Umschulung Immobilienkaufmann/-frau (IHK)
Vollständige Umschulung zum Immobilienkaufmann/zur Immobilienkauffrau (IHK) für Quereinsteigende ohne bisherige Branchenerfahrung: alle Ausbildungsinhalte von Grund auf.
Auf einen Blick
Überblick
Diese Umschulung baut den Beruf des Immobilienkaufmanns bzw. der Immobilienkauffrau vollständig von Grund auf auf und setzt, anders als eine Vorbereitung auf die Externenprüfung, keine bereits vorhandene mehrjährige Praxis in der Immobilienwirtschaft voraus. Sie eignet sich für Quereinsteigende, die sich neu in diesem Berufsfeld orientieren möchten, und deckt das gesamte Spektrum der Ausbildungsordnung ab: von der Wohnungseigentumsverwaltung über Vermietung und Maklergeschäft bis zu Bewertung, Finanzierung und den baurechtlichen Grundlagen. Ziel ist der vollwertige IHK-Abschluss als Immobilienkaufmann bzw. Immobilienkauffrau am Ende der Umschulung.
Angebote, Lernformen und Berufsperspektiven dieser Umschulung
Die folgenden Angaben stammen aus den diesem Kursprofil zugeordneten Bildungsangeboten. Sie zeigen, was wir erfasst haben — nicht zwingend den gesamten Markt; konkrete Preise und Termine können je Anbieter abweichen.
24
an 37 Standorten
40
diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
0
Termine werden anbieterabhängig veröffentlicht
bundesweit
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
IHK-Abschlussprüfung (Umschulung)
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein
Vermittelte Kompetenzen
- Wohnungseigentumsverwaltung
- Vermietung und Verwaltung
- Maklergeschäft
- Immobilienbewertung Grundlagen
- Baurecht Grundlagen
- Immobilienfinanzierung
- Vertragsrecht
Datenbasis: 40 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.09.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Der erste Block legt die Grundlagen der Immobilienwirtschaft und der Wohnungseigentumsverwaltung, einem zentralen Aufgabenfeld vieler Immobilienbetriebe.
- Aufbau und Akteure der Immobilienwirtschaft
- Grundlagen der Wohnungseigentumsverwaltung nach dem Wohnungseigentumsgesetz
- Aufgaben und Pflichten der Verwaltung gegenüber Eigentümergemeinschaften
- Einordnung von Instandhaltung und Instandsetzung von Wohnanlagen
- Betriebskostenabrechnung nach Verwaltungsgrundsätzen
- Kommunikation mit Eigentümergemeinschaften und Verwaltungsbeiräten
Der zweite Block behandelt Vermietung, Verwaltung und das Maklergeschäft als Kernaufgaben der Immobilienvermittlung.
- Vermietung und Verwaltung von Wohn- und Gewerbeimmobilien
- Ablauf des Maklergeschäfts von der Akquise bis zum Vertragsabschluss
- Erstellung von Exposés und Vermarktungsunterlagen
- Durchführung von Besichtigungen und Bonitätsprüfungen
- Grundzüge des Maklerrechts nach BGB
- Umgang mit Mietvertragsstörungen und Kündigungen
Der dritte Block vermittelt Bewertung, Finanzierung und die baurechtlichen Grundlagen, die für fundierte Immobilienentscheidungen nötig sind.
- Grundzüge anerkannter Wertermittlungsverfahren
- Einordnung von Finanzierungs- und Investitionsmodellen
- baurechtliche Grundlagen nach Baugesetzbuch und Baunutzungsverordnung
- Lesen und Nutzen von Grundbucheinträgen
- Grundzüge des Wohnungseigentums- und Mietrechts
- Zusammenhänge zwischen Lage, Bauzustand und Marktwert
Der vierte Block verbindet Betriebswirtschaft und Marketing mit der gezielten Vorbereitung auf die Abschlussprüfung.
- betriebswirtschaftliche Grundlagen für Immobilienunternehmen
- Marketing und Kundenkommunikation in der Immobilienwirtschaft
- Grundzüge des Facility Managements
- Vorbereitung auf die schriftliche IHK-Prüfung
- Anforderungen der praktischen und mündlichen Prüfungsteile
- Verknüpfung aller Ausbildungsinhalte in einem Abschlussprojekt
Der praktische Teil der Umschulung bildet typische Aufgaben eines Immobilienbetriebs vollständig ab, von der ersten Kundenanfrage bis zum unterschriftsreifen Vertrag.
- Bearbeitung eines Beispielfalls zur Betriebskostenabrechnung einer Eigentümergemeinschaft
- Erstellung eines vollständigen Exposés für ein Beispielobjekt
- Simulation eines Besichtigungstermins mit anschließender Kundendokumentation
- Bearbeitung eines Maklervertrags inklusive Provisionsberechnung
- Durchführung einer groben Wertermittlung für ein Beispielobjekt
- Prüfung eines Grundbuchauszugs auf relevante Eintragungen
- Bearbeitung eines Finanzierungsvergleichs für ein Beispielobjekt
- Bearbeitung eines baurechtlichen Fallbeispiels nach der Baunutzungsverordnung
- Erstellung eines Mietvertrags mit rechtssicheren Klauseln
- Bearbeitung eines Falls zu Mietrückständen und Kündigung
- Aufbau eines vollständigen Vermarktungskonzepts für ein Beispielobjekt
- Durchführung eines Abschlussprojekts, das mehrere Ausbildungsinhalte miteinander verbindet
- Bearbeitung eines vollständigen Verwaltungsjahres für ein Beispielobjekt von der Abrechnung bis zur Eigentümerversammlung
- Aufbau eines Vergleichsportfolios mehrerer Beispielobjekte zur Übung der Wertermittlung
Anders als eine Vorbereitung auf die Externenprüfung, die auf bereits vorhandener Praxis aufbaut, deckt diese Umschulung das gesamte Themenspektrum der Ausbildungsordnung von Grund auf ab. Das macht sie zeitlich aufwendiger, aber auch für Personen zugänglich, die bislang keinen Bezug zur Immobilienwirtschaft hatten und sich diesen Berufszweig bewusst neu erschließen wollen. Die vier Themenblöcke bauen so aufeinander auf, dass am Ende ein zusammenhängendes Bild des Berufs entsteht, das von der Wohnungseigentumsverwaltung bis zur Immobilienfinanzierung reicht, statt nur einzelne, voneinander losgelöste Fertigkeiten zu vermitteln.
Lernziele:
- Grundlagen der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft einordnen
- Miet- und Verwaltungsverhältnisse für Wohn- und Gewerbeimmobilien betreuen
- Aufgaben der Wohnungseigentumsverwaltung nach dem Wohnungseigentumsgesetz wahrnehmen
- Immobilien vermitteln und Maklergeschäfte von der Akquise bis zum Abschluss begleiten
- Immobilien anhand anerkannter Verfahren grob bewerten
- Finanzierungs- und Investitionsgrundlagen für Immobiliengeschäfte einordnen
- baurechtliche Grundlagen nach Baugesetzbuch und Baunutzungsverordnung anwenden
- Grundbucheinträge lesen und für die eigene Arbeit nutzen
- Vermarktungsunterlagen für Immobilien erstellen
- vertragliche Grundlagen des Kauf-, Miet- und Maklerrechts anwenden
- betriebswirtschaftliche Grundlagen für Immobilienunternehmen anwenden
- sich strukturiert auf die IHK-Abschlussprüfung vorbereiten
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Umschulung richtet sich an Personen, die einen vollständigen, strukturierten Weg in die Immobilienwirtschaft suchen, ohne bereits einschlägige Berufserfahrung mitzubringen.
- Quereinsteigende ohne bisherige Erfahrung in der Immobilienwirtschaft, die einen vollständigen Berufseinstieg suchen
- Berufserfahrene aus anderen kaufmännischen Bereichen, die sich auf die Immobilienbranche umorientieren möchten
- Arbeitsuchende, die sich für einen anerkannten Ausbildungsabschluss in einem breiten Berufsfeld qualifizieren möchten
- Personen, die einen strukturierten Weg zum IHK-Abschluss ohne bisherige Branchenerfahrung suchen
Anders als eine Vorbereitung auf die Externenprüfung setzt diese Umschulung keine bereits vorhandene mehrjährige Praxis in der Immobilienwirtschaft voraus. Vorausgesetzt werden grundlegende PC- und Deutschkenntnisse sowie Interesse an wirtschaftlichen und rechtlichen Zusammenhängen rund um Immobilien. Die im Rahmen der Umschulung vermittelten praktischen Anteile bauen die für die Abschlussprüfung nötige Praxisnähe systematisch mit auf.
Ablauf & Abschluss
Die Umschulung verbindet theoretischen Unterricht mit praktischen Übungsanteilen und, je nach Bildungsträger, Praxisphasen in Immobilienunternehmen, sodass am Ende sowohl Fachwissen als auch Praxisnähe vorhanden sind. Die vier Themenblöcke werden nacheinander erarbeitet und im abschließenden Praxisprojekt zusammengeführt.
Als vollständige Umschulung zu einem dreijährigen anerkannten Ausbildungsberuf ist von einem deutlich längeren Zeitraum auszugehen als bei einer reinen Prüfungsvorbereitung für Personen mit bereits vorhandener Praxis. Form und genauer Umfang, etwa Vollzeit oder Teilzeit, variieren je nach Bildungsträger und individueller Ausgangslage der Teilnehmenden.
Die Umschulung bereitet auf die IHK-Abschlussprüfung zum Immobilienkaufmann bzw. zur Immobilienkauffrau vor. Wer diese Prüfung erfolgreich besteht, erhält den vollwertigen, staatlich anerkannten Ausbildungsabschluss, unabhängig davon, dass keine reguläre duale Ausbildung durchlaufen wurde.
Nutzen & Perspektiven
Die Immobilienwirtschaft deckt ein breites Aufgabenspektrum ab, von der Hausverwaltung über die Vermittlung bis zur Finanzierungsberatung. Eine vollständige Umschulung vermittelt genau dieses breite Fundament, statt sich auf einen einzelnen Teilbereich zu beschränken, und eröffnet damit mehrere mögliche Einsatzfelder gleichzeitig. Für Quereinsteigende ohne bisherige Branchenerfahrung ist der anerkannte Berufsabschluss oft die Voraussetzung dafür, überhaupt als vollwertige Fachkraft und nicht nur als Aushilfe eingestellt zu werden, da die Immobilienwirtschaft rechtlich und wirtschaftlich anspruchsvolle Aufgaben mit entsprechender Verantwortung verbindet. Ohne einen solchen Nachweis bleibt der Zugang zu verantwortungsvolleren Positionen häufig versperrt, selbst wenn praktisches Geschick bereits vorhanden ist. Da die Umschulung alle Bereiche der Ausbildungsordnung abdeckt, bleibt der Weg nach dem Abschluss offen: Absolventinnen und Absolventen können sich je nach Interesse später auf Verwaltung, Vermittlung oder Bewertung spezialisieren, ohne dass diese Entscheidung bereits zu Beginn der Umschulung feststehen muss. Diese Offenheit unterscheidet die Umschulung von engeren Einzelqualifikationen, die von vornherein nur einen Teilbereich der Immobilienwirtschaft abdecken.
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Zielberufe
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten.
- Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau
- Immobilienverwalter:in
- Property Manager
- Maklerassistenz
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich bereits Erfahrung in der Immobilienbranche?
Nein, anders als bei einer Vorbereitung auf die Externenprüfung ist keine bereits vorhandene Praxis in der Immobilienwirtschaft erforderlich. Die Umschulung baut alle Inhalte von Grund auf auf.
Was unterscheidet die Umschulung von der Vorbereitung auf die Externenprüfung?
Die Umschulung deckt das gesamte Themenspektrum der Ausbildungsordnung ohne vorausgesetzte Praxis ab, während die Vorbereitungskurse auf bereits vorhandener mehrjähriger Berufserfahrung aufbauen.
Welche Themen umfasst die Umschulung?
Sie umfasst Wohnungseigentumsverwaltung, Vermietung und Maklergeschäft, Immobilienbewertung, Finanzierung, baurechtliche Grundlagen sowie Betriebswirtschaft und Marketing in der Immobilienwirtschaft.
Welchen Abschluss erhalte ich am Ende?
Bei erfolgreichem Bestehen der IHK-Abschlussprüfung erhalten Sie den vollwertigen, staatlich anerkannten Ausbildungsabschluss als Immobilienkaufmann bzw. Immobilienkauffrau.
Für wen eignet sich diese Umschulung besonders?
Sie eignet sich für Quereinsteigende ohne Branchenerfahrung sowie für Berufserfahrene aus anderen kaufmännischen Bereichen, die einen vollständigen, strukturierten Weg in die Immobilienwirtschaft suchen.