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SAP S/4HANA PP Kurs – Produktionsplanung

Fundierte Weiterbildung in den Fertigungs- und Planungsprozessen von SAP S/4HANA PP für Fachkräfte aus Produktion und Materialwirtschaft.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

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Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Software- & Praxistraining

Wie lange dauert der Kurs?
Laufzeit und Format richten sich nach dem jeweiligen Kursanbieter. Typische Angebote decken mehrere Wochen in Vollzeit oder entsprechende Teilzeitblöcke ab. Eigenständige Systemübungen zwischen den Einheiten sind fester Bestandteil des Lernwegs und für den Lernerfolg wichtig. Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung. Diese dokumentiert die erworbenen Kenntnisse in SAP S/4HANA PP und kann als Nachweis gegenüber Arbeitgebern in produktionsnahen Unternehmen dienen. Wer im Anschluss eine offizielle… Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Vorausgesetzt werden ein kaufmännischer Berufsabschluss sowie Berufserfahrung aus Produktion oder Materialwirtschaft. Grundkenntnisse im Umgang mit SAP-Systemen sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Sichere PC-Kenntnisse und ein Verständnis für betriebliche Abläufe in der Fertigung… Details

Worum geht es in diesem Kurs?

SAP S/4HANA PP (Production Planning) ist das zentrale Steuerungsmodul für Fertigungsaufträge, Bedarfsplanung und Supply-Chain-Koordination in Produktionsunternehmen. Diese Weiterbildung vermittelt die wesentlichen Geschäftsprozesse des Moduls — von der Bedarfsplanung über Fertigungsaufträge bis zu Kanban-Regelkreisen — praxisnah und anhand realer Systemszenarien. Der Kurs richtet sich gezielt an Fachkräfte aus Produktion und Materialwirtschaft, die SAP PP als Werkzeug für ihre tägliche Steuerungsarbeit begreifen und souverän einsetzen wollen.

Was lernst du in diesem Kurs?

Der erste Kursblock führt in die Grundlagen von SAP S/4HANA und der Produktionsplanung ein. Die Einheit erklärt, wie das PP-Modul mit anderen Modulen verzahnt ist, und zeigt, welche Stammdaten — Stückliste, Arbeitsplan, Kapazität — als Basis aller Planungsprozesse dienen. Das Verständnis dieser Strukturen ist die Voraussetzung für alle späteren Prozessschritte.

  • Organisationsstrukturen: Werk, Planungsbereich, Kapazitätsangebot
  • Materialstamm aus PP-Perspektive: Dispomerkmal, Losgrößenverfahren, Planungshorizont
  • Stücklisten (BOM) anlegen und pflegen
  • Arbeitspläne und Arbeitsplätze erstellen
  • Stammdatenverbund: wie Stückliste und Arbeitsplan im Fertigungsauftrag zusammenwirken

Der zweite Block widmet sich der Materialbedarfsplanung (MRP) und einem Überblick über die Supply-Chain-Steuerung. Die Materialbedarfsplanung bildet den planerischen Kern des PP-Moduls. Hier lernen die Teilnehmenden, wie MRP-Läufe angestoßen werden, welche Planungsprämissen gelten und wie Planaufträge entstehen. Die Verknüpfung mit Beschaffungsprozessen in MM wird dabei besonders herausgearbeitet.

  • MRP-Lauf (Gesamtplanung und Einzelplanung) konfigurieren und starten
  • Planauftrag und Einkaufsanforderung als MRP-Ergebnisse
  • Losgrößenverfahren und deren Auswirkung auf Planmengen
  • Ausnahme- und Aktionsmeldungen aus dem MRP-Lauf auswerten
  • Supply-Chain-Koordination: Überblick über Kapazitätsplanung und Feinplanung
  • Verknüpfung von MRP-Ergebnissen mit MM-Beschaffungsprozessen

Der dritte Block behandelt Fertigungsauftrag und Serienfertigung. Der Fertigungsauftrag ist das zentrale Steuerobjekt der Einzelfertigung. Der Kurs zeigt den vollständigen Auftragslebenszyklus — von der Anlage über Freigabe und Rückmeldung bis zur technischen Erledigung. Ergänzend wird die Serienfertigung als wiederholende Fertigungsstrategie behandelt, die mit Tagesprogrammen statt Einzelaufträgen arbeitet.

  • Fertigungsauftrag anlegen (aus Planauftrag oder manuell), freigeben, drucken
  • Materialbeistellung und Warenentnahme zum Fertigungsauftrag
  • Rückmeldungen erfassen: Mengen, Zeiten, Ausschuss
  • Auftragsabschluss und Restmengenstornierung
  • Serienfertigung: Tagesprogramm, Planprimärbedarf, vereinfachte Rückmeldung
  • Unterschiede zwischen diskontinuierlicher und Serienfertigungslogik

Der vierte Block deckt Prozessauftrag und Kanban ab. Für Unternehmen der Prozessindustrie bietet SAP PP den Prozessauftrag. Kanban ergänzt das Modul um einen selbststeuernden Nachschubmechanismus, der besonders in der schlanken Fertigung (Lean Manufacturing) eingesetzt wird. Beide Konzepte werden anhand typischer Unternehmensszenarien erläutert.

  • Prozessauftrag vs. Fertigungsauftrag: Unterschiede in Struktur und Handhabung
  • Phasen des Prozessauftrags und Anbindung an das Qualitätsmanagement
  • Kanban-Regelkreis einrichten: Behälter, Karte, Nachschubstrategie
  • Kanban-Buchungen: Leerung, Befüllung, Statusänderung im System
  • Steuerungstafeln für Kanban-Übersicht

Den Abschluss bilden Praxisübungen und systemnahe Szenarien. Anhand von Fallstudien setzen die Teilnehmenden die gelernten Inhalte in realistischen Produktionsszenarien um. Ziel ist die eigenständige Bedienung des SAP PP-Moduls in den typischen Tagesgeschäft-Aufgaben.

  • Vollständigen PP-Prozess von MRP-Lauf bis Auftragsabschluss durchspielen
  • Stückliste und Arbeitsplan für ein Beispielprodukt anlegen
  • MRP-Lauf starten und Planaufträge in Fertigungsaufträge umwandeln
  • Kapazitätsauslastung in der Kapazitätsauswertung analysieren
  • Fertigungsauftrag mit Rückmeldungen und Ausschussmeldungen abschließen
  • Kanban-Regelkreis für eine Baugruppe einrichten und Buchungen vornehmen
  • Prozessauftrag anlegen und Phasenrückmeldung erfassen
  • Ausnahme- und Fehlermeldungen aus MRP-Läufen interpretieren und beheben
  • PP-MM-Schnittstelle: Materialbuchungen im Fertigungskontext nachvollziehen
  • Berichte und Auswertungen in SAP PP gezielt einsetzen
  • Eigenständige Fallstudien aus Produktion und Materialwirtschaft lösen

Die Übungsszenarien orientieren sich an praxisnahen Produktionssituationen und stärken ein tiefes Systemverständnis. Theoretische Konzepte werden stets direkt in der SAP-Oberfläche nachvollzogen.

Lernziele:

  • Den Aufbau und die Organisationsstrukturen in SAP S/4HANA PP verstehen
  • Materialbedarfsplanung (MRP) konfigurieren und Planungsergebnisse interpretieren
  • Fertigungsaufträge anlegen, freigeben, verwalten und abschließen
  • Serienfertigung und deren Abweichung vom klassischen Fertigungsauftrag erklären
  • Prozessaufträge in der Prozessindustrie verstehen und anwenden
  • Kanban-Regelkreise einrichten und den Selbststeuerungseffekt nachvollziehen
  • Stücklisten und Arbeitspläne als Grundlagendaten pflegen
  • Rückmeldungen zu Fertigungsaufträgen erfassen und auswerten
  • Schnittstellen zwischen PP und den Modulen MM und SD kennen
  • Supply-Chain-Planung auf S/4HANA-Ebene einordnen und begleiten
  • Typische Fehlerquellen in der Produktionsplanung identifizieren und beheben
  • Praxisorientierte Berichte und Auswertungen in SAP PP nutzen

Für wen ist der Kurs geeignet?

Die Weiterbildung richtet sich an Personen mit ersten Berufserfahrungen in Produktion, Fertigung oder Materialwirtschaft, die SAP PP systematisch erlernen wollen.

  • Produktionsplaner und Fertigungssteuerer mit Berührungspunkten zu SAP
  • Materialwirtschaftsfachkräfte, die ihre PP-Kenntnisse vertiefen möchten
  • Kaufmännische Fachkräfte mit Interesse an Fertigungssteuerung
  • IT- oder Projektmitarbeitende, die SAP-PP-Implementierungen begleiten
Voraussetzungen:

Vorausgesetzt werden ein kaufmännischer Berufsabschluss sowie Berufserfahrung aus Produktion oder Materialwirtschaft. Grundkenntnisse im Umgang mit SAP-Systemen sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Sichere PC-Kenntnisse und ein Verständnis für betriebliche Abläufe in der Fertigung erleichtern den Einstieg erheblich. Der Kurs setzt keine PP-Spezialkenntnisse voraus, sondern baut diese schrittweise und systematisch auf.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Theorieinputs wechseln sich mit geführten Systemübungen ab. Jede Lerneinheit endet mit einer praktischen Aufgabe, die im SAP-System eigenständig durchgeführt wird. Diskussionen beziehen sich auf reale Produktionsszenarien — die Teilnehmenden bringen eigene Erfahrungen ein, die mit den SAP-Funktionen verknüpft werden. Fallstudien zum Abschluss stärken vernetztes Denken über Modulgreifende Zusammenhänge hinaus.

Laufzeit und Format richten sich nach dem jeweiligen Kursanbieter. Typische Angebote decken mehrere Wochen in Vollzeit oder entsprechende Teilzeitblöcke ab. Eigenständige Systemübungen zwischen den Einheiten sind fester Bestandteil des Lernwegs und für den Lernerfolg wichtig.

Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung. Diese dokumentiert die erworbenen Kenntnisse in SAP S/4HANA PP und kann als Nachweis gegenüber Arbeitgebern in produktionsnahen Unternehmen dienen. Wer im Anschluss eine offizielle SAP-Zertifizierungsprüfung anstrebt, hat mit diesem Kurs eine solide Grundlage gelegt.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

SAP S/4HANA ist die führende ERP-Plattform für Produktionsunternehmen weltweit. Wer die PP-Prozesse — Bedarfsplanung, Fertigungsauftrag, Kanban, Serienfertigung — souverän beherrscht, trägt unmittelbar zur Liefertreue und Effizienz im Betrieb bei. Dieses Know-how ist für Produktionsplaner, Fertigungssteuerer und Supply-Chain-Koordinatoren in nahezu jeder Branche ein klarer Kompetenzgewinn. Der Kurs baut Systemkenntnisse praxisorientiert auf, ohne auf Theorie zu verzichten. Die Teilnehmenden verstehen nach dem Abschluss nicht nur, wie einzelne Transaktionen funktionieren, sondern auch, wie PP-Prozesse mit Beschaffung und Vertrieb verknüpft sind — ein wichtiges Fundament für alle, die SAP in übergreifenden Projekten einsetzen oder als Schlüsselanwender im Unternehmen fungieren. Für Fachkräfte, die sich beruflich neu ausrichten oder spezialisieren wollen, bietet das S/4HANA PP-Wissen eine verlässliche Grundlage für Rollen in der Produktionsplanung, SAP-Anwenderbetreuung oder als Projektmitarbeitende bei SAP-Einführungen und -Migrationen in Fertigungsunternehmen.

Welche Förderung passt zu dir?

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Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • SAP PP-Berater
  • Produktionsplaner (SAP)
  • Supply-Chain-Planer (SAP)
  • Fertigungssteuerer mit SAP-Kompetenz
  • SAP S/4HANA PP Consultant

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Vorkenntnisse brauche ich für diesen SAP PP-Kurs?

Vorausgesetzt wird Berufserfahrung aus Produktion oder Materialwirtschaft sowie ein kaufmännischer Abschluss. SAP-Grundkenntnisse sind hilfreich, aber nicht zwingend — der Kurs führt schrittweise in das Modul ein.

Was unterscheidet SAP PP in S/4HANA von früheren SAP-Versionen?

SAP S/4HANA PP läuft auf der In-Memory-Datenbank HANA, was schnellere MRP-Läufe und Echtzeitauswertungen ermöglicht. Die Kernprozesse — Fertigungsauftrag, Kanban, Serienfertigung — sind weitgehend vergleichbar, aber die Benutzeroberfläche wurde mit Fiori-Apps grundlegend überarbeitet.

Für welche Branchen ist das PP-Modul relevant?

SAP PP ist in der diskreten Fertigung (Maschinenbau, Automobil, Elektronik), der Prozessindustrie (Chemie, Pharma, Lebensmittel) und im Konsumgüterbereich verbreitet. Der Kurs deckt Fertigungsauftrag, Prozessauftrag und Serienfertigung ab und ist damit breit einsetzbar.

Welchen Abschluss erhalte ich?

Nach dem Kurs erhalten Sie eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung, die Ihre Kenntnisse in SAP S/4HANA PP dokumentiert. Offizielle SAP-Zertifizierungsprüfungen sind separate externe Prüfungen, die eigenständig angemeldet werden können.

Wie unterscheidet sich der Fertigungsauftrag von der Serienfertigung in SAP PP?

Der Fertigungsauftrag wird für Einzel- und Kleinserienproduktion genutzt — jeder Auftrag ist ein eigenständiges Objekt mit individueller Rückmeldung. Die Serienfertigung arbeitet mit Tagesprogrammen und ist für wiederkehrende Produktionen mit stabiler Nachfrage ausgelegt. Beide Ansätze werden im Kurs praktisch geübt.