Transport & Logistik
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Gabelstapler-Ausbildung nach DGUV Vorschrift 68

Praxisnahe Ausbildung zum Führen von Gabelstaplern nach DGUV Vorschrift 68 — rechtliche Grundlagen, Fahrphysik und Sicherheitsregeln in der Theorie, Fahr- und Stapelübungen direkt am Gerät in der Praxis.

Auf einen Blick

DauerKompakte Vollzeit-PräsØ am Markt
Formatflexibelflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Wer im Lager, in der Produktion oder auf der Baustelle einen Gabelstapler bewegen will, braucht dafür mehr als praktisches Geschick: Das sichere Führen von Flurförderzeugen ist in Deutschland durch die DGUV Vorschrift 68 klar geregelt und an eine förmliche Ausbildung mit Theorie- und Praxisprüfung gebunden. Diese Ausbildung vermittelt genau dieses Rüstzeug — von den rechtlichen Grundlagen über den technischen Aufbau von Gabelstaplern bis zur sicheren Fahrpraxis mit und ohne Last. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, wodurch sich der Kurs auch für Quereinsteiger:innen eignet, die erstmals eine Bedienberechtigung für Flurförderzeuge erwerben möchten.

ZertifikatsqualifizierungInhaltsstand 12.07.2026

Zertifikat, Kursformate und Angebote im Marktvergleich

Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.

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Anbieter

1

an 2 Standorten

Angebote

13

diesem Kursprofil zugeordnete Angebote

Kommende Termine

0

Termine werden anbieterabhängig veröffentlicht

Regionen

bundesweit

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

TÜV NORD Teilnahmebescheinigung und Sicherheitspass (Bedienberechtigung Flurförderzeuge)

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz

Vermittelte Kompetenzen

  • Gabelstapler-Bedienung
  • DGUV Vorschrift 68
  • Flurförderzeug-Technik
  • Fahrphysik und Standsicherheit
  • Lastaufnahme und Stapeltechnik
  • Arbeitssicherheit im Lager

Zugeordnete Zielberufe

  • Gabelstaplerfahrer/in
  • Fachkraft für Lagerlogistik
  • Lagermitarbeiter/in
  • Kommissionierer/in
  • Staplerfahrer/in in Produktion und Logistik

Datenbasis: 13 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Block 1 — Rechtliche und betriebliche Grundlagen Bevor am Gerät gefahren wird, klärt dieser Block, welcher rechtliche Rahmen das Führen von Flurförderzeugen in Deutschland überhaupt erst erlaubt. Teilnehmende lernen, welche Vorschriften greifen und wo die Verantwortung zwischen Fahrer:in und Unternehmen liegt.

  • Straßenverkehrsordnung (StVO) und Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) im innerbetrieblichen Kontext
  • DGUV Vorschrift 1 (bisherige BGV A1) als allgemeine Unfallverhütungsvorschrift
  • DGUV Vorschrift 68 (bisherige BGV D27) als spezielle Vorschrift für Flurförderzeuge
  • Anforderungen der Betriebssicherheitsverordnung an Prüfung und Einsatz von Arbeitsmitteln
  • Pflichten der fahrenden Person gegenüber Kolleg:innen und Betrieb
  • Pflichten des Unternehmens bei Beauftragung, Unterweisung und Gerätezustand

Block 2 — Technik und Fahrphysik von Flurförderzeugen Wer einen Stapler sicher bewegen will, muss verstehen, warum er sich so verhält, wie er sich verhält. Dieser Block widmet sich dem technischen Aufbau und den physikalischen Kräften, die im Fahrbetrieb wirken.

  • Aufbau eines Gabelstaplers: Hubgerüst, Gabelzinken, Gegengewicht, Antrieb
  • Unterschiede zwischen Diesel-, Elektro- und Gasstaplern im Praxiseinsatz
  • Schwerpunktverlagerung bei angehobener und aufgenommener Last
  • Standsicherheit in Abhängigkeit von Hubhöhe, Neigung und Untergrund
  • Tragfähigkeitsdiagramme lesen und auf reale Lasten anwenden
  • Brems- und Lenkverhalten im Vergleich zu einem Pkw

Block 3 — Sicherheit im Fahrbetrieb Die meisten Unfälle mit Flurförderzeugen entstehen nicht durch technisches Versagen, sondern durch vermeidbares Fehlverhalten. Dieser Block nimmt reale Unfallhergänge in den Blick und leitet daraus Verhaltensregeln für den Arbeitsalltag ab.

  • Besprechung typischer Unfallhergänge im Stapelbetrieb
  • Gefahrenstellen wie Rampen, enge Gassen und Fußgängerbereiche erkennen
  • Merkregeln für Sichtfeld, Ladungssicherung und Geschwindigkeit
  • Verhalten bei eingeschränkter Sicht durch hohe oder sperrige Lasten
  • Zusammenspiel zwischen Stapelfahrer:in und Personal ohne Fahrberechtigung
  • Verantwortung bei der Übergabe des Geräts an andere Fahrer:innen

Block 4 — Einsatzbereiche und besondere Betriebssituationen Flurförderzeuge werden nicht nur auf ebenen Lagerflächen eingesetzt. Dieser Block erweitert den Blick auf unterschiedliche Einsatzumgebungen und Situationen, die im betrieblichen Alltag zusätzlich vorkommen.

  • Einsatz unterschiedlicher Flurförderzeugtypen je nach Umgebung (Halle, Außengelände, Rampenbereich)
  • Besonderheiten beim Fahren auf unebenem oder witterungsbeeinflusstem Untergrund
  • Umgang mit Anbaugeräten wie Schiebe- oder Zinkenverstellgeräten
  • Verhalten beim gleichzeitigen Einsatz mehrerer Flurförderzeuge auf derselben Fläche
  • Rangieren auf beengtem Raum in Hallen, an Rampen und Verladezonen
  • Übergabe und Zustandsdokumentation des Geräts zwischen Schichten

Praxisblock — Fahren, Stapeln, Manövrieren Im Anschluss an die Theorie folgt die praktische Umsetzung direkt am Gerät. Hier zeigt sich, ob die Regeln aus der Theorie auch im konkreten Fahrbetrieb sicher angewendet werden.

  • Einweisung in das konkrete Ausbildungsfahrzeug und seine Bedienelemente
  • Durchführung einer vorschriftsmäßigen Abfahrtskontrolle nach DGUV Vorschrift 68
  • Anfahren, Lenken und Abbremsen ohne Last auf freier Fläche
  • Fahren mit aufgenommener Last in unterschiedlichen Hubhöhen
  • Kurvenfahrten und Rangieren auf begrenztem Raum
  • Befahren leichter Steigungen und Gefällstrecken
  • Aufnehmen und Absetzen von Paletten in Regalen unterschiedlicher Höhe
  • Manövrieren in engen Gassen zwischen Regalreihen
  • Umgang mit eingeschränktem Sichtfeld bei hoch aufgenommener Last
  • Sicheres Verhalten beim Kreuzen von Fußgänger- und Fahrwegen
  • Fahren und Rangieren im Außenbereich bei wechselndem Untergrund
  • Abschließendes Rangieren und Einlagern unter realistischen Lagerbedingungen

Die Kombination aus rechtlichem Grundlagenwissen, technischem Verständnis und wiederholter Praxis am Gerät ist bewusst so gewählt, dass am Ende nicht nur die theoretische und praktische Abschlussprüfung bestanden wird, sondern ein tatsächlich sicheres Fahrverhalten entsteht. Gerade weil Fehler beim Stapelfahren schnell zu ernsthaften Unfällen führen können, liegt der Schwerpunkt durchgehend auf nachvollziehbarem Verstehen statt auswendig gelernter Regeln. Am Ende der Ausbildung steht damit nicht nur ein Prüfungsnachweis, sondern eine Fahrpraxis, die in unterschiedlichsten betrieblichen Situationen tragfähig ist — von der ersten Fahrt auf freiem Gelände bis zum Einlagern in engen Hochregalen und dem Rangieren im Außenbereich.

Lernziele:

  • Die rechtlichen Grundlagen für das Führen von Flurförderzeugen nach StVO, StVZO und DGUV Vorschrift 68 benennen
  • Die Pflichten von Fahrer:in und Unternehmen im Umgang mit Gabelstaplern unterscheiden
  • Aufbau und Funktionsweise unterschiedlicher Flurförderzeuge erklären
  • Fahrphysikalische Zusammenhänge wie Schwerpunktverlagerung und Kippgefahr einschätzen
  • Standsicherheit, Schwerpunkt und Tragfähigkeit eines Gabelstaplers korrekt beurteilen
  • Typische Unfallursachen im Stapelbetrieb erkennen und vermeiden
  • Merkregeln für den sicheren Fahrbetrieb im Arbeitsalltag anwenden
  • Eine vorschriftsmäßige Abfahrtskontrolle nach DGUV Vorschrift 68 durchführen
  • Einen Gabelstapler mit und ohne Last sicher anfahren, lenken und abbremsen
  • Lasten kontrolliert aufnehmen, transportieren und in Regalen einlagern
  • Sich in engen Gassen und auf begrenztem Raum sicher orientieren
  • Einen Gabelstapler in unterschiedlichen betrieblichen Situationen sicher und vorschriftsmäßig führen

Zielgruppe & Voraussetzungen

Die Ausbildung richtet sich an alle, die im beruflichen Alltag Flurförderzeuge bedienen sollen oder wollen, unabhängig davon, ob bereits Fahrpraxis vorhanden ist.

  • Arbeitssuchende, die sich für Tätigkeiten in Lager und Logistik qualifizieren möchten
  • Mitarbeitende, die im Betrieb künftig Gabelstapler führen sollen
  • Quereinsteiger:innen ohne vorherige Fahrpraxis an Flurförderzeugen
  • Beschäftigte in Produktion, Kommissionierung oder Wareneingang, deren Aufgabenbereich um Staplerfahrten erweitert wird
Voraussetzungen:

Fahrpraxis an Flurförderzeugen wird für die Teilnahme nicht vorausgesetzt — die Ausbildung baut die notwendigen Fertigkeiten von Grund auf systematisch auf. Wichtiger als Vorerfahrung ist die Bereitschaft, sich sowohl mit den rechtlichen und technischen Inhalten der Theoriephase als auch mit der praktischen Fahrausbildung am Gerät ernsthaft auseinanderzusetzen. Da Sicherheitsanweisungen im Fahrbetrieb unmittelbar verstanden und umgesetzt werden müssen, sind gute Deutschkenntnisse für die Verständigung während der praktischen Übungen hilfreich.

Ablauf & Abschluss

Die Ausbildung findet in Vollzeit als Präsenzunterricht statt, wobei sich Theorie- und Praxiseinheiten eng aufeinander beziehen: Was in der Theoriephase zu Standsicherheit, Fahrphysik und Vorschriften erarbeitet wird, wird im Anschluss unmittelbar am Gerät erprobt. Die praktischen Übungen finden direkt am Flurförderzeug statt und bauen schrittweise von einfachen Fahrmanövern ohne Last bis zu anspruchsvolleren Stapelaufgaben mit Last auf.

Die Ausbildung ist als kompakte Vollzeit-Präsenzkurs organisiert, in der Theorie- und Praxisphase unmittelbar aufeinander folgen. Der genaue zeitliche Rahmen richtet sich nach dem gebuchten Termin und ist im Buchungsprozess einsehbar.

Nach bestandener theoretischer und praktischer Prüfung erhalten Teilnehmende die Teilnahmebescheinigung sowie den Sicherheitspass von TÜV NORD als Nachweis der Bedienberechtigung für Flurförderzeuge. Dieser Nachweis gilt als anerkannter Beleg dafür, dass die gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung nach DGUV Vorschrift 68 vollständig durchlaufen wurde.

Nutzen & Perspektiven

Eine gültige Bedienberechtigung für Flurförderzeuge gehört in Lager, Produktion und Logistik zu den am häufigsten nachgefragten Zusatzqualifikationen überhaupt — kaum eine andere Einzelqualifikation lässt sich in so kurzer Zeit erwerben und eröffnet gleichzeitig so viele zusätzliche Einsatzmöglichkeiten im Betrieb. Wer den Staplerschein mitbringt, ist für Arbeitgeber unmittelbar vielseitiger einsetzbar: Aufgaben in Wareneingang, Kommissionierung, Lagerorganisation und innerbetrieblichem Transport lassen sich flexibel übernehmen, ohne dass für einzelne Tätigkeiten separat nachqualifiziert werden muss. Gerade für Quereinsteiger:innen ist das ein direkter Hebel, um sich für Stellen in der Lagerlogistik überhaupt erst zu qualifizieren. Da der Sicherheitspass von TÜV NORD unabhängig vom ausbildenden Betrieb anerkannt wird, bleibt die erworbene Qualifikation über einen Arbeitgeberwechsel hinweg gültig und übertragbar. Damit ist die Ausbildung nicht nur ein kurzfristiger Karriereschritt, sondern eine Grundlage, die über Jahre hinweg für Tätigkeiten in Lager, Produktion und Logistik trägt.

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Arbeitsmarkt-Report

Transport- und Logistik-Branche meldet seit Jahren akuten Fahrer- und Disponenten-Mangel. Berufskraftfahrer-Qualifikation (BKrFQG-Module) ist Pflicht; Logistik-Disposition und Lagerlogistik wachsen mit E-Commerce-Volumen stabil.

Einstieg (0-2 J.):28.000–36.000 €
Mittel (3-7 J.):36.000–48.000 €
Senior (8+ J.):52.000–68.000 €

Offene Stellen

83.000+ bundesweit
Quellen: BA-Engpassanalyse, Statistisches Bundesamt, StepStone Gehaltsreport.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Brauche ich Vorerfahrung, um an der Ausbildung teilzunehmen?

Nein, Fahrpraxis an Flurförderzeugen wird nicht vorausgesetzt. Die Ausbildung baut alle notwendigen Kenntnisse von den rechtlichen Grundlagen bis zur praktischen Fahrfertigkeit systematisch auf.

Was ist die DGUV Vorschrift 68?

Die DGUV Vorschrift 68 (frühere BGV D27) ist die zentrale Unfallverhütungsvorschrift für das Führen von Flurförderzeugen wie Gabelstaplern in Deutschland. Sie schreibt eine Ausbildung mit Theorie- und Praxisprüfung vor, bevor ein Stapler betrieblich geführt werden darf.

Welchen Nachweis erhalte ich nach bestandener Prüfung?

Nach bestandener theoretischer und praktischer Prüfung erhalten Sie die Teilnahmebescheinigung sowie den Sicherheitspass von TÜV NORD als Nachweis Ihrer Bedienberechtigung für Flurförderzeuge.

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Auf eine Theoriephase zu Vorschriften, Technik und Fahrphysik folgt eine praktische Phase direkt am Gerät, in der Fahr- und Stapelübungen schrittweise aufgebaut werden. Beide Phasen schließen jeweils mit einer Prüfung ab.

Ist der erworbene Sicherheitspass auch bei einem anderen Arbeitgeber gültig?

Ja, der Sicherheitspass von TÜV NORD ist unabhängig vom ausbildenden Betrieb anerkannt und bleibt auch bei einem Arbeitgeberwechsel gültig.