Automation Engineering: Workflows entwickeln – Weiterbildung
Workflows in Automationsumgebungen modellieren, orchestrieren und überwachen — von Zustandslogik über MES/ERP/SPS-Anbindung bis zu Monitoring und Alarmierung.
Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:
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Kurzantworten zum Kurs
Einordnung: Software- & Praxistraining
- Wie lange dauert der Kurs?
- Der Kurs ist als Teilzeitkurs mit gelegentlichen Vollzeitanteilen angelegt und deckt die Themenblöcke von der Prozessmodellierung bis zur Qualitätssicherung strukturiert ab. Die genaue zeitliche Verteilung richtet sich nach dem gewählten Teilnahmeformat und den individuell verfügbaren Zeitfenstern… Details
- Welcher Abschluss ist vorgesehen?
- Der Kurs schließt mit einer Teilnahmebescheinigung und einem Zertifikat ab, das die vermittelten Kompetenzen im Bereich Workflow-Entwicklung und Prozesssteuerung dokumentiert. Eine gesonderte, extern geprüfte Abschlussbezeichnung ist laut Anbieterangaben nicht vorgesehen; der Fokus liegt auf dem… Details
- Welche Voraussetzungen gelten?
- Für die Teilnahme wird ein handelsüblicher PC oder Laptop mit Internetanschluss und einem unterstützten Browser benötigt, da der Kurs im virtuellen Klassenzimmer stattfindet. Für die aktive Teilnahme sind zusätzlich ein Mikrofon oder eine Webcam mit Mikrofon erforderlich. Wünschenswert, aber keine… Details
Worum geht es in diesem Kurs?
Der Kurs "Automation Engineering: Workflows entwickeln und steuern" führt in die Konzeption, Ausführung und Überwachung technischer Abläufe in industriellen Automatisierungsumgebungen ein. Im Zentrum steht die Frage, wie Prozessketten so modelliert werden, dass sie robust laufen, Fehler kontrolliert abfangen und sich sauber in bestehende Systemlandschaften aus MES, ERP und SPS einfügen. Wer nach dem Kurs einen Workflow entwirft, kann ihn nicht nur zeichnen, sondern auch tatsächlich betreiben, beobachten und bei Störungen gezielt eingreifen.
Was lernst du in diesem Kurs?
Modul 1 — Prozessketten verstehen und modellieren Bevor ein Workflow gebaut wird, muss der zugrunde liegende Ablauf verstanden sein. Dieser Block führt in die systematische Beschreibung von Prozessketten ein und zeigt, wie sich reale Abläufe in eine formale Struktur überführen lassen, die später ausführbar ist.
- Abgrenzung eines Prozesses in einzelne, klar benannte Schritte
- Modellierung von Zuständen und den zulässigen Übergängen zwischen ihnen
- Definition von Fehlerpfaden und Rückfallebenen für den Fall abweichenden Verhaltens
- Identifikation von Abhängigkeiten zwischen parallelen oder sequenziellen Teilschritten
- Unterscheidung zwischen deterministischen und ereignisgesteuerten Abläufen
- Dokumentation der Modellierungsentscheidungen als Grundlage für spätere Wartung
Modul 2 — Schnittstellenanbindung und Datenflüsse Automatisierte Workflows laufen selten isoliert, sondern tauschen laufend Daten mit übergeordneten Systemen aus. Dieser Themenblock behandelt, wie sich Anbindungen an MES, ERP und SPS-Ebene technisch und organisatorisch gestalten lassen.
- Einordnung der Rollen von MES, ERP und SPS im Datenaustausch eines Automatisierungsverbunds
- Gestaltung von Schnittstellen für den bidirektionalen Datenaustausch
- Umgang mit unterschiedlichen Datenformaten und Übertragungsprotokollen
- Aufbau einer durchgängigen Protokollierung über Systemgrenzen hinweg
- Fehlerbehandlung bei gestörter oder verzögerter Schnittstellenkommunikation
- Nachvollziehbarkeit von Datenflüssen für spätere Auswertung und Fehlersuche
Modul 3 — Ausführungskontrolle, Scheduling und Orchestrierung Ist ein Workflow modelliert und angebunden, muss er zuverlässig zur richtigen Zeit und in der richtigen Reihenfolge laufen. Dieser Block widmet sich der praktischen Steuerung des Ausführungsverhaltens.
- Konfiguration von Triggern für zeit-, ereignis- oder zustandsgesteuerte Ausführung
- Planung von Scheduling-Strategien für wiederkehrende oder abhängige Abläufe
- Koordination mehrerer paralleler Workflows im Rahmen einer Orchestrierung
- Zuweisung und Überwachung von Ressourcen während der Ausführung
- Aufbau von Monitoring-Dashboards zur Beobachtung laufender Prozesse
- Definition von Alarmierungsregeln bei Grenzwertüberschreitungen oder Stillständen
Modul 4 — Qualitätssicherung, Versionierung und Dokumentation Ein Workflow, der einmal funktioniert, muss auch nach Änderungen zuverlässig bleiben. Der letzte inhaltliche Block behandelt, wie sich Qualität über die Zeit sichern lässt.
- Entwicklung von Testfällen für einzelne Workflow-Schritte und Gesamtabläufe
- Simulation von Fehlerszenarien zur Überprüfung der Fehlerbehandlung
- Aufbau einer Versionshistorie für Workflow-Konfigurationen
- Nachvollziehbare Dokumentation von Änderungen und deren Auswirkungen
- Abgleich zwischen dokumentiertem Soll-Zustand und tatsächlichem Ist-Verhalten
- Übergabe von Workflows in den produktiven Betrieb mit klaren Verantwortlichkeiten
Ergänzend dazu vertieft ein praxisorientierter Übungsteil die bisherigen Inhalte anhand folgender konkreter Aufgabenstellungen.
- Aufbau eines vollständigen Workflows von der Modellierung bis zur produktiven Überwachung
- Konfiguration von Schnittstellen zu simulierten MES- und ERP-Umgebungen
- Einrichtung von Logging-Mechanismen für unterschiedliche Ereignistypen
- Erstellung von Alarmierungsregeln anhand realistischer Störungsszenarien
- Analyse von Laufzeitdaten zur Beurteilung der Systemstabilität
- Fehlersuche anhand protokollierter Ausführungsdaten
- Anpassung bestehender Workflows an veränderte Prozessanforderungen
- Bewertung unterschiedlicher Scheduling-Strategien anhand konkreter Beispiele
- Dokumentation eines vollständigen Workflow-Lebenszyklus
- Durchführung von Testläufen inklusive Fehlerszenarien
- Versionierung eines Workflows über mehrere Änderungsstände hinweg
- Abschließende Präsentation eines selbst entwickelten Workflow-Konzepts
Die praktischen Übungen orientieren sich an realistischen Situationen aus der industriellen Automatisierung, in denen Abläufe nicht nur theoretisch entworfen, sondern unter Zeitdruck und mit unvollständigen Informationen zum Laufen gebracht werden müssen. Dabei wird deutlich, dass technisches Verständnis allein nicht ausreicht — erst das Zusammenspiel aus sauberer Modellierung, stabiler Schnittstellenanbindung und wachsamer Überwachung macht einen Workflow alltagstauglich. Wer den Kurs abschließt, hat nicht nur einzelne Werkzeuge kennengelernt, sondern ein durchgängiges Vorgehen verinnerlicht: von der ersten Analyse eines Prozesses über die technische Umsetzung bis zur laufenden Betreuung im Betrieb. Dieses Vorgehen lässt sich auf unterschiedlichste Automatisierungsumgebungen übertragen, unabhängig vom konkreten Hersteller oder System.
Lernziele:
- Bestehende Prozessketten strukturiert analysieren und Abhängigkeiten zwischen einzelnen Schritten sichtbar machen
- Zustände, Übergänge und mögliche Fehlerpfade eines Ablaufs sauber modellieren
- Ausführbare Workflows entwickeln und so dokumentieren, dass sie nachvollziehbar und wartbar bleiben
- Trigger, Ereignisse und benötigte Ressourcen für einzelne Workflow-Schritte korrekt konfigurieren
- Schnittstellen zwischen MES, ERP und SPS-Ebene fachlich einordnen und Datenflüsse zwischen diesen Systemen nachvollziehen
- Protokollierung von Systemereignissen aufbauen, um Abläufe im Nachhinein rekonstruieren zu können
- Mechanismen für Scheduling und zeitgesteuerte Ausführung von Workflow-Schritten anwenden
- Orchestrierung mehrerer zusammenhängender Workflows planen und aufeinander abstimmen
- Monitoring-Konzepte entwerfen, die Laufzeitverhalten und Systemstabilität sichtbar machen
- Alarmierungslogik definieren, die bei Abweichungen rechtzeitig und zielgerichtet informiert
- Testfälle für Workflows entwickeln, um Fehlverhalten vor dem produktiven Einsatz zu erkennen
- Versionierung und Dokumentation von Workflows so anlegen, dass Änderungen nachvollziehbar bleiben
Für wen ist der Kurs geeignet?
Der Kurs richtet sich an digital affine Menschen, die sich im Bereich der industriellen Automatisierung weiterbilden oder gezielt spezialisieren möchten. Angesprochen sind sowohl Personen mit ersten Berührungspunkten zu Digitalisierung, IT oder Produktionstechnik als auch Quereinsteigende, die technisches Interesse mitbringen und sich in ein neues Fachgebiet einarbeiten wollen.
- Personen mit Interesse an industrieller Automatisierung und Prozesssteuerung
- Quereinsteigende mit erster praktischer IT- oder Technikaffinität
- Beschäftigte, die sich Richtung Automatisierungstechnik weiterentwickeln möchten
- Wiedereinsteigende, die an frühere technische Erfahrungen anknüpfen wollen
Für die Teilnahme wird ein handelsüblicher PC oder Laptop mit Internetanschluss und einem unterstützten Browser benötigt, da der Kurs im virtuellen Klassenzimmer stattfindet. Für die aktive Teilnahme sind zusätzlich ein Mikrofon oder eine Webcam mit Mikrofon erforderlich. Wünschenswert, aber keine zwingende Voraussetzung, ist ein Hauptschulabschluss oder höherwertiger Abschluss. Erwartet werden Grundkenntnisse in der Bedienung von Computern, Deutschkenntnisse auf einem Niveau vergleichbar B2 sowie ein Mindestalter von 18 Jahren bei Vertragsabschluss.
Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?
Die Weiterbildung findet als virtuelles Klassenzimmer statt, überwiegend in Teilzeit mit einzelnen Vollzeitphasen. Diese Organisationsform erlaubt es, Modellierung und Schnittstellenkonzepte gemeinsam mit der Lerngruppe zu erarbeiten, während praktische Übungen zur Workflow-Konfiguration im eigenen Tempo vertieft werden. Der direkte Austausch im virtuellen Raum unterstützt dabei, komplexe Zusammenhänge zwischen Prozesslogik und Systemanbindung gemeinsam zu durchdenken.
Der Kurs ist als Teilzeitkurs mit gelegentlichen Vollzeitanteilen angelegt und deckt die Themenblöcke von der Prozessmodellierung bis zur Qualitätssicherung strukturiert ab. Die genaue zeitliche Verteilung richtet sich nach dem gewählten Teilnahmeformat und den individuell verfügbaren Zeitfenstern der Teilnehmenden.
Der Kurs schließt mit einer Teilnahmebescheinigung und einem Zertifikat ab, das die vermittelten Kompetenzen im Bereich Workflow-Entwicklung und Prozesssteuerung dokumentiert. Eine gesonderte, extern geprüfte Abschlussbezeichnung ist laut Anbieterangaben nicht vorgesehen; der Fokus liegt auf dem Nachweis der praktisch erworbenen Fähigkeiten.
Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?
Wer diesen Kurs abschließt, versteht nicht nur einzelne Werkzeuge der Automatisierungstechnik, sondern das Zusammenspiel eines gesamten Workflow-Lebenszyklus — von der ersten Modellierung über die technische Anbindung bis zur laufenden Überwachung im Betrieb. Dieses ganzheitliche Verständnis ist gerade in Umgebungen gefragt, in denen MES, ERP und SPS-Systeme eng zusammenarbeiten müssen und Störungen schnell erkannt werden sollen. Der Kurs vermittelt zudem eine Denkweise, die über einzelne Tools hinausgeht: Prozesse werden zunächst analysiert, dann strukturiert modelliert und erst anschließend technisch umgesetzt. Diese Reihenfolge hilft dabei, auch in unbekannten Systemumgebungen schnell den Überblick zu behalten und Fehlerquellen gezielt einzugrenzen, statt symptomatisch zu reagieren. Für den beruflichen Alltag bedeutet das erworbene Wissen eine solide Grundlage für Tätigkeiten an der Schnittstelle zwischen Produktionstechnik und IT — etwa in der Fertigungsautomatisierung, im Anlagenengineering oder im technischen Betrieb, wo Ausführungskontrolle und Störungsmanagement zum täglichen Aufgabenspektrum gehören.
Welche Förderung passt zu dir?
Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Berufswege prüfen
Zugeordnete Zielberufe
Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.
- Automation Engineer
- SPS-Fachkraft
- Prozessingenieur
- Automatisierungstechniker
- Automatisierungsingenieur
Vor der Kurswahl klären
- Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
- Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
- Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?
Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.
Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche technischen Systeme werden im Kurs behandelt?
Der Kurs behandelt schwerpunktmäßig die Anbindung von Workflows an MES, ERP und SPS-Ebenen sowie den Datenaustausch zwischen diesen Systemen. Im Fokus stehen Konzepte und Vorgehensweisen, keine herstellerspezifische Software.
Brauche ich Programmiererfahrung, um teilzunehmen?
Nein, vorausgesetzt werden lediglich Grundkenntnisse in der Computerbedienung sowie erste Berührungspunkte mit Digitalisierung oder Technik. Der Kurs ist auch für Quereinsteigende konzipiert.
Wie läuft der Unterricht konkret ab?
Der Kurs findet im virtuellen Klassenzimmer statt, überwiegend in Teilzeit mit einzelnen Vollzeitphasen. Dafür wird ein internetfähiger PC mit Mikrofon oder Webcam benötigt.
Welchen Abschluss erhalte ich am Ende?
Der Kurs schließt mit einer Teilnahmebescheinigung und einem Zertifikat ab, die die erworbenen Kompetenzen in Workflow-Entwicklung und Prozesssteuerung dokumentieren.
Für welche Berufsfelder qualifiziert der Kurs?
Angesprochen werden Tätigkeiten wie Automation Engineer, Prozessingenieur oder Automatisierungstechniker, insbesondere in der Fertigungsautomatisierung und im technischen Betrieb.