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Nachhaltigkeit im Einkauf: ESG-Kriterien Seminar

Seminar zur Integration von ESG-Kriterien in den Einkauf: LkSG, CSRD und Lieferantenbewertung für nachhaltige Beschaffungsprozesse.

Auf einen Blick

Dauer3 TageØ am Markt
FormatOnlineflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Nachhaltigkeit im Einkauf ist durch Gesetze wie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) und die CSRD-Berichtspflicht vom freiwilligen Zusatzthema zur harten geschäftlichen Notwendigkeit geworden. Dieses Seminar zeigt, wie ökologische, soziale und governance-bezogene Kriterien (ESG) systematisch in den Beschaffungsprozess integriert werden, ohne die Wirtschaftlichkeit aus dem Blick zu verlieren. Teilnehmende lernen, Nachhaltigkeit in der Lieferkette messbar zu machen, Risiken bei Lieferanten frühzeitig zu erkennen und Beschaffungsentscheidungen so zu treffen, dass Preis, Qualität und ESG-Kriterien gemeinsam bewertet werden. Der Fokus verschiebt sich dabei von der reinen Preisverhandlung hin zur aktiven Gestaltung nachhaltiger Wertschöpfungsketten.

Berufliche FachweiterbildungInhaltsstand 04.07.2026

Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen

Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.

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Anbieter

1

zu diesem Kurs erfasst

Angebote

44

diesem Kursprofil zugeordnete Angebote

Kommende Termine

0

an 9 erfassten Orten

Regionen

8 Bundesländer

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

Teilnahmebescheinigung

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz

Lernformen

  • Seminar82 %
  • Online-Seminar18 %

Zeitmodelle

  • Vollzeit100 %

Dauer im Markt

  • bis 3 Tage28×

Gemeldete Preisgruppen

  • 1.000–5.000 €28×

Häufige Kursorte

  • Düsseldorf
  • Hamburg
  • München
  • Potsdam
  • Berlin
  • Nürnberg

Bundesländer

  • Bayern
  • Nordrhein-Westfalen
  • Hamburg
  • Berlin
  • Brandenburg
  • Baden-Württemberg

Vermittelte Kompetenzen

  • LkSG
  • CSRD
  • EU-Taxonomie
  • Supplier Code of Conduct
  • Risikoanalyse Lieferkette
  • UN Global Compact
  • ESG-Kriterien
  • Lieferantenbewertung

Zugeordnete Zielberufe

  • Leiter/Leiterin des Einkaufs243.481 Stellen/12 Mon.
  • Industriemeister/Industriemeisterin - allgemein19.202 Stellen/12 Mon.
  • Fachkraft - Logistik/Materialwirtschaft1.490 Stellen/12 Mon.
  • Betriebswirt/Betriebswirtin (doppelt qualifizierende Ausbildung) für allgemeine Betriebswirtschaft957 Stellen/12 Mon.
  • ESG-Manager/ESG-Managerin50 Stellen/12 Mon.

Datenbasis: 44 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Modul 1 — Regulatorische Rahmenbedingungen und ESG-Grundlagen: Dieser Baustein schafft das rechtliche und begriffliche Fundament, auf dem alle weiteren operativen Schritte aufbauen.

  • Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG): Anforderungen, Fristen und Haftungsrisiken
  • CSRD und EU-Taxonomie: Welche Daten der Einkauf für die Nachhaltigkeitsberichterstattung liefern muss
  • Die drei Säulen der ESG (Environmental, Social, Governance) und ihre Kriterien je Warengruppe
  • UN Global Compact und OECD-Leitlinien als internationale Standards
  • Wesentlichkeitsanalyse zur Identifikation der wirkungsvollsten Einkaufshebel
  • Abgrenzung zwischen freiwilligen Nachhaltigkeitsinitiativen und gesetzlichen Pflichten

Modul 2 — Risikomanagement und Lieferantenbewertung: Sobald die regulatorischen Grundlagen stehen, geht es um die konkrete Bewertung und Steuerung von Lieferantenrisiken.

  • Systematische Risikoanalyse in der Lieferkette nach Regionen und Branchen (Hotspot-Identifikation)
  • Einführung eines Supplier Code of Conduct mit rechtlicher Bindung und ethischen Erwartungen
  • Gestaltung und Auswertung effizienter ESG-Self-Assessments für Lieferanten
  • Einordnung von Zertifikaten und Siegeln wie EcoVadis, Sedex und ISO 14001
  • Planung und Durchführung von Vor-Ort-Audits zu Arbeitsbedingungen und Umweltstandards
  • Priorisierung von Lieferanten nach Risikoklassen und Handlungsdringlichkeit

Modul 3 — Operative Integration in den Einkaufsprozess: Dieser Abschnitt überträgt ESG-Kriterien in die täglichen Einkaufsentscheidungen und Vertragsprozesse.

  • ESG als gewichtetes Vergabekriterium neben Preis und Qualität in Ausschreibungen verankern
  • Total Cost of Ownership (TCO) 2.0: Einpreisung von CO2-Abgaben und Entsorgungskosten
  • Nachhaltige Warengruppenstrategien und Verankerung der Kreislaufwirtschaft im Einkauf
  • Digitale Tools für Lieferanten-Monitoring und ESG-Reporting im Überblick
  • Vertragsgestaltung mit ESG-Klauseln und Kündigungsrechten bei Verstößen
  • Abgleich zwischen ESG-Zielen und bestehenden Einkaufsrichtlinien

Modul 4 — Lieferantenentwicklung und Change Management: Nachhaltiger Einkauf gelingt nur mit den Lieferanten, nicht gegen sie. Dieses Modul behandelt die Entwicklung von Partnerschaften und die interne Verankerung des Themas.

  • Von der Kontrolle zur Kooperation: Lieferanten aktiv bei der ESG-Transformation unterstützen
  • Innovations-Partnerschaften zur gemeinsamen Entwicklung CO2-optimierter Produkte und Verpackungen
  • Sensibilisierung und Schulung der eigenen Organisation für Greenwashing-Risiken
  • Incentive-Systeme wie Preferred-Supplier-Status für besonders nachhaltige Lieferanten
  • Aufbau eines Nachhaltigkeits-Dashboards mit relevanten KPIs für den Einkauf
  • Kommunikation von ESG-Fortschritten gegenüber Geschäftsführung und Fachabteilungen

Praxis-Block — Anwendungsübungen

  • Wesentlichkeitsanalyse für eine fiktive Warengruppe mit hohem ESG-Risiko durchführen
  • Risikoklassifizierung von Lieferländern anhand realer Kriterien vornehmen
  • Supplier Code of Conduct für ein Beispielunternehmen entwerfen
  • ESG-Self-Assessment-Fragebogen für eine Lieferantenkategorie erstellen
  • Auswertung eines EcoVadis-Ratings im Hinblick auf Handlungsbedarf simulieren
  • Ausschreibungsunterlagen mit gewichteten ESG-Kriterien überarbeiten
  • TCO-2.0-Berechnung inklusive CO2-Kosten für zwei Lieferantenangebote vergleichen
  • Vertragsklausel zu ESG-Verstößen und Kündigungsrechten formulieren
  • Innovations-Partnerschaft für ein CO2-reduziertes Verpackungskonzept skizzieren
  • KPI-Set für ein Nachhaltigkeits-Dashboard im Einkauf zusammenstellen
  • Kommunikationsplan zur internen Sensibilisierung gegen Greenwashing entwickeln
  • Rollenspiel: Lieferantengespräch zur ESG-Transformation vorbereiten und durchführen

Der rote Faden des Seminars führt von der gesetzlichen Pflicht über die Risikobewertung bis zur aktiven Zusammenarbeit mit Lieferanten. Damit wird deutlich, dass ESG im Einkauf nicht nur Compliance-Aufgabe ist, sondern zunehmend Wettbewerbsfaktor in der Lieferantenauswahl und -entwicklung wird. Teilnehmende verlassen das Seminar mit einem klaren Verständnis dafür, welche Daten und Nachweise sie für LkSG und CSRD liefern müssen, wie sie Risiken in ihrer eigenen Lieferkette einordnen und mit welchen Instrumenten sie Lieferanten zu Partnern einer glaubwürdigen Nachhaltigkeitsstrategie machen.

Lernziele:

  • Regulatorische Grundlagen des LkSG und der CSRD im Einkaufskontext einordnen
  • Anforderungen, Fristen und Haftungsrisiken des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes benennen
  • Berichtspflichten aus CSRD und EU-Taxonomie für den Einkauf ableiten
  • Die drei ESG-Säulen für unterschiedliche Warengruppen operationalisieren
  • UN Global Compact und OECD-Leitlinien als internationale Orientierung nutzen
  • Wesentlichkeitsanalysen durchführen, um die wirksamsten Einkaufshebel zu identifizieren
  • Risikoanalysen in der Lieferkette systematisch nach Regionen und Branchen durchführen
  • Einen Supplier Code of Conduct rechtlich und inhaltlich fundiert einführen
  • ESG-Self-Assessments und Lieferantenbefragungen effizient auswerten
  • Zertifikate wie EcoVadis, Sedex oder ISO 14001 zur Lieferantenvalidierung einordnen
  • ESG-Kriterien als gewichtetes Vergabekriterium in Ausschreibungen verankern
  • ESG-Klauseln und Kündigungsrechte vertraglich mit Lieferanten vereinbaren

Zielgruppe & Voraussetzungen

Das Seminar richtet sich an alle, die Nachhaltigkeitsziele operativ in Einkaufsentscheidungen umsetzen und dabei rechtliche wie wirtschaftliche Anforderungen im Blick behalten müssen. Vorkenntnisse zu ESG sind hilfreich, aber keine zwingende Voraussetzung.

  • Einkaufsleiterinnen und Einkaufsleiter mit strategischer Verantwortung
  • Sustainability Manager, die den Einkauf in ihre Nachhaltigkeitsstrategie einbinden
  • Compliance-Beauftragte mit Bezug zu Lieferkettenanforderungen
  • Strategische Einkäuferinnen und Einkäufer, die Ausschreibungen ESG-konform gestalten
  • Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer, die ESG-Ziele im Einkauf verantworten
Voraussetzungen:

Für die Teilnahme sind grundlegende Kenntnisse im Einkauf oder Supply Chain Management von Vorteil, da das Seminar auf bestehendem Beschaffungswissen aufbaut. Ein Verständnis betriebswirtschaftlicher Zusammenhänge, insbesondere zu Kosten- und Vertragsstrukturen, erleichtert die Einordnung der TCO- und Vertragsthemen. Vorerfahrung mit ESG-Themen ist hilfreich, wird aber nicht vorausgesetzt, da die regulatorischen Grundlagen im ersten Modul systematisch aufgebaut werden.

Ablauf & Abschluss

Das Seminar wird überwiegend in Präsenz durchgeführt, teilweise auch als Online-Seminar, sodass Teilnehmende ortsunabhängig teilnehmen können. Die Vollzeitorganisation ermöglicht eine kompakte, zusammenhängende Auseinandersetzung mit dem Thema innerhalb kurzer Zeit. Fachliche Inputs wechseln sich mit Fallübungen zu Risikoanalyse, Vertragsgestaltung und Lieferantenkommunikation ab, sodass die regulatorischen Anforderungen unmittelbar auf reale Einkaufssituationen übertragen werden.

Das Seminar wird in Vollzeit durchgeführt und ist als kompaktes Format konzipiert, das die zentralen ESG-Themen im Einkauf innerhalb weniger Tage vermittelt. Der modulare Aufbau von regulatorischen Grundlagen über Risikomanagement bis zur operativen Integration erlaubt eine zügige, aber vollständige Durcharbeitung des Themenfelds.

Zur Abschlussbezeichnung liegen keine spezifischen Angaben vor; die Teilnahme wird in der Regel mit einer Teilnahmebescheinigung dokumentiert. Der Fokus des Seminars liegt auf dem unmittelbaren Kompetenzaufbau für die tägliche Einkaufspraxis und weniger auf einer externen Zertifizierungsprüfung.

Nutzen & Perspektiven

Mit dem LkSG und der CSRD-Berichtspflicht ist ESG-Kompetenz im Einkauf vom Kür- zum Pflichtthema geworden. Unternehmen, die ihre Lieferketten nicht systematisch auf Nachhaltigkeitsrisiken prüfen, riskieren nicht nur Haftungsfragen, sondern auch Reputationsschäden und den Verlust wichtiger Geschäftsbeziehungen. Wer als Einkäuferin oder Einkäufer ESG-Kriterien souverän in Ausschreibungen, Lieferantenbewertung und Vertragsgestaltung integrieren kann, übernimmt eine Schlüsselrolle in der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens. Das Seminar vermittelt dafür ein durchgängiges Instrumentarium: von der Risikoanalyse über die Lieferantenbewertung mit anerkannten Zertifikaten wie EcoVadis oder ISO 14001 bis zur TCO-2.0-Berechnung, die Umweltkosten realistisch einpreist. Dieses Rüstzeug erlaubt es, Nachhaltigkeit nicht als zusätzliche Hürde, sondern als integralen Bestandteil wirtschaftlicher Einkaufsentscheidungen zu behandeln. Besonders wertvoll ist der Perspektivwechsel von der reinen Lieferantenkontrolle hin zur aktiven Lieferantenentwicklung. Wer Lieferanten als Partner für Innovationsprojekte und CO2-Reduktion gewinnt, statt sie nur zu auditieren, baut belastbarere und zugleich nachhaltigere Lieferketten auf — ein Vorteil, der sich langfristig sowohl in der Risikoreduktion als auch in der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens niederschlägt.

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Arbeitsmarkt-Report

Transport- und Logistik-Branche meldet seit Jahren akuten Fahrer- und Disponenten-Mangel. Berufskraftfahrer-Qualifikation (BKrFQG-Module) ist Pflicht; Logistik-Disposition und Lagerlogistik wachsen mit E-Commerce-Volumen stabil.

Einstieg (0-2 J.):28.000–36.000 €
Mittel (3-7 J.):36.000–48.000 €
Senior (8+ J.):52.000–68.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • Leiter/Leiterin des Einkaufs
    243.481 Stellen
  • Industriemeister/Industriemeisterin - allgemein
    19.202 Stellen
  • Fachkraft - Logistik/Materialwirtschaft
    1.490 Stellen
  • Betriebswirt/Betriebswirtin (doppelt qualifizierende Ausbildung) für allgemeine Betriebswirtschaft
    957 Stellen
  • ESG-Manager/ESG-Managerin
    50 Stellen

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche gesetzlichen Grundlagen behandelt das Seminar?

Im Mittelpunkt stehen das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) mit seinen Anforderungen und Haftungsrisiken sowie die CSRD-Berichtspflicht und die EU-Taxonomie, soweit sie den Einkauf betreffen.

Brauche ich Vorerfahrung mit ESG-Themen?

Nein, ESG-Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Grundkenntnisse im Einkauf oder Supply Chain Management sind hilfreich, da das Seminar auf bestehendem Beschaffungswissen aufbaut.

Wie werden Lieferanten im Seminar bewertet?

Behandelt werden ESG-Self-Assessments, anerkannte Zertifikate wie EcoVadis, Sedex und ISO 14001 sowie die Planung von Vor-Ort-Audits zu Arbeitsbedingungen und Umweltstandards.

Was ist mit TCO 2.0 gemeint?

Total Cost of Ownership 2.0 bezeichnet die erweiterte Kostenbetrachtung, die neben klassischen Beschaffungskosten auch CO2-Abgaben und Entsorgungskosten in die Einkaufsentscheidung einpreist.

Wie ist das Seminar organisiert?

Das Format ist überwiegend ein Präsenzseminar, teilweise auch als Online-Seminar verfügbar, und wird in Vollzeit als kompaktes Format durchgeführt.