Technik & Ingenieurwesen
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Solid Edge CAD-Konstruktion im Maschinenbau – Weiterbildung

CAD-Weiterbildung mit Siemens Solid Edge für Maschinen- und Anlagenbau: Bauteilkonstruktion, Baugruppenmodellierung und technische Zeichnungsableitung über 40 Kurstage.

Redaktion: Kursweg Redaktion · Inhalt aktualisiert:

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Kurzantworten zum Kurs

Einordnung: Berufliche Fachweiterbildung

Wie lange dauert der Kurs?
Die Weiterbildung erstreckt sich über 40 Kurstage in Vollzeit und deckt damit den gesamten Bogen von der Skizze über Bauteil- und Baugruppenmodellierung bis zur technischen Zeichnungsableitung ab. Dieser Umfang erlaubt es, jedes der vier Themenfelder mit ausreichend praktischer Übungszeit zu… Details
Welcher Abschluss ist vorgesehen?
Zum Abschluss der Weiterbildung liegt keine gesonderte externe Prüfung vor; die erworbenen Solid-Edge-Kenntnisse in Bauteil-, Baugruppen- und Zeichnungsmodellierung werden im Rahmen der Weiterbildung nachgewiesen und können als praktischer Qualifikationsnachweis gegenüber Arbeitgebern im… Details
Welche Voraussetzungen gelten?
Die Weiterbildung setzt technisches Grundverständnis für Konstruktions- und Fertigungsprozesse voraus, wie es aus einer Ausbildung oder Berufspraxis im Maschinenbau, in der Technik oder im Werkzeugbau mitgebracht wird. Vorkenntnisse in Solid Edge selbst sind nicht erforderlich, da die Software von… Details

Worum geht es in diesem Kurs?

Diese Weiterbildung vermittelt den professionellen Umgang mit Siemens Solid Edge im Kontext des Maschinen- und Anlagenbaus. Über 40 Kurstage hinweg durchlaufen die Teilnehmenden den vollständigen Konstruktionsprozess: von der Skizze über die Einzelteilmodellierung bis zur Baugruppe und der normgerechten technischen Zeichnung. Im Mittelpunkt steht der praktische Aufbau maßgeschneiderter CAD-Lösungen für komplexe Maschinenbauteile, wie sie im Konstruktionsalltag von Maschinen- und Anlagenbauunternehmen gefordert werden.

Was lernst du in diesem Kurs?

Der erste Modulblock führt in die Benutzeroberfläche und grundlegende Bedienlogik von Solid Edge ein. Er schafft die technische Basis, auf der die späteren Konstruktionsmodule aufbauen.

  • Benutzeroberfläche, Achsenebenen, Kompass und Teilebrowser
  • Werkzeugkästen sowie Standard- und Ansichtsfunktionsleisten
  • Wichtige Grundeinstellungen unter Tools, Anpassen und Optionen
  • Solid-Edge-Dateiformate für Teile, Zeichnungen und Baugruppen
  • Der Skizzierer als integrierter Bestandteil der Workbenches
  • Vermeidung von Inkonsistenz und Überbestimmtheit einer Skizze

Der zweite Modulblock behandelt die PartDesign-Workbench, in der Einzelteile vom Grundkörper bis zum fertig ausgearbeiteten Bauteil entstehen.

  • Block, Mehrfachblock und verrundeter Block mit Auszugsschräge
  • Tasche, Mehrfachtasche, Welle, Nut, Bohrung, Rille und Rippe
  • Verrundung, variable Verrundung sowie Verrundung zwischen Teilflächen
  • Fase, Auszugsschrägenwinkel, Schalenelement und Gewinde
  • Verschiebung, Drehung, Spiegelung und Musterbildung
  • Multi-Body-Arbeiten mit Boolean-Operationen und flächenbasierten Komponenten

Der dritte Modulblock widmet sich der Assembly-Workbench und damit dem Aufbau vollständiger Baugruppen aus den zuvor konstruierten Einzelteilen.

  • Top-down-, Bottom-up- und Middle-out-Methodik im Baugruppenaufbau
  • Erstellen von Baugruppen und Unterbaugruppen sowie Konstruktion neuer Teile darin
  • 3D-Bedingungen wie Fixierung, Kongruenz, Offset und Winkel
  • Einbau von Normteilen über den Katalog und Funktion „Muster wiederverwenden"
  • Kollisionsanalyse nach Abstand, Kontakt und Durchdringung
  • Explosionsdarstellungen für Präsentations- und Montagezwecke

Der vierte Modulblock behandelt die Drafting-Workbench mit generativer und interaktiver Zeichnungsableitung sowie einen umfassenden Praxisteil, in dem die Inhalte an konkreten Bauteilen angewendet werden.

  • Einzelteilzeichnung mit werkstattgerechter Bemaßung und Oberflächenzeichen
  • Vorderansicht, projizierte Ansicht, Schnittansicht und Isometrie
  • Bearbeiten von Arbeitsansichten und Zeichnungsrahmen
  • Zusammenstellungszeichnung aus Baugruppe oder Szene mit Stückliste
  • Konstruktion eines mehrteiligen Maschinenelements von der Skizze bis zur Baugruppe
  • Ableitung vollständiger Fertigungszeichnungen für ein eigenes Bauteilprojekt
  • Reorganisation und Neuordnung des Grafikbaums komplexer Baugruppen
  • Selektives Laden großer Baugruppen zur Arbeitserleichterung
  • Materialzuweisung an Bauteile für nachgelagerte Berechnungen
  • Manipulator-Funktion zum Verschieben und Animieren von Bauteilen unter Kollisionsprüfung
  • Definition von Schnitten zur Visualisierung innenliegender Geometrien
  • Feature-Reordering zur nachträglichen Anpassung des Konstruktionsverlaufs
  • Arbeiten mit Arbeitsebenen und Arbeitspunkten als Hilfsgeometrie für komplexe Bauteile
  • Aufbau flächenbasierter Komponenten durch Flächenlöschen, Flächenersatz und Flächenverdickung
  • Szenenaufbau zur Darstellung von Bauteilen in unterschiedlichen Betriebszuständen

Der modulare Aufbau folgt dem realen Konstruktionsprozess im Maschinenbau: Ein Bauteil entsteht zunächst als Skizze, wird im PartDesign ausmodelliert, in eine Baugruppe eingebaut und schließlich in einer normgerechten Zeichnung dokumentiert. Diese Reihenfolge spiegelt exakt den Arbeitsablauf wider, den Konstrukteurinnen und Konstrukteure im betrieblichen Alltag durchlaufen. Wo eine Zeichnung ungenau bemaßt oder eine Baugruppe fehlerhaft positioniert ist, entstehen in der Fertigung teure Nacharbeiten – deshalb wird in allen vier Modulblöcken durchgängig auf saubere, nachvollziehbare Konstruktionslogik geachtet, statt nur auf ein optisch passendes Endergebnis. Besonderes Gewicht liegt auf der Baugruppenmodellierung, da komplexe Maschinen und Anlagen selten aus Einzelteilen bestehen, sondern aus dem Zusammenspiel vieler Komponenten. Wer die Weiterbildung abschließt, kann daher nicht nur einzelne Bauteile konstruieren, sondern auch deren Zusammenwirken in einer vollständigen Baugruppe nachvollziehen und dokumentieren. Die Fähigkeit, Baugruppen selektiv zu laden und gezielt auf Kollisionen zu prüfen, wird zudem bei sehr umfangreichen Anlagenmodellen relevant, bei denen nicht jedes Bauteil ständig vollständig geladen sein muss, um performant weiterarbeiten zu können.

Lernziele:

Nach erfolgreichem Abschluss dieser Weiterbildung sind die Teilnehmenden in der Lage, folgende Kompetenzen in der beruflichen Praxis anzuwenden.

  • Sich in der Solid-Edge-Benutzeroberfläche mit Kompass, Teilebrowser und Werkzeugkästen sicher orientieren
  • Vollständig bestimmte Skizzen mit geometrischen und Bemaßungsbedingungen erzeugen
  • Skizzenfehler wie Inkonsistenz oder Überbestimmtheit erkennen und beheben
  • Grundkörper wie Block, Tasche, Welle, Nut, Bohrung und Rippe im PartDesign konstruieren
  • Verrundungen, Fasen, Auszugsschrägen und Schalenelemente an Bauteilen anwenden
  • Rechteck-, Kreis- und benutzerdefinierte Muster für wiederkehrende Geometrien einsetzen
  • Mit mehreren Körpern und Boolean-Operationen im Multi-Body-Modus arbeiten
  • Baugruppen und Unterbaugruppen nach Top-down-, Bottom-up- und Middle-out-Methodik aufbauen
  • 3D-Abhängigkeiten zur Positionierung von Bauteilen und Unterbaugruppen definieren
  • Normteile über den Katalog einbauen und Baugruppen selektiv laden
  • Baugruppen auf Kollisionen, Abstand und Durchdringung analysieren
  • Einzelteil- und Zusammenstellungszeichnungen mit Bemaßung, Toleranzen und Stückliste ableiten

Für wen ist der Kurs geeignet?

Die Weiterbildung richtet sich an Personen mit technischem Hintergrund, die ihre CAD-Kenntnisse gezielt im Umfeld des Maschinen- und Anlagenbaus vertiefen oder neu aufbauen möchten.

  • Diplomingenieurinnen und -ingenieure sowie Konstrukteurinnen und Konstrukteure
  • Technikerinnen und Techniker sowie technische Zeichnerinnen und Zeichner
  • Produktdesignerinnen und -designer im technischen Umfeld
  • Werkzeugmacherinnen und -macher sowie Industriemechanikerinnen und -mechaniker
  • Fachkräfte aus verwandten Branchen mit Interesse an CAD-Konstruktion
Voraussetzungen:

Die Weiterbildung setzt technisches Grundverständnis für Konstruktions- und Fertigungsprozesse voraus, wie es aus einer Ausbildung oder Berufspraxis im Maschinenbau, in der Technik oder im Werkzeugbau mitgebracht wird. Vorkenntnisse in Solid Edge selbst sind nicht erforderlich, da die Software von der Benutzeroberfläche an aufgebaut wird. Grundlegendes räumliches Vorstellungsvermögen und Vertrautheit mit technischen Zeichnungen erleichtern den Einstieg in die Baugruppen- und Zeichnungsmodule.

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Die Weiterbildung findet im Combined-Learning-Format in Vollzeit statt und verbindet über 40 Kurstage angeleitete Übungen direkt am CAD-System mit zunehmend eigenständigen Konstruktionsaufgaben. Jeder Themenblock wird unmittelbar an Solid Edge erprobt, sodass die Teilnehmenden Skizzen, Bauteile, Baugruppen und Zeichnungen fortlaufend selbst am Bildschirm umsetzen, statt Konstruktionslogik nur theoretisch zu behandeln.

Die Weiterbildung erstreckt sich über 40 Kurstage in Vollzeit und deckt damit den gesamten Bogen von der Skizze über Bauteil- und Baugruppenmodellierung bis zur technischen Zeichnungsableitung ab. Dieser Umfang erlaubt es, jedes der vier Themenfelder mit ausreichend praktischer Übungszeit zu vertiefen.

Zum Abschluss der Weiterbildung liegt keine gesonderte externe Prüfung vor; die erworbenen Solid-Edge-Kenntnisse in Bauteil-, Baugruppen- und Zeichnungsmodellierung werden im Rahmen der Weiterbildung nachgewiesen und können als praktischer Qualifikationsnachweis gegenüber Arbeitgebern im Maschinen- und Anlagenbau dienen.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Solid Edge zählt zu den etablierten CAD-Systemen im deutschen Maschinen- und Anlagenbau, insbesondere in mittelständischen Konstruktionsabteilungen. Wer diese Weiterbildung abschließt, verfügt über praxisnahe Kenntnisse entlang des gesamten Konstruktionsprozesses, von der ersten Skizze bis zur fertigen Fertigungszeichnung. Gerade der direkte Bezug zu Maschinen- und Anlagenbauwerkzeugen unterscheidet die Weiterbildung von allgemeinen CAD-Einführungen, die Baugruppen- und Zeichnungslogik oft nur oberflächlich behandeln. Die Betonung der Baugruppenmodellierung mit 3D-Abhängigkeiten, Normteilkatalog und Kollisionsanalyse spiegelt Anforderungen wider, die in der betrieblichen Praxis regelmäßig auftreten, etwa beim Konstruieren von Maschinenkomponenten, die mit bestehenden Baugruppen zusammenpassen müssen. Diese Fähigkeit unterscheidet Konstrukteurinnen und Konstrukteure, die nur Einzelteile beherrschen, von jenen, die komplette Baugruppen durchdenken können. Auch die Materialzuweisung an Bauteile und die Analyse von Abstand, Kontakt und Durchdringung zwischen Komponenten sind Fähigkeiten, die unmittelbar in nachgelagerte Berechnungs- und Fertigungsschritte einfließen. Für Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau ist eine Fachkraft mit fundierten Solid-Edge-Kenntnissen unmittelbar einsetzbar, da sie den kompletten Weg von der Idee bis zur normgerechten Fertigungsunterlage selbstständig abdecken kann, ohne für einzelne Konstruktionsschritte auf weitere Spezialistinnen und Spezialisten angewiesen zu sein. Der Umfang von 40 Kurstagen in Vollzeit erlaubt es zudem, nicht nur einzelne Funktionen anzureißen, sondern jede Workbench so intensiv zu üben, dass die Konstruktionsschritte nach Kursende auch an neuen, bislang unbekannten Bauteilen sicher angewendet werden können.

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Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • CAD-Konstrukteur/in Maschinenbau
  • Technische/r Produktdesigner/in
  • Konstrukteur/in Anlagenbau
  • Maschinenbauingenieur/in (CAD)
  • Konstrukteur/in Maschinenbau

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Brauche ich Solid-Edge-Vorkenntnisse für diesen Kurs?

Nein, die Weiterbildung beginnt bei der Benutzeroberfläche und dem Skizzierer und baut die Solid-Edge-Kenntnisse Schritt für Schritt bis zur Baugruppe und Zeichnungsableitung auf.

Welche Bereiche von Solid Edge werden abgedeckt?

Der Kurs behandelt die vier zentralen Workbenches: Skizzierer und Grundlagen, PartDesign für Einzelteile, Assembly für Baugruppen sowie Drafting für technische Zeichnungen.

Wie lange dauert die Weiterbildung?

Die Weiterbildung umfasst 40 Kurstage in Vollzeit im Combined-Learning-Format.

Lerne ich auch die Erstellung normgerechter Zeichnungen?

Ja, im Drafting-Modul erstellen Sie Einzelteil- und Zusammenstellungszeichnungen mit werkstattgerechter Bemaßung, Toleranzen, Stückliste und Positionsnummern.

Für welche Berufsfelder eignet sich der Kurs?

Die Weiterbildung richtet sich an Diplomingenieurinnen und -ingenieure, Konstrukteurinnen und Konstrukteure, Technikerinnen, technische Zeichnerinnen und Zeichner sowie Fachkräfte aus dem Maschinen- und Anlagenbau.