Brennschneiden von Hand nach DVS 1185-1 – Weiterbildung
Praktische Ausbildung im Brennschneiden metallischer Werkstoffe von Hand nach dem DVS-Merkblatt 1185-1, inklusive Gerätehandhabung, Sicherheitstechnik und Schneidqualität – Abschluss mit DVS-Bescheinigung.
Auf einen Blick
Überblick
Brennschneiden gehört zu den grundlegenden thermischen Trennverfahren in Metallbau, Schweißtechnik und Instandhaltung: Mit einem Gemisch aus Brenngas und Sauerstoff werden metallische Werkstoffe gezielt durchtrennt. Dieser Kurs vermittelt das manuelle Brennschneiden nach dem DVS-Merkblatt 1185-1 – von den physikalischen Grundlagen des Verfahrens über die sichere Handhabung von Geräten und Gasen bis zur eigenständigen Ausführung sauberer, maßhaltiger Schnitte. Am Ende steht eine praxisnahe DVS-Bescheinigung, die die erworbene Schneidqualifikation dokumentiert.
Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen
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an 2 Standorten
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diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
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an 2 erfassten Orten
1 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
DVS-Bescheinigung
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Präsenzunterricht2×
Zeitmodelle
- Vollzeit2×
Gemeldete Preisgruppen
- 500–1.000 €2×
Häufige Kursorte
- Chemnitz1×
- Plauen1×
Bundesländer
- Sachsen2×
Vermittelte Kompetenzen
- Brennschneiden
- DVS 1185-1
- Gerätehandhabung
- Arbeitssicherheit
- Werkstoffkunde
- Schnittqualitätsprüfung
Zugeordnete Zielberufe
- Helfer/Helferin in der Metallerzeugung, Gießerei252.165 Stellen/12 Mon.
- Helfer/Helferin im Metallbau252.165 Stellen/12 Mon.
- Brennschneider/Brennschneiderin94 Stellen/12 Mon.
- Autogenschweißer/Autogenschweißerin49 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 14 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Grundlagen des Brennschneidens Der Einstieg vermittelt das physikalische Prinzip des thermischen Trennens und ordnet das Brennschneiden in die verwandten Verfahren der Metall- und Schweißtechnik ein.
- Das physikalische Prinzip des thermischen Trennens durch Brennschneiden verstehen
- Ablauf des Schneidvorgangs von der Vorwärmung bis zum Durchbrennen nachvollziehen
- Einsatzbereiche des Brennschneidens in Metallbau und Schweißtechnik einordnen
- Brennschneiden von anderen thermischen Trennverfahren abgrenzen
- Grundbegriffe der DVS-Regelwerke für das Brennschneiden kennenlernen
- Vor- und Nachteile des Verfahrens gegenüber mechanischen Trennverfahren einschätzen
Geräte, Gase und Sicherheitstechnik Sicherheit steht beim Umgang mit Brenngas und Sauerstoff an erster Stelle. Dieser Block vermittelt die fachgerechte Handhabung von Geräten und Gasen sowie die relevanten Schutzvorschriften.
- Aufbau und Funktionsweise eines Brennschneidbrenners nachvollziehen
- Brenngase wie Acetylen oder Propan in Kombination mit Sauerstoff sicher einsetzen
- Gasflaschen, Druckminderer und Schlauchleitungen fachgerecht anschließen
- Schneiddüsen passend zur Werkstückdicke und zum Brenngas auswählen
- Persönliche Schutzausrüstung für das Brennschneiden korrekt verwenden
- Brand- und Explosionsschutzvorschriften im Arbeitsalltag konsequent einhalten
Schneidtechnik nach DVS 1185-1 Im Zentrum des Kurses steht die eigentliche Schneidtechnik: die korrekte Vorbereitung, Durchführung und Kontrolle des Schnitts gemäß den Vorgaben des DVS-Merkblatts 1185-1.
- Den Schneidvorgang gemäß den Vorgaben des DVS-Merkblatts 1185-1 vorbereiten
- Werkstücke vor dem Schnitt korrekt positionieren und fixieren
- Schnittgeschwindigkeit an Werkstoff und Materialdicke anpassen
- Brennerführung für gerade und maßhaltige Schnitte kontrollieren
- Vorwärmflammen korrekt einstellen, bevor der Schneidsauerstoff zugeschaltet wird
- Schneidvorgänge an unterschiedlichen Blechdicken praktisch üben
Werkstoffe und Qualitätssicherung Nicht jeder Werkstoff eignet sich für das Brennschneiden. Dieser Block vermittelt, welche Materialien geeignet sind und woran sich eine saubere, maßhaltige Schnittkante erkennen lässt.
- Für das Brennschneiden geeignete Werkstoffe wie unlegierte und niedriglegierte Stähle erkennen
- Werkstoffe identifizieren, die sich für das Brennschneiden nicht oder nur eingeschränkt eignen
- Sichtbare Merkmale sauberer Schnittkanten von fehlerhaften Schnitten unterscheiden
- Typische Schnittfehler wie Bartbildung oder unsaubere Kanten erkennen und vermeiden
- Werkstücke maßgenau für nachfolgende Bearbeitungsschritte zuschneiden
- Die eigene Schneidqualität nach den Kriterien des Regelwerks selbst einschätzen
Praktische Schneidübungen an metallischen Werkstoffen Den größten Raum nimmt die praktische Arbeit am Werkstück ein: von der Gerätevorbereitung über einzelne Übungsschnitte bis zum eigenständig geplanten und ausgeführten Abschlusswerkstück.
- Ein Brennschneidgerät vollständig für den Einsatz vorbereiten
- Gasflaschen und Druckminderer eigenständig sicher anschließen
- Eine passende Schneiddüse für ein gegebenes Werkstück auswählen
- Einen geraden Schnitt an einem Stahlblech mittlerer Dicke ausführen
- Einen Schnitt an einem dickeren Werkstück mit angepasster Geschwindigkeit durchführen
- Eine Formschneidung nach vorgegebener Kontur ausführen
- Die eigene Schnittkante auf Sauberkeit und Maßhaltigkeit prüfen
- Einen fehlerhaften Schnitt analysieren und die Ursache bestimmen
- Sicherheitsvorkehrungen bei einem simulierten Zwischenfall korrekt anwenden
- Mehrere Werkstücke in Serie mit gleichbleibender Qualität zuschneiden
- Die eigene Arbeitsweise anhand der Vorgaben des DVS-Merkblatts 1185-1 überprüfen
- Ein Abschlusswerkstück eigenständig planen, zuschneiden und dokumentieren
Die vier Blöcke folgen dem tatsächlichen Ablauf einer Brennschneid-Qualifizierung: erst das physikalische Grundverständnis, dann die sichere Gerätehandhabung, anschließend die eigentliche Schneidtechnik nach DVS 1185-1 und zuletzt die Fähigkeit, die eigene Schnittqualität selbst zu beurteilen. Am Ende steht nicht nur theoretisches Wissen über das Verfahren, sondern praktische Schneidfertigkeit an realen metallischen Werkstoffen – die Grundlage für den sicheren Einsatz des Brennschneidens im beruflichen Alltag.
Lernziele:
- Das physikalische Prinzip des Brennschneidens nachvollziehen
- Brenngase und Sauerstoff sicher auswählen und dosieren
- Brennschneidgeräte und Zubehör fachgerecht handhaben
- Gasflaschen und Druckminderer sicher anschließen und bedienen
- Schneiddüsen passend zur Werkstückdicke auswählen
- Den Schneidvorgang nach DVS 1185-1 korrekt vorbereiten und durchführen
- Schnittgeschwindigkeit und Brennerführung für saubere Schnittkanten kontrollieren
- Persönliche Schutzausrüstung und Sicherheitsvorkehrungen konsequent einhalten
- Brand- und Explosionsgefahren beim Umgang mit Brenngasen einschätzen und vermeiden
- Geeignete und ungeeignete Werkstoffe für das Brennschneiden unterscheiden
- Schnittqualität anhand sichtbarer Merkmale beurteilen und Fehler korrigieren
- Werkstücke für nachfolgende Bearbeitungsschritte maßgenau zuschneiden
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Arbeitssuchende und Arbeitnehmer:innen mit schweißtechnischem Interesse, die eine praxisnahe Qualifikation im Brennschneiden metallischer Werkstoffe erwerben möchten. Er eignet sich sowohl für den Einstieg in schweiß- und metalltechnische Berufe als auch für Fachkräfte, die ihr technisches Kompetenzprofil erweitern möchten.
- Arbeitssuchende mit Interesse an einer praxisnahen Metall- oder Schweißqualifikation
- Angehende Schweißer:innen, die ihr Verfahrensrepertoire um das Brennschneiden erweitern möchten
- Metallbauer:innen und Metallfacharbeiter:innen mit Interesse an thermischen Trennverfahren
- Arbeitnehmer:innen, die im Betrieb künftig Brennschneidarbeiten übernehmen möchten
Voraussetzung ist ein Mindestalter von 18 Jahren sowie normale körperliche Leistungsfähigkeit, da die praktischen Schneidübungen körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten mit Schutzausrüstung umfassen.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs findet als Präsenzunterricht statt und verbindet kurze theoretische Einheiten mit einem hohen Anteil praktischer Schneidübungen an realen metallischen Werkstücken. Neue Techniken werden zunächst vorgeführt und anschließend unter Anleitung selbst geübt, bis die Vorgaben des DVS-Merkblatts 1185-1 sicher eingehalten werden.
Die Ausbildung findet in Vollzeit statt, sodass sich die praktischen Fertigkeiten im Brennschneiden in einem zusammenhängenden Zeitraum aufbauen lassen. Der Aufbau führt von den Grundlagen über die Gerätehandhabung bis zur eigenständigen, qualitätsgesicherten Schneidausführung.
Der Kurs schließt mit einer DVS-Bescheinigung ab, die die erworbene praktische Qualifikation im Brennschneiden nach dem DVS-Merkblatt 1185-1 dokumentiert. Es handelt sich um einen anerkannten Nachweis im Bereich der Schweiß- und Trenntechnik, ausgestellt auf Basis der Regelwerke des Deutschen Verbands für Schweißen und verwandte Verfahren (DVS).
Nutzen & Perspektiven
Brennschneiden ist trotz moderner Verfahren wie Plasma- oder Laserschneiden in vielen Betrieben nach wie vor gefragt, gerade bei dickeren Werkstücken, mobilen Einsätzen oder Instandhaltungsarbeiten, bei denen sich stationäre Schneidanlagen nicht einsetzen lassen. Wer das Verfahren sicher beherrscht, bringt eine Fertigkeit mit, die in Metallbau, Schweißtechnik und Instandhaltung breit einsetzbar ist. Der Mehrwert dieses Kurses liegt in der konsequenten Ausrichtung an einem anerkannten Regelwerk: Statt Brennschneiden nur nach Gefühl zu erlernen, orientieren sich alle Übungen an den Vorgaben des DVS-Merkblatts 1185-1, sodass die erworbene Schnittqualität nachvollziehbaren, überprüfbaren Kriterien entspricht. Für den beruflichen Einstieg oder die Erweiterung des eigenen Verfahrensrepertoires bedeutet das einen klaren Vorteil: Die DVS-Bescheinigung dokumentiert eine praxisnah geprüfte Fertigkeit, die sich unmittelbar in handwerklichen und industriellen Metallberufen einsetzen lässt.
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Arbeitsmarkt-Report
Konstruktion, CAD und industrielle Fertigung sind durchgehend gefragt — die Transformation Richtung E-Mobilität, Energietechnik und Industrie 4.0 schafft zusätzliche Spezialisten-Rollen. CAD-/Simulation-Software-Kenntnisse sind Türöffner.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Helfer/Helferin in der Metallerzeugung, Gießerei252.165 Stellen
- Helfer/Helferin im Metallbau252.165 Stellen
- Brennschneider/Brennschneiderin94 Stellen
- Autogenschweißer/Autogenschweißerin49 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was genau ist Brennschneiden?
Brennschneiden ist ein thermisches Trennverfahren, bei dem metallische Werkstoffe mit einem Gemisch aus Brenngas und Sauerstoff gezielt durchtrennt werden. Der Kurs vermittelt das Verfahren von Hand nach dem DVS-Merkblatt 1185-1.
Welche Werkstoffe lassen sich brennschneiden?
Vor allem unlegierte und niedriglegierte Stähle eignen sich für das Brennschneiden. Der Kurs vermittelt auch, welche Werkstoffe sich für das Verfahren nicht oder nur eingeschränkt eignen.
Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?
Erforderlich sind ein Mindestalter von 18 Jahren sowie normale körperliche Leistungsfähigkeit, da die praktischen Übungen mit Schutzausrüstung körperlich anspruchsvoll sind.
Wie praxisnah ist die Ausbildung?
Sehr praxisnah: Nach kurzen theoretischen Einheiten üben die Teilnehmenden überwiegend praktisch an realen metallischen Werkstücken, unter Anleitung und mit steigendem Schwierigkeitsgrad.
Welchen Abschluss erhalte ich am Ende?
Eine DVS-Bescheinigung, die die erworbene praktische Qualifikation im Brennschneiden nach dem DVS-Merkblatt 1185-1 dokumentiert.