Gesundheit & Pflege
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Pflegehelfer-Ausbildung mit Betreuungsassistenz

Kombinierte Pflegequalifizierung aus Pflegebasiskurs, Betreuungsassistenz gem. § 53b SGB XI, Betriebspraktikum und Führerschein Klasse B für den Einstieg in die Sozialpflege.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

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Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung

Wie lange dauert der Kurs?
Die Weiterbildung umfasst insgesamt sechzehn Wochen: sechs Wochen Pflegebasiskurs, drei Wochen Betreuungsassistenz gemäß § 53b Abs. 3 SGB XI, vier Wochen Betriebspraktikum und drei Wochen für den Führerschein Klasse B. Diese Struktur stellt sicher, dass auf jeden theoretischen Baustein eine… Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Die Weiterbildung schließt mit einem trägerinternen Zertifikat als Pflegehelfer/in ab. Der Führerschein Klasse B wird als amtliche Fahrerlaubnis separat von der zuständigen Stelle ausgestellt und ist nicht Teil des trägerinternen Zertifikats. Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Vorausgesetzt werden gute Kenntnisse der deutschen Sprache sowie ein einwandfreies Führungszeugnis. Zusätzlich ist ein ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung für die Arbeit im Pflegebereich vorzulegen. Fachliche Vorkenntnisse in der Pflege sind nicht erforderlich, da der… Details

Worum geht es in diesem Kurs?

Diese Weiterbildung qualifiziert in vier aufeinander aufbauenden Bausteinen für den Einstieg in die Pflege- und Betreuungsarbeit: ein sechswöchiger Pflegebasiskurs, ein dreiwöchiger Aufbaukurs zur Betreuungsassistenz gemäß § 53b Abs. 3 SGB XI für die Arbeit mit demenzerkrankten und in ihren Fähigkeiten eingeschränkten Menschen, ein vierwöchiges Betriebspraktikum zur praktischen Anwendung des Gelernten sowie der Erwerb des Führerscheins Klasse B, der in der ambulanten und mobilen Pflege häufig vorausgesetzt wird.

Was lernst du in diesem Kurs?

Modul 1 – Pflegebasiskurs (6 Wochen) Der Pflegebasiskurs vermittelt die fachlichen Grundlagen für die Arbeit in der Pflege.

  • Rechtskunde für die Pflegepraxis
  • Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers
  • Grundlagen des Arbeits-, Gesundheits- und Unfallschutzes
  • Grundlagen psychischer und geistiger Krankheitsbilder
  • Grundlagen relevanter Krankheitsbilder in der Pflege
  • Methoden der ambulanten und stationären Pflege

Modul 2 – Betreuungsassistenz gemäß § 53b Abs. 3 SGB XI (3 Wochen) Der Aufbaukurs qualifiziert speziell für die Betreuung von Menschen mit demenzbedingten Fähigkeitsstörungen.

  • Grundlagen der Kommunikation und Gesprächsführung in der Betreuung
  • Medizinische Grundlagen für die Betreuungsarbeit
  • Grundlagen der Pflege und Pflegedokumentation
  • Betreuungstherapeutische Konzepte für den Alltag
  • Menschen mit Demenz verstehen und einfühlsam begleiten
  • Umgang mit Aggression und herausforderndem Verhalten

Modul 3 – Freizeitstrukturierung, Hygiene und rechtliche Grundlagen Ergänzend zu den beiden Kernbausteinen vermittelt dieser Block Querschnittsthemen, die in beiden Arbeitsfeldern gebraucht werden.

  • Freizeitstrukturierende und tagesgestaltende Handlungsschritte
  • Hygieneausbildung nach den Vorgaben der Pflegepraxis
  • Belehrung nach § 43 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz
  • Soziale Kompetenzen im Umgang mit pflegebedürftigen Menschen
  • Rechtsgrundlagen der Betreuungs- und Pflegearbeit
  • Grundlagen der Ersten Hilfe im Pflegekontext

Modul 4 – Betriebspraktikum und Führerschein Klasse B Der letzte Baustein überträgt die theoretischen Inhalte in die Praxis und ergänzt sie um eine für die mobile Pflege wichtige Qualifikation.

  • Anwendung der Schulungsinhalte im Rahmen eines vierwöchigen Betriebspraktikums
  • Praktische Erprobung von Pflegedokumentation im betrieblichen Alltag
  • Praktische Erprobung betreuungstherapeutischer Konzepte im Betrieb
  • Rückschau der eigenen Praxiserfahrung mit den Kursverantwortlichen
  • Erwerb des Führerscheins Klasse B für die mobile Pflegearbeit
  • Einordnung der Mobilität als Voraussetzung für ambulante Tätigkeiten

Praxisteil – Von der Theorie zur begleiteten Pflegepraxis

  • Durchführung einer beispielhaften Pflegedokumentation nach den Vorgaben des Kurses
  • Simulation eines Betreuungsgesprächs mit einer an Demenz erkrankten Person
  • Anwendung einer tagesgestaltenden Handlungsschritt in einer Übungssituation
  • Reaktion auf ein simuliertes Beispiel herausfordernden Verhaltens
  • Durchführung einer Erste-Hilfe-Übung in einem pflegenahen Szenario
  • Anwendung von Hygienevorgaben in einer praktischen Übungssituation
  • Vorbereitung auf das Betriebspraktikum anhand eines Einsatzplans
  • Dokumentation von Erfahrungen während des Betriebspraktikums
  • Auswertung des Praktikums gemeinsam mit den Kursverantwortlichen
  • Einordnung eigener Stärken und Entwicklungsfelder nach dem Praktikum
  • Verknüpfung von Pflegebasiskurs- und Betreuungsassistenz-Inhalten an einem Fallbeispiel
  • Zusammenfassung der Gesamtqualifikation in einem Abschlussgespräch

Die vier Bausteine sind so aufeinander abgestimmt, dass der Pflegebasiskurs die fachlichen Grundlagen legt, die Betreuungsassistenz sie um die spezialisierte Arbeit mit demenzerkrankten Menschen erweitert, das Betriebspraktikum beides in die Praxis überträgt und der Führerschein Klasse B die für viele ambulante Einsätze notwendige Mobilität sicherstellt. Der Praxisteil begleitet diesen Weg von den ersten Übungssituationen im Kurs bis zur eigenständigen Anwendung im Betriebspraktikum, sodass Teilnehmende die Qualifikation nicht nur theoretisch abschließen, sondern bereits praktisch erprobt haben.

Lernziele:

  • Rechtliche Grundlagen der Pflege- und Betreuungsarbeit einordnen
  • Anatomische und physiologische Grundlagen auf die Pflegepraxis beziehen
  • Grundlagen des Arbeits-, Gesundheits- und Unfallschutzes in der Pflege anwenden
  • Psychische und geistige Krankheitsbilder in ihren Grundzügen verstehen
  • Methoden der ambulanten und stationären Pflege unterscheiden und anwenden
  • Pflegedokumentation korrekt und nachvollziehbar führen
  • Hygienevorgaben in der Pflegepraxis sicher umsetzen
  • Menschen mit Demenz verstehen und in ihrem Alltag begleiten
  • Tagesgestaltende und freizeitstrukturierende Handlungsschritte planen
  • Angemessen auf Aggression und herausforderndes Verhalten reagieren
  • Erste-Hilfe-Handlungsschritte in der Pflegepraxis sicher anwenden
  • Erlerntes Wissen im Rahmen eines Betriebspraktikums in die Praxis übertragen

Für wen ist der Kurs geeignet?

Die Weiterbildung richtet sich an Arbeitsuchende, die sich für eine Tätigkeit in der Sozialpflege interessieren, an Personen mit bislang nicht ausreichenden Vorkenntnissen sowie an von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitnehmer/innen und Berufsrückkehrer/innen.

  • Arbeitsuchende mit Interesse an einer Tätigkeit in der Alten- oder Betreuungspflege
  • Berufsrückkehrer/innen, die einen strukturierten Wiedereinstieg suchen
  • Personen ohne einschlägige Vorkenntnisse, die eine kompakte Qualifizierung anstreben
  • Menschen mit Interesse an der Betreuung demenzerkrankter Personen
Voraussetzungen:

Vorausgesetzt werden gute Kenntnisse der deutschen Sprache sowie ein einwandfreies Führungszeugnis. Zusätzlich ist ein ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung für die Arbeit im Pflegebereich vorzulegen. Fachliche Vorkenntnisse in der Pflege sind nicht erforderlich, da der Pflegebasiskurs die notwendigen Grundlagen von Beginn an vermittelt.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Die Weiterbildung findet als Präsenzunterricht in Vollzeit statt und verbindet theoretische Einheiten zu Recht, Anatomie und Krankheitsbildern mit praktischen Übungen zu Pflegedokumentation, Kommunikation und Betreuung. Das abschließende Betriebspraktikum überträgt die gesamte Qualifikation in einen realen betrieblichen Alltag, sodass am Ende nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch erste praktische Erfahrung im Pflegealltag steht.

Die Weiterbildung umfasst insgesamt sechzehn Wochen: sechs Wochen Pflegebasiskurs, drei Wochen Betreuungsassistenz gemäß § 53b Abs. 3 SGB XI, vier Wochen Betriebspraktikum und drei Wochen für den Führerschein Klasse B. Diese Struktur stellt sicher, dass auf jeden theoretischen Baustein eine praktische Vertiefung folgt.

Die Weiterbildung schließt mit einem trägerinternen Zertifikat als Pflegehelfer/in ab. Der Führerschein Klasse B wird als amtliche Fahrerlaubnis separat von der zuständigen Stelle ausgestellt und ist nicht Teil des trägerinternen Zertifikats.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Der Mehrwert dieser Weiterbildung liegt in ihrer Vollständigkeit: Statt nur pflegerische Grundlagen zu vermitteln, verbindet sie diese mit der spezialisierten Betreuung demenzerkrankter Menschen, einem Betriebspraktikum zur praktischen Erprobung und dem Führerschein Klasse B als Mobilitätsbaustein für die ambulante Pflege. Angesichts des demografischen Wandels und der wachsenden Zahl pflegebedürftiger und demenzerkrankter Menschen bietet diese Qualifikation einen direkten Zugang zu einem Berufsfeld mit spürbarem Personalbedarf. Wer sowohl pflegerische als auch betreuungstherapeutische Grundlagen mitbringt, ist für ein breiteres Aufgabenspektrum einsetzbar als mit einer einzelnen Teilqualifikation, etwa wenn im Arbeitsalltag zwischen klassischer Grundpflege und der Begleitung demenzerkrankter Bewohner/innen gewechselt werden muss. Langfristig eröffnet diese Weiterbildung den Einstieg in Tätigkeiten als Pflegehelfer/in oder Betreuungsassistent/in in ambulanten und stationären Einrichtungen, wobei der Führerschein Klasse B zusätzliche Einsatzmöglichkeiten in der mobilen Pflege eröffnet.

Welche Förderung passt zu dir?

Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Pflegehelfer/in
  • Betreuungsassistent/in
  • Altenpflegehelfer/in

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Brauche ich Vorkenntnisse in der Pflege?

Nein, der Pflegebasiskurs vermittelt alle fachlichen Grundlagen von Beginn an. Vorausgesetzt werden gute Deutschkenntnisse, ein Führungszeugnis und ein ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung.

Was umfasst die Betreuungsassistenz gemäß § 53b SGB XI?

Der dreiwöchige Aufbaukurs qualifiziert speziell für die Betreuung demenzerkrankter Menschen, unter anderem mit Inhalten zu Kommunikation, betreuungstherapeutischen Konzepten und dem Umgang mit herausforderndem Verhalten.

Wozu dient das Betriebspraktikum?

Im vierwöchigen Betriebspraktikum wenden Teilnehmende die im Pflegebasiskurs und in der Betreuungsassistenz erworbenen Kenntnisse in einem realen betrieblichen Alltag an.

Ist der Führerschein Klasse B im Zertifikat enthalten?

Der Führerschein Klasse B wird als amtliche Fahrerlaubnis separat ausgestellt und ist eigenständiger Bestandteil der Qualifizierung, nicht Teil des trägerinternen Pflegehelfer-Zertifikats.

Für wen eignet sich diese Weiterbildung besonders?

Angesprochen sind Arbeitsuchende und Berufsrückkehrer/innen mit Interesse an der Alten- und Betreuungspflege, auch ohne einschlägige Vorkenntnisse.