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PRINCE2 Experte: Agile, Lean & Kaizen – Zertifizierung

Trägerinternes Aufbauprogramm mit PRINCE2 Foundation, Practitioner, Agile Practitioner und erweitertem Fokus auf agile Governance, Lean und kontinuierliche Verbesserung.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

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Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Zertifikatsqualifizierung

Wie lange dauert der Kurs?
Das Programm umfasst vier Bausteine einschließlich des vertiefenden Experten-Moduls und ist entsprechend zeitintensiv. Die genaue Gesamtlaufzeit hängt vom Anbieter und Format ab. Je nach Taktung ist mit mehreren Wochen Gesamtprogrammdauer zu rechnen. Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Das Programm bereitet auf PRINCE2 Foundation, PRINCE2 Practitioner und PRINCE2 Agile Practitioner (Axelos) vor — diese Prüfungen werden separat abgelegt und führen zu international anerkannten Qualifikationen. Der Titel „PRINCE2 Experte" ist kein offizieller Axelos-Abschluss, sondern ein… Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Gute Deutsch- oder Englischkenntnisse in Wort und Schrift sowie grundlegende Computerkenntnisse werden erwartet. Erste praktische Erfahrung im Projektumfeld oder in agilen Teams ist hilfreich. Eine vorherige PRINCE2-Foundation-Qualifikation ist nicht erforderlich; das Programm beginnt mit dem… Details

Worum geht es in diesem Kurs?

Dieses Programm trägt den Titel „PRINCE2 Experte" — ein trägerinternes Aufbaukonzept, das über die Axelos-Standardzertifizierungen PRINCE2 Foundation, PRINCE2 Practitioner und PRINCE2 Agile Practitioner hinausgeht. Den Abschluss bildet ein erweitertes Modul zu agilem Projektmanagement, das Lean-Prinzipien, Scrum-Steuerung im PRINCE2-Kontext, agile Governance und Kaizen-basierte kontinuierliche Verbesserung vertieft. Wichtig: Der Titel „PRINCE2 Experte" ist keine offizielle Axelos-Zertifizierungsstufe — es handelt sich um ein trägerinternes Programmkonzept, das anerkannte Zertifizierungen mit vertiefenden Inhalten bündelt.

Was lernst du in diesem Kurs?

Modul 1: PRINCE2 Foundation — Prinzipien, Themen, Prozesse Das Foundation-Modul vermittelt das konzeptionelle Fundament der PRINCE2-Methode. Alle sieben Prinzipien, sieben Themen und sieben Prozesse werden vollständig erarbeitet. Besonderes Gewicht liegt auf dem Grundverständnis: Warum setzt PRINCE2 auf berechtigte Begründung und Ausnahmeregelung? Wie schafft produktbasierte Planung Klarheit über Lieferergebnisse? Wie funktioniert ein Projektboard als Steuerungsgremium?

  • Sieben Prinzipien: Ausgangspunkt für alle PRINCE2-Entscheidungen
  • Sieben Themen: Business Case, Organisation, Qualität, Pläne, Risiko, Wandel, Fortschritt
  • Sieben Prozesse: von der Projektvorbereitung bis zum Projektabschluss
  • Managementprodukte: Projektauftrag, Projektplan, Projektakte, Phasen- und Ausnahmepläne
  • Produktbasierte Planung: Produktstrukturplan, Produktbeschreibungen und Produktflussdiagramm
  • Foundation-Prüfungsformat: Multiple-Choice, Prüfungslogik und Zeitmanagement

Modul 2: PRINCE2 Practitioner — Tailoring und vertiefende Anwendung Das Practitioner-Modul überführt Foundation-Wissen in eigenständige, kontextangemessene Anwendung. Tailoring ist das zentrale Konzept: PRINCE2 so anzupassen, dass es in kleinen wie großen Projekten, in IT wie in Non-IT, in hausinternen wie externen Liefermodellen funktioniert. Ergänzend werden Business-Case-Management, Qualitätssicherung und die Practitioner-Prüfungslogik vertieft.

  • Tailoring-Konzept: Welche Elemente müssen angepasst werden, welche sind unverzichtbar?
  • Business-Case-Entwicklung und -review im Projektverlauf
  • Qualitätsprüfungen und Quality-Review-Technik in der Praxis
  • Risikoanalyse und Risikoregister-Pflege
  • Change Authority und Issue-Management unter Practitioner-Bedingungen
  • Offene Anwendungsszenarien: Practitioner-Prüfungsaufgaben gemeinsam analysieren

Modul 3: PRINCE2 Agile Practitioner — Strukturierte Integration PRINCE2 Agile verknüpft klassische Projektsteuerung mit agiler Lieferlogik. Dieses Modul zeigt die fünf Verhaltensweisen des Frameworks und die praktischen Synchronisierungspunkte zwischen PRINCE2-Steuerung und agilen Liefereinheiten. Teilnehmende lernen, typische Konflikte zwischen Projekt-Board und Lieferteam zu antizipieren und strukturell aufzulösen.

  • Fünf PRINCE2-Agile-Verhaltensweisen: Transparenz, Zusammenarbeit, Kundenorientierung, Lieferfokus, Lernbereitschaft
  • Sprint-Ergebnisse als PRINCE2-Produkte behandeln: Mapping und Synchronisierung
  • MoSCoW-Priorisierung unter PRINCE2-Change-Authority
  • Vertragsgestaltung und externe Lieferanten in agilen PRINCE2-Projekten
  • Agile Practitioner-Prüfungsvorbereitung: szenariobasierte Antwortstrategien

Modul 4: Agiles Projektmanagement — Lean, Scrum-Governance und Kaizen Das Vertiefungsmodul bildet den trägerinternes Aufbaucharakter dieses Programms ab. Während die drei Axelos-Bausteine methodisches Fundament legen, geht dieses Modul konzeptionell weiter: Lean-Prinzipien, Scrum-Steuerung unter PRINCE2-Governance und Kaizen als kontinuierliches Verbesserungssystem werden eigenständig und vertieft behandelt. Teilnehmende entwickeln ein Verständnis dafür, wie agile Organisationen nicht nur projektorientiert, sondern dauerhaft leistungsfähig werden.

  • Lean-Grundprinzipien: Wert definieren, Wertstrom kartieren, Fluss erzeugen, Pull etablieren, Perfektion anstreben
  • Verschwendungsarten (Muda) in Projektprozessen: Überproduktion, Warten, Transport, Überarbeitung
  • Wertstromanalyse (Value Stream Mapping) als Diagnosewerkzeug für Projektprozesse
  • Scrum im PRINCE2-Rahmen: Sprint-Ergebnisse als PRINCE2-Liefergegenstände führen
  • Sprint Review und Retrospektive als PRINCE2-Stage-Gate-Elemente nutzen
  • Agile Governance: Compliance-Anforderungen mit agiler Liefergeschwindigkeit verbinden
  • Agiles Reporting: Burndown-Charts, Velocity-Metriken und Fortschrittsberichte für Steuerungsgremien
  • Risikomanagement in agilen Projekten: PRINCE2-Risikoregister für inkrementelle Lieferung
  • Kaizen-Grundprinzipien: kontinuierliche, kleine Verbesserungen als Managementphilosophie
  • Kaizen-Events und A3-Problemlösung in Projektteams anwenden
  • Kontinuierliche Verbesserung als strukturelle Führungsaufgabe verankern
  • Retrospektiven als Kaizen-Mechanismus: von der Einmalveranstaltung zur Routinepraxis

Praxisphase: Integriertes agiles Projekt-Setup In der Praxisphase setzen Teilnehmende alle Programmbestandteile in einem integrierten Projektszenario ein. Das fiktive Projekt umfasst PRINCE2-Steuerung, agile Lieferteams und Lean-basierte Verbesserungsarbeit.

  • Vollständigen Projektauftrag und Business Case für ein agiles PRINCE2-Projekt erstellen
  • Projektstruktur mit agilen Liefereinheiten und Stage-Gates planen
  • Wertstromanalyse für einen Entwicklungsprozess durchführen und Verbesserungspotenziale identifizieren
  • Sprint-Ergebnisse als PRINCE2-Produkte dokumentieren und Review-Prozess gestalten
  • Agile Governance-Struktur beschreiben: Welche PRINCE2-Berichte gibt es, welche werden vereinfacht?
  • Kaizen-Event für ein Projektteam moderieren: Problem benennen, Ursachen analysieren, Handlungsschritte ableiten
  • Risikoregister für ein Scrum-basiertes PRINCE2-Projekt führen
  • Retrospektiven-Moderation üben: Vom Feedback zur konkreten Verbesserungsschritt
  • Agilen Fortschrittsbericht für ein Projektboard auf Basis von Velocity und Burndown erstellen
  • Lean-Kennzahlen (Zykluszeit, Durchlaufzeit, Flusseffizienz) für das Projektszenario berechnen
  • Eskalationssimulation: Ausnahmebericht für ein agiles Projekt verfassen
  • Abschlusspräsentation: Gesamtkonzept des agilen PRINCE2-Projekts vor der Gruppe

Lernziele:

Teilnehmende beherrschen den PRINCE2-Rahmen vollständig und können ihn eigenständig in unterschiedlichen Projektkontexten anwenden.

  • PRINCE2-Projekte von der Vorbereitung bis zum Abschluss souverän steuern
  • Tailoring der PRINCE2-Methode als aktive Gestaltungsaufgabe verstehen und ausüben
  • PRINCE2 Agile als Integrationsrahmen für gemischte Projektteams einsetzen
  • Lean-Prinzipien auf Projektmanagement und Lieferorganisationen anwenden
  • Verschwendung (Muda) in Projektprozessen systematisch identifizieren und reduzieren
  • Wertstromanalyse als Diagnosewerkzeug für Projektprozesse nutzen
  • Scrum im PRINCE2-Rahmen steuern: Sprint-Ergebnisse als PRINCE2-Produkte führen
  • Agile Governance-Strukturen entwerfen, die Compliance und Liefergeschwindigkeit verbinden
  • Agiles Reporting und transparente Fortschrittskommunikation gestalten
  • Kaizen-Prinzipien auf Projektteams und Lieferorganisationen übertragen
  • Risiken in agilen Projekten mit PRINCE2-Instrumenten frühzeitig erkennen
  • Kontinuierliche Verbesserung als strukturelle Managementaufgabe verankern, nicht als einmalige Initiative

Für wen ist der Kurs geeignet?

Das Programm richtet sich an Fachkräfte, die über den Practitioner-Level hinauswachsen und agile Projektsteuerung, Lean und kontinuierliche Verbesserung als integriertes Führungswerkzeug beherrschen wollen.

  • PRINCE2 Practitioner, die ihre Qualifikation um Agile und Lean vertiefen möchten
  • Agile Coaches und Scrum Master, die PRINCE2-Governance-Strukturen verstehen wollen
  • Projektmanager, die hybride Organisationen mit Scrum-Teams führen
  • Bereichsverantwortliche mit Projektverantwortung in agilen oder gemischten Unternehmen
  • Fachkräfte, die kontinuierliche Verbesserung als Führungsaufgabe in ihre Projektarbeit integrieren
Voraussetzungen:

Gute Deutsch- oder Englischkenntnisse in Wort und Schrift sowie grundlegende Computerkenntnisse werden erwartet. Erste praktische Erfahrung im Projektumfeld oder in agilen Teams ist hilfreich. Eine vorherige PRINCE2-Foundation-Qualifikation ist nicht erforderlich; das Programm beginnt mit dem Foundation-Modul. Teilnehmende, die bereits über Foundation verfügen, können den Einstieg mit dem Anbieter besprechen.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Das Programm verbindet Konzepterarbeitung mit Fallanalyse und praktischer Simulation. Das Lean- und Kaizen-Modul setzt besonders auf Analyse-Übungen: Wertstromdiagramme werden gemeinsam erarbeitet, Kaizen-Events simuliert und Verbesserungsschritte in Gruppenarbeit entwickelt. Das Agile-Governance-Thema wird durch Rollensimulationen greifbar — Teilnehmende schlüpfen in die Rolle von Projektboard-Mitgliedern und agilen Lieferteams und verhandeln Governance-Anforderungen.

Das Programm umfasst vier Bausteine einschließlich des vertiefenden Experten-Moduls und ist entsprechend zeitintensiv. Die genaue Gesamtlaufzeit hängt vom Anbieter und Format ab. Je nach Taktung ist mit mehreren Wochen Gesamtprogrammdauer zu rechnen.

Das Programm bereitet auf PRINCE2 Foundation, PRINCE2 Practitioner und PRINCE2 Agile Practitioner (Axelos) vor — diese Prüfungen werden separat abgelegt und führen zu international anerkannten Qualifikationen. Der Titel „PRINCE2 Experte" ist kein offizieller Axelos-Abschluss, sondern ein trägerinternes Programmkonzept, das diese drei Zertifizierungen mit dem Vertiefungsmodul zu Lean und Kaizen bündelt. Nach Programmabschluss erhalten Teilnehmende eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Die gängigen PRINCE2-Programme enden beim Agile Practitioner. Was sie selten vermitteln: Wie sieht eine Projektorganisation aus, die nicht nur methodisch korrekt arbeitet, sondern sich dauerhaft verbessert? Dieses Programm beantwortet genau diese Frage, indem es Kaizen und Lean als komplementäre Frameworks einbindet. Wer kontinuierliche Verbesserung als Routine, nicht als Sonderprojekt versteht, führt Projektteams langfristig leistungsfähiger. Für Agile Coaches und Scrum Master bietet das Vertiefungsmodul den strukturellen Rahmen, den rein agile Ausbildungen oft schuldig bleiben: Wie erkläre ich einem PRINCE2-Projektboard, warum ein Scrum-Team kein klassisches Fortschritts-Reporting liefert? Wie übersetze ich Velocity-Metriken in Governance-verständliche Berichte? Das Programm gibt auf diese Fragen konkrete, methodisch fundierte Antworten. Bereichsverantwortliche, die hybride Teams führen, gewinnen durch dieses Programm ein Profil, das Seltenes kombiniert: strukturierte Projektsteuerung, agile Methodenkompetenz, Lean-Analyse und Kaizen-basierte Führungskultur. Das sind vier Kompetenzfelder, die in Kombination deutlich mehr Wirkung entfalten als jedes für sich — und die zusammen das Rüstzeug bilden, um agile Transformationen von innen heraus nachhaltig zu gestalten.

Welche Förderung passt zu dir?

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Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Projektmanager/in
  • Agile Coach
  • Scrum Master
  • PRINCE2 Practitioner
  • Bereichsverantwortliche/r mit Projektaufgaben

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was bedeutet "PRINCE2 Experte" — ist das ein offizieller Axelos-Titel?

Nein. „PRINCE2 Experte" ist kein offizieller Axelos-Zertifizierungstitel. Axelos bietet Foundation, Practitioner und Agile Practitioner an. Der Begriff „Experte" beschreibt ein trägerinternes Aufbauprogramm, das diese drei anerkannten Zertifizierungen mit einem vertiefenden Modul zu Lean, Scrum-Governance und Kaizen bündelt.

Was vermittelt das Vertiefungsmodul im Vergleich zum reinen PRINCE2-Agile-Practitioner?

Das Vertiefungsmodul geht über die Agile-Practitioner-Inhalte hinaus und behandelt Lean-Prinzipien (Wertstromanalyse, Verschwendungsarten), agile Governance-Strukturen sowie Kaizen als kontinuierliches Verbesserungssystem. Diese Inhalte sind nicht Teil der offiziellen PRINCE2-Agile-Prüfung, sondern ergänzen sie konzeptionell.

Welche offiziellen Prüfungen werden durch dieses Programm vorbereitet?

Das Programm bereitet auf drei offizielle Axelos-Prüfungen vor: PRINCE2 Foundation, PRINCE2 Practitioner und PRINCE2 Agile Practitioner. Diese Prüfungen werden separat abgelegt und führen zu international anerkannten Qualifikationen. Nach Programmabschluss wird zusätzlich eine trägerinterne Teilnahmebescheinigung ausgestellt.

Wie verhält sich dieses Programm zu anderen PRINCE2-Agile-DevOps-Programmen?

Die DevOps-Geschwisterprogramme ergänzen PRINCE2 Agile um einen DevOps-Schwerpunkt (Professional- oder Master-Level) bzw. um die eigenständige Kanban-Methode. Dieses Programm wählt eine andere Vertiefungsrichtung: Lean, Scrum-Governance und Kaizen als kontinuierliches Verbesserungssystem. Es ist das richtige Programm für alle, die agile Führungskultur und strukturelle Verbesserungsfähigkeit in den Mittelpunkt stellen.

Wie lange ist die PRINCE2-Practitioner-Zertifizierung gültig?

PRINCE2 Practitioner ist drei Jahre gültig und muss danach rezertifiziert werden. Die Foundation-Qualifikation ist unbefristet gültig. Diese Regelungen gelten unabhängig vom Programmformat und werden direkt durch Axelos vorgegeben.