Drehmomentwerkzeuge prüfen: Befähigte Person – Weiterbildung
Qualifizierung zur befähigten Person: Drehmomentwerkzeuge normgerecht nach DIN EN ISO 6789 prüfen, kalibrieren und dokumentieren.
Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:
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Kurzantworten zum Kurs
Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung
- Wie lange dauert der Kurs?
- Die Qualifizierung gliedert sich in vier aufeinander aufbauende Themenblöcke – rechtliche Grundlagen, Werkzeugtechnik, Prüfung nach DIN EN ISO 6789 sowie Dokumentation – ergänzt durch einen umfangreichen Praxisteil mit einer vollständigen Beispielprüfung. Das Seminar wird in Vollzeit durchgeführt. Details
- Welcher Abschluss ist vorgesehen?
- Die Qualifizierung schließt mit einer internen Prüfung ab, die aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil besteht. Bei erfolgreichem Abschluss erhalten Teilnehmende ein Zertifikat als befähigte Person zum Prüfen von Drehmomentwerkzeugen, das die Berechtigung zur eigenverantwortlichen… Details
- Welche Voraussetzungen gelten?
- Für die Teilnahme wird eine abgeschlossene Berufsausbildung oder vergleichbare Kenntnisse im technischen Bereich vorausgesetzt. Ein grundlegendes Verständnis für mechanische Werkzeuge und technische Messverfahren ist hilfreich. Spezielle Vorkenntnisse in der Prüfung von Drehmomentwerkzeugen sind… Details
Worum geht es in diesem Kurs?
Diese Qualifizierung bereitet auf die Rolle der befähigten Person zum Prüfen von Drehmomentwerkzeugen vor, wie sie für gewerblich genutzte Drehmomentschlüssel und vergleichbare Werkzeuge im Betrieb benötigt wird. Ausgehend von den rechtlichen Grundlagen und dem Sinn und Zweck von Drehmomentwerkzeugen vermittelt der Kurs Aufbau, Konstruktion und sachgerechte Handhabung unterschiedlicher Werkzeugtypen sowie die konkrete Prüfung und Kalibrierung nach DIN EN ISO 6789. Ergänzt wird dies um die korrekte Dokumentation von Prüfungen, sodass Teilnehmende nach Abschluss in der Lage sind, Drehmomentwerkzeuge im eigenen Betrieb eigenverantwortlich und normgerecht zu prüfen.
Was lernst du in diesem Kurs?
Block 1: Rechtliche Grundlagen und Rolle der befähigten Person Der erste Block klärt den rechtlichen Rahmen, innerhalb dessen die Prüfung von Drehmomentwerkzeugen im Betrieb stattfindet.
- Rechtliche Grundlagen für die Prüfung gewerblich genutzter Arbeitsmittel
- Begriff und Anforderungen an die befähigte bzw. sachkundige Person
- Verantwortlichkeiten der befähigten Person im Betrieb
- Abgrenzung der Prüfaufgabe von Herstellerkalibrierungen
- Konsequenzen fehlender oder mangelhafter Prüfungen
- Einordnung der Prüfpflicht in den betrieblichen Arbeitsschutz
- Zusammenspiel von Prüfpflicht, Herstellervorgaben und betrieblicher Organisation
Block 2: Aufbau, Konstruktion und Handhabung von Drehmomentwerkzeugen Der zweite Block vermittelt das technische Grundverständnis, das für eine sachgerechte Prüfung notwendig ist.
- Sinn und Zweck von Drehmomentwerkzeugen im industriellen Einsatz
- Aufbau und Konstruktion unterschiedlicher Drehmomentschlüssel-Typen
- Funktionsweise signalgebender, anzeigender und auslösender Werkzeuge
- Sachgerechte Handhabung im täglichen Arbeitseinsatz
- Typische Verschleiß- und Beschädigungserscheinungen
- Auswirkungen unsachgemäßer Nutzung auf die Messgenauigkeit
Block 3: Prüfung und Kalibrierung nach DIN EN ISO 6789 Der dritte Block bildet den fachlichen Kern der Qualifizierung: die konkrete Prüfung und Kalibrierung nach der einschlägigen Norm.
- Anforderungen der Norm DIN EN ISO 6789 an Drehmomentwerkzeuge
- Genauigkeitsklassen und ihre Bedeutung für die Prüfung
- Ablauf einer normgerechten Prüfung Schritt für Schritt
- Einsatz von Prüf- und Kalibriergeräten für Drehmomentwerkzeuge
- Festlegung sachgerechter Prüf- und Kalibrierintervalle
- Umgang mit Werkzeugen außerhalb der zulässigen Toleranz
Block 4: Dokumentation und praktische Umsetzung im Betrieb Der vierte Block überträgt die fachlichen Inhalte auf die praktische, dokumentierte Umsetzung im betrieblichen Alltag.
- Normgerechte Dokumentation von Prüf- und Kalibrierergebnissen
- Aufbau eines nachvollziehbaren Prüfprotokolls
- Kennzeichnung geprüfter Werkzeuge im Betrieb
- Organisation wiederkehrender Prüfungen im Betriebsalltag
- Kommunikation von Prüfergebnissen an Werkzeugverantwortliche
- Umgang mit Werkzeugen, die aus der Prüfung fallen
Praxisteil – Eine Drehmomentwerkzeug-Prüfung eigenständig durchführen
- Sichtprüfung eines Beispiel-Drehmomentwerkzeugs auf äußere Mängel
- Einordnung des Werkzeugtyps und der zugehörigen Genauigkeitsklasse
- Vorbereitung des Prüf- und Kalibriergeräts für die Messung
- Durchführung einer normgerechten Prüfung nach DIN EN ISO 6789
- Bewertung der Messergebnisse hinsichtlich zulässiger Toleranzen
- Einordnung, ob eine Nachjustierung oder Kalibrierung erforderlich ist
- Dokumentation der Prüfung in einem strukturierten Prüfprotokoll
- Kennzeichnung des geprüften Werkzeugs mit Prüfdatum und Ergebnis
- Festlegung des nächsten fälligen Prüftermins
- Einordnung eines Werkzeugs mit festgestellter Abweichung
- Diskussion des weiteren Vorgehens bei mangelhaften Werkzeugen
- Zusammenfassung der Prüfung in einer abschließenden Übersicht
Die vier Themenblöcke führen von den rechtlichen Grundlagen über den technischen Aufbau von Drehmomentwerkzeugen und die normgerechte Prüfung nach DIN EN ISO 6789 bis zur dokumentierten Umsetzung im betrieblichen Alltag. Im Praxisteil führen Teilnehmende eine vollständige Prüfung an einem Beispielwerkzeug durch, von der ersten Sichtprüfung bis zur abschließenden Dokumentation, und erleben damit den gesamten Ablauf, wie er später als befähigte Person im eigenen Betrieb erwartet wird.
Lernziele:
- Rechtliche Grundlagen für die Prüfung gewerblich genutzter Drehmomentwerkzeuge einordnen
- Sinn und Zweck von Drehmomentwerkzeugen im industriellen Einsatz erklären
- Aufbau und Konstruktion unterschiedlicher Drehmomentwerkzeug-Typen unterscheiden
- Drehmomentwerkzeuge sachgerecht handhaben und einsetzen
- Anforderungen der Norm DIN EN ISO 6789 an Prüfung und Genauigkeit einordnen
- Drehmomentwerkzeuge systematisch auf ihren ordnungsgemäßen Zustand prüfen
- Kalibrierverfahren für Drehmomentwerkzeuge sachgerecht durchführen
- Prüfergebnisse normgerecht dokumentieren
- Prüfintervalle und Wiederkehrfristen für Drehmomentwerkzeuge festlegen
- Die Anforderungen an eine befähigte bzw. sachkundige Person erfüllen
- Abweichungen und Mängel an Drehmomentwerkzeugen erkennen und einordnen
- Eine eigenständige Prüfung eines Drehmomentwerkzeugs von der Sichtprüfung bis zur Dokumentation durchführen
Für wen ist der Kurs geeignet?
Der Kurs richtet sich an Personen, die zukünftig gewerblich genutzte Drehmomentwerkzeuge auf ihren ordnungsgemäßen Zustand prüfen sollen.
- Technische Fachkräfte, die im Betrieb für die Prüfung von Drehmomentwerkzeugen zuständig werden
- Qualitätsprüfer:innen, die ihre Prüfkompetenz auf Drehmomentwerkzeuge erweitern möchten
- Werkstattverantwortliche, die die Aufgabe der befähigten Person im eigenen Betrieb übernehmen
- Personen mit technischer Vorbildung, die eine anerkannte Zusatzqualifikation im Bereich Prüftechnik suchen
Für die Teilnahme wird eine abgeschlossene Berufsausbildung oder vergleichbare Kenntnisse im technischen Bereich vorausgesetzt. Ein grundlegendes Verständnis für mechanische Werkzeuge und technische Messverfahren ist hilfreich. Spezielle Vorkenntnisse in der Prüfung von Drehmomentwerkzeugen sind nicht erforderlich, da diese systematisch im Kurs aufgebaut werden.
Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?
Der Kurs verbindet die rechtlichen und normativen Grundlagen mit unmittelbarer praktischer Arbeit an Drehmomentwerkzeugen und Prüfgeräten. Jeder Prüfschritt wird zunächst fachlich erläutert und anschließend direkt an einem Beispielwerkzeug geübt, sodass Teilnehmende den vollständigen Prüfablauf mehrfach selbst durchführen. Der Kurs findet als Präsenzseminar in Vollzeit statt.
Die Qualifizierung gliedert sich in vier aufeinander aufbauende Themenblöcke – rechtliche Grundlagen, Werkzeugtechnik, Prüfung nach DIN EN ISO 6789 sowie Dokumentation – ergänzt durch einen umfangreichen Praxisteil mit einer vollständigen Beispielprüfung. Das Seminar wird in Vollzeit durchgeführt.
Die Qualifizierung schließt mit einer internen Prüfung ab, die aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil besteht. Bei erfolgreichem Abschluss erhalten Teilnehmende ein Zertifikat als befähigte Person zum Prüfen von Drehmomentwerkzeugen, das die Berechtigung zur eigenverantwortlichen Prüfung im Betrieb dokumentiert.
Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?
Der besondere Wert dieser Qualifizierung liegt darin, dass sie eine im Betrieb häufig unterschätzte, aber sicherheitsrelevante Aufgabe fundiert vermittelt: Fehlerhaft angezogene Verbindungen durch unzuverlässige Drehmomentwerkzeuge können zu ernsthaften technischen und sicherheitsrelevanten Problemen führen, von lockeren Verbindungen bis zu überlasteten Bauteilen. Wer die Qualifizierung zur befähigten Person abgeschlossen hat, kann diese Prüfaufgabe eigenverantwortlich im Betrieb übernehmen, statt auf externe Kalibrierdienste angewiesen zu sein. Das spart nicht nur Zeit und Kosten, sondern stellt auch sicher, dass Prüfintervalle zuverlässig eingehalten werden, weil die Kompetenz dafür direkt vor Ort vorhanden ist. Für Betriebe mit umfangreichem Werkzeugbestand ist eine intern ausgebildete befähigte Person zudem ein wichtiger Baustein der Rechtssicherheit: Im Falle einer Prüfung oder eines Schadensfalls lässt sich die ordnungsgemäße, dokumentierte Prüfung der eingesetzten Drehmomentwerkzeuge lückenlos nachweisen. Diese Nachweisbarkeit schützt nicht nur den Betrieb selbst, sondern auch die befähigte Person, die ihre Prüfentscheidungen jederzeit nachvollziehbar belegen kann.
Welche Förderung passt zu dir?
Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Berufswege prüfen
Zugeordnete Zielberufe
Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.
- Befähigte Person für Drehmomentwerkzeuge
- Sachkundiger für Drehmomentwerkzeuge
- Qualitätsprüfer/in
- Werkstattverantwortliche/r
Vor der Kurswahl klären
- Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
- Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
- Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?
Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.
Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was bedeutet "befähigte Person" in diesem Zusammenhang?
Eine befähigte Person verfügt über die fachliche Qualifikation, gewerblich genutzte Drehmomentwerkzeuge eigenverantwortlich und normgerecht zu prüfen. Der Kurs vermittelt genau diese rechtlichen, technischen und praktischen Kenntnisse.
Welche Norm steht im Mittelpunkt der Prüfung?
Im Zentrum steht DIN EN ISO 6789, die Anforderungen an Genauigkeit, Prüfung und Kalibrierung von Drehmomentwerkzeugen definiert. Teilnehmende lernen, wie sich eine Prüfung nach dieser Norm praktisch durchführen lässt.
Brauche ich Vorkenntnisse in der Werkzeugprüfung?
Nein, spezielle Vorkenntnisse in der Prüfung von Drehmomentwerkzeugen werden nicht vorausgesetzt. Erforderlich sind eine abgeschlossene Berufsausbildung oder vergleichbare technische Kenntnisse.
Wie ist der Praxisteil aufgebaut?
Teilnehmende führen eine vollständige Prüfung an einem Beispielwerkzeug durch, von der Sichtprüfung über die Messung mit dem Kalibriergerät bis zur normgerechten Dokumentation des Ergebnisses.
Welchen Abschluss erhalte ich am Ende?
Nach einer schriftlichen und praktischen internen Prüfung erhalten Sie ein Zertifikat als befähigte Person zum Prüfen von Drehmomentwerkzeugen.