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Internationaler Lichtbogenhandschweißer DVS-IIW 1111 – Kurs

Sechsstufige Ausbildung zum Internationalen Lichtbogenhandschweißer nach DVS-IIW/EWF 1111 — von der Kehlnaht bis zum Rohrschweißen mit IIW-Zeugnis.

Auf einen Blick

DauerSechs AusbildungsstufeØ am Markt
FormatPräsenzflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Der internationale Schweißerpass nach DVS-IIW/EWF-Richtlinie 1111 gehört zu den anerkanntesten Qualifikationen im Lichtbogenhandschweißen (E-Handschweißen) weltweit. Diese Ausbildung führt Schritt für Schritt durch alle sechs Ausbildungsstufen — von der Basisqualifikation im Kehlnahtschweißen (E1) bis zum internationalen Rohrschweißer mit IIW-Zeugnis (E6). Sie orientiert sich an den Standards des International Institute of Welding (IIW) und der European Federation for Welding, Joining and Cutting (EWF) und berücksichtigt dabei auch werkstofftypische Anforderungen bis hin zu nichtrostenden Stählen. Wer die Ausbildung durchläuft, erwirbt eine internationale anerkannte Qualifikation, die in Metallbau, Anlagenbau und Rohrleitungsbau gleichermaßen gefragt ist.

Berufliche FachweiterbildungInhaltsstand 05.07.2026

Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen

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Anbieter

1

an 2 Standorten

Angebote

2

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Kommende Termine

0

an 2 erfassten Orten

Regionen

1 Bundesländer

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

DVS-IIW/EWF-Zeugnis je Stufe sowie Schweißerprüfbescheinigung nach DIN EN ISO 9606

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz

Lernformen

  • Präsenzunterricht

Zeitmodelle

  • Vollzeit

Gemeldete Preisgruppen

  • über 10.000 €

Häufige Kursorte

  • Greifswald
  • Rostock

Bundesländer

  • Mecklenburg-Vorpommern

Vermittelte Kompetenzen

  • Lichtbogenhandschweißen
  • Kehlnahtschweißen
  • Blechschweißen
  • Rohrschweißen
  • DIN EN ISO 9606
  • DVS-IIW/EWF 1111
  • Schweißnahtprüfung
  • Werkstoffkunde

Zugeordnete Zielberufe

  • Helfer/Helferin im Metallbau252.165 Stellen/12 Mon.
  • Schweißer/Schweißerin17.675 Stellen/12 Mon.
  • Schweißfachmann/Schweißfachfrau259 Stellen/12 Mon.
  • Elektroschweißer/Elektroschweißerin125 Stellen/12 Mon.
  • Schweißtechniker/Schweißtechnikerin67 Stellen/12 Mon.
  • Autogenschweißer/Autogenschweißerin49 Stellen/12 Mon.

Datenbasis: 36 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Modul E1 — Basisqualifikation Kehlnahtschweißen: Die Ausbildung beginnt mit den Grundlagen des Lichtbogenhandschweißens an Kehlnähten. Hier werden Elektrodenführung, Lichtbogenlänge und Nahtaufbau systematisch eingeübt.

  • Grundhaltung, Elektrodenführung und Zündtechniken
  • Aufbau von Kehlnähten in der Grundposition
  • Umgang mit unterschiedlichen Elektrodentypen
  • Einstellung geeigneter Schweißparameter
  • Fachkundlicher Unterricht zu Werkstoffen und Stromquellen (5 UE)
  • Praktische Übungen im Umfang von 87 UE, Abschluss mit Prüfung (4 UE)

Modul E2 — Internationaler Kehlnahtschweißer (IIW-Zeugnis): Aufbauend auf E1 folgt die Qualifikation zum internationalen Kehlnahtschweißer mit Schweißerprüfbescheinigung nach DIN EN ISO 9606.

  • Kehlnahtschweißen in anspruchsvolleren Positionen
  • Vertiefte Fachkunde zu Normen und Prüfverfahren (20 UE)
  • Praktische Übungen im Umfang von 56 UE
  • Vorbereitung auf die theoretische und praktische Prüfung (4 UE)
  • Erwerb des internationalen IIW-Zeugnisses nach bestandener Prüfung
  • Dokumentation der Schweißnahtqualität nach Normvorgaben

Modul E3 — Basisqualifikation Blechschweißen: Der dritte Baustein überträgt die bisherigen Fertigkeiten auf das Schweißen von Blechverbindungen, die andere Anforderungen an Nahtvorbereitung und Positionierung stellen.

  • Nahtvorbereitung und Wurzelschweißung an Blechen
  • Schweißen in verschiedenen Grundpositionen (PA, PB)
  • Vermeidung typischer Blechschweißfehler wie Bindefehler und Poren
  • Umgang mit unterschiedlichen Blechstärken
  • Praktische Übungen im Umfang von 76 UE
  • Abschlussprüfung im Umfang von 4 UE

Modul E4 — Internationaler Blechschweißer (IIW-Zeugnis): Dieser Block führt zur Qualifikation als internationaler Blechschweißer mit Prüfbescheinigung nach DIN EN ISO 9606.

  • Blechschweißen in erweiterten Zwangslagen
  • Vertiefte Fachkunde zu Prüfnormen und Güteklassen (18 UE)
  • Praktische Übungen im Umfang von 74 UE
  • Abschließende theoretische und praktische Prüfung (4 UE)
  • Qualitätssicherung und Sichtprüfung eigener Nähte
  • Erwerb des internationalen IIW-Zeugnisses für Blechschweißer

Praxis-Block — Rohrschweißen und Prüfungsvorbereitung

  • Basisqualifikation Rohrschweißen mit 132 UE Übungsanteil
  • Schweißen an Rohren in der Zwangslage (Position PH)
  • Nahtvorbereitung an Rohrverbindungen unterschiedlicher Durchmesser
  • Wurzel-, Fülllagen- und Decklagenschweißung am Rohr
  • Umgang mit Wurzelschutzgas bei Rohrschweißungen
  • Vorbereitende Prüfung im Rahmen der Basisqualifikation (12 UE)
  • Aufbaustufe zum internationalen Rohrschweißer mit 85 UE Übungspraxis
  • Vertiefte Fachkunde zu Rohrschweißnormen (7 UE)
  • Schweißen komplexer Rohrverbindungen unter Prüfungsbedingungen
  • Abschließende IIW-Prüfung im Rohrschweißen (12 UE)
  • Erwerb des internationalen IIW-Zeugnisses für Rohrschweißer nach DIN EN ISO 9606
  • Zusammenführung aller Positionen (PA bis PH) in einer Gesamtübersicht

Der gesamte Ausbildungsweg ist so aufgebaut, dass jede Stufe auf der vorherigen aufbaut: von der einfachen Kehlnaht in Grundposition bis zur komplexen Rohrschweißung in Zwangslage. Diese Systematik entspricht dem international einheitlichen IIW-Curriculum und stellt sicher, dass am Ende jeder Stufe ein geprüfter, nachvollziehbarer Kompetenzstand steht. Wer alle sechs Module durchläuft, verfügt über eine breite praktische Basis im Lichtbogenhandschweißen, die sowohl im Stahl- und Metallbau als auch im Rohrleitungs- und Anlagenbau eingesetzt werden kann. Die einzelnen IIW-Zeugnisse sind zudem unabhängig voneinander anerkannt, sodass auch ein Einstieg über einzelne Module möglich ist.

Lernziele:

  • Grundlagen des Lichtbogenhandschweißens (E-Handschweißen) sicher beherrschen
  • Kehlnähte in unterschiedlichen Positionen fachgerecht ausführen
  • Blechschweißungen normgerecht nach DIN EN ISO 9606 durchführen
  • Rohrschweißungen einschließlich anspruchsvoller Zwangslagen erlernen
  • Werkstofftypische Besonderheiten, auch bei nichtrostenden Stählen, berücksichtigen
  • Schweißnähte auf Sichtprüfungsebene beurteilen und Fehler erkennen
  • Elektrodenauswahl und Schweißparameter auf die Schweißaufgabe abstimmen
  • Sicherheitsvorschriften und Arbeitsschutz beim Lichtbogenhandschweißen einhalten
  • Prüfstücke unter praxisnahen Bedingungen anfertigen
  • Fachkundliches Grundlagenwissen zu Werkstoffen und Schweißverfahren aufbauen
  • Sich auf die theoretische und praktische IIW-Prüfung gezielt vorbereiten
  • Eigene Schweißnähte selbstständig kontrollieren und nachbessern

Zielgruppe & Voraussetzungen

Die Ausbildung richtet sich an Personen mit handwerklichem Geschick, die im Metallbau, Stahlbau oder Rohrleitungsbau tätig werden oder ihre bestehenden Schweißkenntnisse international zertifizieren lassen möchten. Eine Grundausbildung in der Metallbearbeitung erleichtert den Einstieg, ist aber nicht zwingend erforderlich.

  • Personen mit handwerklichem Interesse an der Metallbearbeitung
  • Quereinsteiger mit Grundkenntnissen in der Metallverarbeitung
  • Fachkräfte, die eine international anerkannte Schweißerqualifikation anstreben
  • Beschäftigte im Anlagen-, Rohrleitungs- oder Stahlbau
  • Personen, die sich für den Beruf des Schweißers neu orientieren möchten
Voraussetzungen:

Eine Grundausbildung in der Metallbearbeitung ist zweckmäßig, da sie den Einstieg in die praktischen Übungen erleichtert. Zwingend erforderlich ist sie jedoch nicht, sofern handwerkliches Geschick und die Bereitschaft zu intensiver praktischer Übung vorhanden sind. Körperliche Eignung für die Arbeit mit Schweißgeräten sowie das Einhalten von Sicherheits- und Arbeitsschutzvorschriften werden vorausgesetzt. Da die einzelnen Module aufeinander aufbauen, ist der erfolgreiche Abschluss der jeweils vorherigen Stufe Voraussetzung für die nächsthöhere Qualifikation.

Ablauf & Abschluss

Der überwiegende Teil der Ausbildung findet in praktischen Übungseinheiten an der Schweißstation statt, ergänzt durch kompakte Fachkundeblöcke zu Normen, Werkstoffen und Prüfverfahren. Jede Ausbildungsstufe schließt mit einer eigenen theoretischen und praktischen Prüfung ab, sodass der Lernfortschritt kontinuierlich überprüft wird. Die praktische Übungszeit macht den mit Abstand größten Anteil jeder Stufe aus — von 56 bis über 130 Unterrichtseinheiten je nach Modul. Eine Unterrichtseinheit (UE) umfasst dabei mindestens 45 Minuten.

Der Gesamtumfang der sechs Ausbildungsstufen liegt bei über 600 Unterrichtseinheiten, verteilt auf Übungspraxis, Fachkunde und Prüfungen. Die einzelnen Module unterscheiden sich deutlich im Umfang: Während die Kehlnaht-Basisqualifikation (E1) mit 87 UE Übungspraxis startet, umfasst allein die Rohrschweiß-Basisqualifikation (E5) 132 UE praktische Übung. Eine Teilnahme an einzelnen Modulen ist ebenso möglich wie der Durchlauf des kompletten sechsstufigen Programms.

Nach bestandener theoretischer und praktischer Prüfung jeder Stufe erhalten Teilnehmende das entsprechende DVS-IIW/EWF-Zeugnis als Internationaler Kehlnaht-, Blech- oder Rohrschweißer sowie die zugehörige Schweißerprüfbescheinigung nach DIN EN ISO 9606. Diese Zeugnisse sind international anerkannt und dokumentieren die jeweils erreichte Qualifikationsstufe unabhängig voneinander.

Nutzen & Perspektiven

Ein international anerkanntes IIW-Zeugnis öffnet Türen weit über den regionalen Arbeitsmarkt hinaus. Schweißfachkräfte mit DVS-IIW/EWF-Qualifikation werden im Metall-, Anlagen- und Rohrleitungsbau gesucht, gerade weil ihre Nachweise nach einheitlichen internationalen Standards geprüft und dokumentiert sind. Der stufenweise Aufbau der Ausbildung sorgt dafür, dass keine Kompetenzlücke entsteht: Wer beim Kehlnahtschweißen beginnt und sich bis zum Rohrschweißen vorarbeitet, deckt am Ende praktisch alle in der Praxis vorkommenden Schweißaufgaben im Lichtbogenhandschweißen ab. Das macht Absolventen zu vielseitig einsetzbaren Fachkräften, die nicht nur für einen einzelnen Auftragstyp qualifiziert sind. Gerade in Branchen mit hohem Sicherheitsanspruch — etwa im Rohrleitungs- oder Druckbehälterbau — ist die normgerechte Prüfung nach DIN EN ISO 9606 ein entscheidender Nachweis gegenüber Auftraggebern. Wer diese Ausbildung abgeschlossen hat, kann seine Schweißqualität objektiv belegen und ist damit für anspruchsvolle Aufträge im In- und Ausland qualifiziert.

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Arbeitsmarkt-Report

Konstruktion, CAD und industrielle Fertigung sind durchgehend gefragt — die Transformation Richtung E-Mobilität, Energietechnik und Industrie 4.0 schafft zusätzliche Spezialisten-Rollen. CAD-/Simulation-Software-Kenntnisse sind Türöffner.

Einstieg (0-2 J.):38.000–46.000 €
Mittel (3-7 J.):50.000–65.000 €
Senior (8+ J.):68.000–88.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • Helfer/Helferin im Metallbau
    252.165 Stellen
  • Schweißer/Schweißerin
    17.675 Stellen
  • Schweißfachmann/Schweißfachfrau
    259 Stellen
  • Elektroschweißer/Elektroschweißerin
    125 Stellen
  • Schweißtechniker/Schweißtechnikerin
    67 Stellen
  • Autogenschweißer/Autogenschweißerin
    49 Stellen

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was bedeuten die Ausbildungsstufen E1 bis E6?

Die sechs Stufen bauen aufeinander auf: E1 und E2 behandeln das Kehlnahtschweißen, E3 und E4 das Blechschweißen, E5 und E6 das Rohrschweißen, jeweils mit Basisqualifikation und darauf aufbauender internationaler Zertifizierung mit IIW-Zeugnis.

Brauche ich Vorkenntnisse im Schweißen für den Einstieg?

Eine Grundausbildung in der Metallbearbeitung ist zweckmäßig, aber nicht zwingend erforderlich. Wichtiger sind handwerkliches Geschick und die Bereitschaft zu intensiver praktischer Übung.

Welchen Abschluss erhalte ich nach den Prüfungen?

Nach bestandener theoretischer und praktischer Prüfung erhalten Sie je Stufe das entsprechende DVS-IIW/EWF-Zeugnis sowie die Schweißerprüfbescheinigung nach DIN EN ISO 9606.

Wie viel praktische Übungszeit umfasst die Ausbildung?

Der praktische Übungsanteil variiert je Modul zwischen 56 und 132 Unterrichtseinheiten. Insgesamt kommen über alle sechs Stufen mehrere Hundert Unterrichtseinheiten an praktischer Schweißpraxis zusammen.

Kann ich auch nur einzelne Module belegen?

Ja, die einzelnen IIW-Zeugnisse sind unabhängig voneinander anerkannt. Ein Einstieg über einzelne Module ist möglich, wobei jede Stufe auf dem erfolgreichen Abschluss der vorherigen aufbaut.