Umschulung Fachassistent/in Land- und Forstwirtschaft
Fachassistentinnen und Fachassistenten Land- und Forstwirtschaft arbeiten an der kaufmännischen Schnittstelle agrarischer Betriebe. Dazu gehören Buchführung und Jahresabschluss, Zahlungsverkehr und Mahnwesen, Rechnungsstellung und die Kalkulation einzelner Betriebszweige.
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Überblick
Fachassistentinnen und Fachassistenten Land- und Forstwirtschaft arbeiten an der kaufmännischen Schnittstelle agrarischer Betriebe. Dazu gehören Buchführung und Jahresabschluss, Zahlungsverkehr und Mahnwesen, Rechnungsstellung und die Kalkulation einzelner Betriebszweige. Zweiter Schwerpunkt ist der Einkauf von Saatgut, Dünger, Futter, Pflanzenschutz und Ersatzteilen samt Lagerhaltung, dritter die Vermarktung über Lieferverträge. Hoch ist der Anteil an Förder-, Nachweis- und Dokumentationspflichten gegenüber Kammern, Ämtern und Berufsgenossenschaft. Wichtig: Die Angebote sind kaufmännische Umschulungen mit IHK-Abschluss, ein agrarfachlicher Zuschnitt ist nicht dokumentiert.
Zwei Dinge solltest du vorher ehrlich anschauen. Erstens die Zahlen: Buchführung, Kalkulation und Abrechnung machen einen großen Teil aus. Es geht nicht um höhere Mathematik, sondern um Regeln, die du über 25 Monate einübst. Zweitens die Sprache: Verlangt wird Deutsch auf Niveau B2, und das ist der Stoff selbst. Und: Die Lehrgänge tragen durchgehend eine kaufmännische IHK-Bezeichnung, keinen land- und forstwirtschaftlichen Titel.
Kursinhalte & Lernziele
- Modul 1: Kaufmännische Grundlagen und Büroorganisation (10 Wochen) – Der Einstieg baut das kaufmännische Grundgerüst auf: Wie ein Betrieb organisiert ist, wie Vorgänge dokumentiert werden und mit welchen Programmen im Büro tatsächlich gearbeitet wird. Die konkrete Modulstruktur legt der Bildungsträger fest; diese Übersicht beschreibt die fachlich üblichen Inhalte. Inhalte: Betriebliche Abläufe, Rechtsformen und Organisation, Schriftverkehr, Ablage und Dokumentenmanagement, Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Warenwirtschaft, Grundlagen des Vertragsrechts im Geschäftsverkehr, Zeit-, Termin- und Fristenmanagement.
- Modul 2: Buchführung und Rechnungswesen (16 Wochen) – Das Kernmodul jeder kaufmännischen Umschulung und zugleich das Fach mit dem größten Übungsbedarf. Von der Belegerfassung bis zur Abschlussvorbereitung wird der komplette Kreislauf durchgearbeitet, weil in agrarnahen Betrieben Buchführung und Zusammenarbeit mit der Steuerberatung den Kern der Bürotätigkeit ausmachen. Inhalte: Belegorganisation, Konten und laufende Buchungen, Anlagevermögen, Abschreibungen und Rückstellungen, Vorbereitung des Jahresabschlusses, Umsatzsteuer im laufenden Geschäft, Buchführung mit gängiger Finanzbuchhaltungssoftware.
- Modul 3: Kosten- und Leistungsrechnung, Controlling (10 Wochen) – Hier entsteht die Fähigkeit, die Frage zu beantworten, die jeden Betrieb umtreibt: Womit wird tatsächlich Geld verdient? Behandelt werden Kalkulation, Deckungsbeitrag und Investitionsrechnung – im agrarischen Umfeld besonders relevant, weil Maschinen teuer und Erträge schwankend sind. Inhalte: Kostenarten, Kostenstellen und Kostenträger, Kalkulation einzelner Betriebszweige und Leistungen, Deckungsbeitragsrechnung und Betriebsvergleich, Investitionsrechnung für Maschinen und Anlagen, Kennzahlen aufbereiten und auswerten.
- Modul 4: Beschaffung, Lager und Disposition (10 Wochen) – Beschaffung ist in agrarnahen Betrieben zeitkritisch: Betriebsmittel müssen zur Vegetations- oder Einschlagsperiode verfügbar sein, sonst steht die Arbeit. Das Modul behandelt den vollständigen Beschaffungsprozess einschließlich Lager, Inventur und Störungsfällen. Inhalte: Bedarfsermittlung und Lieferantenauswahl, Angebotsvergleich, Bestellung und Wareneingang, Lagerhaltung, Bestandsführung und Inventur, Reklamation, Gewährleistung und Lieferverzug, Transport, Termine und saisonale Disposition.
- Modul 5: Absatz, Vermarktung und Kundenbeziehungen (8 Wochen) – Auf der Absatzseite geht es um Verträge, Preise und Kunden – von der Lieferbeziehung zu Molkerei, Genossenschaft oder Sägewerk bis zur Direktvermarktung ab Hof. Das Modul verbindet die kaufmännische Abwicklung mit dem Umgang mit Abnehmern. Inhalte: Angebots- und Auftragsbearbeitung, Preisgestaltung, Konditionen und Lieferverträge, Kundenbetreuung und Beschwerdebearbeitung, Grundlagen der Marktbeobachtung und Absatzplanung, Direktvermarktung und regionale Vertriebswege.
- Modul 6: Personalwesen und Entgeltabrechnung (8 Wochen) – Land- und Forstwirtschaft arbeitet in Spitzenzeiten mit Saison- und Aushilfskräften, deren Erfassung, Abrechnung und Meldung eigenen Regeln folgt. Das Modul vermittelt die Grundzüge des Personalwesens einschließlich der Melde- und Beitragspflichten. Inhalte: Personalplanung, Einstellung und Arbeitsverträge, Arbeitszeiterfassung und Urlaubsverwaltung, Grundzüge der Entgeltabrechnung, Melde- und Beitragspflichten in der Sozialversicherung, Besonderheiten bei Saison- und Aushilfskräften.
- Modul 7: Förderrecht, Nachweise und Behördenkommunikation (8 Wochen) – Der Bereich, der agrarnahe Bürotätigkeit von anderer kaufmännischer Arbeit unterscheidet: Anträge, Nachweise und Fristen bestimmen einen erheblichen Teil des Jahres. Ob und in welchem Umfang dieser Zuschnitt tatsächlich unterrichtet wird, ist beim Träger zu erfragen – agrarspezifische Inhalte sind in den Lehrplänen nicht ausgewiesen. Inhalte: Antrags- und Nachweisverfahren im Agrarbereich, Fristen, Auflagen und Dokumentationspflichten, Zusammenarbeit mit Kammern, Ämtern und Berufsgenossenschaft, Aufbewahrungspflichten und Prüfungssicherheit, Korrespondenz mit Steuerberatung und Bank.
- Modul 8: Wirtschafts- und Sozialkunde, Praktikum und Prüfungsvorbereitung (12 Wochen) – Zum Abschluss werden die Inhalte auf das Prüfungsformat der Kammer ausgerichtet und im Betriebspraktikum an einem realen Vorgang erprobt. Umfang des Praktikums und Prüfungsformat bestimmen Träger und zuständige Kammer. Inhalte: Wirtschafts- und Sozialkunde für die Kammerprüfung, Betriebliches Praktikum mit eigener Aufgabenstellung, Prüfungsaufgaben und Fallbearbeitung üben, Präsentation und Fachgespräch trainieren, Bewerbungsunterlagen und Vorstellungsgespräch.
Lernziele:
- Die Qualifizierung führt zu einem kammergeprüften kaufmännischen Abschluss – mit IHK-Prüfung und IHK-Abschluss, nicht nur einer Teilnahmebescheinigung.
- Kaufmännische Grundlagen sind branchenübergreifend verwertbar: Buchführung, Einkauf, Abrechnung und Kalkulation funktionieren im Agrarbetrieb wie in Handel oder Industrie.
- Für den Zielberuf sind in den letzten 365 Tagen 4.568 offene Stellen erfasst – die Nachfrageseite ist damit belegt und nicht nur behauptet.
- Der Weg eröffnet einen Bürojob für Menschen, die aus der körperlichen Arbeit in Land-, Forst- oder Gartenbau heraus müssen, ohne die Branche verlassen zu wollen.
- Ein Teil der Angebote ist als Blended Learning dokumentiert, kombiniert also Präsenz mit Onlinephasen – im ländlichen Raum mit langen Wegen ein praktischer Vorteil.
Zielgruppe & Voraussetzungen
Angesprochen sind Menschen, die im ländlichen Raum arbeiten oder leben und den kaufmännischen Teil land- und forstwirtschaftlicher Betriebe übernehmen wollen: Buchführung, Abrechnung, Förderanträge, Einkauf, Vermarktung, Behördenkorrespondenz. Der Weg passt besonders zu Personen, die aus der praktischen Arbeit im Betrieb kommen und aus gesundheitlichen oder familiären Gründen ins Büro wechseln müssen, sowie zu Wiedereinsteigenden und Quereinsteigenden mit Organisationstalent. Weil die Umschulung ausschließlich in Vollzeit angeboten wird und rund zwei Jahre dauert, setzt sie eine planbare Lebenssituation voraus. Wer eine rein praktische Tätigkeit draußen sucht, ist hier falsch – hier wird gerechnet, dokumentiert und geschrieben.
- Menschen aus der praktischen Land-, Forst- oder Gartenbauarbeit, die in den kaufmännischen Bereich wechseln wollen
- Mitarbeitende und Angehörige landwirtschaftlicher Betriebe, die Büro, Buchführung und Anträge verantworten sollen
- Quer- und Wiedereinsteigende mit Interesse an Zahlen, Verwaltung und Agrarwirtschaft
- Weniger geeignet für alle, die Teilzeit brauchen oder eine überwiegend praktische Tätigkeit im Freien suchen
Ein Berufsabschluss ist nicht erforderlich – es handelt sich um Umschulungen, die selbst zu einem Abschluss führen. Verlangt werden ein Schulabschluss sowie ausdrücklich „angemessene Deutschkenntnisse (mindestens Niveau B2)“, weil der Unterricht kaufmännisches Fachdeutsch, Rechtstexte und Prüfungsaufgaben umfasst. Ein Anbieter klärt die Eignung ausdrücklich in einem persönlichen Beratungsgespräch. Über die Aufnahme entscheidet der Bildungsträger, bei geförderten Plätzen gemeinsam mit der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter.
- Kein Berufsabschluss vorausgesetzt – die Maßnahme führt selbst zum Abschluss
- In den Zugangstexten genannt: ein Schulabschluss sowie Deutschkenntnisse mindestens auf Niveau B2
- Sicherer Umgang mit Zahlen und Bereitschaft, Buchführung von Grund auf zu lernen
- Bereitschaft zu rund 25 Monaten Qualifizierung in Vollzeit – Teilzeitvarianten sind in den Angeboten nicht dokumentiert
- Persönliches Beratungs- beziehungsweise Aufnahmegespräch beim Bildungsträger
Ablauf & Abschluss
Präsenz- und Onlineanteile (kombinierte Lernform)
25 Monate in Vollzeit – belegter Durchschnitt der Angebote
Betriebspraktikum: Kaufmännische Umschulungen dieser Länge enthalten in aller Regel ein mehrmonatiges Betriebspraktikum; Umfang und Lage legt der Bildungsträger fest. Wer den agrarischen Zuschnitt will, sollte den Praktikumsplatz gezielt wählen – etwa in einem landwirtschaftlichen Großbetrieb, einer Genossenschaft, einem Lohnunternehmen, einem Forstbetrieb oder einer Steuer- und Buchstelle mit land- und forstwirtschaftlichen Mandaten.
Im Verlauf der Umschulung ist üblicherweise eine Zwischenprüfung oder ein gleichwertiger Leistungsnachweis vorgesehen, der den Stand nach etwa der Hälfte der Laufzeit feststellt. Er dient der Rückmeldung und entscheidet nicht über den Abschluss.
Die Abschlussprüfung besteht aus schriftlichen Teilen zu Geschäftsprozessen, kaufmännischer Steuerung und Kontrolle sowie Wirtschafts- und Sozialkunde und einem mündlichen Teil, in dem eine betriebliche Fachaufgabe erläutert wird. Den genauen Aufbau gibt die Prüfungsordnung der zuständigen Kammer vor.
Prüfende Stelle: Die zuständige Industrie- und Handelskammer. Vergeben werden IHK-Prüfung, IHK-Abschluss und IHK-Zertifikat. Bei Umschulungen erfolgt die Zulassung zur Kammerprüfung in der Regel als externe Prüfungsteilnahme; welche Kammer zuständig ist und welche Nachweise sie verlangt, klärt der Bildungsträger mit Ihnen.. Offizieller Abschluss: Als Abschluss wird Industriekaufmann/Industriekauffrau (IHK) vergeben, teilweise ergänzt um ein IHK-Zertifikat. Einen eigenständigen land- und forstwirtschaftlichen Abschlusstitel gibt es zu diesem Profil nicht. Lassen Sie sich die Abschlussbezeichnung vor der Anmeldung schriftlich bestätigen..
Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters kommt in Betracht, weil es sich um eine Umschulung mit Kammerprüfung handelt. Die Bewilligung ist immer eine Einzelfallentscheidung nach § 81 SGB III und hängt von Ihrer persönlichen Situation, der Arbeitsmarktlage und der AZAV-Zertifizierung des konkreten Angebots ab – eine Zusage vorab gibt es nicht. Die Kosten reichen von bis zu 500 € bis in den Bereich von 1.000 bis 5.000 €; bei einem Teil der Angebote nennt der Anbieter keinen Preis. Klären Sie die Förderfähigkeit und die Abschlussbezeichnung vor der Anmeldung mit Ihrer Vermittlungsfachkraft und dem Träger.
Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu ALG oder Bürgergeld, sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.
Nutzen & Perspektiven
Für den Zielberuf sind in den letzten 365 Tagen 4.568 offene Stellen erfasst. In den Betrieben wächst der Verwaltungsaufwand aus Förderanträgen, Nachweispflichten und Dokumentation. Der Abschluss ist zudem allgemein kaufmännisch und damit auch außerhalb der Agrarbranche verwertbar. Dünn ist dagegen die Angebotsseite: 5 Anbieter mit 5 Angeboten und 7 Terminen, alle in Vollzeit.
In landwirtschaftlichen Lohnbetrieben und Agrargenossenschaften hängt die Vergütung von Führerscheinklassen (T, CE) und Maschinenerfahrung ab.
- Einstieg: ca. 28.000–34.000 €
- Mit Berufserfahrung: ca. 35.000–44.000 €
- Spezialist oder Leitung: ca. 47.000–58.000 €
- Typische Tätigkeitsfelder: Laufende Buchführung und Vorbereitung des Jahresabschlusses, Rechnungsstellung, Zahlungsverkehr und Mahnwesen, Einkauf von Betriebsmitteln sowie Lager- und Bestandsführung, Abwicklung von Lieferverträgen, Absatz und Direktvermarktung, Förder- und Nachweisverfahren sowie Behördenkorrespondenz, Personalverwaltung einschließlich Saison- und Aushilfskräften, Kalkulation von Betriebszweigen und Auswertung betrieblicher Kennzahlen
- Typische Arbeitgeber: Landwirtschaftliche Betriebe mit eigener Verwaltung, Forstbetriebe, Forstbetriebsgemeinschaften und Holzvermarktung, Agrargenossenschaften, Maschinenringe und Lohnunternehmen, Landhandel sowie Betriebe der Ernährungs- und Agrarindustrie, Steuer- und Buchstellen mit land- und forstwirtschaftlichen Mandaten, Kammern, Verbände und Verwaltungen mit Agrarbezug, Kaufmännische Bereiche außerhalb der Branche, da der erfasste Abschluss allgemein kaufmännisch ist
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Arbeitsmarkt-Report
Zielberufe
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten.
- Laufende Buchführung und Vorbereitung des Jahresabschlusses
- Rechnungsstellung, Zahlungsverkehr und Mahnwesen
- Einkauf von Betriebsmitteln sowie Lager- und Bestandsführung
- Abwicklung von Lieferverträgen, Absatz und Direktvermarktung
- Förder- und Nachweisverfahren sowie Behördenkorrespondenz
- Personalverwaltung einschließlich Saison- und Aushilfskräften
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum lautet der Abschluss Industriekaufmann?
Weil die Anbieter genau diesen Abschluss vergeben – und wir das nicht glätten. Zu diesem Berufsprofil gibt es fünf Angebote, die alle auf „Industriekaufmann/Industriekauffrau“ mit IHK-Prüfung hinauslaufen. Einen eigenständigen land- und forstwirtschaftlichen Abschlusstitel gibt es nicht. Praktisch heißt das: Der Weg vermittelt kaufmännische Kompetenz, den agrarischen Zuschnitt müssen Sie beim Träger gezielt erfragen und über Praktikum sowie Arbeitgeberwahl selbst herstellen.
Brauche ich eine abgeschlossene Ausbildung oder Vorkenntnisse in Buchführung?
Nein. Die Angebote sind Umschulungen und setzen keinen Berufsabschluss voraus; Buchführung wird von Grund auf unterrichtet. In den Zugangstexten werden ein Schulabschluss und angemessene Deutschkenntnisse ab Niveau B2 genannt. Ein Anbieter klärt die Eignung ausdrücklich in einem persönlichen Beratungsgespräch. Eigene Zulassungsbedingungen des Trägers sollten Sie sich vor der Anmeldung schriftlich bestätigen lassen.
Wie lange dauert die Umschulung und gibt es sie in Teilzeit?
Die belegte Laufzeit beträgt 756 Tage, also rund 25 Monate. Als Unterrichtszeit ist in allen Angeboten ausschließlich Vollzeit dokumentiert – eine Teilzeitvariante enthält unsere Auswertung nicht. Als Unterrichtsform sind Präsenzunterricht, sonstige Präsenzveranstaltungen und Blended Learning hinterlegt, ein Teil des Unterrichts kann also online stattfinden. Wenn Sie zwingend Teilzeit brauchen, sollten Sie das vor der Suche mit Ihrer Vermittlungsfachkraft besprechen.
Warum werden hier keine Deutschkenntnisse vorausgesetzt, sondern ausdrücklich B2?
Weil der Stoff sprachlich anspruchsvoll ist. Kaufmännische Umschulungen arbeiten mit Vertrags- und Rechtstexten, Fachbegriffen aus Buchführung und Steuerrecht sowie Prüfungsaufgaben, die präzise gelesen werden müssen. Ein Anbieter nennt deshalb in seinem Zugangstext ausdrücklich mindestens Niveau B2 und bietet an, diese Voraussetzung im Beratungsgespräch zu klären. Wer knapp darunter liegt, sollte einen Sprachkurs vorschalten, statt die Umschulung zu riskieren.
Wie viele Anbieter gibt es zu diesem Profil?
Zu diesem Profil gibt es 5 Anbieter mit 5 Angeboten und 7 Terminen. Das ist eine schmale Basis, die Sie bei der Planung mitlesen sollten: Nicht in jeder Region startet regelmäßig ein Kurs, und Wartezeiten auf den nächsten Termin sind möglich. Anbieternamen nennen wir auf dieser Seite nicht; über eine Anfrage bei uns klären wir, welche Angebote zu Ihrem Wunschzeitraum tatsächlich starten und ob es passende Alternativen gibt.
Was kostet die Qualifizierung und wird sie gefördert?
In unserer Auswertung sind zwei Kostenrahmen hinterlegt: bis 500 € sowie über 1.000 bis 5.000 €; ein Teil der Angebote führt keine Preisangabe. Den genauen Preis nennt der Träger. Als Umschulung mit Kammerabschluss ist eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ein realistischer Weg. Die Bewilligung erfolgt nach § 81 SGB III im Einzelfall und setzt unter anderem die AZAV-Zertifizierung der Maßnahme voraus; eine pauschale vollständige Kostenübernahme können wir nicht zusichern.
Kann ich mit diesem Abschluss auch außerhalb der Land- und Forstwirtschaft arbeiten?
Ja, und das ist ein wesentlicher Vorteil dieses Weges. Weil der Abschluss ein allgemein kaufmännischer IHK-Abschluss ist, sind Buchführung, Beschaffung, Absatz und Personalverwaltung branchenübergreifend verwertbar – etwa im Handel, in der Ernährungswirtschaft oder in der Industrie. Wer den agrarischen Schwerpunkt behalten will, sollte Praktikum und erste Stelle gezielt in Betrieben mit Agrarbezug suchen.