Pädagogik & Sozial
Fortbildungsprüfung

Fortbildung Berufspädagoge (IHK)

Geprüfte Berufspädagoginnen und Berufspädagogen verantworten betriebliche und außerbetriebliche Bildungsarbeit auf konzeptioneller Ebene. Sie analysieren den Qualifikationsbedarf, entwickeln Bildungskonzepte und Curricula und planen und evaluieren Maßnahmen.

Kostenlos & unverbindlich anfragen

Auf einen Blick

Dauer17 MonateOrientierung; Angebot prüfen
FormatOnline & Präsenzflexibel
Kosten5.000–10.000 €auf Anfrage / Förderung

Überblick

Geprüfte Berufspädagoginnen und Berufspädagogen verantworten betriebliche und außerbetriebliche Bildungsarbeit auf konzeptioneller Ebene. Sie analysieren den Qualifikationsbedarf, entwickeln Bildungskonzepte und Curricula und planen und evaluieren Maßnahmen. Sie führen Ausbilder und Dozierende, beraten Lernende in schwierigen Verläufen und verantworten das Qualitätsmanagement der Bildungsarbeit. Auch die Steuerung der Bildungsbudgets gehört dazu. Der Abschluss ist die höchste IHK-Fortbildungsstufe im berufspädagogischen Bereich und liegt auf DQR-Niveau 7.

Wer seit Jahren ausbildet, kann es — kann es aber selten begründen: warum diese Methode, warum diese Reihenfolge, wie messe ich Lernerfolg. Genau das verlangt die Prüfung, und genau das macht den Unterschied zur reinen Ausbildungserfahrung. Wichtig: der Berufspädagoge liegt auf DQR-Niveau 7 und setzt in der Regel eine Vorqualifikation wie den Aus- und Weiterbildungspädagogen, einen Meister oder Fachwirt voraus. Es ist keine Umschulung.

Kursinhalte & Lernziele

  • Modul 1: Lernprozesse und Bildungsbedarf analysieren (10 Wochen) – Bevor Konzepte entstehen: belastbar feststellen, welche Kompetenzen tatsächlich fehlen. Inhalte: Kompetenz- und Bedarfsanalyse, Lerntheorien und Erwachsenenbildung, Zielgruppen- und Milieuanalyse, Bildungscontrolling-Grundlagen.
  • Modul 2: Bildungskonzepte entwickeln und umsetzen (12 Wochen) – Der konzeptionelle Kern: aus Bedarf ein tragfähiges, evaluierbares Bildungsangebot machen. Inhalte: Curriculum- und Modulentwicklung, Methoden- und Medienauswahl, digitale Lernformate, Prüfungs- und Leistungsbewertung, Lernortkooperation Betrieb, Schule, Träger.
  • Modul 3: Beratung, Begleitung und Führung (10 Wochen) – Die Arbeit mit Menschen: Lernende halten und Bildungspersonal führen. Inhalte: Lernberatung und Konfliktbearbeitung, Umgang mit Abbruchgefährdung, Führung von Ausbildern und Dozierenden, Interkulturelle und inklusive Bildungsarbeit.
  • Modul 4: Bildungsmanagement und Prüfungsvorbereitung (10 Wochen) – Die Managementseite und die Projektarbeit, mit der die Prüfung abgeschlossen wird. Inhalte: Qualitätsmanagement in der Bildungsarbeit, Budget- und Ressourcenplanung, Recht der Berufsbildung, BBiG, Projektarbeit und Fachgespräch.

Lernziele:

  • DQR-Niveau 7 — formal auf Master-Niveau und die höchste IHK-Stufe der Berufspädagogik
  • Qualifiziert für Leitung von Ausbildungsabteilungen und Bildungsmanagement
  • 7 belegte Angebote, überwiegend als Hybrid- oder Online-Format und damit berufsbegleitend machbar
  • Verbindet pädagogische Konzeption mit Führungs- und Managementaufgaben

Zielgruppe & Voraussetzungen

Ausbilderinnen und Ausbilder, Dozierende und Meister mit Berufspraxis, die Bildungsprozesse konzipieren und Ausbildungsbereiche leiten wollen.

  • Ausbilder mit AEVO-Nachweis und mehrjähriger Ausbildungspraxis
  • Meister und Techniker, die in die betriebliche Bildungsarbeit wechseln
  • Dozierende bei Bildungsträgern, die ihre Tätigkeit formal absichern wollen
Voraussetzungen:

Diese Aufstiegsfortbildung setzt eine abgeschlossene Berufsausbildung voraus, in der Regel zusätzlich Berufspraxis. Sie ist keine Umschulung und kein Einstieg für Quereinsteiger ohne Abschluss – die Zulassungsvoraussetzungen regelt die Prüfungsordnung der zuständigen Kammer beziehungsweise das Landesrecht.

  • Abgeschlossene Berufsausbildung im einschlägigen Bereich
  • Berufspraxis nach der Ausbildung, Umfang nach Prüfungsordnung
  • Bereitschaft zu einer Qualifizierung über 17 Monate
  • Eigener Rechner und Selbstlerndisziplin, da die Angebote Fern- oder Online-Anteile haben
  • Aufnahmegespräch beim Bildungsträger

Ablauf & Abschluss

Blended Learning, Fernunterricht, Hybrid Learning, Online-Seminar, Virtuelles Klassenzimmer

16 bis 22 Monate (Vollzeit oder Teilzeit) – belegte Laufzeiten: 489 bis 665 Tage

Betriebspraktikum: Kein Betriebspraktikum – die Fortbildung setzt Berufspraxis voraus.

Schriftliche Prüfung in den Handlungsbereichen Lernprozesse und Lernbegleitung sowie Planungsprozesse in der Berufsbildung.

Projektarbeit mit Präsentation und Fachgespräch; welche Stelle prüft, ist beim Bildungsträger zu erfragen.

Prüfende Stelle: Beim Bildungsträger erfragen.. Offizieller Abschluss: Geprüfte/r Berufspädagoge/in.

Als Aufstiegsfortbildung wird diese Qualifizierung in der Regel über das Aufstiegs-BAföG (AFBG) gefördert, das Lehrgangs- und Prüfungsgebühren bezuschusst. Der Bildungsgutschein kommt hier meist nicht in Frage, weil er auf Menschen ohne verwertbaren Berufsabschluss zielt – diese Fortbildung setzt einen Abschluss voraus. Belegte Kostenrahmen der Angebote: 5.000–10.000 €.

Nutzen & Perspektiven

Betriebe mit eigener Ausbildungsabteilung und Bildungsträger im geförderten Markt suchen Personal, das Bildungskonzepte konzipieren und Qualität nachweisen kann — das ist bei AZAV-Zertifizierungen unmittelbar relevant. Der Abschluss ist bundesweit anerkannt. Belegt sind 7 Langzeit-Angebote von drei Anbietern, unter anderem in Bremen, Bremerhaven, Essen, Friesoythe und Hamburg, überwiegend als Hybrid- oder Online-Format.

Industriebetriebe mit tarifgebundener Ausbildungsabteilung zahlen verlässlich; bei privaten Bildungsträgern liegt das Niveau meist niedriger, weil deren Erlöse an Fördersätzen hängen. Der Abschluss liegt auf DQR-Niveau 7, also auf Master-Niveau.

  • Einstieg: ca. 46.000–50.000 €
  • Mit Berufserfahrung: ca. 54.000–64.000 €
  • Spezialist oder Leitung: ca. 70.000–84.000 €
  • Typische Tätigkeitsfelder: Leitung betrieblicher Aus- und Weiterbildung, Konzeption von Bildungsmaßnahmen, Führung von Ausbildern und Dozierenden, Bildungscontrolling und Qualitätsmanagement, Lernberatung und Abbruchprävention, Bildungsmanagement bei Trägern
  • Typische Arbeitgeber: Industriebetriebe mit eigener Ausbildungsabteilung, AZAV-zertifizierte Bildungsträger, Kammern und Bildungszentren, Berufsförderungswerke und Trainingszentren, Konzern-Personalentwicklung

Welche Förderung passt zu dir?

Finde in 30 Sekunden heraus, ob dir ein Bildungsgutschein oder andere Zuschüsse zustehen. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Arbeitsmarkt-Report

Einstieg (0–2 J.):46.000–50.000 €
Mittel (3–7 J.):54.000–64.000 €
Senior (8+ J.):70.000–84.000 €

Zielberufe

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten.

  • Leitung betrieblicher Aus- und Weiterbildung
  • Konzeption von Bildungsmaßnahmen
  • Führung von Ausbildern und Dozierenden
  • Bildungscontrolling und Qualitätsmanagement
  • Lernberatung und Abbruchprävention
  • Bildungsmanagement bei Trägern

Unverbindliche Anfrage

Wir vergleichen passende Anbieter nach Region und Förderfähigkeit und melden uns in Kürze mit kostenlosen Kurs-Optionen.

Mit * markierte Angaben sind erforderlich.

So finanziert sich Kursweg: Bildungsanbieter zahlen ein Entgelt für die Weitergabe deiner Anfrage — für dich bleibt sie kostenlos. Details zum Geschäftsmodell.

Für Rückfragen zu passenden Kursen. Mit Vorwahl, z. B. 0170 1234567.

Wohnort *

Wir verwenden den Wohnort, um passende Anbieter in deiner Region zu finden.

Kostenlos & unverbindlich · Daten sind sicher

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Voraussetzungen gelten?

Die Prüfungsordnung verlangt in der Regel eine Vorqualifikation — etwa den Aus- und Weiterbildungspädagogen, einen Meister, Fachwirt oder eine vergleichbare Fortbildung — jeweils mit berufspädagogischer Praxis. Es ist die zweite Aufstiegsstufe, keine Umschulung und kein Einstiegsabschluss.

Was unterscheidet ihn vom Aus- und Weiterbildungspädagogen?

Der Aus- und Weiterbildungspädagoge liegt auf DQR-Niveau 6 und ist operativ auf Ausbildungsdurchführung ausgerichtet. Der Berufspädagoge liegt auf Niveau 7 und ist konzeptionell und führungsorientiert. Der übliche Weg führt über die erste Stufe.

Ersetzt der Abschluss ein Lehramtsstudium?

Nein. Für den Unterricht an berufsbildenden Schulen ist ein Lehramtsstudium oder ein Seiteneinstieg nach Landesrecht nötig. Der Berufspädagoge qualifiziert für betriebliche und außerbetriebliche Bildungsarbeit, nicht für den staatlichen Schuldienst.

Wie lange dauert es?

Die belegten Angebote laufen 489 bis 665 Tage, also etwa 16 bis 22 Monate, überwiegend berufsbegleitend in Hybrid- oder Onlineformaten. Damit ist die Fortbildung neben einer Vollzeittätigkeit in der Bildungsarbeit machbar.