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Internationaler Metallschutzgasschweißer DVS-IIW/EWF – Kurs

Sechsstufige Ausbildung zum Internationalen Metall-Schutzgasschweißer nach DVS-IIW/EWF-Richtlinie 1111 mit Kehlnaht-, Blech- und Rohrschweißen in MAG- und MIG-Verfahren.

Auf einen Blick

DauerVollzeitØ am Markt
FormatPräsenzflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Die Ausbildung zum Internationalen Metallschutzgasschweißer (m/w/d) führt Teilnehmende entlang der DVS-IIW/EWF-Richtlinie 1111 durch die komplette Bandbreite des Metall-Schutzgasschweißens. Im Zentrum stehen die MAG-Prozesse 135, 136 und 138 für ferritische und nichtrostende Stähle sowie der MIG-Prozess 131 für Aluminium und Aluminiumlegierungen. Der Aufbau folgt sechs klar definierten Ausbildungsstufen, die von der Kehlnaht über das Blech bis zum Rohr reichen und jeweils mit einer internationalen Prüfung nach DIN EN ISO 9606 abschließen. Wer diesen Weg geht, erwirbt keine isolierte Einzelfertigkeit, sondern ein vollständiges, internationalen Standards genügendes Schweißerprofil, das sowohl mit Massiv- als auch mit Fülldrahtelektroden gearbeitet hat.

Berufliche FachweiterbildungInhaltsstand 03.07.2026

Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen

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Anbieter

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an 2 Standorten

Angebote

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Kommende Termine

0

an 2 erfassten Orten

Regionen

2 Bundesländer

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

DVS-IIW/EWF-Zeugnis und Schweißerprüfbescheinigung nach DIN EN ISO 9606

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz

Lernformen

  • Präsenzunterricht

Zeitmodelle

  • Vollzeit

Gemeldete Preisgruppen

  • über 10.000 €

Häufige Kursorte

  • Greifswald
  • Rostock

Bundesländer

  • Mecklenburg-Vorpommern

Vermittelte Kompetenzen

  • MAG-Schweißen Prozesse 135/136/138
  • MIG-Schweißen Prozess 131
  • Fülldrahtelektroden
  • Massivdrahtelektroden
  • Schweißen von Aluminium
  • Schweißen nichtrostender Stähle
  • Kehlnaht-, Blech- und Rohrschweißen
  • DVS-IIW/EWF-Richtlinie 1111

Zugeordnete Zielberufe

  • Schweißtechniker/Schweißtechnikerin67 Stellen/12 Mon.
  • Schweißwerkmeister/Schweißwerkmeisterin52 Stellen/12 Mon.
  • Glasermeister/Glasermeisterin/Bachelor Professional im Glaser-Handwerk22 Stellen/12 Mon.

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Kursinhalte & Lernziele

Die Ausbildung gliedert sich in sechs aufeinander aufbauende Module, die jeweils aus Übungsanteil, ergänzender Fachkunde und einer Modulprüfung bestehen. Sie orientieren sich strikt an der DVS-IIW/EWF-Richtlinie 1111 und führen von der einfachen Kehlnaht bis zum anspruchsvollen Rohrschweißen. Modul M 1, die Basisqualifikation Kehlnahtschweißen, bildet den Einstieg.

  • 85 Unterrichtseinheiten praktische Übung an Kehlnähten
  • 7 Unterrichtseinheiten Fachkunde in den Modulen SM.1 bis SM.4
  • Abschließende Modulprüfung mit 4 Unterrichtseinheiten
  • Aufbau eines sicheren Grundgefühls für Brennerführung, Nahtaufbau und Einbrandverhalten
  • Vorbereitung der Werkstücke und Einrichtung der Schweißparameter für Kehlnähte
  • Grundlage für alle weiteren Ausbildungsstufen des MAG-Verfahrens

Modul M 2 führt zum Internationalen Kehlnahtschweißer mit IIW-Zeugnis.

  • 88 Unterrichtseinheiten vertiefende Praxis an Kehlnähten in verschiedenen Positionen
  • 20 Unterrichtseinheiten Fachkunde in den Modulen A.1 bis A.9
  • Abschlussprüfung mit 4 Unterrichtseinheiten und internationale Schweißerprüfbescheinigung nach DIN EN ISO 9606
  • Systematische Fehleranalyse an Kehlnahtverbindungen
  • Vertiefung der Werkstoffkunde für ferritische Stähle

In Modul M 3 und M 4 geht es um Blechschweißen von der Basis bis zur internationalen Prüfung.

  • 72 Unterrichtseinheiten Basisqualifikation im Blechschweißen ohne separate Fachkunde, dafür mit 8 Unterrichtseinheiten Prüfung
  • 78 Unterrichtseinheiten vertiefende Praxis in Modul M 4 plus 18 Unterrichtseinheiten Fachkunde in den Modulen B.1 bis B.9
  • Abschließende internationale Prüfung mit 8 Unterrichtseinheiten und IIW-Zeugnis nach DIN EN ISO 9606
  • Umgang mit Stumpfnähten, Wurzellagen und Decklagen am Blech
  • Kontrolle von Verzug und Maßhaltigkeit bei dünneren Blechdicken

Modul M 5 und M 6 behandeln das Rohrschweißen als anspruchsvollste Ausbildungsstufe.

  • 76 Unterrichtseinheiten Basisqualifikation im Rohrschweißen mit 12 Unterrichtseinheiten Prüfungsanteil
  • 65 Unterrichtseinheiten vertiefende Praxis in Modul M 6 plus 7 Unterrichtseinheiten Fachkunde in den Modulen C.1 bis C.4
  • Abschließende internationale Prüfung mit 8 Unterrichtseinheiten und IIW-Zeugnis nach DIN EN ISO 9606
  • Schweißen in Zwangslagen und an rotierenden sowie feststehenden Rohren
  • Besonderheiten der Wurzellagenausführung bei Rohrverbindungen

Ergänzend dazu kommen die werkstoffspezifischen Zusatzmodule PSS und PAL.

  • Modul PSS vermittelt die zusätzliche Fachkunde für nichtrostende Stähle, etwa zu Korrosionsverhalten und Wärmeeinflusszonen
  • Modul PAL vermittelt die zusätzliche Fachkunde für Aluminium und Aluminiumlegierungen, etwa zu Oxidschichten und Wärmeleitfähigkeit
  • Beide Zusatzmodule ergänzen die sechs Ausbildungsstufen um werkstoffspezifisches Wissen, das für den MIG-Prozess 131 an Aluminium und die MAG-Prozesse an nichtrostenden Stählen benötigt wird
  • Eine Unterrichtseinheit entspricht durchgehend 45 Minuten, sodass sich der Gesamtumfang über alle Module präzise nachvollziehen lässt
  • Inhalte und Dauer weiterer, nicht standardmäßig gebuchter Module sind auf Anfrage erhältlich

Praxis-Block: Vom ersten Lichtbogen bis zur internationalen Prüfabnahme

  • Praktisches Einrichten von Schweißgeräten für MAG-Prozesse 135, 136 und 138
  • Praktisches Einrichten von Schweißgeräten für den MIG-Prozess 131 an Aluminium
  • Arbeiten mit Massivdrahtelektroden unter kontrollierten Übungsbedingungen
  • Arbeiten mit Fülldrahtelektroden und deren spezifischem Nahtverhalten
  • Schweißen von Kehlnähten in unterschiedlichen Zwangslagen
  • Schweißen von Stumpfnähten am Blech mit Wurzel-, Fülllagen- und Decklagenaufbau
  • Rohrschweißen an stehenden und liegenden Rohrpositionen
  • Umgang mit nichtrostenden Stählen und deren typischen Schweißfehlern
  • Umgang mit Aluminium und Aluminiumlegierungen inklusive Vorwärm- und Reinigungsschritten
  • Sichtprüfung und einfache zerstörungsfreie Prüfverfahren an eigenen Schweißnähten
  • Dokumentation von Schweißparametern für spätere Nachvollziehbarkeit
  • Vorbereitung und Simulation der jeweiligen Modulprüfungen unter realen Prüfbedingungen

Der hohe Praxisanteil zieht sich durch alle sechs Module und macht einen Großteil der insgesamt mehreren hundert Unterrichtseinheiten aus. Übung und Fachkunde greifen dabei ineinander: Wer die Theorie zu Werkstoffverhalten, Nahtvorbereitung und Prüfkriterien versteht, kann die praktischen Übungsphasen gezielter nutzen und Fehler schneller selbst erkennen. Am Ende jeder Ausbildungsstufe steht eine eigenständige Prüfung, sodass der Ausbildungsweg nicht nur ein Gesamtzertifikat, sondern eine Abfolge nachweisbarer Teilqualifikationen ergibt. Dieser stufenweise Aufbau erlaubt es, den Fortschritt kontinuierlich zu kontrollieren und bei Bedarf gezielt an einzelnen Schweißpositionen oder Werkstoffen nachzuarbeiten, bevor die nächste Stufe angegangen wird.

Lernziele:

  • Die MAG-Prozesse 135, 136 und 138 an ferritischen und nichtrostenden Stählen sicher anwenden
  • Den MIG-Prozess 131 an Aluminium und Aluminiumlegierungen korrekt einsetzen
  • Kehlnähte in der Basisqualifikation nach Modul M 1 normgerecht ausführen
  • Die internationale Kehlnahtschweißer-Prüfung nach DIN EN ISO 9606 in Modul M 2 bestehen
  • Blechschweißungen in der Basisqualifikation nach Modul M 3 sauber und maßhaltig herstellen
  • Die internationale Blechschweißer-Prüfung nach DIN EN ISO 9606 in Modul M 4 erfolgreich ablegen
  • Rohrschweißungen in der Basisqualifikation nach Modul M 5 unter erschwerten Positionsbedingungen umsetzen
  • Die internationale Rohrschweißer-Prüfung nach DIN EN ISO 9606 in Modul M 6 erfolgreich absolvieren
  • Werkstofftypische Fachkunde für nichtrostende Stähle im Modul PSS anwenden
  • Werkstofftypische Fachkunde für Aluminium im Modul PAL anwenden
  • Fülldraht- und Massivdrahtelektroden je nach Anwendungsfall zielgerichtet auswählen
  • Schweißnähte anhand der in der Ausbildung vermittelten Prüfkriterien selbst bewerten

Zielgruppe & Voraussetzungen

Die Ausbildung richtet sich an Personen, die sich als Metall-Schutzgasschweißer international qualifizieren möchten und dafür eine strukturierte, prüfungsbasierte Laufbahn suchen. Angesprochen sind sowohl Neueinsteigende mit erster metallverarbeitender Grunderfahrung als auch bereits in der Metallbearbeitung tätige Fachkräfte, die ihre Schweißfertigkeiten auf ein anerkanntes internationales Niveau heben wollen.

  • Personen mit Interesse an einer praxisnahen, prüfungsorientierten Schweißausbildung
  • Fachkräfte aus der Metallbearbeitung, die eine internationale Zusatzqualifikation anstreben
  • Quereinsteigende mit handwerklichem Geschick und Interesse an Metallverarbeitung
  • Beschäftigte, die im Betrieb künftig MAG- und MIG-Schweißarbeiten übernehmen sollen
  • Personen, die eine anerkannte Schweißerprüfbescheinigung nach DIN EN ISO 9606 anstreben
Voraussetzungen:

Für den Einstieg ist eine Grundausbildung in der Metallbearbeitung zweckmäßig, da die Ausbildung direkt mit praktischen Schweißübungen beginnt. Vertiefte Vorkenntnisse im Schutzgasschweißen selbst werden nicht vorausgesetzt, da die sechs Module konsequent von der Basisqualifikation an aufbauen. Wichtiger als Vorwissen ist die Bereitschaft, sich über mehrere Ausbildungsstufen hinweg mit wechselnden Werkstoffen und Schweißpositionen auseinanderzusetzen und die jeweiligen Modulprüfungen zu bestehen.

Ablauf & Abschluss

Der Unterricht findet in Präsenzform und in Vollzeit statt, was dem hohen praktischen Übungsanteil an Schweißgeräten und Werkstücken entspricht. Fachkunde und praktische Übung wechseln sich innerhalb jedes Moduls ab, sodass theoretisches Wissen zu Werkstoffen und Normen unmittelbar am eigenen Schweißstück angewendet werden kann. Die klare Modulstruktur mit definierten Unterrichtseinheiten schafft dabei einen nachvollziehbaren roten Faden durch alle sechs Ausbildungsstufen.

Der Gesamtumfang ergibt sich aus der Summe der sechs Module mit ihren jeweiligen Übungs-, Fachkunde- und Prüfungsanteilen, die in Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten angegeben sind. Allein die Module M 1 bis M 6 summieren sich auf mehrere hundert Unterrichtseinheiten praktischer Übung, ergänzt um Fachkunde- und Prüfungszeiten. Inhalte und Dauer weiterer, individuell zubuchbarer Module sind auf Anfrage erhältlich, sodass sich der Gesamtumfang je nach gewähltem Ausbildungsweg unterscheiden kann.

Nach bestandener theoretischer und praktischer Prüfung erhalten Teilnehmende das jeweilige DVS-IIW/EWF-Zeugnis als Internationaler Kehlnaht-, Blech- oder Rohrschweißer sowie die zugehörigen Schweißerprüfbescheinigungen nach DIN EN ISO 9606. Da jede der sechs Ausbildungsstufen mit einer eigenen Prüfung abschließt, entsteht ein gestuftes Qualifikationsprofil, das einzelne Kompetenzbereiche wie Kehlnaht-, Blech- und Rohrschweißen separat nachweist.

Nutzen & Perspektiven

Wer diese Ausbildung durchläuft, verfügt am Ende über ein Schweißerprofil, das nach den international anerkannten Standards des International Institute of Welding und der EWF geprüft wurde. Das ist ein handfester Unterschied zu rein betriebsintern erworbenen Fertigkeiten, weil die Prüfbescheinigungen nach DIN EN ISO 9606 branchenweit und über Ländergrenzen hinweg als Nachweis gelten. Der stufenweise Aufbau von der Kehlnaht über das Blech bis zum Rohr bildet zugleich die typische Praxisrealität in vielen Fertigungs- und Montagebetrieben ab, in denen unterschiedliche Nahtformen und Werkstücke nebeneinander vorkommen. Wer alle sechs Module durchläuft, ist damit nicht auf eine einzelne Anwendung spezialisiert, sondern kann je nach Auftragslage flexibel zwischen Kehlnaht-, Blech- und Rohrschweißarbeiten wechseln. Durch die Einbindung der werkstoffspezifischen Module für nichtrostende Stähle und Aluminium deckt die Ausbildung zudem zwei Materialgruppen ab, die in der modernen Metallverarbeitung unterschiedliche Anforderungen an Schweißtechnik und Vorbereitung stellen. Diese Kombination aus MAG-Verfahren an Stahl und MIG-Verfahren an Aluminium innerhalb eines einzigen Ausbildungsweges macht das erworbene Profil vielseitig einsetzbar.

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Arbeitsmarkt-Report

Bau- und Handwerksbetriebe melden seit 2021 anhaltenden Fachkräftemangel — besonders im Bereich energetische Sanierung, Wärmepumpen-Installation und Energieberatung. Wer auf Effizienz-Themen spezialisiert ist, profitiert direkt von KfW-Programmen und BEG-Förderung.

Einstieg (0-2 J.):34.000–44.000 €
Mittel (3-7 J.):44.000–58.000 €
Senior (8+ J.):60.000–82.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • Schweißtechniker/Schweißtechnikerin
    67 Stellen
  • Schweißwerkmeister/Schweißwerkmeisterin
    52 Stellen
  • Glasermeister/Glasermeisterin/Bachelor Professional im Glaser-Handwerk
    22 Stellen

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Schweißverfahren werden in der Ausbildung vermittelt?

Vermittelt werden die MAG-Prozesse 135, 136 und 138 für ferritische und nichtrostende Stähle sowie der MIG-Prozess 131 für Aluminium und Aluminiumlegierungen. Beide Verfahren werden sowohl mit Massiv- als auch mit Fülldrahtelektroden geübt.

Wie ist die Ausbildung strukturiert?

Der Ausbildungsweg umfasst sechs Stufen von Modul M 1 bis M 6, beginnend mit der Basisqualifikation Kehlnahtschweißen und endend mit dem internationalen Rohrschweißer. Jede Stufe besteht aus praktischer Übung, teils ergänzender Fachkunde und einer Modulprüfung.

Welchen Abschluss erhalte ich?

Nach bestandener Prüfung erhalten Teilnehmende das DVS-IIW/EWF-Zeugnis als Internationaler Kehlnaht-, Blech- oder Rohrschweißer sowie die entsprechende Schweißerprüfbescheinigung nach DIN EN ISO 9606.

Welche Vorkenntnisse benötige ich?

Eine Grundausbildung in der Metallbearbeitung ist zweckmäßig. Vertiefte Kenntnisse im Schutzgasschweißen selbst werden nicht vorausgesetzt, da die Ausbildung mit der Basisqualifikation beginnt.

Findet der Unterricht in Präsenz statt?

Ja, aufgrund des hohen praktischen Übungsanteils an Schweißgeräten findet die Ausbildung in Präsenzform und in Vollzeit statt.