Gefahrgutbeauftragte/r: Straße, Schiene, Seeschiff – Kurs
Grundschulung zur Bestellung als Gefahrgutbeauftragte/r für die Verkehrsträger Straße, Schiene und Seeschiff nach ADR, RID und IMDG-Code.
Auf einen Blick
Überblick
Der Transport gefährlicher Güter unterliegt strengen internationalen Regelwerken — wer als Gefahrgutbeauftragte/r bestellt werden soll, muss diese Vorschriften über alle relevanten Verkehrsträger hinweg sicher beherrschen. Diese Grundschulung bereitet gezielt auf die Bestellung als Gefahrgutbeauftragte/r für die Verkehrsträger Straße, Schiene und Seeschiff vor und vermittelt die vorgeschriebenen Kenntnisse nach ADR (Straße), RID (Schiene) und IMDG-Code (Seeschifffahrt). In 50 Unterrichtseinheiten Theorie werden nationale und internationale Organisationen, Klassifizierung gefährlicher Güter, Kennzeichnung, Dokumentation und Beförderungsvorschriften systematisch erarbeitet, sodass Teilnehmende die Verantwortung für die gefahrgutrechtliche Überwachung im Unternehmen sicher übernehmen können.
Abschluss, Voraussetzungen und verfügbare Qualifizierungsangebote
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an 2 Standorten
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diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
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an 2 erfassten Orten
2 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Teilnahmebestätigung
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Seminar100 %
Zeitmodelle
- Vollzeit100 %
Dauer im Markt
- mehr als 3 Tage bis 1 Woche9×
Gemeldete Preisgruppen
- 1.000–5.000 €9×
Häufige Kursorte
- Achim bei Bremen5×
- Reutlingen4×
Bundesländer
- Bremen5×
- Baden-Württemberg4×
Vermittelte Kompetenzen
- ADR-Vorschriften
- RID-Vorschriften
- IMDG-Code
- Gefahrgutklassifizierung
- Gefahrgutdokumentation
- Gefahrgutkennzeichnung
- Beförderungsvorschriften
- Multimodaler Gefahrguttransport
Zugeordnete Zielberufe
- Berufskraftfahrer/Berufskraftfahrerin33.563 Stellen/12 Mon.
- Betriebswirt/Betriebswirtin (Fachschule) für Logistik/Bachelor Professional in Wirtschaft90 Stellen/12 Mon.
- Verkehrsleiter/Verkehrsleiterin für Kraftverkehrsunternehmen18 Stellen/12 Mon.
- Gefahrgutbeauftragter/Gefahrgutbeauftragte14 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 36 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Rechtsrahmen und Organisationen im Gefahrgutrecht: Der Einstieg schafft das notwendige Verständnis für die Struktur des internationalen Gefahrgutrechts und die Rolle der Gefahrgutbeauftragten im Unternehmen.
- Bestellpflicht und Aufgaben der/des Gefahrgutbeauftragten
- Nationale und internationale Organisationen (UN, ECE, IMO) und deren Regelwerke
- Aufbau und Systematik von ADR, RID und IMDG-Code
- Zusammenspiel der Vorschriften bei multimodalen Transporten
- Verantwortlichkeiten von Absender, Beförderer und Empfänger
- Kontroll- und Berichtspflichten gegenüber der Unternehmensleitung
Klassifizierung und Freistellungen: Die korrekte Einstufung gefährlicher Güter ist Grundvoraussetzung jeder gefahrgutrechtlichen Entscheidung. Dieser Block vermittelt die systematische Zuordnung nach Klassen und Mengenschwellen.
- Gefahrgutklassen und deren Kennzeichen im Überblick
- Verpackungsgruppen und Gefährlichkeitsmerkmale
- Freistellungsregelungen für begrenzte und freigestellte Mengen
- Beförderung in Versandstücken versus lose Schüttung
- Sondervorschriften für bestimmte Stoffgruppen
- Abgrenzung zwischen den Anforderungen der einzelnen Verkehrsträger
Dokumentation, Kennzeichnung und Beförderungsvorschriften: Ohne korrekte Papiere und Kennzeichnung ist kein Gefahrguttransport rechtmäßig. Dieser Abschnitt behandelt die praktischen Anforderungen an Beförderungspapiere und die physische Kennzeichnung von Versandstücken und Fahrzeugen.
- Beförderungspapiere: Pflichtangaben nach ADR, RID und IMDG-Code
- Kennzeichnung von Versandstücken, Containern und Fahrzeugen
- Gefahrzettel, orangefarbene Tafeln und Placards
- Beförderungsvorschriften für Zusammenladung und Verstauung
- Besonderheiten der Verstauung an Bord von Seeschiffen
- Dokumentationspflichten bei der Übergabe zwischen Verkehrsträgern
Praxis-Block — Anwendung auf konkrete Beförderungsfälle
- Einstufung verschiedener Gefahrgutproben nach Klasse und Verpackungsgruppe
- Erstellung eines vollständigen Beförderungspapiers für einen Straßentransport
- Prüfung der Kennzeichnung eines Versandstücks auf Vollständigkeit
- Vergleich der Dokumentationsanforderungen zwischen ADR und RID
- Bewertung eines IMDG-Verladeplans auf Zusammenladeverbote
- Fallbeispiel zu Freistellungsmengen im Werksverkehr
- Prüfung eines multimodalen Transportfalls Straße-Schiene-Seeschiff
- Analyse eines Beinaheunfalls und Ableitung von Kontrollmechanismen
- Erstellung einer innerbetrieblichen Checkliste für die Versandkontrolle
- Beurteilung von Sondervorschriften bei einer konkreten Stoffgruppe
- Rollenspiel: Abstimmung zwischen Gefahrgutbeauftragtem und Fahrer/Verlader
- Prüfung eines Beförderungsvorgangs auf Vollständigkeit der Sondervorschriften
- Erstellung eines Aktionsplans nach einem simulierten Beförderungsvorfall
- Zusammenfassende Fallstudie über den gesamten Beförderungsweg
Der hohe Praxisanteil stellt sicher, dass die theoretischen Vorschriften nicht abstrakt bleiben, sondern unmittelbar auf reale Versand- und Transportsituationen angewendet werden können. Gerade beim Zusammenspiel mehrerer Verkehrsträger entstehen in der Praxis die meisten Fehlerquellen, weshalb dieser Aspekt durchgängig vertieft wird. Die Fallbeispiele orientieren sich bewusst an Situationen, in denen Verantwortlichkeiten zwischen Straße, Schiene und Seeschiff ineinandergreifen — etwa beim Wechsel des Transportmittels an einem Umschlagpunkt, wo unterschiedliche Kennzeichnungs- und Dokumentationsanforderungen gleichzeitig erfüllt werden müssen.
Lernziele:
- Rechtliche Grundlagen und Zuständigkeiten der Gefahrgutbeauftragtenbestellung erläutern
- Nationale und internationale Organisationen und Vorschriften im Gefahrgutrecht einordnen
- Gefährliche Güter nach Klassen, Verpackungsgruppen und Gefahrenmerkmalen einstufen
- Freistellungsregelungen und begrenzte Mengen korrekt anwenden
- Beförderungspapiere und Dokumentation gefahrgutrechtskonform erstellen
- Anforderungen an Versandstücke, Verpackung und Zusammenpackung beurteilen
- Kennzeichnung und Beschriftung von Gefahrgut nach ADR, RID und IMDG-Code sicher anwenden
- Beförderungsvorschriften für Straße, Schiene und Seeschiff vergleichend einordnen
- Besonderheiten der einzelnen Verkehrsträger bei Verladung und Umschlag berücksichtigen
- Verantwortlichkeiten der am Gefahrguttransport beteiligten Personen abgrenzen
- Meldepflichten bei Unfällen und Vorfällen mit Gefahrgut anwenden
- Innerbetriebliche Überwachungs- und Kontrollpflichten als Gefahrgutbeauftragte/r wahrnehmen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Grundschulung richtet sich an Personen, die im Unternehmen als Gefahrgutbeauftragte/r für die Verkehrsträger Straße, Schiene und See bestellt werden sollen oder diese Funktion bereits ausüben und ihr Wissen auffrischen möchten.
- Mitarbeitende aus Spedition, Logistik und Versand mit Gefahrgutbezug
- Fach- und Führungskräfte, die für die gefahrgutrechtliche Überwachung verantwortlich werden
- Beschäftigte in Industrieunternehmen mit regelmäßigem Gefahrguttransport
- Personen, die eine Funktion als Gefahrgutbeauftragte/r anstreben
- Quereinsteiger mit Interesse an einer Spezialisierung im Bereich Gefahrgut
Für die Teilnahme werden Kenntnisse der deutschen Sprache in Wort und Schrift benötigt, da die Vorschriftstexte präzise erfasst und angewendet werden müssen. Zugang zu den aktuell geltenden Gefahrgutvorschriften für die jeweiligen Verkehrsträger — ADR, RID und IMDG-Code — wird vorausgesetzt, damit während der Schulung mit den Originalregelwerken gearbeitet werden kann. Ein grundlegendes Verständnis betrieblicher Abläufe in Logistik oder Versand ist hilfreich, aber keine formale Bedingung.
Ablauf & Abschluss
Die Grundschulung umfasst 50 Unterrichtseinheiten Theorie, in denen die gefahrgutrechtlichen Regelwerke systematisch anhand konkreter Beispiele und Übungsfälle erarbeitet werden. Der Unterricht verbindet Vorschriftenlektüre mit praktischen Anwendungsübungen, etwa dem Ausfüllen von Beförderungspapieren oder der Prüfung von Kennzeichnungen, damit die komplexen Regelwerke greifbar werden. Die kompakte Taktung der Einheiten ermöglicht eine strukturierte Vorbereitung auf die vorgesehene Bestellung als Gefahrgutbeauftragte/r.
Die Grundschulung umfasst insgesamt 50 Unterrichtseinheiten Theorie. Der Umfang ist bewusst so bemessen, dass alle drei Verkehrsträger — Straße, Schiene und Seeschiff — mit ihren jeweiligen Besonderheiten ausreichend vertieft werden können, ohne die Gesamtschulung unnötig in die Länge zu ziehen.
Nach erfolgreichem Abschluss der Grundschulung erhalten Teilnehmende eine Teilnahmebestätigung der zuständige Prüforganisation. Diese Bestätigung dokumentiert die absolvierte Grundschulung als Vorbereitung auf die Funktion als Gefahrgutbeauftragte/r für die Verkehrsträger Straße, Schiene und Seeschiff.
Nutzen & Perspektiven
Unternehmen, die gefährliche Güter versenden, empfangen oder bestärken, benötigen zwingend qualifiziertes Personal für die gefahrgutrechtliche Überwachung. Wer diese Grundschulung absolviert, erwirbt eine Qualifikation, die branchenübergreifend gefragt ist — von der klassischen Spedition über Chemie- und Industrieunternehmen bis zu Häfen und multimodalen Umschlagsbetrieben. Besonders wertvoll ist die gleichzeitige Abdeckung aller drei Verkehrsträger: Wer Straße, Schiene und Seeschiff gemeinsam beherrscht, kann in Unternehmen mit gemischten Transportketten eingesetzt werden, ohne für jeden Verkehrsträger eine separate Qualifikation nachholen zu müssen. Das macht Absolventen dieser Grundschulung für Arbeitgeber besonders flexibel einsetzbar und reduziert den innerbetrieblichen Schulungsaufwand erheblich. Die erworbenen Kenntnisse bilden zugleich die Basis für die praktische Wahrnehmung der Position als Gefahrgutbeauftragte/r, in der eigenständige Verantwortung für Kontrolle, Dokumentation und Meldewesen im Unternehmen übernommen wird. Wer diese Funktion ausübt, wird für das Unternehmen zur zentralen Ansprechperson bei behördlichen Rückfragen, internen Audits und der laufenden Anpassung an neue Fassungen der Regelwerke — eine Aufgabe mit hoher Verantwortung, die entsprechend anerkannt wird. Gerade in exportorientierten Branchen wie Chemie, Maschinenbau und Konsumgüterindustrie gehört die gefahrgutrechtliche Absicherung der Lieferkette zum betrieblichen Alltag. Wer hier fundiertes Wissen über alle drei Verkehrsträger hinweg mitbringt, übernimmt häufig eine Schlüsselrolle zwischen Versandabteilung, Spedition und Geschäftsleitung und trägt aktiv dazu bei, kostspielige Verstöße gegen internationale Transportvorschriften zu vermeiden.
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Arbeitsmarkt-Report
Transport- und Logistik-Branche meldet seit Jahren akuten Fahrer- und Disponenten-Mangel. Berufskraftfahrer-Qualifikation (BKrFQG-Module) ist Pflicht; Logistik-Disposition und Lagerlogistik wachsen mit E-Commerce-Volumen stabil.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Berufskraftfahrer/Berufskraftfahrerin33.563 Stellen
- Betriebswirt/Betriebswirtin (Fachschule) für Logistik/Bachelor Professional in Wirtschaft90 Stellen
- Verkehrsleiter/Verkehrsleiterin für Kraftverkehrsunternehmen18 Stellen
- Gefahrgutbeauftragter/Gefahrgutbeauftragte14 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Verkehrsträger deckt die Grundschulung ab?
Die Schulung bereitet auf die Bestellung als Gefahrgutbeauftragte/r für alle drei Verkehrsträger vor: Straße (ADR), Schiene (RID) und Seeschiff (IMDG-Code).
Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?
Erforderlich sind Deutschkenntnisse in Wort und Schrift sowie Zugang zu den aktuell geltenden Gefahrgutvorschriften ADR, RID und IMDG-Code, mit denen während der Schulung gearbeitet wird.
Wie umfangreich ist die Schulung?
Die Grundschulung umfasst 50 Unterrichtseinheiten Theorie, in denen Klassifizierung, Dokumentation, Kennzeichnung und Beförderungsvorschriften für alle drei Verkehrsträger erarbeitet werden.
Welchen Nachweis erhalte ich nach Abschluss?
Sie erhalten eine Teilnahmebestätigung der DEKRA Akademie, die die absolvierte Grundschulung als Vorbereitung auf die Funktion als Gefahrgutbeauftragte/r dokumentiert.
Für wen ist die Schulung geeignet?
Für Mitarbeitende aus Spedition, Logistik und Versand sowie für alle, die im Unternehmen für die gefahrgutrechtliche Überwachung über mehrere Verkehrsträger hinweg verantwortlich werden sollen.