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Agiles Projektmanagement: Scrum und Prince2 – Zertifizierung

Kombination aus Scrum-Rollen und -Events für die Teamebene mit Prince2-Prozessmodell für die Projektsteuerung auf Governance-Ebene.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

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Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Zertifikatsqualifizierung

Wie lange dauert der Kurs?
Die Weiterbildung deckt beide Themenfelder mit ausreichender Tiefe ab, sodass sowohl die agile Teamebene nach Scrum als auch die Steuerungsebene nach Prince2 praxisnah vermittelt werden. Der zeitliche Rahmen ist so bemessen, dass für Rollenverständnis, Prozesslogik und die Verbindung beider… Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Die Weiterbildung bereitet auf eine internationale Zertifizierung bei scrum.org vor und schließt zusätzlich mit einer trägerinternen Teilnahmebescheinigung zum agilen Projektmanagement ab. Die Scrum-Zertifizierung erfolgt extern über scrum.org und ist von der trägerinternen Bescheinigung zu… Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Vorausgesetzt werden die Fähigkeit, selbstständig und konzeptionell zu arbeiten, sowie sehr gute Deutschkenntnisse, da sowohl die Scrum-Methodik als auch die Prince2-Prozesslogik ein gutes Textverständnis für Rollen- und Prozessbeschreibungen erfordern. Erste Berührungspunkte mit Projektarbeit… Details

Worum geht es in diesem Kurs?

Viele Projekte scheitern nicht an der Idee, sondern an der Steuerung dazwischen - zu starr auf der einen Seite, zu unstrukturiert auf der anderen. Diese Weiterbildung verbindet zwei Ansätze, die in der Praxis oft als Gegensätze gehandelt werden: Scrum als leichtgewichtiges Rahmenwerk für die iterative Arbeit im Team und Prince2 als prozessorientiertes Steuerungsmodell für das Projekt als Ganzes. Wer beides versteht, kann einschätzen, wann ein Sprint-Rhythmus mit Product Owner und Retrospektiven sinnvoll ist und wann eine klare Phasenstruktur mit Lenkungsausschuss und Toleranzgrenzen gebraucht wird - und wie sich beides in hybriden Projektumgebungen kombinieren lässt.

Was lernst du in diesem Kurs?

Das erste Modul führt in die agile Arbeitsweise nach Scrum ein und vermittelt, wie Teams sich selbst organisieren und in kurzen Iterationen liefern.

  • Aufbau und Zusammenspiel der drei Scrum-Rollen
  • Ablauf von Sprint Planning, Daily, Review und Retrospektive
  • Führen und Priorisieren eines Product Backlogs
  • Schätzmethoden für Aufwände im Team
  • Umgang mit sich ändernden Anforderungen während eines Sprints
  • Einsatz von Burndown-Charts und Velocity zur Steuerung

Das zweite Modul widmet sich dem Prozessmodell von Prince2 und seiner Logik aus Prinzipien, Themen und Prozessen, die ein Projekt von der Idee bis zum Abschluss begleiten.

  • Die sieben Prinzipien als Grundlage jeder Prince2-Anwendung
  • Die sieben Themenfelder, etwa Business Case, Organisation und Risiko
  • Aufbau der Projektphasen mit definierten Entscheidungspunkten
  • Rolle und Verantwortung des Lenkungsausschusses
  • Erstellung zentraler Dokumente wie Business Case und Projektinitiierungsdokumentation
  • Steuerung über Toleranzgrenzen bei Zeit, Kosten, Umfang und Qualität

Das dritte Modul zeigt, wie sich beide Ansätze in hybriden Projektumgebungen verbinden lassen, statt sie gegeneinander auszuspielen.

  • Einordnung von Prince2 Agile als Verbindung beider Denkweisen
  • Auswahl des passenden Steuerungsgrads je nach Projektphase
  • Zusammenspiel von Lenkungsausschuss und Product Owner in der Praxis
  • Anpassung von Reporting und Eskalationswegen an agile Sprintzyklen
  • Umgang mit Toleranzgrenzen innerhalb eines Sprint-Rhythmus
  • Change-Management bei der Einführung hybrider Steuerungsmodelle

Der vierte Block vertieft die praktische Anwendung anhand konkreter Projektsituationen, in denen beide Rahmenwerke zusammenwirken.

  • Simulation eines vollständigen Sprintzyklus im Team
  • Aufbau eines Product Backlogs für ein Beispielprojekt
  • Ausarbeitung eines Business Case nach Prince2-Logik
  • Definition von Toleranzgrenzen für ein Beispielprojekt
  • Rollenspiel zwischen Lenkungsausschuss und Projektteam
  • Erstellung einer Phasenplanung mit Entscheidungspunkten
  • Bewertung von Projektrisiken nach dem Prince2-Themenfeld Risiko
  • Durchführung einer Retrospektive mit Ableitung konkreter Handlungsschritten
  • Abgleich von Reporting-Formaten zwischen agiler und klassischer Steuerung
  • Diskussion typischer Konfliktpunkte zwischen Sprint-Rhythmus und Phasenlogik
  • Erarbeitung eines Vorschlags für ein hybrides Steuerungsmodell im eigenen Arbeitsumfeld
  • Rückschau der eigenen Rolle in agilen wie in klassisch gesteuerten Projekten

Die Weiterbildung verzichtet bewusst darauf, Scrum und Prince2 als konkurrierende Methoden gegenüberzustellen. Stattdessen wird herausgearbeitet, auf welcher Ebene welches Modell seine Stärke ausspielt: Scrum auf der Ebene der täglichen Teamarbeit, Prince2 auf der Ebene der Projekt-Governance mit Lenkungsausschuss und Phasenentscheidungen. Am Ende der Weiterbildung können Teilnehmende selbst einschätzen, welches Steuerungsmodell für ein konkretes Projekt geeignet ist - oder wie sich beide zu einem hybriden Vorgehen verbinden lassen, wie es in vielen Unternehmen inzwischen gelebte Praxis ist.

Lernziele:

  • Die Rollen Product Owner, Scrum Master und Entwicklungsteam voneinander abgrenzen
  • Sprints planen, durchführen und mit Review sowie Retrospektive abschließen
  • Ein Product Backlog aufbauen und nach Wertbeitrag priorisieren
  • Agile Kennzahlen wie Burndown und Velocity zur Fortschrittskontrolle nutzen
  • Die sieben Prinzipien von Prince2 auf reale Projektsituationen anwenden
  • Die sieben Themenfelder von Prince2 als Steuerungsinstrumente einsetzen
  • Ein Prince2-Projekt in Phasen mit klaren Entscheidungspunkten strukturieren
  • Toleranzgrenzen für Zeit, Kosten und Qualität definieren und überwachen
  • Die Rolle des Lenkungsausschusses im Prince2-Modell einordnen
  • Agile Arbeitsweisen innerhalb eines Prince2-Rahmens kombinieren (Prince2 Agile)
  • Projektdokumente wie Business Case und Project Initiation Document erstellen
  • Chancen und Risiken in agilen wie in klassisch gesteuerten Projekten bewerten

Für wen ist der Kurs geeignet?

Die Weiterbildung richtet sich an Personen mit bestehender Berufserfahrung im Projektumfeld, die ihre Kenntnisse um fundierte agile und klassische Steuerungsmethoden erweitern möchten.

  • Projektmitarbeitende, die in Richtung Projektleitung oder Scrum Master gehen möchten
  • Personen mit Erfahrung in klassischer Projektarbeit, die agile Methoden ergänzen wollen
  • Fachkräfte, die in Unternehmen mit hybrider Projektsteuerung arbeiten oder arbeiten wollen
  • Quereinsteigende mit organisatorischem Geschick und Interesse an Projektmanagement
  • Personen, die sich auf eine Rolle als Product Owner oder Prince2-Projektleitung vorbereiten möchten
Voraussetzungen:

Vorausgesetzt werden die Fähigkeit, selbstständig und konzeptionell zu arbeiten, sowie sehr gute Deutschkenntnisse, da sowohl die Scrum-Methodik als auch die Prince2-Prozesslogik ein gutes Textverständnis für Rollen- und Prozessbeschreibungen erfordern. Erste Berührungspunkte mit Projektarbeit sind hilfreich, aber keine formale Bedingung für die Teilnahme. Ein sicherer Umgang mit gängiger Bürosoftware wird für die Bearbeitung der Projektdokumente vorausgesetzt.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Die beiden Themenblöcke werden nacheinander aufgebaut: Zunächst wird die agile Arbeitsweise im Team anhand simulierter Sprints erprobt, anschließend die Prozesslogik von Prince2 anhand von Fallbeispielen und Dokumentenvorlagen erarbeitet. Rollenspiele zwischen Lenkungsausschuss, Product Owner und Projektteam verdeutlichen, wie Entscheidungswege in beiden Modellen tatsächlich verlaufen, während begleitende Übungsaufgaben das selbstständige Erstellen von Backlogs und Projektdokumenten stärken.

Die Weiterbildung deckt beide Themenfelder mit ausreichender Tiefe ab, sodass sowohl die agile Teamebene nach Scrum als auch die Steuerungsebene nach Prince2 praxisnah vermittelt werden. Der zeitliche Rahmen ist so bemessen, dass für Rollenverständnis, Prozesslogik und die Verbindung beider Ansätze im hybriden Modell genügend Raum bleibt.

Die Weiterbildung bereitet auf eine internationale Zertifizierung bei scrum.org vor und schließt zusätzlich mit einer trägerinternen Teilnahmebescheinigung zum agilen Projektmanagement ab. Die Scrum-Zertifizierung erfolgt extern über scrum.org und ist von der trägerinternen Bescheinigung zu unterscheiden, die die Kursteilnahme insgesamt dokumentiert.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Wer diese Weiterbildung abschließt, verfügt über ein Steuerungsverständnis, das in der Praxis selten in dieser Kombination vermittelt wird. Statt sich für eine Methodik zu entscheiden, lernen Teilnehmende, beide Denkweisen situativ einzusetzen - je nachdem, ob ein Team kurzfristig auf sich ändernde Anforderungen reagieren muss oder ein Lenkungsausschuss eine verlässliche Phasenplanung mit klaren Entscheidungspunkten erwartet. Besonders wertvoll ist die Fähigkeit, zwischen den Sprachwelten beider Modelle zu vermitteln: Wo ein Scrum-Team von Sprints und Retrospektiven spricht, denkt ein Lenkungsausschuss in Toleranzgrenzen und Business Case. Diese Übersetzungsleistung wird in Unternehmen mit gewachsenen, oft hybriden Projektstrukturen zunehmend gebraucht. Für den weiteren beruflichen Weg eröffnet diese Kombination Perspektiven als Scrum Master, als Projektleitung im Prince2-Umfeld oder in Positionen, die beide Steuerungsebenen zusammenführen müssen - etwa als Program Manager in Organisationen, die agile Teams in ein klassisch strukturiertes Projektportfolio einbetten.

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Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Scrum Master
  • Projektmanager/in
  • IT-Projektleiter/in
  • Product Owner
  • Prince2-Projektleitung
  • Program Manager

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie unterscheiden sich Scrum und Prince2 in dieser Weiterbildung?

Scrum vermittelt die agile Arbeitsweise im Team mit Sprints, Rollen und Retrospektiven, während Prince2 ein Prozessmodell für die Projektsteuerung auf Phasen- und Governance-Ebene liefert. Beide Ansätze werden getrennt aufgebaut und anschließend im hybriden Modell zusammengeführt.

Brauche ich bereits Projekterfahrung für die Teilnahme?

Erste Berührungspunkte mit Projektarbeit sind hilfreich, aber keine formale Voraussetzung. Vorausgesetzt werden die Fähigkeit zu selbstständigem, konzeptionellem Arbeiten und sehr gute Deutschkenntnisse.

Welche Zertifizierung erhalte ich am Ende?

Die Weiterbildung bereitet auf eine internationale Zertifizierung bei scrum.org vor und schließt zusätzlich mit einer trägerinternen Teilnahmebescheinigung zum agilen Projektmanagement ab.

Was bedeutet Prince2 Agile im Rahmen dieser Weiterbildung?

Prince2 Agile bezeichnet die Verbindung des Prince2-Prozessmodells mit agilen Arbeitsweisen wie Scrum. Im Kurs wird gezeigt, wie sich Sprint-Rhythmus und Prince2-Phasenlogik in hybriden Projektumgebungen kombinieren lassen.

Für welche Rollen bereitet die Weiterbildung vor?

Typische Anschlussrollen sind Scrum Master, Product Owner sowie Projektleitung im Prince2-Umfeld, außerdem Positionen, die agile Teams in klassisch strukturierte Projektportfolios einbinden.