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SPS-Kurs Siemens S7 im TIA Portal

Grundlegende SPS-Programmierung mit Siemens S7 im TIA Portal: KOP, FUP und SCL, Simulation mit PLCSIM und ein eigenes Praxisprojekt.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

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Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung

Wie lange dauert der Kurs?
Die Weiterbildung wird in Vollzeit durchgeführt und deckt den vollständigen Weg von den Grundlagen der SPS-Technik über die Programmierung in KOP, FUP und SCL bis zum eigenständigen Praxisprojekt ab. Der Vollzeitrahmen ermöglicht es, sowohl die drei Programmiersprachen als auch die Simulations-… Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Zum Abschluss dieses Kurses liegen keine Angaben zu einer offiziellen Abschlussbezeichnung vor. Die Teilnahme wird üblicherweise durch eine trägerinterne Bescheinigung dokumentiert, die die erworbenen Kenntnisse in der SPS-Programmierung mit dem TIA Portal nachweist. Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Der Kurs setzt einen technischen Ausbildungs- oder Studienhintergrund voraus, wie er bei Diplomingenieurinnen und -ingenieuren, Konstrukteurinnen und Konstrukteuren, Technikerinnen und Technikern, technischen Zeichnerinnen und Zeichnern, Produktdesignerinnen und -designern, Werkzeugmacherinnen und… Details

Worum geht es in diesem Kurs?

Dieser Kurs vermittelt den Einstieg in die speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) auf Basis von Siemens S7 und dem TIA Portal. Im Mittelpunkt steht die Fähigkeit, Steuerungsprogramme in den gängigen Programmiersprachen KOP, FUP und SCL selbstständig zu erstellen, zu simulieren und in ein reales Automatisierungsprojekt zu überführen. Der Kurs schließt mit einer eigenständigen Praxisaufgabe, in der die Teilnehmenden eine Automatisierungsaufgabe von der Planung bis zur Präsentation umsetzen.

Was lernst du in diesem Kurs?

Der erste Themenblock führt in die Grundlagen der Automatisierung mit Siemens S7 und das TIA Portal als zentrales Engineering-Werkzeug ein.

  • Überblick über Automatisierungssysteme mit Siemens S7
  • Aufbau und Funktion von SPS-Steuerungen im industriellen Umfeld
  • Grundlagen des TIA Portals und der Projektorganisation
  • Kommunikation zwischen Steuerung, Sensorik und Aktorik
  • Hardwarekonfiguration und Geräteparametrierung
  • Sicherheits- und Diagnosefunktionen von Automatisierungssystemen
  • Projektvorbereitung und strukturierte Datenverwaltung

Der zweite Block widmet sich der eigentlichen Steuerungsprogrammierung und deckt die drei im TIA Portal gängigen Programmiersprachen ab.

  • Erstellung von Steuerungsprogrammen in Kontaktplan (KOP), Funktionsplan (FUP) und der strukturierten Textsprache SCL
  • Nutzung von Funktions- und Datenbausteinen zur Modularisierung
  • Arbeiten mit Timern, Zählern und Analogwertverarbeitung
  • Simulation und Test von Programmen mit PLCSIM vor der realen Inbetriebnahme
  • Integration von HMI-Bedienoberflächen in das Steuerungsprojekt
  • Prozessüberwachung und systematische Fehlerdiagnose
  • Dokumentation und Optimierung fertiger Steuerungsprogramme

Der dritte Block bündelt das erworbene Wissen im Praxisprojekt, in dem eine reale Automatisierungsaufgabe eigenständig umgesetzt wird.

  • Auswahl und Konzeption einer realen Automatisierungsaufgabe
  • Umsetzung der Steuerungslogik im TIA Portal
  • Simulation der Lösung mit PLCSIM vor der Präsentation
  • Test und schrittweise Verfeinerung des Programms
  • Präsentation der Ergebnisse vor der Gruppe
  • Abschlussbesprechung und strukturiertes Feedback

Ergänzend vertiefen praktische Übungsaufgaben die zentralen Programmierkonzepte an konkreten Beispielen aus der Automatisierungstechnik.

  • Konfiguration einer S7-Hardwarestation im TIA Portal
  • Programmierung einer einfachen Ablaufsteuerung in KOP
  • Umsetzung derselben Logik alternativ in FUP zum Sprachvergleich
  • Erste Schritte in SCL anhand einer strukturierten Rechenaufgabe
  • Einsatz von Timern für zeitgesteuerte Prozessabläufe
  • Einsatz von Zählern für ereignisgesteuerte Abläufe
  • Verarbeitung von Analogwerten aus einem simulierten Sensor
  • Aufbau eines Funktionsbausteins für eine wiederkehrende Teilaufgabe
  • Simulation eines vollständigen Programms mit PLCSIM
  • Anbindung einer einfachen HMI-Oberfläche an das Steuerungsprogramm
  • Systematische Fehlersuche in einem vorbereiteten fehlerhaften Programm
  • Dokumentation eines fertigen Steuerungsprogramms nach nachvollziehbaren Standards
  • Vergleich von KOP, FUP und SCL anhand derselben Beispielaufgabe zur Einschätzung, welche Sprache für welche Problemstellung besser geeignet ist
  • Aufbau einer kleinen Bibliothek wiederverwendbarer Funktionsbausteine für typische Teilaufgaben

Der Aufbau des Kurses folgt bewusst dem realen Arbeitsablauf in der Automatisierungstechnik: von der Konfiguration der Hardware über die Programmierung in verschiedenen Sprachen bis zur Simulation und dem Test vor der eigentlichen Inbetriebnahme. Diese Reihenfolge spiegelt wider, wie SPS-Projekte in der betrieblichen Praxis tatsächlich entstehen. Wer die Reihenfolge einmal in dieser Form durchlaufen hat, überträgt sie später auf eigene Projekte, auch wenn die konkrete Aufgabenstellung eine andere ist. Besonderen Wert legt der Kurs auf die Parallelität der drei Programmiersprachen KOP, FUP und SCL. Da unterschiedliche Unternehmen und Projekte unterschiedliche Sprachpräferenzen haben, verschafft die Beherrschung aller drei Varianten eine deutlich größere Flexibilität im späteren Berufsalltag als die Beschränkung auf eine einzelne Sprache. Gerade der direkte Vergleich derselben Aufgabe in KOP, FUP und SCL macht deutlich, wo grafische Sprachen ihre Stärken bei der Übersichtlichkeit ausspielen und wo die textuelle Sprache SCL bei komplexeren Berechnungen und Datenstrukturen im Vorteil ist – ein Verständnis, das in der Praxis hilft, für neue Aufgaben die passende Sprache zu wählen, statt sich ungeprüft auf eine einzige festzulegen.

Lernziele:

  • Aufbau und Funktionsweise von Automatisierungssystemen mit Siemens S7 verstehen
  • Struktur und Arbeitsweise von SPS-Steuerungen im industriellen Kontext einordnen
  • Das TIA Portal für Projektorganisation und Programmierung sicher bedienen
  • Kommunikation zwischen Steuerung, Sensorik und Aktorik nachvollziehen und konfigurieren
  • Hardwarekonfiguration und Geräteparametrierung im TIA Portal durchführen
  • Sicherheits- und Diagnosefunktionen von SPS-Systemen anwenden
  • Steuerungsprogramme in den Sprachen KOP, FUP und SCL erstellen
  • Funktions- und Datenbausteine zur Strukturierung von Programmen einsetzen
  • Timer, Zähler und Analogwerte in Steuerungsprogrammen verarbeiten
  • Programme mit PLCSIM simulieren und vor der Inbetriebnahme testen
  • HMI-Bedienoberflächen in Automatisierungsprojekte integrieren
  • Prozessüberwachung, Fehlerdiagnose und Programmoptimierung eigenständig durchführen

Für wen ist der Kurs geeignet?

Der Kurs richtet sich an technisch vorgebildete Personen, die in die SPS-Programmierung mit Siemens S7 einsteigen oder ihr bestehendes Wissen strukturiert auffrischen möchten. Er eignet sich sowohl für den Direkteinstieg als auch als Grundlage für spätere Spezialisierungen in der Automatisierungstechnik.

  • Diplomingenieurinnen und -ingenieure mit Interesse an Automatisierungstechnik
  • Konstrukteurinnen und Konstrukteure, die SPS-Kenntnisse ergänzen möchten
  • Techniker:innen und technische Zeichner:innen mit Bezug zur industriellen Steuerungstechnik
  • Produktdesigner:innen und Werkzeugmacher:innen mit technischem Hintergrund
  • Industriemechaniker:innen und Fachkräfte aus verwandten technischen Branchen
Voraussetzungen:

Der Kurs setzt einen technischen Ausbildungs- oder Studienhintergrund voraus, wie er bei Diplomingenieurinnen und -ingenieuren, Konstrukteurinnen und Konstrukteuren, Technikerinnen und Technikern, technischen Zeichnerinnen und Zeichnern, Produktdesignerinnen und -designern, Werkzeugmacherinnen und Werkzeugmachern sowie Industriemechanikerinnen und Industriemechanikern typischerweise vorhanden ist. Grundlegendes technisches Verständnis für elektrische und mechanische Zusammenhänge erleichtert den Einstieg in die Steuerungsprogrammierung.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Der Kurs findet im Combined-Learning-Format in Vollzeit statt und verbindet Theorieeinheiten zum TIA Portal mit unmittelbarer praktischer Umsetzung an der Steuerungssoftware. Programmieraufgaben werden direkt im TIA Portal bearbeitet und mit PLCSIM simuliert, bevor sie im Praxisprojekt zu einer vollständigen Automatisierungslösung zusammengeführt werden. Diese enge Verzahnung von Theorie, Simulation und Praxisprojekt zieht sich durch den gesamten Kursverlauf.

Die Weiterbildung wird in Vollzeit durchgeführt und deckt den vollständigen Weg von den Grundlagen der SPS-Technik über die Programmierung in KOP, FUP und SCL bis zum eigenständigen Praxisprojekt ab. Der Vollzeitrahmen ermöglicht es, sowohl die drei Programmiersprachen als auch die Simulations- und Diagnosewerkzeuge in ausreichender Tiefe zu behandeln.

Zum Abschluss dieses Kurses liegen keine Angaben zu einer offiziellen Abschlussbezeichnung vor. Die Teilnahme wird üblicherweise durch eine trägerinterne Bescheinigung dokumentiert, die die erworbenen Kenntnisse in der SPS-Programmierung mit dem TIA Portal nachweist.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Der praktische Mehrwert dieses Kurses liegt in der direkten Anwendbarkeit der vermittelten Fähigkeiten: Wer die Programmierung im TIA Portal in KOP, FUP und SCL beherrscht, kann in nahezu jedem Unternehmen mit Siemens-Automatisierungstechnik unmittelbar produktiv mitarbeiten, da diese Systeme in der deutschen Industrie weit verbreitet sind. Das eigenständige Praxisprojekt am Ende des Kurses schafft zudem ein konkretes, vorzeigbares Ergebnis, das über reines Theoriewissen hinausgeht. Die Teilnehmenden verlassen den Kurs nicht nur mit Kenntnissen über SPS-Programmierung, sondern mit der nachweisbaren Erfahrung, eine vollständige Automatisierungsaufgabe von der Konzeption bis zur Simulation eigenständig bewältigt zu haben. Für den beruflichen Werdegang bildet dieser Kurs zudem eine solide Grundlage für weiterführende Spezialisierungen in der Automatisierungstechnik, etwa in Richtung Elektroplanung, Inbetriebnahme oder komplexere Steuerungsarchitekturen, ohne dass eine bestimmte Richtung bereits festgelegt werden müsste. Wer nach dem Kurs bereits an konkreten Projekten mitarbeitet, profitiert davon, dass die vermittelten PLCSIM-Simulationen und die strukturierte Fehlerdiagnose typische Anfängerfehler in der Inbetriebnahme reduzieren – ein Aspekt, der in der betrieblichen Praxis unmittelbar Zeit und Kosten spart, weil Programme vor dem realen Einsatz an der Anlage bereits getestet und dokumentiert sind.

Welche Förderung passt zu dir?

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Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • SPS-Programmierer
  • Elektrokonstrukteur
  • Inbetriebnehmer
  • Anlagenfahrer
  • Automatisierungstechniker

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Programmiersprachen lerne ich im Kurs?

Sie lernen die drei im TIA Portal gängigen Sprachen Kontaktplan (KOP), Funktionsplan (FUP) und die strukturierte Textsprache SCL, jeweils anhand praktischer Übungen.

Brauche ich Programmiervorkenntnisse für die SPS-Programmierung?

Nein, die Programmierung im TIA Portal wird von Grund auf vermittelt. Vorausgesetzt wird ein technischer Ausbildungs- oder Studienhintergrund, etwa als Techniker:in, Konstrukteur:in oder Ingenieur:in.

Was beinhaltet das Praxisprojekt am Ende des Kurses?

Sie setzen eine reale Automatisierungsaufgabe eigenständig um, von der Konzeption über die Programmierung im TIA Portal bis zur Simulation mit PLCSIM und der abschließenden Präsentation.

Wird auch die Anbindung einer Bedienoberfläche behandelt?

Ja, die Integration von HMI-Bedienoberflächen in das Steuerungsprojekt ist Teil des zweiten Kursblocks zur Steuerungsprogrammierung.

Ist dieser Kurs auch für den Einstieg ohne EPLAN- oder CAD-Kenntnisse geeignet?

Ja, dieser Kurs konzentriert sich ausschließlich auf die SPS-Programmierung im TIA Portal ohne Elektroplanungs- oder CAD-Inhalte. Wer zusätzlich EPLAN und optionale CAD-Anwendungen lernen möchte, findet dies im weiterführenden SPS-Spezialist-Kurs.