Transport & Logistik
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Sachbearbeiter Speditionswesen – mit Zertifikat

Qualifizierung für Tätigkeiten in Spedition und Logistikdienstleistung: rechtliche Grundlagen, kaufmännische Abläufe, Digitalisierung und ein betriebliches Praktikum – Abschluss mit DEKRA-Zertifikat.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

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Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung

Wie lange dauert der Kurs?
Die Weiterbildung umfasst mehrere Monate und schließt die betriebliche Praktikumsphase ein. Der zeitliche Umfang ist auf die Breite der Lerninhalte abgestimmt: Transport- und Zollrecht, kaufmännische Speditionsabwicklung, digitale Kompetenz und betriebliche Praxis erfordern ausreichend Lernzeit… Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Der Kurs schließt mit dem Zertifikat der zuständige Prüforganisation als Sachbearbeiter/in im Speditionswesen (m/w/d) ab. Die zuständige Prüforganisation ist ein etablierter Weiterbildungsanbieter; ihr Zertifikat ist in der Logistik- und Speditionsbranche bekannt und wird als anerkannter… Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Vorausgesetzt wird ein Hauptschulabschluss oder ein vergleichbarer Schulabschluss. Ausreichende Deutschkenntnisse in Wort und Schrift sind notwendig und können entweder durch den Schulabschluss selbst oder durch einen Sprachnachweis auf dem Niveau GER B1 nachgewiesen werden. Grundlegende… Details

Worum geht es in diesem Kurs?

Der Kurs bereitet auf Sachbearbeitungstätigkeiten in Spedition und Logistikdienstleistung vor – einem Berufsfeld, das kaufmännisches Denken, rechtliches Grundwissen und Organisationsgeschick vereint. Im Mittelpunkt stehen das Speditions- und Transportrecht, die Grundlagen des Zollwesens, digitale Büroanwendungen und ein betriebliches Praktikum, das die Qualifizierung mit echter Praxiserfahrung verankert. Der Kurs richtet sich an Menschen, die einen klaren und strukturierten Einstieg in die Logistikbranche suchen – ohne vorherige Berufsausbildung im Speditionsbereich. Er schließt mit dem Zertifikat der zuständige Prüforganisation ab. Im Unterschied zum integrativ aufgestellten Logistikspezialist-Kurs liegt hier der Fokus spezifisch auf der Speditionsbranche: auf ihren rechtlichen Besonderheiten, ihrer Dokumentenwelt und dem kaufmännischen Tagesgeschäft im Speditionsbüro.

Was lernst du in diesem Kurs?

Modul 1 – Grundlagen des Speditionswesens und Transportrechts Das erste Modul legt das rechtliche und betriebliche Fundament für die Speditionssachbearbeitung. Wer Sendungen koordiniert, muss die Spielregeln des Transportmarktes kennen: Welche Pflichten treffen den Spediteur, welche den Frachtführer? Was gilt bei Schäden oder Verspätungen? Dieser Kursteil vermittelt die wesentlichen Antworten anhand typischer Fälle aus der Praxis.

  • Aufgaben und Funktionen des Spediteurs im Güterverkehr
  • HGB-Frachtrecht: Beförderungspflicht, Haftung, Schadensregulierung
  • CMR-Übereinkommen für grenzüberschreitende Straßentransporte
  • Allgemeine Deutsche Spediteurbedingungen (ADSp) im Überblick
  • Güterversicherung: Typen, Abschluss und Schadensabwicklung
  • Vertragsgrundlagen: Speditionsvertrag, Frachtvertrag, Lagervertrag

Modul 2 – Zollwesen und internationale Logistik Spediteure sind die Schnittstelle zwischen Kunden und dem Zollsystem. Dieser Kursteil vermittelt Grundkenntnisse im Zollrecht, die für die Bearbeitung von Import- und Exportsendungen notwendig sind: Welche Zollverfahren gibt es? Was muss bei Drittlandssendungen beachtet werden? Wie werden Ursprungsnachweise ausgestellt?

  • Grundbegriffe des Zollrechts und der EU-Zollunion
  • Zollverfahren im Überblick: Einfuhr, Ausfuhr, Versand
  • Warentarif (Kombinierte Nomenklatur) und Zollwertermittlung
  • INCOTERMS: Bedeutung und Anwendung im Speditionsalltag
  • Export-Compliance: Ausfuhranmeldung und Ursprungsnachweise
  • Zollabwicklung in der Praxis: Dokumentenprüfung und häufige Fehler

Modul 3 – Kaufmännische Speditionsabwicklung Neben dem rechtlichen Rahmen braucht die Speditionssachbearbeitung kaufmännisches Handwerkszeug: Frachtkalkulationen, Angebotserstellung, Kostenvergleiche verschiedener Transportwege und die Bearbeitung von Reklamationen gehören zum täglichen Geschäft. Dieser Kursteil trainiert diese Kompetenzen anhand von Praxisbeispielen.

  • Frachtarten und Tarifstrukturen im Straßen-, Schienen- und Seeverkehr
  • Angebotserstellung und Preiskalkulation für Sendungen
  • Disposition und Sendungstracking: Abläufe und Werkzeuge
  • Reklamationsbearbeitung und Kundenkommunikation in Schadenfällen
  • Rechnungsprüfung und Kostenkontrolle im Speditionsbüro
  • Branchenkenntnisse: Marktstrukturen und Akteure im Logistikmarkt

Modul 4 – Digitalisierte Arbeitswelt: Word, Excel und Microsoft 365 Die Verwaltungsarbeit in einem Speditionsbüro ist ohne digitale Werkzeuge nicht denkbar. Dieser Kursteil vermittelt die grundlegenden Kenntnisse in Microsoft Word und Excel sowie in weiteren Anwendungen aus dem Microsoft-365-Umfeld, die im Speditionsalltag täglich genutzt werden.

  • Microsoft Word: Formatierung, Serienbriefe, Vorlagen für Transportdokumente
  • Microsoft Excel: Tabellen, Formeln, Kostenkalkulation und Auswertungen
  • E-Mail-Kommunikation und Kalenderverwaltung in Microsoft 365
  • Grundlagen der digitalen Dokumentenablage und -verwaltung
  • Softwaregestützte Sendungsverfolgung und Kommunikationstools
  • Datensicherheit und Datenschutz im digitalen Büroalltag

Modul 5 – Betriebliche Lernphase (Praktikum) Das Praktikum ist kein Anhang, sondern ein integraler Teil der Qualifizierung. In einem Unternehmen der Speditions- oder Logistikbranche arbeiten Teilnehmende an echten Vorgängen mit – sie erleben den Arbeitsalltag in der Sachbearbeitung, wenden ihre rechtlichen und kaufmännischen Kenntnisse in realen Situationen an und bauen erste Berufsnetzwerke auf.

  • Mitarbeit in der Auftragsannahme und Sendungskoordination
  • Bearbeitung und Ablage von Transportdokumenten im Betrieb
  • Kommunikation mit Fahrern, Kunden und Lieferanten
  • Einblick in die betriebsspezifischen Softwaresysteme
  • Begleitung realer Import- oder Exportvorgänge
  • Anwendung von Rechts- und Kalkulationskenntnissen in konkreten Fällen

Praxisblock – Fallstudien und Dokumentenarbeit Ergänzend zum betrieblichen Praktikum werden im Kursraum Praxisszenarien bearbeitet, die typische Herausforderungen im Speditionsalltag abbilden. Hier kommen Rechts-, Kalkulations- und IT-Kompetenzen gemeinsam zum Einsatz.

  • Vollständige Bearbeitung einer nationalen Stückgutsendung von Auftrag bis Rechnung
  • Internationaler Auftrag: Zollanmeldung, Frachtpapiere, CMR-Frachtbrief
  • Schadensfall: Schadensprotokoll, Haftungsklärung, Kundenkommunikation
  • Kalkulation eines Transportangebots mit verschiedenen Transportmodi
  • Erstellen von Geschäftsbriefen und Angeboten in Microsoft Word
  • Aufbau einer Kostentabelle für einen Monatsauftrag in Excel
  • Recherche einer Zolltarifnummer und Ermittlung des Zollsatzes
  • Praktische Übung Sendungstracking und Lieferstatus-Kommunikation
  • Reklamationsbearbeitung per E-Mail in typischen Situationen
  • Zusammenstellung einer vollständigen Exportdokumentation
  • Überprüfung einer Frachtrechnung auf Richtigkeit und Plausibilität
  • Simulation einer Kundenkommunikation zur Sendungsklärung

Lernziele:

  • Grundlegende Kenntnisse der Aufgaben und Abläufe in einem Speditions- und Logistikunternehmen
  • Verständnis der wichtigsten Rechtsnormen für nationale und internationale Transporte
  • Eigenständige Bearbeitung typischer Vorgänge in der Frachtabwicklung und Sendungskommunikation
  • Grundkenntnisse im Zollwesen für Import- und Exportsendungen
  • Erstellung und Prüfung grundlegender Transportdokumente und Frachtpapiere
  • Sicherer Umgang mit Microsoft Word für die Erstellung von Geschäftskorrespondenz und Dokumenten
  • Strukturierte Anwendung von Microsoft Excel für Kalkulationen und Tabellen im Speditionskontext
  • Nutzung digitaler Werkzeuge aus Microsoft 365 für den modernen Büroalltag
  • Kommunikation mit Kunden, Lieferanten und Dienstleistern in typischen Speditionssituationen
  • Einblick in betriebliche Abläufe durch direkte Mitarbeit im Praktikum
  • Anwendung von Grundkenntnissen in der kaufmännischen Kalkulation im Speditionsbereich
  • Selbstständige Bearbeitung von Standardvorgängen in der Logistiksachbearbeitung

Für wen ist der Kurs geeignet?

Der Kurs spricht Menschen an, die einen strukturierten Einstieg in die Speditions- und Logistikbranche suchen – als Neustart nach einer Arbeitsphase, als Wiedereinstieg ins Berufsleben oder als Neuorientierung aus einem anderen Berufsfeld. Im Vordergrund steht die Bereitschaft, kaufmännische und rechtliche Sachverhalte zu durchdringen und im Büroalltag anzuwenden.

  • Arbeitsuchende, die eine berufliche Neuorientierung im Logistiksektor anstreben
  • Personen mit Hauptschulabschluss oder gleichwertigem Bildungsabschluss
  • Berufserfahrene aus anderen Branchen, die in logistische Sachbearbeitung wechseln möchten
  • Personen mit Bezug zu Transport oder Logistik aus früheren Tätigkeiten
  • Menschen, die den Schritt in kaufmännische Bürotätigkeiten im Dienstleistungssektor vorbereiten
Voraussetzungen:

Vorausgesetzt wird ein Hauptschulabschluss oder ein vergleichbarer Schulabschluss. Ausreichende Deutschkenntnisse in Wort und Schrift sind notwendig und können entweder durch den Schulabschluss selbst oder durch einen Sprachnachweis auf dem Niveau GER B1 nachgewiesen werden. Grundlegende Rechenkenntnisse sind für die kaufmännischen Kalkulationsteile hilfreich, da der Kurs Angebotskalkulation und Frachtpreisvergleiche behandelt.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Der Unterricht verbindet theoretische Lehreinheiten im Kursraum mit praktischen Übungen und einer betrieblichen Lernphase. Rechtliche Inhalte werden anhand von Fallbeispielen aus dem Speditionsalltag erarbeitet, kaufmännische Abläufe durch konkrete Kalkulationsaufgaben trainiert und digitale Kompetenzen direkt am PC eingeübt. Das Praktikum in einem Betrieb der Branche schließt die Brücke zwischen Kurslernen und berufsrealer Anwendung – dieser Wechsel zwischen systematischer Wissensaufnahme und direkter Praxisanwendung im Betrieb ist ein Kernmerkmal der Qualifizierung.

Die Weiterbildung umfasst mehrere Monate und schließt die betriebliche Praktikumsphase ein. Der zeitliche Umfang ist auf die Breite der Lerninhalte abgestimmt: Transport- und Zollrecht, kaufmännische Speditionsabwicklung, digitale Kompetenz und betriebliche Praxis erfordern ausreichend Lernzeit, um die Inhalte zu verstehen, zu üben und zu festigen.

Der Kurs schließt mit dem Zertifikat der zuständige Prüforganisation als Sachbearbeiter/in im Speditionswesen (m/w/d) ab. Die zuständige Prüforganisation ist ein etablierter Weiterbildungsanbieter; ihr Zertifikat ist in der Logistik- und Speditionsbranche bekannt und wird als anerkannter Qualifikationsnachweis akzeptiert. Das Zertifikat dokumentiert die absolvierten Lernbereiche – Rechtskenntnisse, kaufmännische Kompetenz, digitale Fähigkeiten und betriebliche Praxis.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Die Speditionsbranche sucht konstant nach Sachbearbeitern, die sowohl rechtlich als auch kaufmännisch denken können. Spediteure bilden die organisatorische Schaltzentrale des Güterverkehrs: Sie koordinieren Dienstleister, halten Fristen ein, lösen Probleme und kommunizieren täglich mit Kunden und Partnern. Wer nach dieser Qualifizierung in einem Speditionsbetrieb anfängt, kennt die Spielregeln des Marktes, versteht Dokumente und kann typische Standardvorgänge vom ersten Tag an eigenständig bearbeiten. Das zuständige Prüforganisation-Zertifikat verleiht der Qualifizierung einen konkreten Anerkennungsrahmen. Im Unterschied zu einem rein informellen Lehrgang belegt ein Zertifikat eines bekannten Weiterbildungsträgers gegenüber Arbeitgebern in der Logistikbranche, dass die Inhalte strukturiert und nach definierten Standards vermittelt wurden. Das gibt Absolventen mehr Sicherheit beim Einstieg und macht die Qualifizierung im Lebenslauf klarer kommunizierbar. Das betriebliche Praktikum ist dabei kein optionales Add-on, sondern ein echter Bestandteil der Qualifizierung. Wer die theoretischen Kenntnisse im Betrieb erprobt, lernt nicht nur schneller – er baut auch erste Kontakte in die Branche auf. Dieser praktische Anker unterscheidet den Kurs von reinen Theorievermittlungen und macht ihn besonders wertvoll für einen gelingenden Berufseinstieg im Speditionswesen.

Welche Förderung passt zu dir?

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Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Sachbearbeiter/in im Speditionswesen
  • Speditionskaufmann/-frau
  • Import-/Exportkaufmann/-frau
  • Logistikfachkraft
  • Frachtführer/in

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was macht eine Tätigkeit als Sachbearbeiter/in im Speditionswesen aus?

Speditionssachbearbeiter sind das kaufmännische Rückgrat des Güterverkehrs: Sie koordinieren Sendungen, stellen Frachtdokumente aus, klären Zollfragen, kommunizieren mit Fahrern, Kunden und Dienstleistern – und halten dabei Fristen und rechtliche Vorgaben ein. Der Kurs bereitet auf genau diese vielseitige Sachbearbeiterrolle vor.

Welches Zertifikat wird am Ende des Kurses erworben?

Der Kurs schließt mit dem Zertifikat des Bildungsträgers als Sachbearbeiter/in im Speditionswesen (m/w/d) ab. Das DEKRA-Zertifikat ist ein in der Branche bekannter Qualifikationsnachweis und dokumentiert die erworbenen Kenntnisse in Recht, kaufmännischer Abwicklung, Digitalisierung und betrieblicher Praxis.

Ist ein Praktikum Teil der Ausbildung?

Ja. Der Kurs enthält eine betriebliche Lernphase, in der die theoretischen Kenntnisse direkt in einem Unternehmen der Speditions- oder Logistikbranche angewendet werden. Dieses Praktikum ist ein zentraler Bestandteil der Qualifizierung und ermöglicht erste echte Berufserfahrung in einem relevanten Umfeld.

Welche Rechtskenntnisse werden vermittelt?

Der Kurs behandelt das Transportrecht und Speditionsrecht für den nationalen und internationalen Güterverkehr, einschließlich CMR-Übereinkommen, HGB-Frachtrecht, Haftungsfragen und Vertragsgrundlagen. Zollrechtliche Grundlagen für Import und Export sowie die Erstellung und Prüfung zugehöriger Dokumente gehören ebenfalls zum Lehrplan.

Welche PC-Kenntnisse werden vermittelt?

Der Kurs schließt ein Modul zu Grundlagen von Microsoft Word und Excel sowie zur digitalisierten Arbeitswelt mit Microsoft 365 ein. Diese digitalen Grundkompetenzen sind im Speditionsalltag unverzichtbar – von der Erstellung von Transportdokumenten in Word bis zur Kostenkalkulation in Excel.