomponenten durchführen
- Bauraumanalysen für eng verbaute Bereiche vornehmen
- Performance großer Baugruppen gezielt optimieren
Blechkonstruktion für Karosserie- und Anbauteile Karosserie- und viele Anbauteile bestehen aus Blech. Dieser Block behandelt die NX-spezifischen Werkzeuge für die Konstruktion solcher Bauteile.
- Blechbasisfeatures für Karosseriebauteile anlegen
- Umformungen und Sicken an Blechbauteilen konstruieren
- Abwicklungen für Blechbauteile automatisiert erzeugen
- Automobilspezifische Toleranzen an Blechbauteilen berücksichtigen
- Maßketten über mehrere Bauteile hinweg nachvollziehen
- Zeichnungen für Karosseriebauteile normgerecht ableiten
Dokumentation und Einbindung in Produktdatenumgebungen Der letzte fachliche Block behandelt die technische Dokumentation der Konstruktion sowie ein Grundverständnis für die Verwaltung in größeren Unternehmensstrukturen.
- Technische Zeichnungen für Fahrzeugbauteile erstellen
- Stücklisten für komplexe Fahrzeugbaugruppen ableiten
- Grundprinzipien von PLM-Systemen im Automobilkontext einordnen
- Versionierung und Freigabeprozesse für Bauteile nachvollziehen
- Änderungen an Bauteilen innerhalb einer größeren Baugruppe verfolgen
- Zusammenarbeit mehrerer Konstrukteur:innen an einem Fahrzeugprojekt einordnen
Praxis: Fahrzeugbaugruppenprojekt mit mehreren Bauteiltypen
- Analyse einer vorgegebenen Fahrzeugkomponente mit mehreren Bauteilen
- Modellierung eines Karosseriebauteils mit anspruchsvollen Flächen
- Konstruktion eines Blechbauteils mit automatischer Abwicklung
- Aufbau einer mehrstufigen Baugruppenstruktur für die Komponente
- Prüfung von Bauraum und Kollisionen innerhalb der Baugruppe
- Berücksichtigung automobilspezifischer Toleranzen an kritischen Maßen
- Ableitung technischer Zeichnungen für die Kernbauteile
- Erstellung einer strukturierten Stückliste für die Baugruppe
- Optimierung der Baugruppen-Performance für große Datenmengen
- Einordnung der Baugruppe in eine vereinfachte PLM-Struktur
- Kontrolle des gesamten Projekts auf Konsistenz
- Präsentation der fertigen Fahrzeugkomponente im Kurs
Der Kurs orientiert sich bewusst an der Größenordnung, mit der Konstrukteur:innen in der Fahrzeugentwicklung tatsächlich arbeiten: Statt einzelner, isolierter Bauteile stehen mehrstufige Baugruppen mit vielen Abhängigkeiten im Mittelpunkt, bei denen Struktur und Performance ebenso wichtig sind wie die reine Geometrie. Am Ende steht ein Fahrzeugkomponentenprojekt, das Flächenmodellierung, Blechkonstruktion, Baugruppenstruktur und technische Dokumentation miteinander verbindet. Diese Bandbreite entspricht den Anforderungen, die in Entwicklungsabteilungen von Fahrzeugherstellern und größeren Zulieferern üblich sind.
Lernziele:
- Bauteile und Flächen mit Siemens NX parametrisch modellieren
- Synchrone Technologie für die direkte Geometriebearbeitung einsetzen
- Große, mehrstufige Fahrzeugbaugruppen strukturiert aufbauen
- Unterbaugruppen für einzelne Fahrzeugsysteme sinnvoll gliedern
- Komplexe Karosserieflächen mit hohem Qualitätsanspruch modellieren
- Blechbauteile für Karosserie- und Anbauteile konstruieren
- Automobilspezifische Toleranzen und Maßketten berücksichtigen
- Große Baugruppen performant und übersichtlich halten
- Kollisions- und Bauraumprüfungen in großen Baugruppen durchführen
- Technische Zeichnungen für Fahrzeugbauteile normgerecht ableiten
- Grundprinzipien der Einbindung von NX-Daten in PLM-Umgebungen nachvollziehen
- Ein Fahrzeugbaugruppenprojekt mit mehreren Bauteiltypen eigenständig umsetzen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an CAD-Anwender:innen, die ihre Konstruktionskompetenz gezielt auf die Anforderungen der Automobilentwicklung ausrichten möchten.
- CAD-Konstrukteur:innen mit Interesse an der Fahrzeugentwicklung
- Siemens-NX-Anwender:innen, die sich auf große Baugruppen spezialisieren möchten
- Techniker:innen bei Automobilherstellern oder größeren Zulieferern
- Berufserfahrene aus verwandten CAD-Systemen mit Branchenwechsel-Interesse
- Personen mit dem Ziel, in OEM-nahen Entwicklungsabteilungen zu arbeiten
Grundlegende 3D-CAD-Kenntnisse werden empfohlen, damit die automobilspezifischen Inhalte dieses Kurses zügig aufgebaut werden können. Siemens-NX-Vorerfahrung ist hilfreich, aber keine zwingende Voraussetzung, da zentrale Funktionen zu Beginn aufgefrischt werden. Technisches Verständnis für Fahrzeugbauteile und deren Zusammenspiel erleichtert den Einstieg. Sicherer Umgang mit komplexeren Softwareumgebungen und großen Datenmengen wird erwartet.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs orientiert sich am typischen Ablauf eines Fahrzeugentwicklungsprojekts: von der Bauteil- und Flächenmodellierung über die Baugruppenstruktur bis zur technischen Dokumentation. Jeder fachliche Block wird anhand automobilnaher Beispielbauteile eingeführt und anschließend am eigenen Projekt vertieft. Besonderer Wert liegt auf dem Umgang mit großen, komplexen Baugruppen, da Performance und Struktur in der Praxis ebenso relevant sind wie einzelne Konstruktionsdetails. Individuelle Rückfragen werden laufend im Kurs geklärt.
Der Kurs ist auf mehrere Monate angelegt, wobei sich der genaue Zeitrahmen nach dem gewählten Lernformat richtet. Der Umfang orientiert sich an der vollständigen Bearbeitung aller vier fachlichen Module sowie des abschließenden Fahrzeugkomponentenprojekts. Wer bereits Siemens-NX-Erfahrung mitbringt, kann sich stärker auf die automobilspezifischen Inhalte konzentrieren. Die zeitliche Planung wird zu Kursbeginn abgestimmt.
Der Kurs schließt mit einer trägerinternen Teilnahmebescheinigung ab, die die erworbenen Kompetenzen in der automobilspezifischen Siemens-NX-Konstruktion dokumentiert. Es handelt sich um einen qualifizierten Nachweis des Kursanbieters, keine herstellerseitige Prüfung von Siemens. Das im Kurs erstellte Fahrzeugkomponentenprojekt eignet sich als aussagekräftige Arbeitsprobe für Bewerbungen in der Automobilentwicklung. Für eine herstellerseitige Zertifizierung ist eine gesonderte externe Prüfung erforderlich.
Nutzen & Perspektiven
Siemens NX gehört bei vielen Fahrzeugherstellern und großen Zulieferern zu den Standard-CAD-Systemen, insbesondere für komplexe, mehrstufige Baugruppen. Wer neben den allgemeinen NX-Grundlagen auch die automobilspezifischen Anforderungen kennt, kann sich in Entwicklungsabteilungen schneller einarbeiten als mit rein allgemeinem CAD-Wissen, weil die im Kurs geübten Baugruppengrößen der beruflichen Realität deutlich näherkommen als kleine Übungsbeispiele. Die im Kurs erworbene Fähigkeit, große Baugruppen strukturiert und performant zu organisieren, wird in der Fahrzeugentwicklung besonders geschätzt, da unübersichtliche oder überlastete Baugruppenstrukturen den gesamten Entwicklungsprozess spürbar verlangsamen können. Wer solche Strukturprobleme von Anfang an vermeidet, erspart sich und dem Team spätere, aufwendige Aufräumarbeiten. Da die Automobilindustrie weiterhin einer der größten Arbeitgeber für CAD-Konstruktion im deutschsprachigen Raum ist, erhöht eine branchenspezifische Siemens-NX-Qualifikation die Chancen auf Positionen bei Fahrzeugherstellern und deren Entwicklungsdienstleistern spürbar. Das gilt besonders für Bewerbungen, bei denen praktische Erfahrung mit großen, realitätsnahen Baugruppen ausdrücklich gefragt ist.
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Arbeitsmarkt-Report
Konstruktion, CAD und industrielle Fertigung sind durchgehend gefragt — die Transformation Richtung E-Mobilität, Energietechnik und Industrie 4.0 schafft zusätzliche Spezialisten-Rollen. CAD-/Simulation-Software-Kenntnisse sind Türöffner.
Offene Stellen
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum wird Siemens NX speziell für die Automobilindustrie unterrichtet?
Siemens NX zählt zu den in der Automobil- und Zulieferindustrie stark verbreiteten CAD-Systemen, insbesondere für große, komplexe Baugruppen. Der Kurs überträgt die allgemeinen NX-Grundlagen gezielt auf typische Anforderungen der Fahrzeugentwicklung.
Brauche ich bereits Siemens-NX-Kenntnisse für diesen Kurs?
Grundlegende 3D-CAD-Kenntnisse werden empfohlen, damit die automobilspezifischen Inhalte zügig aufgebaut werden können. Vorerfahrung speziell mit Siemens NX ist hilfreich, aber keine zwingende Voraussetzung.
Was bedeutet synchrone Technologie in Siemens NX?
Damit ist eine direkte, historienfreie Bearbeitung von Geometrie gemeint, die parallel zur klassischen, featurebasierten Modellierung existiert und insbesondere bei importierter oder komplexer Geometrie Vorteile bietet.
Worin unterscheidet sich dieser Kurs vom Kurs SolidWorks in der Automobilindustrie?
Dieser Kurs behandelt Siemens NX mit Schwerpunkt auf großen, OEM-nahen Fahrzeugbaugruppen und Karosserieflächen. Der SolidWorks-Kurs konzentriert sich dagegen auf Bauteile und Baugruppen im Kontext mittelständischer Automobilzulieferer.
Werden auch PLM-Systeme wie Teamcenter behandelt?
Der Kurs vermittelt ein Grundverständnis dafür, wie NX-Baugruppen in größeren PLM-Umgebungen verwaltet werden, ohne eine vollständige Teamcenter-Administration zu behandeln.