Transport & Logistik
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Logistikmanager:in: Weiterbildung Supply Chain

Logistikmanager:in: Beschaffungs-, Produktions- und Distributionslogistik, Supply-Chain-Denken, Kennzahlen, Lagerplanung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit für Fach- und Führungskräfte. Trägerzertifikat.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

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Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung

Wie lange dauert der Kurs?
Zur genauen Dauer liegen keine einheitlichen Angaben vor, da diese Weiterbildung je nach Kursanbieter unterschiedlich getaktet angeboten wird, von kompakten Intensivformaten bis zu länger laufenden berufsbegleitenden Varianten über mehrere Wochen. Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Teilnehmende erhalten nach Abschluss ein trägerinternes Zertifikat, das die erworbenen Kenntnisse im Logistikmanagement dokumentiert. „Logistikmanager:in" ist keine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung und kein Kammerabschluss, sondern eine am Markt etablierte Weiterbildungsbezeichnung. Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Eine gesetzlich geregelte Zulassungsvoraussetzung gibt es für diese Weiterbildungsbezeichnung nicht. Sinnvoll ist der Kurs vor allem für Personen mit beruflicher Erfahrung in Logistik, Einkauf, Produktion oder einem verwandten kaufmännisch-technischen Bereich, da die Inhalte auf einem… Details

Worum geht es in diesem Kurs?

Logistik endet nicht am Lagertor: Wer als Logistikmanager:in Verantwortung trägt, denkt Beschaffung, Produktion, Lagerhaltung und Distribution als zusammenhängende Kette und steuert sie mit Kennzahlen statt mit Bauchgefühl. Dieser Kurs vermittelt genau diese unternehmensübergreifende Perspektive: vom Aufbau und der Steuerung von Lieferketten über die Planung von Lagerstandorten und -kapazitäten bis zum Einsatz von Kennzahlen- und Controlling-Instrumenten sowie aktuellen Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitsfragen in der Logistik. Anders als operative Lagerlogistik-Qualifizierungen richtet sich dieser Kurs an Fach- und Führungskräfte, die logistische Prozesse strategisch gestalten und weiterentwickeln sollen. „Logistikmanager:in" ist dabei keine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung, sondern eine am Markt etablierte Weiterbildungsbezeichnung, die mit einem trägerinternen Zertifikat abschließt.

Was lernst du in diesem Kurs?

Der erste Block behandelt Supply-Chain- und Beschaffungslogistik als Ausgangspunkt jeder Lieferkette.

  • Grundprinzipien des Supply-Chain-Managements
  • Aufbau und Steuerung von Lieferketten über Unternehmensgrenzen hinweg
  • strategische und operative Beschaffungslogistik
  • Lieferantenauswahl und -bewertung
  • Bestandsstrategien und Bevorratungskonzepte
  • Risikomanagement in der Beschaffung

Der zweite Block folgt der Ware durch Produktion und Distribution bis zum Kunden.

  • Materialflussplanung in der Produktion
  • Konzepte der Fertigungssteuerung im logistischen Kontext
  • Distributionsstrukturen und Vertriebswege
  • Tourenplanung und Auswahl von Transportwegen
  • Schnittstellen zwischen Produktion, Lager und Vertrieb
  • Kapazitätsplanung entlang der Lieferkette

Der dritte Block behandelt Lagerplanung, Kennzahlen und Controlling als Steuerungsinstrumente des Logistikmanagements.

  • Planung von Lagerstandorten und Lagerkapazitäten
  • Auswahl von Lagertechnik unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten
  • Aufbau eines logistischen Kennzahlensystems
  • Anwendung von Controlling-Instrumenten in der Logistik
  • Kosten-Nutzen-Analysen logistischer Entscheidungen
  • Reporting und Entscheidungsvorlagen für die Unternehmensleitung

Der vierte Block widmet sich Digitalisierung und Nachhaltigkeit als den beiden Themen, die das Logistikmanagement der kommenden Jahre prägen.

  • Einsatz von Lagerverwaltungs- und ERP-Systemen
  • Automatisierungs- und Digitalisierungstrends in der Logistik
  • datenbasierte Entscheidungsfindung in Logistikprozessen
  • ökologische und soziale Nachhaltigkeitsaspekte in der Lieferkette
  • Ressourcen- und Emissionsreduktion in logistischen Prozessen
  • aktuelle Entwicklungen und Trends im Logistikmanagement

Im praxisorientierten Teil werden alle vier Themenblöcke an einem durchgängigen Unternehmensbeispiel angewendet, sodass strategische Entscheidungen in ihrem Zusammenspiel erkennbar werden.

  • Entwicklung eines Supply-Chain-Konzepts für ein Beispielunternehmen
  • Bearbeitung eines Fallbeispiels zur Lieferantenauswahl
  • Erstellung eines Materialflussplans für einen Produktionsbereich
  • Planung einer Distributionsstruktur für ein Beispielprodukt
  • Berechnung und Interpretation logistischer Kennzahlen anhand von Praxisdaten
  • Erstellung eines Reportings für eine fiktive Geschäftsleitung
  • Bearbeitung eines Fallbeispiels zur Lagerstandortplanung
  • Analyse eines ERP-gestützten Logistikprozesses an einem Beispiel
  • Entwicklung eines Digitalisierungsvorschlags für einen bestehenden Prozess
  • Bearbeitung eines Fallbeispiels zu Nachhaltigkeit in der Lieferkette
  • Erarbeitung von Gegenstrategien zu einem simulierten Lieferkettenrisiko
  • Präsentation eines Logistikkonzepts vor der Gruppe

„Logistikmanager:in" ist anders als etwa die IHK-Fachwirt-Prüfung keine gesetzlich geschützte oder bundeseinheitlich geregelte Bezeichnung. Der Kurs schließt daher mit einem trägerinternen Zertifikat ab, das die vermittelten Inhalte dokumentiert, nicht mit einer öffentlich-rechtlichen Kammerprüfung. Der Kurs versteht sich als Ergänzung zu operativen Qualifizierungen in Lagerlogistik oder Spedition: Während diese den einzelnen Prozessschritt vertiefen, vermittelt dieser Kurs den Blick auf die gesamte Lieferkette und die strategischen Entscheidungen, die einzelne Prozessschritte erst sinnvoll aufeinander abstimmen. Typische Einsatzfelder reichen von Industrieunternehmen mit eigener Beschaffungs- und Distributionslogistik über Handelsunternehmen mit komplexen Warenströmen bis zu Speditionen und Logistikdienstleistern, die ihre internen Abläufe eigenständig steuern und weiterentwickeln.

Lernziele:

  • die Grundprinzipien des Supply-Chain-Managements auf reale Prozesse übertragen
  • Beschaffungslogistik strategisch und operativ gestalten
  • Produktionslogistik und Materialflüsse im Unternehmen planen
  • Distributionslogistik und Vertriebswege logistisch steuern
  • Lagerplanung unter Berücksichtigung von Kapazität und Kosten durchführen
  • logistische Kennzahlen definieren, erheben und zur Steuerung nutzen
  • Controlling-Instrumente auf logistische Prozesse anwenden
  • Digitalisierungspotenziale in der Logistik erkennen und bewerten
  • Grundlagen von Lagerverwaltungs- und ERP-Systemen im Logistikkontext einordnen
  • Nachhaltigkeitsaspekte in logistische Entscheidungen einbeziehen
  • Risiken in Lieferketten identifizieren und Gegenstrategien entwickeln
  • logistische Projekte planen und ihre Umsetzung begleiten

Für wen ist der Kurs geeignet?

Der Kurs richtet sich an Personen, die logistische Prozesse nicht nur ausführen, sondern strategisch mitgestalten möchten.

  • Fachkräfte aus Logistik, Einkauf oder Produktion mit Interesse an einer strategischen Zusatzqualifikation
  • Mitarbeitende, die perspektivisch Verantwortung für logistische Teilbereiche übernehmen sollen
  • Quereinsteigende mit kaufmännischem oder technischem Hintergrund und Interesse an Supply-Chain-Themen
  • Fachwirt:innen oder Meister:innen, die ihre strategische Kompetenz über die eigene Fachrichtung hinaus erweitern möchten
Voraussetzungen:

Eine gesetzlich geregelte Zulassungsvoraussetzung gibt es für diese Weiterbildungsbezeichnung nicht. Sinnvoll ist der Kurs vor allem für Personen mit beruflicher Erfahrung in Logistik, Einkauf, Produktion oder einem verwandten kaufmännisch-technischen Bereich, da die Inhalte auf einem grundlegenden Verständnis betrieblicher Abläufe aufbauen. Sicherer Umgang mit Zahlen und ein grundsätzliches Interesse an unternehmerischen Zusammenhängen sind von Vorteil. Wer bereits eine Aufstiegsfortbildung wie den Fachwirt oder eine vergleichbare kaufmännische Qualifikation abgeschlossen hat, kann die dort erworbenen betriebswirtschaftlichen Grundlagen im Kurs unmittelbar vertiefen.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Der Kurs arbeitet durchgängig an einem Beispielunternehmen, an dem sich Beschaffung, Produktion, Lager und Distribution im Zusammenhang nachvollziehen lassen, statt die Themenblöcke isoliert zu behandeln. Fallstudien und ein betriebswirtschaftliches Planspiel zur Unternehmenssteuerung ergänzen die fachlichen Inhalte um die Erfahrung, wie sich einzelne Entscheidungen auf die gesamte Lieferkette auswirken. Kurze Impulsvorträge liefern dafür jeweils das nötige fachliche Rüstzeug. Da die Teilnehmenden häufig aus unterschiedlichen Branchen und Unternehmensgrößen kommen, fließen unterschiedliche Blickwinkel auf typische logistische Zielkonflikte in die Fallbearbeitung ein.

Zur genauen Dauer liegen keine einheitlichen Angaben vor, da diese Weiterbildung je nach Kursanbieter unterschiedlich getaktet angeboten wird, von kompakten Intensivformaten bis zu länger laufenden berufsbegleitenden Varianten über mehrere Wochen.

Teilnehmende erhalten nach Abschluss ein trägerinternes Zertifikat, das die erworbenen Kenntnisse im Logistikmanagement dokumentiert. „Logistikmanager:in" ist keine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung und kein Kammerabschluss, sondern eine am Markt etablierte Weiterbildungsbezeichnung.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Wer Beschaffung, Produktion, Lager und Distribution nur als getrennte Baustellen kennt, trifft Entscheidungen leicht zulasten eines anderen Bereichs – etwa niedrigere Lagerbestände, die dafür häufigere und teurere Nachbestellungen erzwingen. Der Kurs vermittelt die Fähigkeit, solche Zielkonflikte zu erkennen und Entscheidungen im Sinne der gesamten Lieferkette statt einzelner Abteilungsinteressen zu treffen. Diese unternehmensübergreifende Perspektive macht Absolventinnen und Absolventen zu gefragten Ansprechpartnern für Projekte, die mehrere logistische Teilbereiche berühren, etwa die Einführung eines neuen Lagerverwaltungssystems oder die Neuausrichtung eines Distributionsnetzes. Für Unternehmen wiederum ist diese unternehmensübergreifende Sichtweise ein handfester Gewinn, weil Entscheidungen seltener an Abteilungsgrenzen scheitern: Wer die Wechselwirkungen zwischen Einkaufskonditionen, Lagerkosten und Lieferzuverlässigkeit kennt, verhandelt und plant mit einem Gesamtbild, das einzelnen Fachabteilungen häufig fehlt. Nicht zuletzt bereitet der Kurs auf die zunehmende Bedeutung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Logistikmanagement vor: Wer heute logistische Entscheidungen trifft, wird zunehmend auch an deren Daten- und Ressourceneffizienz gemessen – ein Anspruch, dem dieser Kurs mit eigenen Themenblöcken gezielt Rechnung trägt.

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Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Logistikmanager:in
  • Supply-Chain-Manager:in
  • Logistikleiter:in
  • Projektmanager:in Logistik
  • Bereichsleiter:in Logistik

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist Logistikmanager:in ein geschützter Titel wie Fachwirt:in?

Nein. Anders als die IHK-Fachwirt-Prüfung ist „Logistikmanager:in" keine gesetzlich geschützte oder bundeseinheitlich geregelte Berufsbezeichnung. Der Kurs schließt mit einem trägerinternen Zertifikat ab, nicht mit einer Kammerprüfung.

Worin unterscheidet sich dieser Kurs von einer Lagerlogistik-Qualifizierung?

Lagerlogistik-Qualifizierungen vertiefen einzelne operative Prozessschritte im Lager. Dieser Kurs vermittelt dagegen den strategischen Blick auf die gesamte Lieferkette von Beschaffung über Produktion bis Distribution, einschließlich Kennzahlen, Controlling und Digitalisierung.

Brauche ich eine bestimmte Vorbildung für diesen Kurs?

Eine gesetzlich geregelte Zulassungsvoraussetzung gibt es nicht. Sinnvoll ist der Kurs vor allem mit beruflicher Erfahrung in Logistik, Einkauf, Produktion oder einem verwandten Bereich, da die Inhalte auf einem grundlegenden Verständnis betrieblicher Abläufe aufbauen.

Werden auch Digitalisierung und Nachhaltigkeit behandelt?

Ja, ein eigener Themenblock widmet sich dem Einsatz von Lagerverwaltungs- und ERP-Systemen, Digitalisierungstrends sowie ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsaspekten in der Lieferkette.

Für welche Aufgaben qualifiziert mich dieser Kurs?

Der Kurs bereitet auf Aufgaben vor, die logistische Teilbereiche unternehmensübergreifend steuern, etwa Projekte zur Einführung neuer Logistiksysteme, zur Neuausrichtung von Distributionsnetzen oder zur Optimierung ganzer Lieferketten.