Technik & Ingenieurwesen
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WIG-Schweißen Aufbaumodul: Nichtrostende Stähle – Lehrgang

Aufbaumodul zum WIG-Schweißen von nichtrostenden Stählen für angehende und erfahrene Schweißer:innen, Modul T3.

Auf einen Blick

Dauerkompaktes AufbaumodulØ am Markt
Formatflexibelflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Dieses Aufbaumodul vertieft die Qualifikation zum Internationalen Schweißer im Bereich Blechschweißen mittels Wolfram-Inertgasschweißen (WIG) an nichtrostenden Stählen mit Chrom- und Nickelanteil. Als Modul T3 baut der Kurs auf grundlegenden Schweißkenntnissen auf und richtet sich sowohl an Personen, die das Schweißerhandwerk neu erlernen, als auch an ausgebildete Schweißer:innen, die ihre Fachkenntnisse erweitern oder ein bestehendes Schweißzertifikat auffrischen möchten. Im Zentrum steht die praktische Beherrschung des WIG-Verfahrens an dünnwandigem Blech aus rostfreiem Material, einem der anspruchsvollsten Teilbereiche der modernen Schweißtechnik.

Berufliche FachweiterbildungInhaltsstand 05.07.2026

Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen

Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.

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Anbieter

1

an 2 Standorten

Angebote

40

diesem Kursprofil zugeordnete Angebote

Kommende Termine

0

an 1 erfassten Orten

Regionen

1 Bundesländer

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

Sonstiger Abschluss

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz

Lernformen

  • Praxistraining

Zeitmodelle

  • Vollzeit

Dauer im Markt

  • mehr als 1 Woche bis 1 Monat

Gemeldete Preisgruppen

  • 1.000–5.000 €

Häufige Kursorte

  • Bremen

Bundesländer

  • Bremen

Vermittelte Kompetenzen

  • WIG-Schweißen
  • Schweißen nichtrostender Stähle
  • Blechschweißen
  • Nahtvorbereitung
  • Schweißnahtprüfung
  • Arbeitssicherheit beim Schweißen

Zugeordnete Zielberufe

  • MAG-Schweißer2.821 Stellen/12 Mon.
  • WIG-Schweißer1.914 Stellen/12 Mon.
  • Internationaler Schweißer

Datenbasis: 40 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Der erste Themenblock legt die technischen Grundlagen des Wolfram-Inertgasschweißens speziell für den Einsatz an Blech. Da sich WIG-Schweißen deutlich von anderen Verfahren wie MAG- oder Elektrohandschweißen unterscheidet, wird der Umgang mit Wolframelektrode, Schutzgas und Fußschalter von Grund auf systematisch eingeübt.

  • Aufbau und Funktionsweise der WIG-Schweißausrüstung
  • Auswahl und Anschliff der Wolframelektrode je nach Anwendungsfall
  • Einstellung von Stromstärke und Schutzgasdurchfluss
  • Zündung und Führung des Lichtbogens am dünnwandigen Blech
  • Grundübungen zur Nahtführung ohne und mit Zusatzwerkstoff
  • Erste Schweißversuche an unlegiertem Übungsblech zur Werkzeuggewöhnung

Der zweite Block widmet sich gezielt dem Schweißen nichtrostender Stähle mit Chrom- und Nickelanteil, dem eigentlichen Kernstück dieses Aufbaumoduls. Diese Werkstoffgruppe verhält sich beim Schweißen anders als unlegierter Stahl und verlangt entsprechend angepasste Technik.

  • Werkstoffkundliche Besonderheiten von Chrom-Nickel-Stählen im Schweißprozess
  • Vermeidung von Anlauffarben und Oxidation an der Nahtoberfläche
  • Wärmeeinbringung und Abkühlverhalten bei nichtrostenden Blechen
  • Wahl des passenden Zusatzwerkstoffs für unterschiedliche Stahlsorten
  • Schutzgasabdeckung von Nahtoberseite und Wurzel bei rostfreiem Material
  • Vermeidung von Verzug bei dünnwandigen, nichtrostenden Blechkonstruktionen

Im dritten Block stehen unterschiedliche Nahtformen und Schweißpositionen am Blech im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden üben systematisch verschiedene Verbindungsarten, wie sie in der industriellen Praxis bei Blechkonstruktionen aus nichtrostendem Stahl vorkommen.

  • Stumpfnähte an dünnwandigem Blech in verschiedenen Positionen
  • Kehlnähte an T-Stößen und Eckverbindungen
  • Nahtvorbereitung und Spaltmaßkontrolle vor dem Schweißen
  • Heftung und Fixierung von Blechteilen zur Verzugsminimierung
  • Nachbearbeitung und optische Prüfung fertiger Nähte
  • Umgang mit Zwangslagen und schwer zugänglichen Nahtbereichen

Der vierte Block verbindet Qualitätssicherung mit der Vorbereitung auf die Zertifizierung. Da das Modul auf eine anerkannte Schweißerprüfung vorbereitet, werden Prüfkriterien und Eigenkontrolle durchgehend in die praktische Arbeit eingebunden.

  • Visuelle und einfache messtechnische Prüfung von Schweißnähten
  • Erkennen häufiger Nahtfehler wie Bindefehler, Poren oder Einbrandkerben
  • Dokumentation der eigenen Schweißergebnisse
  • Systematische Fehleranalyse und Korrektur der Schweißtechnik
  • Arbeitssicherheit, Strahlenschutz und Belüftung am WIG-Arbeitsplatz
  • Vorbereitung der praktischen Prüfungsstücke nach vorgegebenen Prüfnähten

In den praxisintensiven Übungsphasen wenden die Teilnehmenden das theoretisch Erlernte durchgehend an eigenen Blechproben aus nichtrostendem Stahl an. Der hohe Praxisanteil ist dabei kein Zusatzangebot, sondern der eigentliche Kern des Moduls, da Schweißfertigkeit sich ausschließlich durch wiederholtes, angeleitetes Üben am Werkstück entwickelt.

  • Wiederholtes Einschweißen von Stumpf- und Kehlnähten an Übungsblechen
  • Schrittweise Steigerung der Blechstärke und Nahtkomplexität
  • Individuelles Feedback zur Lichtbogenführung durch die Ausbilder:innen
  • Übungen zur gleichmäßigen Nahtoberfläche bei unterschiedlichen Blechdicken
  • Simulation praxisnaher Bauteilgeometrien aus dem Anlagen- und Behälterbau
  • Kontrollierte Übungen zur Reduzierung von Verzug bei dünnem Material
  • Einsatz unterschiedlicher Elektrodendurchmesser je nach Nahtanforderung
  • Vertiefende Übungen zur Wurzelqualität bei einseitig zugänglichen Nähten
  • Schweißen unter Zeitdruck zur Vorbereitung auf Prüfungsbedingungen
  • Selbstständige Fehlerkorrektur nach Anleitung durch die Ausbilder:innen
  • Abschließende Übungsreihen an Prüfnähten entsprechend anerkannter Regelwerke
  • Nachbesprechung und gemeinsame Auswertung der geschweißten Prüfstücke

Das Modul orientiert sich in Aufbau und Anforderungen an international anerkannten Regelwerken für Schweißnahtprüfungen, wie sie in der Normenreihe zur Prüfung von Schweißern für das Schmelzschweißen üblich sind. Dadurch bleibt die erworbene Qualifikation auch über den einzelnen Ausbildungsbetrieb hinaus vergleichbar und nachvollziehbar. Wer dieses Aufbaumodul durchläuft, verlässt den Kurs mit einer belastbaren praktischen Fertigkeit im WIG-Schweißen von nichtrostenden Blechen, nicht nur mit theoretischem Wissen über das Verfahren. Genau diese Kombination aus Werkstoffverständnis und handwerklicher Präzision macht die Qualifikation für Betriebe im Anlagen-, Behälter- und Fahrzeugbau relevant.

Lernziele:

  • Das Wolfram-Inertgasschweißen als Verfahren für hochwertige Blechverbindungen sicher anwenden
  • Nichtrostende Stähle mit Chrom- und Nickelanteil fachgerecht schweißen
  • Die Besonderheiten dünnwandiger Bleche gegenüber dickwandigen Werkstücken erkennen und berücksichtigen
  • Schweißnähte in unterschiedlichen Positionen am Blech sauber ausführen
  • Den Einfluss von Stromstärke, Gasdurchfluss und Elektrodenwahl auf das Schweißergebnis einschätzen
  • Wärmeeinbringung so steuern, dass Verzug und Gefügeveränderungen minimiert werden
  • Nahtvorbereitung und Passgenauigkeit bei nichtrostenden Blechen fachgerecht umsetzen
  • Typische Fehlerbilder beim WIG-Schweißen von Chrom-Nickel-Stählen erkennen und vermeiden
  • Schutzgasabdeckung und Wurzelschutz bei nichtrostenden Werkstoffen korrekt einsetzen
  • Schweißnähte nach anerkannten Prüfkriterien selbst beurteilen
  • Arbeitssicherheit und Unfallschutz beim Schweißen mit Wolframelektroden konsequent einhalten
  • Die eigene Schweißpraxis systematisch auf die Anforderungen einer Zertifizierungsprüfung ausrichten

Zielgruppe & Voraussetzungen

Das Aufbaumodul richtet sich an ein breites Spektrum von Interessierten am Schweißerhandwerk. Gemeinsam ist allen Teilnehmenden der Wunsch, die eigene Schweißpraxis im anspruchsvollen Bereich der nichtrostenden Stähle gezielt zu vertiefen oder erstmals systematisch zu erlernen.

  • Interessent:innen, die das Schweißerhandwerk neu erlernen und ausüben möchten
  • Ausgebildete Schweißer:innen, die ihre Fachkenntnisse im WIG-Verfahren erweitern möchten
  • Schweißer:innen, die ein bestehendes Schweißzertifikat auffrischen müssen
  • Firmenkunden, die ihre Mitarbeitenden gezielt im Blechschweißen mit WIG qualifizieren möchten
Voraussetzungen:

Für die Teilnahme werden Deutschkenntnisse mindestens auf Niveau B1 bis B2 vorausgesetzt, da Sicherheitsanweisungen und Fachbegriffe zuverlässig verstanden werden müssen. Grundlegende Vorkenntnisse im Schweißen sind hilfreich, aber je nach Ausgangsniveau der Teilnehmenden nicht zwingend erforderlich, da das Modul auch Einsteiger:innen ins Schweißerhandwerk aufnimmt. Körperliche Eignung für handwerkliche Tätigkeiten sowie die Bereitschaft, konsequent Schutzausrüstung zu tragen, sind Grundvoraussetzung für die praktische Werkstattarbeit.

Ablauf & Abschluss

Der Unterricht ist als praxisorientiertes Werkstattmodul angelegt, in dem kurze theoretische Einheiten unmittelbar in praktische Schweißübungen münden. Die Teilnehmenden arbeiten überwiegend an eigenen Schweißplätzen unter direkter Anleitung, sodass individuelles Feedback zur Lichtbogenführung und Nahtqualität sofort erfolgen kann. Die schrittweise Steigerung von einfachen Übungsnähten zu anspruchsvolleren Prüfnähten prägt den gesamten Kursverlauf.

Als Aufbaumodul ist der Kurs kompakt und konzentriert auf die praktische Vertiefung des WIG-Schweißens an nichtrostenden Blechen ausgelegt. Der zeitliche Umfang orientiert sich an der intensiven Werkstattarbeit, die für den sicheren Umgang mit dem Verfahren notwendig ist, und wird meist als eigenständiger Baustein innerhalb einer umfassenderen Schweißerqualifizierung durchlaufen.

Das Modul schließt mit einem sonstigen, trägerspezifischen Abschluss ab, der die erfolgreiche Teilnahme am Aufbaumodul T3 dokumentiert. Die praktischen Prüfnähte orientieren sich an anerkannten Regelwerken der Schweißnahtprüfung, sodass die erworbene Qualifikation über den Ausbildungsbetrieb hinaus nachvollziehbar bleibt.

Nutzen & Perspektiven

Wer dieses Aufbaumodul erfolgreich abschließt, verfügt über eine praktisch geprüfte Fertigkeit in einem der technisch anspruchsvollsten Schweißverfahren überhaupt. WIG-Schweißen an nichtrostenden Stählen wird dort gebraucht, wo hohe Anforderungen an Sauberkeit, Korrosionsbeständigkeit und Nahtqualität bestehen, etwa im Behälter-, Anlagen- und Fahrzeugbau. Für Berufseinsteiger:innen öffnet das Modul den Weg in ein Handwerk mit stabiler Nachfrage, da qualifizierte Schweißer:innen in vielen Industriezweigen gesucht werden. Für bereits ausgebildete Schweißer:innen bedeutet die Auffrischung oder Erweiterung der eigenen Zertifizierung, dass sie ihr Einsatzspektrum um anspruchsvollere Werkstoffe und Verfahren erweitern und sich damit für komplexere Aufträge qualifizieren. Firmenkunden profitieren davon, dass ihre Mitarbeitenden nach dem Modul eine nachvollziehbar geprüfte WIG-Kompetenz an nichtrostenden Blechen mitbringen, was insbesondere bei Aufträgen mit hohen Qualitätsanforderungen an Schweißnähte einen direkten praktischen Nutzen für den Betrieb darstellt.

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Arbeitsmarkt-Report

Konstruktion, CAD und industrielle Fertigung sind durchgehend gefragt — die Transformation Richtung E-Mobilität, Energietechnik und Industrie 4.0 schafft zusätzliche Spezialisten-Rollen. CAD-/Simulation-Software-Kenntnisse sind Türöffner.

Einstieg (0-2 J.):38.000–46.000 €
Mittel (3-7 J.):50.000–65.000 €
Senior (8+ J.):68.000–88.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • MAG-Schweißer
    2.821 Stellen
  • WIG-Schweißer
    1.914 Stellen
  • Internationaler Schweißer
    0 Stellen

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was bedeutet WIG-Schweißen und worin unterscheidet es sich von anderen Verfahren?

WIG steht für Wolfram-Inertgasschweißen, ein Verfahren mit nicht abschmelzender Wolframelektrode und Schutzgas. Es ermöglicht besonders saubere, präzise Nähte und wird bevorzugt bei anspruchsvollen Werkstoffen wie nichtrostenden Stählen eingesetzt.

Brauche ich bereits Schweißerfahrung, um an diesem Aufbaumodul teilzunehmen?

Grundkenntnisse im Schweißen sind hilfreich, aber je nach individuellem Ausgangsniveau nicht zwingend erforderlich. Das Modul nimmt sowohl Einsteiger:innen ins Schweißerhandwerk als auch erfahrene Schweißer:innen zur Fachvertiefung auf.

Welche Werkstoffe stehen in diesem Modul im Mittelpunkt?

Im Fokus stehen nichtrostende Stähle mit Chrom- und Nickelanteil, die beim Schweißen andere Eigenschaften zeigen als unlegierter Stahl und entsprechend angepasste Technik erfordern.

Wie viel Praxisanteil hat das Aufbaumodul?

Der Praxisanteil ist sehr hoch, da Schweißfertigkeit sich nur durch wiederholtes, angeleitetes Üben am Werkstück entwickelt. Theorieeinheiten sind kurz gehalten und münden unmittelbar in praktische Schweißübungen.

Für welchen beruflichen Einsatz qualifiziert dieses Modul?

Die Qualifikation ist besonders im Behälter-, Anlagen- und Fahrzeugbau gefragt, wo hohe Anforderungen an Nahtqualität und Korrosionsbeständigkeit bei nichtrostenden Blechen bestehen.