Systemischer Business Coach plus Ausbildung
Ausbildung zum systemischen Business Coach mit BDVT-Zertifizierung: Fragetechniken, Interventionsmethoden und Führung von Veränderungsprozessen.
Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:
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Kurzantworten zum Kurs
Einordnung: Coaching & Aktivierung
- Wie lange dauert der Kurs?
- Die Ausbildung wird überwiegend in Vollzeit, teils in Teilzeit angeboten und deckt in einem zusammenhängenden Curriculum systemische Grundlagen, Frage- und Interventionstechniken sowie deren Anwendung auf betriebliche Coaching-Situationen ab. Der Umfang ist so bemessen, dass ausreichend Übungszeit… Details
- Welcher Abschluss ist vorgesehen?
- Die Ausbildung schließt mit einem Zertifikat des Kursanbieters ab, das zusätzlich durch den BDVT e.V. zertifiziert wird. Es handelt sich um eine Verbandszertifizierung des Berufsverbands für Trainer, Berater und Coaches, nicht um eine staatliche Prüfung oder einen akademischen Abschluss. Details
- Welche Voraussetzungen gelten?
- Vorausgesetzt werden grundlegende PC-Kenntnisse sowie gute Deutschkenntnisse. Ein abgeschlossenes Hochschulstudium oder eine abgeschlossene Berufsausbildung mit Berufserfahrung sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich, da die systemische Methodik unabhängig vom fachlichen Vorwissen… Details
Worum geht es in diesem Kurs?
Der systemische Ansatz betrachtet Menschen nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit ihrem beruflichen und sozialen Umfeld - genau diese Perspektive vermittelt die Ausbildung zum systemischen Business Coach plus. Teilnehmende lernen, Einzelpersonen, Teams und Führungskräfte in Veränderungs- und Entwicklungsprozessen professionell zu begleiten, mit systemischen Fragetechniken zu arbeiten und Coaching-Interventionen gezielt auf betriebliche Kontexte anzuwenden. Der Zusatz „plus" steht für eine Vertiefung, die über die reine Gesprächsführung hinausgeht und Coaching-Kompetenz mit einem belastbaren methodischen Werkzeugkasten für den Berufsalltag verbindet.
Was lernst du in diesem Kurs?
Das erste Modul legt die theoretischen Grundlagen des systemischen Ansatzes und schafft das begriffliche Fundament für die praktische Coaching-Arbeit.
- Grundannahmen des systemischen Denkens und ihre Herkunft
- Unterschied zwischen linear-kausalem und systemischem Denken
- Systeme, Subsysteme und deren Wechselwirkungen im beruflichen Kontext
- Rollenverständnis des Coaches im systemischen Setting
- Abgrenzung von Coaching zu Beratung, Mentoring und Therapie
- Ethische Leitlinien und Grenzen der Coaching-Tätigkeit
Im zweiten Modul stehen systemische Fragetechniken und Kommunikationsmethoden im Zentrum - das methodische Herzstück jeder Coaching-Ausbildung.
- Zirkuläre Fragen zur Erweiterung von Sichtweisen
- Skalierungsfragen zur Einschätzung von Ausgangslagen und Fortschritt
- Hypothetische und Wunderfragen zur Ressourcenaktivierung
- Aktives Zuhören und wertschätzende Gesprächsführung
- Umgang mit Widerstand und Ambivalenz im Coaching-Gespräch
- Metakommunikation zur Rückschau des Coaching-Prozesses selbst
Das dritte Modul vertieft Interventionstechniken und deren gezielten Einsatz in unterschiedlichen Coaching-Anliegen.
- Auswahl passender Interventionen je nach Anliegen und Kontext
- Arbeit mit Aufstellungsformaten und Skulpturarbeit
- Reframing zur Veränderung von Deutungsmustern
- Ressourcenorientierte Interventionen statt Problemfokussierung
- Umgang mit Blockaden und wiederkehrenden Mustern
- Steuerung mehrphasiger Coaching-Prozesse über mehrere Sitzungen
Das vierte Modul überträgt die systemische Methodik auf den betrieblichen Kontext und macht damit den „Business"-Anteil der Ausbildung aus.
- Coaching von Einzelpersonen in beruflichen Veränderungssituationen
- Systemische Team- und Gruppenberatung in Organisationen
- Begleitung von Führungskräften in Fragen der Mitarbeitendenführung
- Umgang mit Rollenkonflikten zwischen Führung und Coaching
- Systemische Perspektiven auf Organisationskultur und Teamdynamik
- Einordnung des Coaching-Auftrags im betrieblichen Dreieck aus Coach, Klient/in und Auftraggeber/in
Der praktische Anteil bildet reale Coaching-Situationen in geschützten Übungssettings nach, damit die erlernten Techniken vor dem eigenständigen Einsatz erprobt werden können.
- Durchführung eines vollständigen Coaching-Gesprächs im Rollenspiel
- Anwendung zirkulärer Fragen in einer simulierten Coaching-Sitzung
- Einsatz von Skalierungsfragen zur Standortbestimmung eines fiktiven Klienten
- Erarbeitung einer Aufstellung zu einem beruflichen Konfliktthema
- Rückschau der eigenen Coaching-Haltung in kollegialen Übungssequenzen
- Analyse eines Fallbeispiels aus der systemischen Teamberatung
- Simulation eines Coaching-Auftrags mit Führungskraft und Auftraggeber/in
- Erprobung von Reframing-Techniken an einem konkreten Praxisfall
- Steuerung eines mehrphasigen Coaching-Prozesses über simulierte Folgesitzungen
- Einordnung eigener Grenzen und Weiterverweisung an andere Fachdisziplinen
- Videoanalyse eigener Coaching-Sequenzen zur Technikrückschau
- Abschließende Fallsupervision im Plenum
Die vier Module bauen aufeinander auf: Auf die systemische Grundhaltung folgen Fragetechniken und Interventionsmethoden, bevor beides im vierten Modul konsequent auf betriebliche Coaching-Situationen übertragen wird. So entsteht ein Coaching-Verständnis, das nicht bei der Gesprächstechnik stehen bleibt, sondern auf die Realität von Organisationen, Teams und Führungsbeziehungen zugeschnitten ist.
Lernziele:
- Grundprinzipien des systemischen Denkens auf Coaching-Situationen übertragen
- Systemische Fragetechniken zur Erweiterung von Perspektiven einsetzen
- Kommunikationstechniken für Coaching-Gespräche professionell anwenden
- Interventionstechniken passend zum jeweiligen Anliegen auswählen
- Einzelpersonen in beruflichen Veränderungsprozessen begleiten
- Teams und Gruppen aus systemischer Perspektive beraten
- Führungskräfte in Fragen der Mitarbeitendenführung coachen
- Rollenklarheit zwischen Beratung, Coaching und Therapie herstellen
- Ressourcenorientierte Lösungsansätze statt Problemfokussierung entwickeln
- Ethische Grundsätze und Grenzen des Coachings einhalten
- Coaching-Prozesse strukturieren und über mehrere Sitzungen steuern
- Empathisch und zugleich unparteiisch in Konfliktsituationen urteilen
Für wen ist der Kurs geeignet?
Die Ausbildung richtet sich an Personen, die sich für das Berufsbild des systemischen Coaches interessieren und Menschen bei Lösungs- und Veränderungsprozessen begleiten möchten, ihr berufliches Profil erweitern wollen oder bereits in beratenden, pädagogischen, sozialen, pflegenden oder medizinischen Berufen tätig sind.
- Personen in pädagogischen, sozialen, pflegenden oder medizinischen Berufen
- Führungskräfte, Personalentwickler/innen und Betriebsratsmitglieder
- Personen mit Personalverantwortung, die ihre Führungskompetenz erweitern möchten
- Menschen mit Freude am Umgang mit Menschen und Interesse an persönlicher Weiterentwicklung
- Einfühlsame, unparteiische Personen mit guter Urteilsfähigkeit in Konfliktsituationen
Vorausgesetzt werden grundlegende PC-Kenntnisse sowie gute Deutschkenntnisse. Ein abgeschlossenes Hochschulstudium oder eine abgeschlossene Berufsausbildung mit Berufserfahrung sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich, da die systemische Methodik unabhängig vom fachlichen Vorwissen vermittelt wird.
Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?
Die Ausbildung findet im Blended-Learning-Format statt und verbindet Präsenz- oder Live-Online-Einheiten mit eigenständigen Übungsphasen. Theoretische Impulse zu systemischen Grundlagen wechseln sich mit Rollenspielen, Fallarbeit und kollegialer Supervision ab, sodass Fragetechniken und Interventionsmethoden nicht nur erklärt, sondern in geschützten Übungssettings unmittelbar erprobt werden.
Die Ausbildung wird überwiegend in Vollzeit, teils in Teilzeit angeboten und deckt in einem zusammenhängenden Curriculum systemische Grundlagen, Frage- und Interventionstechniken sowie deren Anwendung auf betriebliche Coaching-Situationen ab. Der Umfang ist so bemessen, dass ausreichend Übungszeit für die praktische Coaching-Arbeit zur Verfügung steht.
Die Ausbildung schließt mit einem Zertifikat des Kursanbieters ab, das zusätzlich durch den BDVT e.V. zertifiziert wird. Es handelt sich um eine Verbandszertifizierung des Berufsverbands für Trainer, Berater und Coaches, nicht um eine staatliche Prüfung oder einen akademischen Abschluss.
Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?
Systemisches Coaching wird oft auf einzelne Gesprächstechniken reduziert - diese Ausbildung zeigt, dass der eigentliche Mehrwert im Verständnis von Menschen als Teil größerer Systeme liegt: Familie, Team, Organisation. Wer diesen Blickwinkel verinnerlicht, coacht nicht nur technisch korrekt, sondern erkennt Zusammenhänge, die in linearen Beratungsansätzen oft übersehen werden. Besonders wertvoll ist die konsequente Übertragung der systemischen Methodik auf betriebliche Kontexte: Statt Coaching nur als Einzelgespräch zu verstehen, lernen Teilnehmende, wie sich Team-, Führungs- und Organisationsdynamiken systemisch einordnen und begleiten lassen. Das macht die Ausbildung besonders für Personen mit Führungs- oder Beratungsverantwortung im betrieblichen Alltag relevant. Für den weiteren beruflichen Weg eröffnet die BDVT-zertifizierte Ausbildung Perspektiven als systemischer Business Coach, in der internen oder externen Personalentwicklung sowie in Führungspositionen mit Coaching-Anteil. Die Fähigkeit, Menschen systemisch statt rein symptomorientiert zu begleiten, wird in Unternehmen, die Veränderungsprozesse aktiv gestalten wollen, zunehmend als Führungskompetenz geschätzt. Da die Ausbildung ausdrücklich Personen aus pädagogischen, sozialen, pflegenden und medizinischen Berufen anspricht, eignet sie sich auch als Zusatzqualifikation neben einem bestehenden Beruf: Wer bereits mit Menschen arbeitet, kann die systemische Coaching-Kompetenz direkt in Teamsitzungen, Mitarbeitendenführung oder in die tägliche Klientenarbeit einfließen lassen, ohne den bisherigen Beruf aufzugeben. Diese Kombination aus fachlicher Ausgangsqualifikation und systemischer Zusatzkompetenz erweitert das eigene Tätigkeitsfeld um eine zusätzliche methodische Ebene.
Welche Förderung passt zu dir?
Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Berufswege prüfen
Zugeordnete Zielberufe
Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.
- Systemischer Business Coach
- Berater/in
- Führungskraft mit Coaching-Kompetenz
- Personalentwickler/in
- Coach
Vor der Kurswahl klären
- Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
- Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
- Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?
Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.
Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was bedeutet „systemisch" in dieser Coaching-Ausbildung konkret?
Systemisches Coaching betrachtet Menschen im Zusammenspiel mit ihrem Umfeld - Team, Führung, Organisation - statt sie isoliert zu betrachten. Die Ausbildung vermittelt entsprechende Fragetechniken und Interventionsmethoden für diesen Blickwinkel.
Brauche ich eine Vorbildung in Psychologie oder Beratung?
Nein, ein abgeschlossenes Studium oder eine Berufsausbildung mit Erfahrung sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Vorausgesetzt werden grundlegende PC-Kenntnisse und gute Deutschkenntnisse.
Was unterscheidet den „plus"-Zusatz vom Basis-Coaching?
Der Zusatz „plus" steht für die konsequente Anwendung der systemischen Methodik auf betriebliche Kontexte wie Teamdynamik, Führungscoaching und Organisationsberatung, über die reine Gesprächstechnik hinaus.
In welcher Form findet die Ausbildung statt?
Die Ausbildung findet im Blended-Learning-Format statt, überwiegend in Vollzeit, teils in Teilzeit, und kombiniert Theorieeinheiten mit Rollenspielen, Fallarbeit und Supervision.
Welchen Abschluss erhalte ich?
Sie erhalten ein Zertifikat des Bildungsträgers, das zusätzlich durch den BDVT e.V., den Berufsverband für Trainer, Berater und Coaches, zertifiziert wird.