Change Management mit Scrum: Weiterbildung
Weiterbildung zu Change Management mit Scrum als agilem Rahmenwerk: Wie Veränderungsprozesse in Organisationen strukturiert begleitet und mit agilen Methoden operativ umgesetzt werden.
Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:
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Kurzantworten zum Kurs
Einordnung: Zertifikatsqualifizierung
- Wie lange dauert der Kurs?
- Die Weiterbildung ist als kompakte, berufsbegleitende Qualifizierung konzipiert, die Change-Management-Grundlagen mit der Einführung in Scrum verbindet. Der zeitliche Umfang richtet sich nach dem individuell gewählten Format und wird bei der Anmeldung mit dem Anbieter abgestimmt. Details
- Welcher Abschluss ist vorgesehen?
- Die Weiterbildung schließt mit einem trägerinternen Zertifikat bzw. einer Teilnahmebescheinigung im Bereich Change Management ab, ergänzt um den Nachweis erworbener E-Learning-Fähigkeiten und weiterer Soft Skills. Es handelt sich nicht um eine externe Zertifizierungsprüfung eines Herstellers oder… Details
- Welche Voraussetzungen gelten?
- Vorausgesetzt wird die Fähigkeit, selbstständig und konzeptionell zu arbeiten, sowie sehr gute Deutschkenntnisse. Da die Weiterbildung auf bereits vorhandene Berufserfahrung im Change Management aufbaut, profitieren Teilnehmende am meisten, wenn sie bereits mit Veränderungsprozessen in… Details
Worum geht es in diesem Kurs?
Diese Weiterbildung verbindet zwei Perspektiven auf organisationalen Wandel: die strategische Seite des Change Managements mit der operativen Seite der agilen Zusammenarbeit nach Scrum. Wer bereits Berufserfahrung im Veränderungsmanagement mitbringt, lernt hier, wie sich Transformationsvorhaben nicht nur kommunikativ und kulturell begleiten, sondern auch mit einem konkreten agilen Rahmenwerk strukturieren lassen. Scrum dient dabei als praktisches Werkzeug, um Veränderungsschritte in überschaubare, iterative Arbeitszyklen zu übersetzen, statt Transformation als einmaliges Großprojekt zu behandeln.
Was lernst du in diesem Kurs?
Der erste Modulblock legt die Grundlagen des Change Managements. Im Zentrum steht die Frage, warum Veränderungen in Organisationen scheitern oder gelingen, und welche Phasenmodelle sich zur Einordnung eignen.
- Ursachen und Auslöser organisationaler Veränderungsprozesse
- Klassische Phasenmodelle des Change Managements
- Rollen im Veränderungsprozess: Sponsoren, Change Agents, Betroffene
- Diagnoseinstrumente zur Einschätzung der Veränderungsbereitschaft
- Umgang mit Widerständen und emotionalen Reaktionen auf Wandel
- Kommunikation als zentrales Steuerungsinstrument im Change-Prozess
Der zweite Modulblock führt in die Grundlagen von Scrum als agiles Rahmenwerk ein. Anders als starre Projektpläne setzt Scrum auf kurze, wiederholte Arbeitszyklen mit fest definierten Rollen und Ritualen.
- Die drei Rollen im Scrum-Team: Product Owner, Scrum Master, Entwicklungsteam
- Aufbau und Funktion des Product Backlogs
- Sprint Planning, Sprint Review und Sprint Retrospektive als feste Termine
- Das Daily Scrum als kurzes Abstimmungsformat
- Definition of Done als Qualitätskriterium für fertige Arbeitsergebnisse
- Grundprinzipien von Transparenz, Überprüfung und Anpassung in Scrum
Der dritte Modulblock verknüpft beide Themenfelder und zeigt, wie sich Scrum als Vorgehensmodell auf Veränderungsvorhaben übertragen lässt. Statt Transformation als starres Projekt mit festem Endtermin zu planen, werden Veränderungsschritte in Sprints gegliedert und regelmäßig überprüft.
- Übertragung des Sprint-Gedankens auf Veränderungsetappen
- Aufbau eines Change-Backlogs mit priorisierten Handlungsschritten
- Retrospektiven zur Auswertung und Nachjustierung von Change-Handlungsschritten
- Iterative Kommunikation statt einmaliger Kick-off-Veranstaltungen
- Umgang mit sich ändernden Rahmenbedingungen während eines Transformationsvorhabens
- Grenzen des agilen Vorgehens bei stark regulierten oder hierarchischen Organisationen
Der vierte Modulblock widmet sich der praktischen Anwendung anhand konkreter Fallsituationen aus dem Berufsalltag. Hier wird das theoretische Wissen aus den ersten drei Blöcken in simulierten Veränderungsszenarien angewendet und durchdacht.
- Erarbeitung eines Change-Backlogs für ein fiktives Transformationsvorhaben
- Simulation einer Sprint-Planung für Veränderungsschritte
- Durchführung einer Retrospektive zu einem abgeschlossenen Change-Zyklus
- Erstellung eines Kommunikationsplans für unterschiedliche Zielgruppen im Unternehmen
- Analyse von Widerstandsmustern anhand realitätsnaher Fallbeispiele
- Moderationsübungen für Daily-Formate im Veränderungskontext
- Entwicklung von Kennzahlen zur Erfolgsmessung eines Change-Vorhabens
- Bewertung, wann ein agiles und wann ein klassisches Vorgehen sinnvoller ist
- Übertragung der Scrum-Rollen auf ein Change-Team im eigenen Arbeitsumfeld
- Rückschau der eigenen Kommunikationsmuster in Veränderungssituationen
- Erarbeitung eines persönlichen Vorgehensplans für ein reales oder geplantes Transformationsvorhaben
- Abschließende Gruppendiskussion zu Erfolgsfaktoren und Stolpersteinen
In den Übungen wechseln sich Einzel- und Gruppenarbeiten ab, sodass sowohl die konzeptionelle Durchdringung als auch die praktische Anwendung Raum finden. Die Teilnehmenden bringen dabei eigene berufliche Erfahrungen ein und spiegeln diese an den vorgestellten Modellen. Am Ende der Weiterbildung steht ein Verständnis dafür, dass Change Management und agiles Arbeiten sich nicht ausschließen, sondern sinnvoll ergänzen können, wenn Transformationsvorhaben in überschaubare, überprüfbare Etappen gegliedert werden.
Lernziele:
Nach Abschluss der Weiterbildung sind die Teilnehmenden in der Lage, folgende Kompetenzen in der beruflichen Praxis einzusetzen.
- Change-Management-Modelle auf reale Transformationsvorhaben in Organisationen anwenden
- Widerstände gegen Veränderung erkennen, einordnen und methodisch begleiten
- Kommunikationsstrategien für unterschiedliche Phasen eines Veränderungsprozesses entwickeln
- die Rollen innerhalb eines Scrum-Teams unterscheiden und deren Zusammenspiel erklären
- Sprints als iterative Einheiten für Transformationsschritte nutzen
- Product Backlogs zur Priorisierung von Veränderungsschritte führen
- Retrospektiven zur kontinuierlichen Verbesserung von Change-Prozessen einsetzen
- Daily-Formate für die laufende Abstimmung im Veränderungsteam moderieren
- den Unterschied zwischen klassischem und agilem Vorgehen bei Organisationsveränderungen benennen
- Stakeholder in unterschiedlichen Hierarchieebenen für Veränderungsvorhaben gewinnen
- eigene Rolle als Change-Verantwortliche in einem agilen Umfeld einordnen
- ein Transformationsvorhaben von der Diagnose bis zur Verankerung konzeptionell begleiten
Für wen ist der Kurs geeignet?
Die Weiterbildung richtet sich an Personen mit vorhandener Berufserfahrung im Bereich Change Management, die ihr methodisches Repertoire um ein konkretes agiles Rahmenwerk erweitern möchten.
- Change Manager und Change Agents mit Praxiserfahrung
- Projektmanager, die zunehmend agile Elemente in Veränderungsprojekte integrieren
- Führungskräfte, die Transformationsvorhaben in ihren Teams verantworten
- Personalverantwortliche mit Berührungspunkten zu organisationaler Entwicklung
- Personen, die sich in Richtung Scrum Master oder Agile Coach weiterentwickeln möchten
Vorausgesetzt wird die Fähigkeit, selbstständig und konzeptionell zu arbeiten, sowie sehr gute Deutschkenntnisse. Da die Weiterbildung auf bereits vorhandene Berufserfahrung im Change Management aufbaut, profitieren Teilnehmende am meisten, wenn sie bereits mit Veränderungsprozessen in Organisationen in Berührung gekommen sind. Vorkenntnisse in agilen Methoden sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich, da Scrum von Grund auf eingeführt wird.
Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?
Die Inhalte werden in einem Wechsel aus Theorieeinheiten, Fallbeispielen und praktischen Simulationsübungen vermittelt. Change-Management-Modelle werden zunächst konzeptionell erarbeitet und anschließend in Bezug zu den Scrum-Elementen gesetzt. E-Learning-Anteile ermöglichen es, Inhalte im eigenen Tempo zu vertiefen, während Präsenz- oder Live-Online-Phasen dem Austausch über konkrete Praxisfälle dienen.
Die Weiterbildung ist als kompakte, berufsbegleitende Qualifizierung konzipiert, die Change-Management-Grundlagen mit der Einführung in Scrum verbindet. Der zeitliche Umfang richtet sich nach dem individuell gewählten Format und wird bei der Anmeldung mit dem Anbieter abgestimmt.
Die Weiterbildung schließt mit einem trägerinternen Zertifikat bzw. einer Teilnahmebescheinigung im Bereich Change Management ab, ergänzt um den Nachweis erworbener E-Learning-Fähigkeiten und weiterer Soft Skills. Es handelt sich nicht um eine externe Zertifizierungsprüfung eines Herstellers oder Verbands, sondern um einen trägerinternen Nachweis der erworbenen Kompetenzen.
Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?
Wer bereits im Change Management tätig ist, stößt früher oder später an die Grenzen rein kommunikativer oder kultureller Ansätze: Irgendwann braucht ein Veränderungsvorhaben eine konkrete Struktur, an der sich Fortschritt ablesen lässt. Scrum liefert genau diese Struktur, ohne dass Teilnehmende dafür in die IT-Softwareentwicklung wechseln müssten, aus der das Rahmenwerk ursprünglich stammt. Der Mehrwert liegt vor allem darin, dass Transformation nicht mehr als einmaliges Ereignis mit festem Enddatum gedacht wird, sondern als Folge kurzer, überprüfbarer Etappen. Das erleichtert es, auf unvorhergesehene Widerstände oder veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren, ohne das gesamte Vorhaben neu aufsetzen zu müssen. Für die eigene berufliche Entwicklung bedeutet die Kombination beider Themenfelder eine Erweiterung des methodischen Werkzeugkastens, die sich sowohl in klassisch organisierten Unternehmen als auch in Organisationen mit stärker agiler Prägung einsetzen lässt.
Welche Förderung passt zu dir?
Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Berufswege prüfen
Zugeordnete Zielberufe
Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.
- Change Manager
- Scrum Master
- Agile Coach
- Projektmanager
Vor der Kurswahl klären
- Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
- Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
- Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?
Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.
Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.
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30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich Vorkenntnisse in Scrum, um teilzunehmen?
Nein, Scrum wird von Grund auf eingeführt. Vorausgesetzt wird stattdessen bereits vorhandene Berufserfahrung im Change Management, auf der die Weiterbildung methodisch aufbaut.
Ist der Kurs für IT-Fachkräfte oder für Change Manager gedacht?
Der Kurs richtet sich in erster Linie an Change Manager und Projektverantwortliche, nicht an Softwareentwickler. Scrum wird hier als Strukturierungswerkzeug für Veränderungsprozesse vermittelt, nicht als IT-Projektmethode.
Wird "Scrum" als Abkürzung geschrieben?
Nein, Scrum ist ein Eigenname und kein Akronym. Im Kurs und in der Fachliteratur wird der Begriff durchgehend in gemischter Groß- und Kleinschreibung verwendet.
Welchen Abschluss erhalte ich am Ende?
Sie erhalten ein trägerinternes Zertifikat bzw. eine Teilnahmebescheinigung im Bereich Change Management, ergänzt um den Nachweis erworbener E-Learning-Fähigkeiten und Soft Skills.
Kann ich die Inhalte direkt in meinem Unternehmen anwenden?
Ja, die Weiterbildung ist praxisorientiert aufgebaut und arbeitet mit Fallbeispielen, die sich auf reale Transformationsvorhaben im eigenen beruflichen Umfeld übertragen lassen.