IT-Projektmanagement mit Scrum für Quereinsteiger – Lehrgang
Einstieg in agiles IT-Projektmanagement mit Scrum für Quereinsteiger: Rollen, Artefakte, Events und praktischer Tool-Einsatz mit Excel und MS Project.
Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:
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Kurzantworten zum Kurs
Einordnung: Zertifikatsqualifizierung
- Wie lange dauert der Kurs?
- Der Kurs erstreckt sich über mehr als einen Monat bis zu drei Monaten und findet mehrheitlich in Teilzeit statt. Dieser längere Rahmen ist bewusst gewählt: Für Quereinsteiger ohne Vorerfahrung braucht es Zeit, ein neues Methodenset nicht nur zu kennen, sondern sicher anwenden zu können. Details
- Welcher Abschluss ist vorgesehen?
- Nach Abschluss des Kurses wird ein qualifiziertes Trägerzertifikat ausgestellt. Je nach Kursanbieter kann die Vorbereitung auf eine externe Zertifizierungsprüfung im Bereich Scrum (z. B. Scrum Foundation oder PSM I über Scrum.org) oder PRINCE2 Foundation integriert sein. Ob und welche externe… Details
- Welche Voraussetzungen gelten?
- Vorkenntnisse in Projektmanagement oder IT sind nicht erforderlich. Grundlegende Kenntnisse in der Bedienung von Excel sind für die praktischen Übungen hilfreich. Da der Kurs ausdrücklich für Quereinsteiger konzipiert ist, wird kein spezifisches Branchenhintergrundwissen vorausgesetzt. Details
Worum geht es in diesem Kurs?
Dieser Kurs wurde speziell für Personen konzipiert, die ohne Vorkenntnisse in agile IT-Projektmanagement-Methoden einsteigen möchten. Im Zentrum steht das Scrum-Framework: Teilnehmer lernen, wie Scrum-Teams organisiert sind, wie Sprints geplant und durchgeführt werden und wie das Product Backlog als zentrales Steuerungsinstrument gepflegt wird. Ergänzend wird gezeigt, wie Excel und MS Project als Planungs- und Dokumentationstools in agilen Projekten genutzt werden. Der Kurs richtet sich ausdrücklich an Quereinsteiger — also Personen, die aus anderen Berufsfeldern kommen und den Übergang in digitale Projektrollen vorbereiten.
Was lernst du in diesem Kurs?
Modul Agiles Arbeiten und das Scrum-Framework Der Kurs beginnt mit den konzeptionellen Grundlagen agiler Arbeit, bevor das Scrum-Framework im Detail erarbeitet wird. Quereinsteiger erhalten so einen Orientierungsrahmen, in den alle Folgemodule eingebettet sind.
- Die vier Werte und zwölf Prinzipien des Agilen Manifests
- Unterschiede zwischen klassisch-planungsgetriebenem und agil-iterativem Projektmanagement
- Vorteile agiler Methoden in dynamischen, unsicheren Projektumfeldern
- Scrum als leichtgewichtiges Framework: Einsatzbereiche und Grenzen
- Entstehungsgeschichte von Scrum und seine Verbreitung in der IT
Modul Scrum-Rollen, Artefakte und Events Dieser Block bildet das Kernstück der Scrum-Ausbildung. Teilnehmer durchlaufen alle Scrum-Elemente systematisch und üben deren Anwendung in simulierten Projektsituationen.
- Product Owner: Verantwortung für das Product Backlog und die Produktvision
- Scrum Master: Servant Leadership, Moderation und Impediment-Management
- Entwicklungsteam: Selbstorganisation, Querschnittsfähigkeiten und gemeinsame Verantwortung
- Product Backlog: Erstellen, Pflegen und Priorisieren von User Stories
- Sprint Backlog: Auswahl und Planung von Backlog-Items für einen Sprint
- Increment: Definition of Done und transparente Produktlieferung
- Sprint Planning: Zieldefinition, Kapazitätsplanung und Aufgabenaufteilung
- Daily Scrum: Struktur, Zweck und häufige Antipattern
- Sprint Review: Demonstration und Stakeholder-Feedback einholen
- Sprint Retrospective: Teamauswertung und kontinuierliche Prozessverbesserung
Modul Erweiterte Scrum-Techniken und agile Tools Aufbauend auf den Grundlagen werden fortgeschrittene Praktiken eingeführt, die in der täglichen Projektarbeit den Unterschied machen.
- Planning Poker: konsensorientierte Aufwandsschätzung im Team
- T-Shirt-Sizing: schnelle relative Schätzungen für Backlog-Grooming
- MoSCoW-Methode und WSJF zur Priorisierung von Backlog-Items
- Kanban-Boards: Visualisierung von Work-in-Progress und Engpasserkennung
- ScrumBan: hybride Kombination aus Scrum-Struktur und Kanban-Fluss
- Skalierte Scrum-Methoden für größere Teams und Organisationen
Modul PRINCE2-Grundlagen im agilen Kontext Für Quereinsteiger ist es wertvoll zu verstehen, wie klassische Projektmanagement-Frameworks neben Scrum existieren. Dieses Modul gibt einen Einblick in PRINCE2 und zeigt Schnittstellen zur agilen Arbeitsweise.
- Die sieben PRINCE2-Grundprinzipien im Überblick
- PRINCE2-Themen: Business Case, Organisation, Qualität, Pläne, Risiken, Änderungssteuerung, Fortschritt
- PRINCE2-Prozesse von der Vorbereitung bis zum Projektabschluss
- Anpassung von PRINCE2 an unterschiedliche Projekttypen
- Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen PRINCE2 und Scrum
Modul Praxisanwendung mit Excel und MS Project Das Abschlussmodul verbindet agile Methodik mit konkreter Tool-Nutzung. Quereinsteiger erhalten so ein unmittelbar einsetzbares Handwerkszeug für ihre erste Projekttätigkeit.
- Erstellung eines vollständigen Scrum-Boards in Excel mit Sprint-Tracking-Funktionalität
- MS Project für die Visualisierung und Verwaltung agiler Projektpläne
- Fallstudie: vollständige Sprint-Planung von der User Story bis zum Review
- Dokumentation von Sprint-Ergebnissen und Fortschrittsberichten
- Agile Anforderungserfassung und Priorisierung in der Fallstudie
- Präsentation eines abschließenden Projektreviews
Lernziele:
- Das Scrum-Framework und seine Entstehung aus dem Agilen Manifest verstehen
- Die drei Scrum-Rollen — Product Owner, Scrum Master und Entwicklungsteam — kennen und ihre Verantwortlichkeiten beschreiben
- Scrum-Artefakte (Product Backlog, Sprint Backlog, Increment) erstellen und pflegen
- Alle vier Scrum-Events korrekt durchführen: Sprint Planning, Daily Scrum, Sprint Review, Sprint Retrospective
- Agile Schätzmethoden wie Planning Poker und T-Shirt-Sizing anwenden
- Product Backlogs mit Priorisierungstechniken (MoSCoW, WSJF) strukturieren
- Kanban-Boards zur Visualisierung von Arbeitsflüssen aufbauen und nutzen
- Kombinierte Ansätze wie ScrumBan und skalierte Scrum-Methoden einordnen
- PRINCE2-Grundprinzipien und deren Anwendungslogik kennenlernen
- Excel für die Erstellung von Scrum-Boards und Sprint-Tracking einsetzen
- MS Project für die Planung und Nachverfolgung agiler Projekte nutzen
- Agile Methoden in bestehende Unternehmensabläufe integrieren und skalieren
Für wen ist der Kurs geeignet?
Dieser Kurs richtet sich ausdrücklich an Personen, die aus anderen Berufsfeldern in IT-nahe Projektmanagement-Rollen wechseln möchten und keine Vorerfahrung mit agilen Methoden mitbringen. Das Kurskonzept ist für unterschiedliche Quereinstiegsprofile entwickelt worden.
- Quereinsteiger aus kaufmännischen, administrativen oder handwerklichen Berufen
- Personen, die als Scrum Master, Product Owner oder Projektkoordinator Fuß fassen möchten
- Berufserfahrene, die bisher in klassischen Projektstrukturen gearbeitet haben und agile Methoden erlernen wollen
- Arbeitssuchende, die ihre Beschäftigungsfähigkeit in digitalen Berufsfeldern stärken möchten
- Mitarbeitende, die in Teams mit agiler Arbeitsweise integriert werden sollen
Vorkenntnisse in Projektmanagement oder IT sind nicht erforderlich. Grundlegende Kenntnisse in der Bedienung von Excel sind für die praktischen Übungen hilfreich. Da der Kurs ausdrücklich für Quereinsteiger konzipiert ist, wird kein spezifisches Branchenhintergrundwissen vorausgesetzt.
Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?
Der Kurs findet im Combined-Learning-Format statt, wobei der Schwerpunkt auf der aktiven Anwendung des Gelernten liegt. Praktische Übungen, Fallstudien und Tool-Arbeit mit Excel und MS Project machen einen wesentlichen Teil der Kurszeit aus. Das Format erlaubt eine flexible Taktung: Der Kurs wird überwiegend in Teilzeit angeboten, ist aber auch als Vollzeitvariante verfügbar. Die längere Kursdauer im Vergleich zu anderen PM-Kursen gibt Quereinsteigern ausreichend Zeit, die neuen Methoden zu verinnerlichen.
Der Kurs erstreckt sich über mehr als einen Monat bis zu drei Monaten und findet mehrheitlich in Teilzeit statt. Dieser längere Rahmen ist bewusst gewählt: Für Quereinsteiger ohne Vorerfahrung braucht es Zeit, ein neues Methodenset nicht nur zu kennen, sondern sicher anwenden zu können.
Nach Abschluss des Kurses wird ein qualifiziertes Trägerzertifikat ausgestellt. Je nach Kursanbieter kann die Vorbereitung auf eine externe Zertifizierungsprüfung im Bereich Scrum (z. B. Scrum Foundation oder PSM I über Scrum.org) oder PRINCE2 Foundation integriert sein. Ob und welche externe Prüfung eingeschlossen ist, sollte vor Kursstart beim jeweiligen Anbieter geklärt werden.
Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?
Agiles Projektmanagement ist inzwischen in der Mehrheit der IT-Organisationen Standard. Wer als Quereinsteiger in dieses Feld einsteigen möchte, braucht keine jahrelange IT-Erfahrung — aber ein fundiertes Verständnis der agilen Denkweise und des Scrum-Frameworks. Dieser Kurs vermittelt genau das, ergänzt um die Fähigkeit, gängige Tools wie Excel und MS Project für die Projektarbeit zu nutzen. Der explizite Quereinstiegszuschnitt macht einen wesentlichen Unterschied: Die Inhalte werden so erklärt, dass keine IT-Vorkenntnisse vorausgesetzt werden, aber das berufliche Ergebnis dasselbe ist wie bei einem technisch erfahrenen Teilnehmer. Methoden, Rollen und Tools werden anhand von Alltagssituationen aus der Arbeitswelt verankert, nicht anhand abstrakter Szenarien. Wer diesen Kurs abschließt, ist in der Lage, in einem agilen Scrum-Team mitzuwirken — als Unterstützung des Scrum Masters, als Teil des Entwicklungsteams oder in koordinierenden Rollen als Projektassistenz oder Projektkoordinator. Das ist ein konkreter und gut erreichbarer Berufseinstieg für Menschen, die ihren Berufsweg in Richtung digitale Projektarbeit lenken möchten.
Welche Förderung passt zu dir?
Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Berufswege prüfen
Zugeordnete Zielberufe
Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.
- IT-Projektkoordinator/in
- Scrum Master (Junior)
- Product Owner (Junior)
- Projektassistenz IT
- IT-Projektmanager/in
Vor der Kurswahl klären
- Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
- Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
- Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?
Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.
Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich IT-Kenntnisse, um an diesem Kurs teilzunehmen?
Nein. Der Kurs ist ausdrücklich für Quereinsteiger ohne IT-Vorkenntnisse konzipiert. Grundlegende PC-Kenntnisse und Excel-Basiskenntnisse sind hilfreich, aber es werden keine spezifischen IT-Fachkenntnisse vorausgesetzt.
Was ist Scrum und warum ist es relevant?
Scrum ist ein agiles Framework für die iterative Arbeit in Teams, das vor allem in der Softwareentwicklung und IT-Projektarbeit verbreitet ist. Es strukturiert die Arbeit in kurze Sprints mit klaren Rollen und Meetings und ermöglicht schnelle Anpassungen an neue Anforderungen.
Welche Tools werden im Kurs genutzt?
Neben dem konzeptionellen Scrum-Framework werden Excel und MS Project als praktische Planungs- und Dokumentationstools eingesetzt. Teilnehmer erstellen eigene Scrum-Boards und Sprint-Planungen in beiden Programmen.
Welches Zertifikat kann ich nach dem Kurs erwerben?
Alle Teilnehmer erhalten ein qualifiziertes Trägerzertifikat. Je nach Kursanbieter kann zusätzlich eine externe Zertifizierungsprüfung, etwa Scrum Foundation oder PSM I (Scrum.org), vorbereitet und abgelegt werden.
Warum dauert der Kurs länger als andere PM-Kurse?
Die Dauer von mehr als einem Monat ist für Quereinsteiger bewusst gewählt. Wer ohne Vorkenntnisse einsteigt, benötigt ausreichend Zeit, um Methoden nicht nur zu kennen, sondern in praktischen Übungen sicher anzuwenden.