Technik & Ingenieurwesen
konstruktion cad

Anwender-Simulation mit CAD und FEM – Weiterbildung

Praxisorientierte Simulation direkt aus dem CAD-Modell: Bauteile für die Finite-Elemente-Berechnung vorbereiten, vernetzen, belasten und die Ergebnisse plausibel auswerten.

Auf einen Blick

Dauermehrere WochenØ am Markt
Formatflexibelflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Anwender Simulation mit CAD und FEM verbindet die 3D-Bauteilkonstruktion mit der praktischen Nutzung Finite-Elemente-basierter Simulationswerkzeuge. Statt Bauteile allein nach Erfahrungswerten zu dimensionieren, lernen Teilnehmende, wie sich ein CAD-Modell für die Simulation vorbereiten, vernetzen und mit realistischen Lasten und Randbedingungen belasten lässt. Im Mittelpunkt steht die anwendungsorientierte Auswertung: Wo entstehen kritische Spannungen, wie stark verformt sich ein Bauteil, und wie plausibel sind die berechneten Ergebnisse. Der Kurs richtet sich bewusst an CAD-Anwender:innen und nicht an angehende Berechnungsingenieur:innen, weshalb die Simulationswerkzeuge konsequent aus Sicht der praktischen Konstruktionsarbeit vermittelt werden.

Berufliche FachweiterbildungInhaltsstand 13.08.2026

Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen

Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.

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Anbieter

1

zu diesem Kurs erfasst

Angebote

3

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Kommende Termine

0

Termine werden anbieterabhängig veröffentlicht

Regionen

bundesweit

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

Trägerinternes Zertifikat / qualifizierte Teilnahmebescheinigung

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein

Vermittelte Kompetenzen

  • CAD-Modellvorbereitung für Simulation
  • Netzgenerierung (Vernetzung)
  • Lastfall- und Randbedingungsdefinition
  • Auswertung von Spannungs- und Verformungsergebnissen
  • Plausibilitätsprüfung von Simulationsergebnissen
  • Werkstoffkennwerte in der Simulation

Zugeordnete Zielberufe

  • Simulationstechniker:in (Einstieg)
  • CAD-Konstrukteur:in mit Simulationskenntnissen
  • Berechnungsassistenz Maschinenbau
  • Technische:r Produktdesigner:in

Datenbasis: 3 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Vom CAD-Modell zum Simulationsmodell Nicht jedes CAD-Modell eignet sich unverändert für die Simulation. Dieser Block behandelt, wie ein Bauteil für die Berechnung sinnvoll vorbereitet wird.

  • Vereinfachung komplexer Geometrie für die Simulation
  • Entfernen simulationsirrelevanter Details wie Fasen oder Bohrungen
  • Werkstoffkennwerte wie E-Modul und Streckgrenze zuordnen
  • Symmetrien zur Reduktion des Rechenaufwands nutzen
  • Kontaktbedingungen zwischen mehreren Bauteilen definieren
  • Modellqualität vor der eigentlichen Berechnung prüfen

Vernetzung und Netzqualität Die Genauigkeit einer Simulation hängt maßgeblich vom zugrunde liegenden Berechnungsnetz ab. Dieser Block vermittelt die Grundlagen der Vernetzung und deren Bewertung.

  • Grundprinzip der Finite-Elemente-Methode nachvollziehen
  • Automatische Vernetzung erzeugen und kontrollieren
  • Elementgröße und Netzfeinheit gezielt anpassen
  • Netzverfeinerung an kritischen Bereichen vornehmen
  • Netzqualität anhand von Kennzahlen beurteilen
  • Zusammenhang zwischen Netzfeinheit und Rechengenauigkeit einschätzen

Lastfälle, Randbedingungen und Berechnung Eine realistische Simulation erfordert realistische Annahmen zu Belastung und Lagerung. Dieser Block behandelt, wie Lastfälle definiert und die eigentliche Berechnung durchgeführt wird.

  • Kräfte, Drücke und Momente am Bauteil aufbringen
  • Lagerungen und Fixierungen realitätsnah festlegen
  • Mehrere Lastfälle für ein Bauteil vergleichend definieren
  • Eine lineare statische Berechnung starten und überwachen
  • Konvergenzverhalten der Berechnung einschätzen
  • Typische Fehlermeldungen bei der Berechnung einordnen

Ergebnisauswertung und Plausibilitätsprüfung Eine Simulation ist erst dann nützlich, wenn ihre Ergebnisse richtig interpretiert werden. Dieser Block vertieft die praxisnahe Auswertung der Berechnungsergebnisse.

  • Spannungsverteilungen am Bauteil visuell auswerten
  • Vergleichsspannung und zulässige Werkstoffspannung gegenüberstellen
  • Verformungen des Bauteils unter Last beurteilen
  • Sicherheitsfaktoren aus den Ergebnissen ableiten
  • Ergebnisse auf Plausibilität gegenüber der Erwartung prüfen
  • Simulationsergebnisse für die Konstruktionsdokumentation aufbereiten

Praxis: Bauteil von der Modellvorbereitung bis zur Ergebnisauswertung

  • Analyse eines vorgegebenen, bereits konstruierten Bauteils
  • Vereinfachung der Geometrie für die Simulation
  • Zuordnung realistischer Werkstoffkennwerte
  • Automatische Vernetzung des Bauteils
  • Gezielte Netzverfeinerung an kritischen Stellen
  • Definition eines realistischen Lastfalls mit Kräften und Lagerung
  • Durchführung der linearen statischen Berechnung
  • Auswertung der Spannungsverteilung am Bauteil
  • Auswertung der Verformung unter der definierten Last
  • Ableitung eines Sicherheitsfaktors aus den Ergebnissen
  • Plausibilitätsprüfung der Ergebnisse gegenüber der Erwartung
  • Dokumentation der Simulationsergebnisse im Kurs

Der Kurs verbindet bewusst Konstruktion und Berechnung, statt beide Bereiche getrennt zu betrachten: Ein Bauteil, das nur nach Erfahrungswerten dimensioniert wird, kann überdimensioniert und damit unnötig schwer oder teuer sein, oder im ungünstigen Fall unterdimensioniert und im Betrieb versagen. Die Simulation liefert eine nachvollziehbare, rechnerische Grundlage für solche Entscheidungen. Am Ende steht ein vollständig bearbeitetes Bauteilprojekt, das den Weg von der ersten Modellvereinfachung bis zur begründeten Ergebnisinterpretation abbildet. Diese Arbeitsweise entspricht dem praktischen Vorgehen bei der anwendungsnahen Bauteilsimulation in Konstruktionsabteilungen.

Lernziele:

  • CAD-Bauteile für die Simulation sinnvoll vereinfachen und aufbereiten
  • Werkstoffkennwerte einem Simulationsmodell korrekt zuordnen
  • Ein Bauteil automatisiert und manuell vernetzen (Meshing)
  • Netzqualität beurteilen und bei Bedarf gezielt verfeinern
  • Lastfälle wie Kräfte, Drücke und Momente definieren
  • Lagerungen und Randbedingungen realitätsnah festlegen
  • Eine lineare statische Simulation durchführen
  • Spannungsergebnisse wie die Vergleichsspannung interpretieren
  • Verformungsergebnisse einordnen und mit Erwartungen abgleichen
  • Sicherheitsfaktoren aus den Simulationsergebnissen ableiten
  • Simulationsergebnisse auf Plausibilität prüfen und Fehlerquellen erkennen
  • Ein Bauteilprojekt von der Modellvorbereitung bis zur Ergebnisauswertung eigenständig bearbeiten

Zielgruppe & Voraussetzungen

Der Kurs richtet sich an CAD-Anwender:innen, die ihre Konstruktionskompetenz um die praktische Nutzung von Simulationswerkzeugen erweitern möchten.

  • CAD-Konstrukteur:innen mit Interesse an Bauteilsimulation
  • Techniker:innen, die Bauteile künftig rechnerisch statt nur erfahrungsbasiert auslegen
  • Berufserfahrene mit CAD-Grundlagen und Interesse an Technischer Mechanik
  • Mitarbeitende in Konstruktionsabteilungen mit Aufgaben in der Bauteilauslegung
  • Personen, die eine Ergänzung zu reiner Konstruktionskompetenz suchen
Voraussetzungen:

Grundlegende Kenntnisse in der 3D-CAD-Bauteilkonstruktion werden vorausgesetzt, da die Simulation direkt auf einem bereits modellierten Bauteil aufsetzt. Grundkenntnisse der Technischen Mechanik, etwa zu Kräften, Spannungen und Werkstoffverhalten, erleichtern das Verständnis der Simulationsergebnisse erheblich. Mathematisches Grundverständnis für den Umgang mit physikalischen Größen ist hilfreich. Sicherer Umgang mit komplexeren Softwareumgebungen wird erwartet.

Ablauf & Abschluss

Der Kurs verbindet kompakte fachliche Erklärungen zu Simulationsgrundlagen mit unmittelbarer praktischer Anwendung an eigenen Bauteilen. Jeder Simulationsschritt, von der Modellvorbereitung über die Vernetzung bis zur Ergebnisauswertung, wird zunächst kurz erklärt und anschließend selbstständig durchgeführt. Besonderer Wert liegt auf der kritischen Einordnung der Ergebnisse, damit Simulationsresultate nicht ungeprüft übernommen, sondern auf Plausibilität geprüft werden. Der Kursfortschritt orientiert sich am eigenen Simulationsprojekt jeder teilnehmenden Person.

Der Kurs ist kompakt über mehrere Wochen angelegt, wobei sich die genaue Dauer nach Lernformat und Vorkenntnissen richtet. Der Umfang orientiert sich an der vollständigen Bearbeitung eines Simulationsprojekts von der Modellvorbereitung bis zur Ergebnisinterpretation. Wer bereits Erfahrung in der Technischen Mechanik mitbringt, kann sich stärker auf die softwareseitige Umsetzung konzentrieren. Die zeitliche Planung wird zu Kursbeginn abgestimmt.

Der Kurs schließt mit einer trägerinternen Teilnahmebescheinigung ab, die die erworbenen Kenntnisse in der CAD-integrierten Bauteilsimulation dokumentiert. Es handelt sich um einen qualifizierten Nachweis des Kursanbieters, keine akademische oder herstellerseitige Prüfung. Das im Kurs bearbeitete Simulationsprojekt mit Ergebnisauswertung eignet sich als Arbeitsprobe für Bewerbungen in Konstruktions- und Entwicklungsabteilungen. Für tiefergehende Berechnungsaufgaben in spezialisierten Simulationsrollen sind weiterführende, akademisch ausgerichtete Qualifizierungen sinnvoll.

Nutzen & Perspektiven

Konstrukteur:innen, die ihre Bauteile zusätzlich simulieren können, sind in Entwicklungsabteilungen deutlich vielseitiger einsetzbar als reine CAD-Anwender:innen, weil sich Konstruktionsentscheidungen rechnerisch statt nur erfahrungsbasiert begründen lassen. Das schafft Vertrauen bei Kolleg:innen aus Berechnung und Qualitätssicherung, die auf nachvollziehbare Zahlen statt auf reine Erfahrungswerte angewiesen sind. Die im Kurs erworbene Fähigkeit, Simulationsergebnisse kritisch auf Plausibilität zu prüfen, schützt vor einem verbreiteten Anfängerfehler: dem ungeprüften Vertrauen in bunte Simulationsbilder, ohne die zugrunde liegenden Annahmen zu hinterfragen. Wer versteht, wie Netzqualität und Randbedingungen das Ergebnis beeinflussen, erkennt unplausible Berechnungen deutlich schneller. Da CAD-integrierte Simulationswerkzeuge in immer mehr Konstruktionsabteilungen zum Standardwerkzeug werden, erweitert diese Zusatzqualifikation die eigene Position im Team spürbar, ohne dass dafür ein separates Ingenieurstudium der Technischen Mechanik notwendig wäre. Gerade in kleineren Konstruktionsbüros, die sich keine eigene Berechnungsabteilung leisten, ist diese Doppelkompetenz aus Konstruktion und Simulation besonders gefragt.

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Arbeitsmarkt-Report

Konstruktion, CAD und industrielle Fertigung sind durchgehend gefragt — die Transformation Richtung E-Mobilität, Energietechnik und Industrie 4.0 schafft zusätzliche Spezialisten-Rollen. CAD-/Simulation-Software-Kenntnisse sind Türöffner.

Einstieg (0-2 J.):38.000–46.000 €
Mittel (3-7 J.):50.000–65.000 €
Senior (8+ J.):68.000–88.000 €

Offene Stellen

52.000+ bundesweit
Quellen: BA-Engpassanalyse, Statistisches Bundesamt, StepStone Gehaltsreport.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was bedeutet FEM in diesem Kurs?

FEM steht für die Finite-Elemente-Methode, ein Berechnungsverfahren, mit dem sich die Belastung von Bauteilen unter Kräften rechnerisch am 3D-Modell simulieren lässt. Der Kurs vermittelt die anwendungsorientierte Nutzung solcher CAD-integrierten Simulationswerkzeuge.

Werde ich zum Berechnungsingenieur beziehungsweise zur Berechnungsingenieurin ausgebildet?

Nein, der Kurs richtet sich an Anwender:innen, die Simulationswerkzeuge praktisch nutzen und Ergebnisse plausibel einordnen können. Eine vertiefte akademische Ausbildung in der Finite-Elemente-Theorie ersetzt der Kurs nicht.

Brauche ich CAD-Vorkenntnisse für diesen Kurs?

Ja, grundlegende Kenntnisse in der 3D-CAD-Bauteilkonstruktion werden vorausgesetzt, da die Simulation direkt auf einem bereits modellierten Bauteil aufsetzt.

Welche Ergebnisse liefert eine solche Simulation?

Typische Ergebnisse sind Spannungsverteilungen, Verformungen und daraus abgeleitete Sicherheitsfaktoren, mit denen sich einschätzen lässt, ob ein Bauteil einer definierten Belastung standhält.

Ist der Kurs auf ein bestimmtes CAD-System festgelegt?

Der Kurs vermittelt die grundlegende Arbeitsweise CAD-integrierter Simulationswerkzeuge, wie sie in mehreren gängigen 3D-CAD-Systemen in ähnlicher Form vorhanden sind.