ESG-Manager: CSRD, Taxonomie, Strategie – Kurs
Nachhaltigkeitsstrategien praktisch umsetzen: dieser Kurs vermittelt ESG-Grundlagen, CSRD-Berichtspflichten, EU-Taxonomie und doppelte Wesentlichkeit für die Rolle als ESG-Manager:in im Unternehmen.
Auf einen Blick
Überblick
Dieser Kurs qualifiziert für die Rolle der ESG-Managerin oder des ESG-Managers und vermittelt fundierte Kenntnisse im Bereich Environmental, Social und Governance. Teilnehmende lernen, Nachhaltigkeitsstrategien praktisch in Unternehmen umzusetzen, relevante gesetzliche Anforderungen wie die CSRD und die EU-Taxonomie zu integrieren sowie Umwelt- und Sozialdaten zu analysieren und in Berichten aufzubereiten. Nach Abschluss sind Absolvierende in der Lage, Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen zu identifizieren und zur Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle beizutragen, die langfristigen Unternehmenserfolg mit gesellschaftlicher Verantwortung verbinden.
Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen
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an 2 Standorten
56
diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
0
an 12 erfassten Orten
7 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Trägerinternes Zertifikat
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Combined Learning100 %
Zeitmodelle
- Vollzeit100 %
Dauer im Markt
- mehr als 1 Monat bis 3 Monate15×
Gemeldete Preisgruppen
- 1.000–5.000 €15×
Häufige Kursorte
- Ismaning2×
- Kaiserslautern2×
- Frankfurt am Main2×
- München1×
- Essen1×
- Teltow1×
Bundesländer
- Nordrhein-Westfalen4×
- Bayern3×
- Hessen3×
- Rheinland-Pfalz2×
- Mecklenburg-Vorpommern1×
- Baden-Württemberg1×
Vermittelte Kompetenzen
- CSRD-Berichterstattung
- Doppelte Wesentlichkeit
- EU-Taxonomie
- GRI-Standard
- SASB
- ESG-Strategieentwicklung
- Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG)
- Klimarisikoanalyse
Zugeordnete Zielberufe
- Energiemanager/Energiemanagerin432 Stellen/12 Mon.
- Umweltwissenschaft (grundständig)217 Stellen/12 Mon.
- Umwelt-Auditor/Umwelt-Auditorin65 Stellen/12 Mon.
- ESG-Manager/ESG-Managerin50 Stellen/12 Mon.
- Betriebswirt/Betriebswirtin (Hochschule) für Umweltökonomie11 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 56 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Der erste Modulblock behandelt die ESG-Grundlagen und die Entwicklung von Nachhaltigkeitsstrategien. Teilnehmende erhalten einen fundierten Einstieg in die CSRD sowie in die praktische Anwendung der EU-Taxonomie.
- Einführung in ESG-Grundlagen und die CSRD
- Praktische Umsetzung der EU-Taxonomie: Minimum Safeguards und Eingriffsprüfung
- Technisches Screening und Klimarisikoanalyse im Rahmen der EU-Taxonomie
- Finanzrisiken im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitskriterien
- Lieferkettenschutzgesetze im Überblick: CSDD und LkSG
Der zweite Modulblock vertieft die Integration von ESG in die Unternehmensstrategie und die konkrete Entwicklung von Nachhaltigkeitsschritte. Hier steht im Mittelpunkt, wie aus regulatorischen Anforderungen ein umsetzbarer Strategieplan wird.
- Integration von ESG-Kriterien in die Unternehmensstrategie
- Entwicklung und Implementierung unternehmensspezifischer ESG-Strategien
- Ableitung strategischer Ziele aus regulatorischen Rahmenbedingungen
- Verankerung von Nachhaltigkeitszielen in Unternehmensprozessen
- Abstimmung von ESG-Zielen mit unterschiedlichen Unternehmensbereichen
Der dritte Modulblock behandelt Berichterstattung und Risikomanagement im ESG-Bereich, einschließlich der doppelten Wesentlichkeit und der praktischen Umsetzung der CSRD-Übergangsphase.
- Anwendung der doppelten Wesentlichkeit in der Nachhaltigkeitsberichterstattung
- Erstellung von Nachhaltigkeits-Roadmaps für Unternehmen
- Praktische Umsetzung der CSRD: Übergangsrisiken und Prozessgestaltung
- Identifikation und Bewertung von ESG-Risiken und -Chancen
- ESG-Berichterstattung und relevante Zertifizierungen
Der vierte Modulblock vertieft Umweltmanagement und die gängigen internationalen Nachhaltigkeitsframeworks. Im begleitenden Praxisteil wenden Teilnehmende die erlernten Konzepte auf konkrete Unternehmensbeispiele an.
- Umweltmanagement (Environmental) als Teilbereich des ESG-Managements
- Grundlegende Nachhaltigkeitsframeworks: SDGs, SASB, GRI und weitere Standards
- Erstellung einer Wesentlichkeitsanalyse für ein Beispielunternehmen
- Entwicklung einer ESG-Strategie für ein fiktives mittelständisches Unternehmen
- Analyse eines Klimarisikos anhand eines Praxisbeispiels
- Bewertung eines Lieferkettenrisikos nach LkSG-Kriterien
- Aufbau einer Nachhaltigkeits-Roadmap mit konkreten Meilensteinen
- Erstellung eines Berichtsabschnitts nach GRI-Standard
- Diskussion realer Fallbeispiele aus der Unternehmenspraxis
- Gruppenarbeit zur Identifikation von ESG-Chancen in einer Branche
- Präsentation einer entwickelten ESG-Strategie vor der Lerngruppe
- Abschließende Fallstudie zur Verbindung von Strategie, Risiko und Berichterstattung
- Erarbeitung eines Stakeholder-Mappings für ein Beispielunternehmen
- Vergleich zweier Branchen hinsichtlich ihrer typischen ESG-Schwerpunkte
- Übung zur Einordnung eines Unternehmens in die EU-Taxonomie-Kategorien
- Diskussion, wie sich Governance-Kriterien von Environmental- und Social-Kriterien in der Praxis unterscheiden
- Erarbeitung einer kurzen Argumentationslinie für die Geschäftsführung, warum ein bestimmter ESG-Handlungsschritt priorisiert werden sollte
- Analyse, welche Datenquellen im Unternehmen für eine belastbare CO2-Bilanzierung typischerweise benötigt werden
Der Kurs verbindet regulatorisches Fachwissen mit der praktischen Fähigkeit, ESG-Strategien im Unternehmen umzusetzen, sodass Absolvierende nicht nur die Anforderungen kennen, sondern sie auch operativ anwenden können. Die vier Modulblöcke bauen dabei aufeinander auf: von den regulatorischen Grundlagen über die strategische Integration bis zur konkreten Berichterstattung und der branchenspezifischen Anwendung im Umweltmanagement. Besonderen Wert legt der Kurs darauf, dass Teilnehmende die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Modulblöcken verstehen: Eine Wesentlichkeitsanalyse etwa liefert erst dann belastbare Ergebnisse, wenn sie auf einer realistischen Einschätzung der Klimarisiken und Lieferkettenrisiken aus den vorangegangenen Modulen aufbaut. Diese Verzahnung unterscheidet den Kurs von Einzelseminaren, die CSRD, EU-Taxonomie und Berichterstattung isoliert behandeln.
Lernziele:
Nach erfolgreichem Abschluss dieses Kurses beherrschen die Teilnehmenden folgende Kompetenzen.
- die Grundlagen des ESG-Managements (Environmental, Social, Governance) erklären
- die zentralen Anforderungen der CSRD einordnen und im Unternehmenskontext anwenden
- die EU-Taxonomie praktisch umsetzen, einschließlich Minimum Safeguards und technischem Screening
- Klimarisiken analysieren und in die Unternehmensplanung einbeziehen
- Anforderungen aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) und der CSDD einordnen
- ESG-Kriterien in die Unternehmensstrategie integrieren
- eine ESG-Strategie für ein Unternehmen entwickeln und deren Umsetzung planen
- das Prinzip der doppelten Wesentlichkeit anwenden und Wesentlichkeitsanalysen erstellen
- eine Nachhaltigkeits-Roadmap für ein Unternehmen skizzieren
- ESG-Risiken und -Chancen systematisch identifizieren und bewerten
- gängige Nachhaltigkeitsframeworks wie GRI und SASB einordnen
- Nachhaltigkeitsberichte zur Verbesserung von Unternehmenspraktiken erstellen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen, die Verantwortung im Bereich Nachhaltigkeitsmanagement übernehmen oder ihre bestehenden Kenntnisse um regulatorische ESG-Anforderungen erweitern möchten.
- Fachkräfte, die sich zur ESG-Managerin oder zum ESG-Manager weiterbilden möchten
- Personen mit Erfahrung in Projektmanagement oder Corporate Social Responsibility
- Mitarbeitende aus Nachhaltigkeits-, Compliance- oder Strategieabteilungen
- Berufserfahrene, die sich auf neue CSRD-Berichtspflichten in ihrem Unternehmen vorbereiten
- Quereinsteigende mit relevanter Berufserfahrung, die in den Nachhaltigkeitsbereich wechseln möchten
Erwartet wird eine abgeschlossene Ausbildung oder ein abgeschlossenes Studium, ersatzweise mindestens dreijährige Berufserfahrung in einem relevanten Bereich, insbesondere im Projektmanagement oder in der Corporate Social Responsibility. Zudem werden Deutschkenntnisse auf B2-Niveau vorausgesetzt.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird im Combined-Learning-Format durchgeführt und verbindet Präsenz- und Onlinephasen, überwiegend in Vollzeit organisiert, teils auch in Teilzeit. Regulatorische Inhalte wie CSRD und EU-Taxonomie werden anhand konkreter Unternehmensbeispiele erarbeitet, sodass Teilnehmende die gesetzlichen Anforderungen nicht nur theoretisch verstehen, sondern direkt auf reale Fallkonstellationen anwenden. Da sich viele der behandelten Vorgaben laufend weiterentwickeln, legt der Unterricht Wert darauf, das zugrunde liegende Prinzip zu vermitteln, statt einzelne Paragrafen auswendig zu lernen.
Der Kurs wird meist in Vollzeit, teils in Teilzeit angeboten und im Combined-Learning-Format durchgeführt. Der zeitliche Umfang richtet sich nach der Tiefe der behandelten regulatorischen Themenfelder.
Der Kurs schließt mit einem trägerinternen Zertifikat beziehungsweise einer Teilnahmebescheinigung als ESG-Manager (m/w/d) ab. Eine gesonderte externe Zertifizierungsprüfung ist mit diesem Abschluss nicht verbunden.
Nutzen & Perspektiven
Mit der CSRD sind immer mehr Unternehmen verpflichtet, systematisch über ihre Nachhaltigkeitsleistung zu berichten. Diese neuen Berichtspflichten schaffen einen wachsenden Bedarf an Fachkräften, die regulatorische Anforderungen wie EU-Taxonomie, doppelte Wesentlichkeit und Lieferkettengesetze praktisch umsetzen können. Wer als ESG-Manager:in fundierte Kenntnisse in Strategieentwicklung, Risikomanagement und Berichterstattung vorweist, übernimmt eine Schlüsselrolle an der Schnittstelle zwischen Unternehmensführung, Compliance und Nachhaltigkeit. Diese Rolle gewinnt branchenübergreifend an Bedeutung, von der Industrie über den Finanzsektor bis zum Mittelstand. Langfristig eröffnet der Kurs Perspektiven als ESG-Manager:in, Nachhaltigkeitsmanager:in oder Nachhaltigkeitsbeauftragte:r, insbesondere in Unternehmen, die ihre CSRD-Berichtspflichten erstmals oder erweitert umsetzen müssen und dafür qualifizierte Fachkräfte suchen. Der Kurs eignet sich außerdem für Berufserfahrene aus angrenzenden Bereichen wie Projektmanagement oder Compliance, die ihr Profil gezielt um Nachhaltigkeitskompetenz erweitern möchten, ohne ein vollständiges Studium im Bereich Umwelt- oder Sozialwissenschaften zu absolvieren. Die Verbindung aus regulatorischem Wissen und praktischer Strategiearbeit macht den Unterschied zu rein theoretischen Nachhaltigkeitskursen aus: Wer diesen Kurs abschließt, kann nicht nur erklären, was die CSRD verlangt, sondern auch, wie ein Unternehmen die Anforderungen konkret in Prozesse und Berichte überführt.
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Arbeitsmarkt-Report
Umwelt-, Energie- und Qualitätsmanagement-Rollen wachsen über zwei Jahrzehnte hinweg überdurchschnittlich. CSRD/ESG-Berichtspflichten ab 2024 sorgen für zusätzlichen Aufbau in Mittelstand und Großindustrie; Auditor:innen sind aktuell knapp.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Energiemanager/Energiemanagerin432 Stellen
- Umweltwissenschaft (grundständig)217 Stellen
- Umwelt-Auditor/Umwelt-Auditorin65 Stellen
- ESG-Manager/ESG-Managerin50 Stellen
- Betriebswirt/Betriebswirtin (Hochschule) für Umweltökonomie11 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche gesetzlichen Grundlagen behandelt der Kurs?
Der Kurs behandelt unter anderem die CSRD-Berichtspflichten, die EU-Taxonomie mit Minimum Safeguards und technischem Screening sowie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) und die europäische CSDD-Richtlinie.
Was bedeutet doppelte Wesentlichkeit?
Doppelte Wesentlichkeit beschreibt, dass Unternehmen sowohl betrachten müssen, wie Nachhaltigkeitsthemen ihr Geschäft beeinflussen, als auch, wie ihr Geschäft Umwelt und Gesellschaft beeinflusst. Der Kurs vermittelt, wie diese Analyse praktisch durchgeführt wird.
Benötige ich Vorerfahrung im Nachhaltigkeitsbereich?
Vorausgesetzt wird eine abgeschlossene Ausbildung oder ein Studium beziehungsweise mindestens dreijährige relevante Berufserfahrung, etwa in Projektmanagement oder Corporate Social Responsibility. Spezifisches ESG-Vorwissen ist nicht zwingend erforderlich.
Welche Frameworks werden im Kurs behandelt?
Der Kurs behandelt grundlegende Nachhaltigkeitsframeworks wie GRI, SASB und die SDGs und ordnet sie in den Kontext der CSRD-Berichterstattung ein.
In welchem Format findet der Kurs statt?
Der Kurs wird im Combined-Learning-Format aus Präsenz- und Onlinephasen durchgeführt, meist in Vollzeit organisiert, teils auch in Teilzeit.