SPS-Spezialist/-in: TIA Portal und EPLAN – Kurs
SPS-Programmierung im TIA Portal kombiniert mit Elektroplanung in EPLAN Electric P8 — von der Stromlaufplan-Erstellung bis zur durchgängigen Automatisierungslösung mit HMI-Visualisierung.
Auf einen Blick
Überblick
Automatisierungsprojekte scheitern selten an der Steuerungstechnik allein, sondern an der Schnittstelle zwischen Elektroplanung und Programmierung. Wer eine Schaltschrankdokumentation erstellt, ohne zu wissen, wie die SPS die dort definierten Signale später verarbeitet, produziert Nacharbeit. Dieser Lehrgang verbindet deshalb bewusst zwei Werkzeugwelten, die in der betrieblichen Praxis zusammengehören: das TIA Portal von Siemens für die Steuerungsprogrammierung und EPLAN Electric P8 für die normgerechte Elektrodokumentation. Teilnehmende lernen nicht zwei isolierte Programme, sondern ein durchgängiges Vorgehen von der Stromlaufplanung über die SPS-Programmierung bis zur Inbetriebnahme eines automatisierten Systems.
Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen
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an 2 Standorten
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diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
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an 4 erfassten Orten
4 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Trägerinterne Teilnahmebescheinigung
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Combined Learning100 %
Zeitmodelle
- Vollzeit100 %
Dauer im Markt
- mehr als 6 Monate bis 1 Jahr6×
Gemeldete Preisgruppen
- 1.000–5.000 €20×
Häufige Kursorte
- Sylt6×
- Norderstedt6×
- Bergisch Gladbach5×
- Kassel3×
Bundesländer
- Schleswig-Holstein10×
- Nordrhein-Westfalen5×
- Hessen3×
- Hamburg2×
Vermittelte Kompetenzen
- TIA Portal
- EPLAN Electric P8
- Siemens S7-1200/1500
- KOP/FUP/SCL-Programmierung
- PLCSIM-Simulation
- PROFINET
- HMI-Visualisierung
- Elektrodokumentation nach IEC/DIN
Zugeordnete Zielberufe
- Ingenieur/Ingenieurin für Systems Engineering1.173 Stellen/12 Mon.
- Software-Architect865 Stellen/12 Mon.
- Technischer Produktdesigner/Technische Produktdesignerin Fachrichtung Maschinen- und Anlagenkonstruktion854 Stellen/12 Mon.
- SPS-Ingenieur/SPS-Ingenieurin352 Stellen/12 Mon.
- Assistent/Assistentin für Informatik (technische Informatik)78 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 60 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Modul 1 — Grundlagen der Automatisierung und Systemaufbau Bevor programmiert wird, steht das Verständnis für das Gesamtsystem im Vordergrund. Teilnehmende erhalten einen Überblick über moderne Automatisierungssysteme und lernen, wie SPS-Hardware, Elektroplanung und Visualisierung zusammenwirken. Normen und Projektorganisation werden von Anfang an mitgedacht, damit spätere Dokumentation nicht zum Nachtrag wird, sondern integraler Bestandteil der Projektarbeit ist.
- Überblick über Aufbau und Komponenten moderner Automatisierungssysteme
- Funktionsweise von Siemens-S7-1200/1500-Steuerungen im Detail
- Erste Schritte im TIA Portal und in EPLAN Electric P8
- Zusammenspiel von Elektroplanung, SPS-Programmierung und Visualisierung
- Kommunikationssysteme PROFINET, Modbus und OPC UA im Überblick
- Projektstruktur, Datenverwaltung und Dokumentationsnormen
Modul 2 — TIA Portal: Steuerungs- und Programmiertechnik Im Zentrum dieses Blocks steht die eigentliche SPS-Programmierung. Teilnehmende erstellen vollständige Steuerungsprojekte, arbeiten mit den drei gängigen Programmiersprachen und lernen, wie sich Prozesslogik über Funktions- und Datenbausteine sauber strukturieren lässt. Die Simulation mit PLCSIM ermöglicht es, Programme vor der realen Inbetriebnahme gefahrlos zu testen.
- SPS-Projekte im TIA Portal anlegen und konfigurieren
- Programmierung in Kontaktplan (KOP), Funktionsplan (FUP) und SCL
- Aufbau und Nutzung von Funktions- und Datenbausteinen
- Verarbeitung von Analogsignalen, Timern und Zählern
- Simulation mit PLCSIM und strukturierte Fehlerdiagnose
- Erstellung von HMI-Oberflächen zur Prozesssteuerung
Modul 3 — EPLAN: Elektroplanung und Dokumentation Parallel zur Steuerungsprogrammierung entsteht die normgerechte Elektrodokumentation. Dieses Modul vermittelt, wie Stromlauf-, Aufbau- und Klemmenpläne in EPLAN Electric P8 professionell erstellt werden und wie sich wiederkehrende Planungsaufgaben über Symbolbibliotheken und Makros beschleunigen lassen.
- Erstellung von Stromlauf-, Aufbau- und Klemmenplänen
- Einsatz von Symbolbibliotheken und wiederverwendbaren Makros
- Automatische Gerätekennzeichnung und Verbindungslisten
- Export von SPS-Adressen und I/O-Listen ins TIA Portal
- Normgerechte Dokumentation nach IEC- und DIN-Vorgaben
- Planung von Schaltschrank-Layouts
Modul 4 — Integration und Praxisanwendung Der vierte Block führt beide Werkzeugwelten zusammen. Teilnehmende üben den Datenabgleich zwischen EPLAN-Projekt und TIA-Programmierung, verstehen die Kommunikation zwischen Hardware, SPS und Visualisierung und bauen ein durchgängiges Automatisierungsprojekt im Laborumfeld auf.
- Verbindung von EPLAN-Projekt und TIA-Portal-Programmierung
- Kommunikation zwischen Hardware, SPS und Visualisierungsebene
- Datenaustausch über Schnittstellen wie CSV, XML und OPC UA
- Aufbau eines durchgängigen Automatisierungsprojekts im Labor
- Simulation, Test und Optimierung des Gesamtsystems
- Dokumentation des fertigen Automatisierungsprojekts
Praxisblock — Abschlussprojekt Am Ende steht ein komplettes Automatisierungsprojekt, das Teilnehmende eigenständig planen und umsetzen. Von der Elektroplanung in EPLAN über die SPS-Programmierung im TIA Portal bis zur HMI-Visualisierung durchlaufen sie alle Phasen, die auch in einem realen Industrieprojekt anfallen — inklusive Inbetriebnahmesimulation, Abschlussbericht und Präsentation der Ergebnisse.
- Planung eines vollständigen Automatisierungssystems von Grund auf
- Elektroplanung in EPLAN parallel zur SPS-Programmierung im TIA Portal
- Aufbau einer HMI-Visualisierung und Inbetriebnahmesimulation
- Fehlersuche und Optimierung im simulierten Testbetrieb
- Erstellung eines Abschlussberichts zum Gesamtprojekt
- Präsentation der Projektergebnisse und Feedbackrunde
- Datenabgleich und Konsistenzprüfung zwischen EPLAN und TIA-Projekt
- Dokumentation nach Industriestandard für das Gesamtsystem
- Simulation typischer Störfälle und deren Behebung
- Übertragung der Lösung auf vergleichbare Anlagenkonfigurationen
- Vorbereitung auf typische Aufgabenstellungen in Industrieprojekten
- Abschließende Konsistenzkontrolle von Programm, Plan und Visualisierung
Wer diesen Lehrgang durchläuft, verlässt ihn nicht mit Wissen über zwei getrennte Programme, sondern mit einem Verständnis dafür, wie Elektroplanung und Steuerungsprogrammierung ineinandergreifen. Genau diese Schnittstellenkompetenz unterscheidet Fachkräfte, die im Projektalltag selbstständig zwischen Planung und Programmierung vermitteln können, von reinen SPS-Programmierern oder reinen Elektroplanern.
Lernziele:
- Aufbau und Funktionsweise moderner Siemens-S7-1200/1500-Steuerungen erläutern
- SPS-Projekte im TIA Portal anlegen, strukturieren und konfigurieren
- Steuerungsprogramme in den Sprachen KOP, FUP und SCL entwickeln
- Funktions- und Datenbausteine zur Strukturierung von Programmlogik einsetzen
- Analogsignale, Timer und Zähler in der Programmierung korrekt verarbeiten
- Programme mit PLCSIM simulieren und systematisch Fehler diagnostizieren
- HMI-Oberflächen zur Prozessvisualisierung und Bedienung aufbauen
- Stromlauf-, Aufbau- und Klemmenpläne in EPLAN Electric P8 erstellen
- Symbolbibliotheken, Makros und automatische Gerätekennzeichnung in EPLAN nutzen
- SPS-Adressen und I/O-Listen zwischen EPLAN und TIA Portal abgleichen und übertragen
- Schaltschrank-Layouts planen und normgerecht nach IEC/DIN dokumentieren
- Kommunikationsprotokolle wie PROFINET, Modbus und OPC UA in Automatisierungsprojekten einordnen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Lehrgang richtet sich an technische Fachkräfte, die an der Schnittstelle von Elektroplanung und Steuerungstechnik arbeiten oder dorthin wechseln möchten. Angesprochen sind sowohl Personen mit ingenieurwissenschaftlichem Hintergrund als auch Fachkräfte mit handwerklich-technischer Ausbildung, die ihr Profil um SPS- und CAE-Kompetenzen erweitern wollen.
- Diplomingenieure und Konstrukteure, die Automatisierungsprojekte technisch begleiten
- Techniker und technische Zeichner mit Interesse an Steuerungstechnik
- Produktdesigner, die Schnittstellen zu Elektroplanung und SPS verstehen müssen
- Werkzeugmacher und Industriemechaniker, die sich Richtung Automatisierung weiterentwickeln
- Fachkräfte aus anderen Branchen mit technischem Grundverständnis, die in die Automatisierungstechnik einsteigen wollen
Ein technisches Grundverständnis für elektrische und steuerungstechnische Zusammenhänge ist hilfreich, um den Einstieg in TIA Portal und EPLAN zügig zu bewältigen. Erfahrung mit CAD- oder Konstruktionssoftware erleichtert den Umgang mit der EPLAN-Oberfläche, ist aber keine zwingende Voraussetzung. Grundkenntnisse der Elektrotechnik, etwa aus einer technischen Ausbildung oder einem Ingenieurstudium, bilden eine gute Basis für die Programminhalte.
Ablauf & Abschluss
Der Lehrgang wird als Combined Learning in Vollzeit durchgeführt, das heißt Präsenzeinheiten und begleitende eigenständige Übungsphasen wechseln sich ab. Die praktische Arbeit an TIA Portal und EPLAN steht im Vordergrund: Teilnehmende programmieren, planen und simulieren an eigenen Rechnerarbeitsplätzen, statt Inhalte nur passiv zu konsumieren. Fehleranalyse und Fehlerbehebung werden gezielt eingeübt, da genau diese Fähigkeit in der späteren Projektarbeit über Stillstandszeiten entscheidet.
Die Weiterbildung ist als Vollzeitkurs angelegt und umfasst fünf aufeinander aufbauende Themenblöcke, die von den Grundlagen der Automatisierung bis zum eigenständigen Abschlussprojekt führen. Der modulare Aufbau erlaubt es, jedes Werkzeug zunächst einzeln zu vertiefen, bevor Elektroplanung und SPS-Programmierung im Integrationsmodul zusammengeführt werden.
Der Lehrgang schließt mit einer trägerinternen Teilnahmebescheinigung ab, die die vermittelten Inhalte in TIA Portal und EPLAN Electric P8 dokumentiert. Eine externe Herstellerzertifizierung ist laut Quellmaterial nicht Bestandteil des Programms; der Fokus liegt auf dem praktischen Projektnachweis im Abschlussmodul.
Nutzen & Perspektiven
Der größte Mehrwert dieses Lehrgangs liegt in der Verzahnung zweier Disziplinen, die in vielen Weiterbildungen künstlich getrennt bleiben. Wer nur SPS-Programmierung lernt, steht in der Praxis oft vor Elektroplänen, die er nicht selbst lesen oder anpassen kann. Wer nur Elektroplanung lernt, weiß häufig nicht, wie die von ihm dokumentierten Signale später in der Steuerung verarbeitet werden. Dieser Lehrgang schließt genau diese Lücke und macht Teilnehmende zu Ansprechpartnern für beide Seiten eines Automatisierungsprojekts. Für Unternehmen bedeutet das: weniger Reibungsverluste zwischen Elektroplanungsabteilung und Programmierteam, weil eine Person beide Perspektiven versteht. Für Teilnehmende bedeutet es ein breiteres Einsatzspektrum, von der Konstruktion über die Programmierung bis zur Inbetriebnahme, und damit bessere Chancen auf Positionen, die genau diese Schnittstellenkompetenz verlangen. Das praxisnahe Abschlussprojekt sorgt zusätzlich dafür, dass die erworbenen Fähigkeiten nicht theoretisch bleiben. Wer ein komplettes Automatisierungssystem von der Planung bis zur simulierten Inbetriebnahme selbst durchlaufen hat, kann diese Erfahrung unmittelbar auf reale Projekte im eigenen Arbeitsumfeld übertragen.
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Arbeitsmarkt-Report
Konstruktion, CAD und industrielle Fertigung sind durchgehend gefragt — die Transformation Richtung E-Mobilität, Energietechnik und Industrie 4.0 schafft zusätzliche Spezialisten-Rollen. CAD-/Simulation-Software-Kenntnisse sind Türöffner.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Ingenieur/Ingenieurin für Systems Engineering1.173 Stellen
- Software-Architect865 Stellen
- Technischer Produktdesigner/Technische Produktdesignerin Fachrichtung Maschinen- und Anlagenkonstruktion854 Stellen
- SPS-Ingenieur/SPS-Ingenieurin352 Stellen
- Assistent/Assistentin für Informatik (technische Informatik)78 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was unterscheidet diesen Kurs von reinen TIA-Portal-Kursen?
Der Lehrgang verbindet SPS-Programmierung im TIA Portal mit Elektroplanung in EPLAN Electric P8. Reine TIA-Portal-Kurse behandeln nur die Steuerungsprogrammierung, hier lernen Teilnehmende zusätzlich, wie Stromlaufpläne, Klemmenpläne und I/O-Listen zwischen beiden Werkzeugen abgeglichen werden.
Brauche ich Vorkenntnisse in Elektrotechnik?
Ein technisches Grundverständnis ist hilfreich, um Stromlaufpläne und Steuerungslogik nachzuvollziehen. Ein formaler Abschluss in Elektrotechnik wird laut Quellmaterial jedoch nicht vorausgesetzt, sofern eine vergleichbare technische Vorbildung vorliegt.
Welche Siemens-Steuerungen kommen im Kurs zum Einsatz?
Der Kurs arbeitet mit den Siemens-Controllern S7-1200 und S7-1500, die im TIA Portal projektiert und programmiert werden. Simulation und Fehlerdiagnose erfolgen mit PLCSIM.
Endet der Kurs mit einer anerkannten Zertifizierungsprüfung?
Nein, der Abschluss erfolgt über eine trägerinterne Teilnahmebescheinigung und ein praktisches Abschlussprojekt. Eine externe Herstellerzertifizierung von Siemens oder EPLAN ist nicht Teil des Programms.
Wie ist das Abschlussprojekt aufgebaut?
Teilnehmende planen und realisieren ein vollständiges Automatisierungssystem: Elektroplanung in EPLAN, Programmierung im TIA Portal, HMI-Visualisierung und eine simulierte Inbetriebnahme, abgeschlossen mit Bericht und Präsentation.