Technik & Ingenieurwesen
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Brennschneiden/Thermisches Trennen – DVS 1185 – Lehrgang

DVS-Modul 45 nach Richtlinie DVS 1185: praktische Qualifizierung im Brennschneiden und thermischen Trennen von Blechen und Rohren mit Prüfung durch DVS bzw. TÜV.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

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Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Zertifikatsqualifizierung

Wie lange dauert der Kurs?
Der Lehrgang wird in Vollzeit und ausschließlich in Präsenzform durchgeführt. Der modulare Aufbau nach Richtlinie DVS 1185 konzentriert sich gezielt auf das Brennschneiden und thermische Trennen als eigenständiges Qualifizierungsmodul innerhalb der schweißtechnischen Ausbildung. Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Der Lehrgang schließt mit einer Prüfung durch den DVS beziehungsweise TÜV ab. Damit handelt es sich um eine anerkannte modulare Qualifizierung innerhalb der schweißtechnischen Regelwerke, die den erfolgreichen Abschluss des Moduls 45 nach Richtlinie DVS 1185 bestätigt. Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Für die Teilnahme wird eine abgeschlossene Berufsausbildung oder mehrjährige Berufserfahrung vorausgesetzt. Da der Lehrgang praktische Werkstattarbeit mit Schneidgeräten und Gasen umfasst, sind körperliche und geistige Eignung für diese Tätigkeit erforderlich. Details

Worum geht es in diesem Kurs?

Dieser Lehrgang qualifiziert modular nach Richtlinie DVS 1185 (Modul 45) im Brennschneiden und thermischen Trennen von Blechen und Rohren. Er richtet sich an Personen mit oder ohne berufliche Vorbildung in der Schweißtechnik, die grundlegende praktische Fertigkeiten und das notwendige fachkundliche Wissen für sicheres, normgerechtes Brennschneiden erwerben möchten. Der Lehrgang schließt mit einer Prüfung durch den DVS beziehungsweise TÜV ab.

Was lernst du in diesem Kurs?

Der erste Themenblock behandelt Schneidgase als Grundlage jeder Brennschneidarbeit. Ohne ein fundiertes Verständnis der eingesetzten Gase und ihrer Eigenschaften lässt sich kein sicherer und sauberer Schnitt erzielen.

  • Eigenschaften und Einsatzbereiche gängiger Brenngase
  • Zusammenspiel von Brenngas und Sauerstoff beim Schneidprozess
  • Lagerung, Handhabung und sicherer Umgang mit Gasflaschen
  • Einfluss der Gaswahl auf Schnittqualität und Schnittgeschwindigkeit
  • typische Fehlerquellen bei falscher Gaseinstellung

Im zweiten Themenblock stehen die Schneidgeräte selbst im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden lernen den Aufbau, die Einstellung und die sachgerechte Bedienung der im Brennschneiden eingesetzten Geräte kennen.

  • Aufbau und Funktionsweise von Brennschneidgeräten
  • Einstellung von Düsen, Druck und Schneidparametern
  • Wartung und Pflege der eingesetzten Geräte
  • Erkennung und Behebung typischer Gerätefehler
  • Auswahl des passenden Geräts je nach Werkstück und Materialstärke

Der dritte Themenblock vertieft das thermische Trennen als übergeordnetes Verfahrensprinzip und überträgt die Grundlagen auf unterschiedliche Werkstückarten. Hier verknüpfen sich die zuvor erlernten Grundlagen zu Gasen und Geräten mit dem eigentlichen Trennvorgang.

  • Grundprinzipien des thermischen Trennens im Vergleich zu mechanischen Trennverfahren
  • Anwendung des Brennschneidens auf Bleche unterschiedlicher Stärke
  • Anwendung des Brennschneidens auf Rohre und Profile
  • Einfluss von Schnittgeschwindigkeit und Führung auf das Schnittergebnis
  • Beurteilung von Schnittkanten und Erkennung typischer Schnittfehler

Der vierte Themenblock verbindet Arbeitssicherheit, Unfallverhütung und praktische Übungen zu einem zusammenhängenden Ausbildungsteil, in dem die Teilnehmenden das Erlernte unter realistischen Werkstattbedingungen anwenden.

  • Vorschriften zur Arbeitssicherheit und Unfallverhütung beim Brennschneiden
  • Einsatz und Kontrolle persönlicher Schutzausrüstung wie Schutzbrille, Handschuhe und feuerfeste Kleidung
  • Erkennung von Gefahrenquellen im Arbeitsumfeld, etwa durch Funkenflug, Hitzestau oder undichte Leitungen
  • Praktische Übungen zum Brennschneiden von Blechen unter Anleitung
  • Praktische Übungen zum Brennschneiden von Rohren unter Anleitung
  • Wiederholtes Training zur Verbesserung von Schnittqualität und Arbeitstempo
  • Selbstständige Durchführung kompletter Schneidaufgaben unter Aufsicht
  • Vorbereitung auf die Prüfung durch DVS beziehungsweise TÜV
  • Nachbesprechung praktischer Übungsstücke mit dem Fachpersonal
  • Einordnung des Moduls in den größeren Kontext schweißtechnischer Qualifizierungen
  • Rückschau der eigenen Fortschritte im Verlauf der praktischen Übungsphasen
  • Abschließende Übungseinheiten zur gezielten Prüfungsvorbereitung

Der Lehrgang ist bewusst praxisnah aufgebaut: Theoretisches Wissen zu Gasen, Geräten und Sicherheitsvorschriften wird unmittelbar in praktischen Übungen an echten Werkstücken angewendet. Dieses enge Wechselspiel aus Erklärung und unmittelbarer Umsetzung ist typisch für schweißtechnische Qualifizierungen und sorgt dafür, dass die Teilnehmenden am Ende nicht nur theoretisch, sondern auch handwerklich sicher im Brennschneiden sind. Besonderes Gewicht liegt dabei auf der sauberen Schnittkante: Wer die Wechselwirkung von Gasdruck, Düsenabstand und Vorschubgeschwindigkeit einmal an unterschiedlichen Blechstärken erprobt hat, entwickelt ein Gefühl dafür, wie sich Abweichungen im Schneidbild vermeiden lassen, statt sie nur nachträglich zu korrigieren. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Umgang mit unterschiedlichen Werkstückgeometrien. Gerade Rohre stellen andere Anforderungen an Führung und Winkel als ebene Bleche, da sich die Brennschneiddüse während des Schnittvorgangs kontinuierlich der gekrümmten Oberfläche anpassen muss. Die Teilnehmenden üben deshalb sowohl gerade Trennschnitte als auch Konturschnitte an gekrümmten Werkstücken, um für die spätere betriebliche Praxis ein möglichst breites Spektrum an Schneidsituationen abzudecken. Da das Modul 45 nach Richtlinie DVS 1185 ein anerkannter Baustein innerhalb der modularen schweißtechnischen Qualifizierung ist, lässt sich das hier erworbene Wissen auch als Grundlage für weiterführende Module in der Schweißtechnik nutzen. Wer im Anschluss weitere DVS-Module etwa im Bereich Plasma- oder Laserschneiden absolvieren möchte, profitiert von dem hier gelegten Verständnis für Gasführung, Schneidparameter und Schnittqualität, da sich viele Grundprinzipien des thermischen Trennens zwischen den Verfahren wiederfinden.

Lernziele:

Nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung sind die Teilnehmenden in der Lage, folgende Kompetenzen in der beruflichen Praxis anzuwenden.

  • unterschiedliche Schneidgase und deren Eigenschaften für das Brennschneiden korrekt einordnen
  • Schneidgeräte sachgerecht auswählen, einrichten und bedienen
  • die Grundprinzipien des thermischen Trennens auf verschiedene Werkstücke übertragen
  • Bleche und Rohre mit dem Brennschneidverfahren maßhaltig und sauber trennen
  • Arbeitsschritte gemäß den einschlägigen Vorschriften zur Arbeitssicherheit und Unfallverhütung ausführen
  • persönliche Schutzausrüstung korrekt einsetzen und Gefahrenquellen am Arbeitsplatz erkennen
  • die Qualität eines Schnitts beurteilen und typische Schnittfehler benennen
  • unterschiedliche Materialstärken und deren Auswirkung auf die Schneidparameter einschätzen
  • praktische Übungsstücke unter Anleitung selbstständig herstellen
  • sich auf die Prüfung nach Richtlinie DVS 1185 inhaltlich und praktisch vorbereiten
  • die eigene Arbeitsweise im Hinblick auf Sicherheit und Materialschonung einordnen
  • die im Modul erworbenen Fertigkeiten in bestehende schweißtechnische Tätigkeiten einordnen

Für wen ist der Kurs geeignet?

Der Lehrgang richtet sich an von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitnehmer:innen, Arbeitslose sowie erwerbsfähige Leistungsberechtigte mit und ohne berufliche Vorbildung in der Schweißtechnik. Wichtig ist die körperliche und geistige Eignung für die praktische Werkstattarbeit.

  • Personen mit Interesse an einer Tätigkeit als Brennschneider:in
  • Metallarbeiter:innen, die ihre schweißtechnischen Fertigkeiten modular erweitern möchten
  • Quereinsteiger:innen ohne bisherige Erfahrung in der Schweißtechnik
  • Personen mit erster Berufserfahrung in der Metalltechnik, die sich spezialisieren möchten
  • körperlich und geistig für die praktische Werkstattarbeit geeignete Interessierte
Voraussetzungen:

Für die Teilnahme wird eine abgeschlossene Berufsausbildung oder mehrjährige Berufserfahrung vorausgesetzt. Da der Lehrgang praktische Werkstattarbeit mit Schneidgeräten und Gasen umfasst, sind körperliche und geistige Eignung für diese Tätigkeit erforderlich.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Der Lehrgang findet als Präsenzunterricht in Vollzeit statt, da das Brennschneiden praktisches Training an echten Geräten und Werkstücken erfordert, das sich nicht sinnvoll aus der Distanz vermitteln lässt. Theorieeinheiten zu Gasen, Geräten und Sicherheitsvorschriften wechseln sich mit praktischen Übungsphasen in der Werkstatt ab, sodass Wissen und Handfertigkeit unmittelbar zusammengeführt werden.

Der Lehrgang wird in Vollzeit und ausschließlich in Präsenzform durchgeführt. Der modulare Aufbau nach Richtlinie DVS 1185 konzentriert sich gezielt auf das Brennschneiden und thermische Trennen als eigenständiges Qualifizierungsmodul innerhalb der schweißtechnischen Ausbildung.

Der Lehrgang schließt mit einer Prüfung durch den DVS beziehungsweise TÜV ab. Damit handelt es sich um eine anerkannte modulare Qualifizierung innerhalb der schweißtechnischen Regelwerke, die den erfolgreichen Abschluss des Moduls 45 nach Richtlinie DVS 1185 bestätigt.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Der praktische Wert dieses Lehrgangs liegt darin, dass Brennschneiden und thermisches Trennen als eigenständiges, geprüftes Modul erworben werden, ohne dass zwingend eine vollständige Schweißerausbildung durchlaufen werden muss. Das ermöglicht auch Quereinsteiger:innen ohne bisherige Erfahrung in der Schweißtechnik einen gezielten Einstieg in ein gefragtes handwerkliches Teilgebiet. Die enge Verzahnung von Theorie zu Gasen und Geräten mit intensiver praktischer Übung in der Werkstatt sorgt dafür, dass die erworbenen Fertigkeiten unmittelbar in der beruflichen Praxis anwendbar sind. Wer den Lehrgang abschließt, kann Brennschneidarbeiten an Blechen und Rohren sicher, normgerecht und mit einem Blick für Arbeitssicherheit ausführen. Für den weiteren beruflichen Weg eröffnet die Qualifizierung Perspektiven als Metallarbeiter:in, Schweißer:in oder Brennschneider:in in Betrieben, die auf thermische Trennverfahren angewiesen sind. Als modularer Baustein lässt sich das Modul 45 zudem mit weiteren schweißtechnischen Qualifizierungen kombinieren und so zu einem breiteren Kompetenzprofil ausbauen.

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Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Metallarbeiter/in
  • Schweißer/in
  • Brennschneider/in
  • Fachkraft für Metalltechnik

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist Modul 45 nach Richtlinie DVS 1185?

Modul 45 ist ein anerkannter Baustein der modularen schweißtechnischen Qualifizierung und behandelt speziell das Brennschneiden und thermische Trennen von Blechen und Rohren nach der Richtlinie DVS 1185.

Brauche ich bereits Erfahrung in der Schweißtechnik?

Nein, der Lehrgang richtet sich ausdrücklich auch an Personen ohne berufliche Vorbildung in der Schweißtechnik. Vorausgesetzt werden eine abgeschlossene Berufsausbildung oder mehrjährige Berufserfahrung sowie körperliche und geistige Eignung.

Wie ist der Lehrgang organisiert?

Der Lehrgang findet in Vollzeit und ausschließlich in Präsenzform statt, da das Brennschneiden praktisches Training an echten Geräten und Werkstücken erfordert.

Womit schließt der Lehrgang ab?

Der Lehrgang endet mit einer Prüfung durch den DVS beziehungsweise TÜV, die den erfolgreichen Abschluss des Moduls 45 nach Richtlinie DVS 1185 bestätigt.

Für welche beruflichen Tätigkeiten qualifiziert der Lehrgang?

Der Lehrgang qualifiziert für Tätigkeiten als Metallarbeiter/in, Schweißer/in oder Brennschneider/in in Betrieben, die auf thermische Trennverfahren wie Brennschneiden angewiesen sind.