Materialisierung mit dbt für Warehouse Developer – Kurs
Vertiefungskurs für Warehouse Developer: Materialisierungsstrategien in ELT-Prozessen und Transformationslogik mit dbt für nachvollziehbare, wartbare Data-Warehouse-Modelle.
Auf einen Blick
Überblick
Diese Weiterbildung richtet sich an angehende und praktizierende Warehouse Developer, die lernen wollen, wie Rohdaten in einem Data Warehouse systematisch, nachvollziehbar und performant in nutzbare Modelle überführt werden. Im Zentrum steht dbt (data build tool) als heute prägendes Werkzeug für die Transformationsschicht in ELT-Architekturen. Statt Transformationslogik in unübersichtlichen SQL-Skripten oder prozeduralen Jobs zu verstecken, lernen die Teilnehmenden, Modelle zu definieren, zu testen, zu dokumentieren und über verschiedene Materialisierungsstrategien hinweg bewusst zwischen Geschwindigkeit, Speicherverbrauch und Nachvollziehbarkeit abzuwägen.
Kompetenzen, Lernformen und Angebote für dieses Praxistraining
Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.
Zu diesem Kurs ist bisher ein Anbieter erfasst. Wenn du eine Anfrage stellst, prüfen wir zusätzlich vergleichbare Kurse anderer Anbieter.
1
an 2 Standorten
38
diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
0
an 13 erfassten Orten
7 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Trägerinternes Zertifikat nach Abschlussprüfung
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Combined Learning85 %
- Virtuelles Klassenzimmer15 %
Zeitmodelle
- Vollzeit100 %
Dauer im Markt
- mehr als 6 Monate bis 1 Jahr20×
Gemeldete Preisgruppen
- über 10.000 €20×
Häufige Kursorte
- Bochum3×
- Leipzig2×
- Bremen2×
- Laatzen bei Hannover2×
- Hannover1×
- Dresden1×
Bundesländer
- Nordrhein-Westfalen6×
- Niedersachsen3×
- Sachsen3×
- Bremen2×
- Hessen2×
- Berlin1×
Vermittelte Kompetenzen
- dbt
- ELT-Prozesse
- Data Warehousing
- Data Modeling
- SQL
- Materialisierungsstrategien
- Datentransformation
- Datentests
Zugeordnete Zielberufe
- Leiter/Leiterin - Materialwirtschaft2.247 Stellen/12 Mon.
- Deployment-/Release-Manager / Deployment-/Release-Managerin52 Stellen/12 Mon.
- Entwickler/Entwicklerin für Datenvisualisierung40 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 38 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
Kein Anbieter kann sich bei uns eine Platzierung oder Empfehlung kaufen.
Kursinhalte & Lernziele
Der erste Themenblock legt das Fundament für alles Weitere: die Einordnung von Materialisierung und Bereitstellung im Kontext moderner Datenarchitekturen. Bevor mit dbt gearbeitet wird, verstehen die Teilnehmenden, welches Problem Materialisierungsstrategien überhaupt lösen und warum die Wahl der richtigen Strategie über Kosten und Nutzerfreundlichkeit eines Warehouses entscheidet.
- Einordnung technischer Materialisierungsstrategien innerhalb von ELT-Prozessen
- Unterschied zwischen physisch gespeicherten Tabellen und virtuellen Views in der Praxis
- Abwägung von Abfragegeschwindigkeit, Speicherbedarf und Nachvollziehbarkeit je Materialisierungstyp
- Zusammenhang zwischen Bereitstellungslogik und den Anforderungen nachgelagerter BI-Werkzeuge
- typische Fehlentscheidungen bei der Materialisierungswahl und deren Folgen für Wartbarkeit
- Rolle des Warehouse Developers im Zusammenspiel mit Datenquellen und Reporting-Ebene
Im zweiten Themenblock steht dbt selbst als Werkzeug für die Transformationsschicht im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden lernen, wie sich SQL-basierte Transformationen modular aufbauen, testen und dokumentieren lassen, statt als monolithische Skripte zu wachsen.
- Aufbau von dbt-Modellen als wiederverwendbare, referenzierbare SQL-Select-Statements
- Konfiguration der vier zentralen Materialisierungstypen View, Table, Incremental und Ephemeral
- Arbeit mit Data Layering zur Trennung von Rohdaten-, Zwischen- und Auswertungsschicht
- Definition von generischen und modellspezifischen Tests zur Absicherung der Datenqualität
- Nutzung der automatisch generierten Dokumentation und des Abhängigkeitsgraphen
- Nachvollziehbarkeit von Build-Prozessen über Versionierung und Änderungsverlauf
Der dritte Themenblock widmet sich der Unterstützung effizienter Datenversorgung in Warehouse-Strukturen und damit der Frage, wie Modelle im laufenden Betrieb performant bleiben. Hier verschieben sich Perspektive und Übungen von der einmaligen Modellerstellung hin zum wiederholten, produktiven Betrieb.
- Konfiguration inkrementeller Modelle für wachsende Datenmengen ohne vollständige Neuverarbeitung
- Strategien zur Erkennung veränderter Datensätze (Unique Keys, Zeitstempel-Filter)
- Umgang mit Late-Arriving-Data und Nachlieferungen in bestehenden Modellen
- Planung von Build-Reihenfolgen entlang von Modellabhängigkeiten
- Fehlersuche bei blockierten oder fehlschlagenden Build-Läufen
- Zusammenspiel von Materialisierungsstrategie und Ressourcenverbrauch im Warehouse
Der vierte Themenblock überträgt das Gelernte in die konkrete Praxis der Rolle Warehouse Developer. Anhand realitätsnaher Szenarien üben die Teilnehmenden den kompletten Weg von der Rohdatenquelle bis zum fertigen, getesteten und dokumentierten Modell.
- Aufbau eines vollständigen Warehouse-Layers von Staging bis Mart in einem Übungsprojekt
- Übersetzung fachlicher Anforderungen in konkrete dbt-Modellstrukturen
- Debugging fehlerhafter Referenzen und zirkulärer Abhängigkeiten zwischen Modellen
- Anwendung von Namenskonventionen für Modelle, Schemas und Tests
- Zusammenarbeit im Team über eine gemeinsame Codebasis und Versionskontrolle
- Übergabe eines Modells inklusive Dokumentation an nachgelagerte Analytics-Rollen
- Einordnung typischer Stolperfallen beim Übergang von Entwicklungs- in Integrationsumgebungen
- Anpassung der Materialisierungsstrategie bei veränderten Anforderungen im laufenden Betrieb
- Nutzung von Makros zur Vermeidung wiederholten SQL-Codes
- Prüfung der Konsistenz zwischen Quelldaten und materialisierten Modellen
- Vorbereitung eines Modells auf produktive Nutzung durch BI-Werkzeuge
- Rückschau der eigenen Modellentscheidungen anhand von Performance-Kennzahlen
Über die vier Themenblöcke hinweg verbindet der Kurs technisches Handwerkszeug mit einem Verständnis dafür, warum Materialisierung kein rein technisches, sondern auch ein organisatorisches Thema ist: Jede Entscheidung für View oder Table wirkt sich auf Kosten, Antwortzeiten und die Zufriedenheit der Personen aus, die später mit den Daten arbeiten. Die Teilnehmenden verlassen den Kurs mit einem Blick für diese Zusammenhänge und nicht nur mit Detailwissen zu einzelnen dbt-Befehlen. Damit schließt der Kurs die Lücke zwischen klassischem Datenbankwissen und den heute in Warehouse-Teams etablierten Arbeitsweisen. Wer bislang SQL vor allem für einzelne Abfragen genutzt hat, lernt hier, wie sich Transformationen als versionierte, testbare und dokumentierte Modelle organisieren lassen – eine Kompetenz, die in nahezu jedem modernen Data-Warehouse-Setup gefragt ist.
Lernziele:
Nach Abschluss der Weiterbildung sind die Teilnehmenden in der Lage, folgende Kompetenzen in der beruflichen Praxis anzuwenden.
- den Unterschied zwischen ETL- und ELT-Ansätzen erklären und begründen, wann welcher Ansatz sinnvoll ist
- Materialisierungsstrategien (View, Table, Incremental, Ephemeral) sachgerecht einem Anwendungsfall zuordnen
- die Abwägung zwischen Abfragegeschwindigkeit, Speicherverbrauch und Aktualität der Daten in einer konkreten Modellentscheidung begründen
- dbt-Modelle als modulare SQL-Select-Statements strukturieren und über Referenzen miteinander verknüpfen
- Data Layering (Staging, Intermediate, Mart) in einer Warehouse-Struktur konsequent umsetzen
- inkrementelle Modelle konfigurieren, um bei großen Datenmengen nur veränderte Datensätze neu zu verarbeiten
- Tests auf Modellebene definieren, um Datenqualität automatisiert zu überprüfen
- eine nachvollziehbare Dokumentation der Transformationslogik für Kolleginnen und Kollegen erstellen
- Abhängigkeiten zwischen Modellen über den dbt-Graphen (DAG) nachvollziehen und gezielt debuggen
- typische Performance-Engpässe in Warehouse-Umgebungen erkennen und durch geeignete Materialisierung entschärfen
- Build-Prozesse so gestalten, dass sie in Entwicklungs-, Integrations- und Produktionsumgebungen reproduzierbar laufen
- die eigene Rolle als Warehouse Developer im Zusammenspiel mit Data Engineers und Analytics Engineers einordnen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen, die im Bereich Data Warehousing und Datenverarbeitung tätig werden oder ihre bestehenden Kenntnisse gezielt um moderne Transformationswerkzeuge erweitern möchten. Vorkenntnisse in SQL und im Umgang mit relationalen Datenbanken erleichtern den Einstieg erheblich.
- angehende und praktizierende Warehouse Developer
- Data Engineers, die ihre Transformationsschicht strukturierter aufbauen möchten
- Analytics Engineers, die die Brücke zwischen Rohdaten und Reporting schlagen
- BI Developer, die verstehen wollen, wie ihre Datenquellen zustande kommen
- Quereinsteigende mit SQL-Grundkenntnissen, die sich Richtung Data Engineering orientieren
Für die Teilnahme wird eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein abgeschlossenes Studium vorausgesetzt. Ein sicherer Umgang mit dem Computer und grundlegende Erfahrung im Umgang mit Datenbanken sind hilfreich, da im Kurs praktisch mit SQL-basierten Modellen gearbeitet wird. Englischkenntnisse sind von Vorteil, da technische Dokumentation und Fehlermeldungen häufig auf Englisch vorliegen.
Ablauf & Abschluss
Die Weiterbildung wird überwiegend im Combined-Learning-Ansatz durchgeführt, bei dem sich Phasen im virtuellen Klassenzimmer mit eigenständiger praktischer Arbeit an Übungsmodellen abwechseln. Die Teilnehmenden bauen im Kursverlauf schrittweise ein eigenes kleines Warehouse-Modellprojekt auf, an dem sie die Konzepte direkt anwenden. Der überwiegende Teil findet in Vollzeit statt, vereinzelt werden auch Teilzeit-Termine angeboten.
Der Kurs ist als Vollzeitkurs konzipiert und wird überwiegend im Combined-Learning-Format mit ergänzenden virtuellen Klassenzimmer-Terminen durchgeführt. Der modulare Aufbau erlaubt es, von den Grundlagen der Materialisierung bis zur praktischen Umsetzung eigener dbt-Modelle strukturiert vorzugehen. Teilzeit-Varianten werden bei einzelnen Terminen ebenfalls angeboten.
Der Kurs schließt mit einer trägerinternen Abschlussprüfung und einem entsprechenden Trägerzertifikat ab. Eine bundesweit einheitliche externe Zertifizierung für dieses spezifische Themenfeld existiert derzeit nicht; das Zertifikat bescheinigt die erfolgreiche Teilnahme und den erreichten Kenntnisstand im beschriebenen Werkzeug- und Methodenspektrum.
Nutzen & Perspektiven
Der praktische Mehrwert dieser Weiterbildung liegt darin, dass Materialisierung nicht als abstraktes Konzept, sondern als tägliche Entscheidung im Berufsalltag eines Warehouse Developers vermittelt wird. Wer regelmäßig vor der Frage steht, ob ein Modell als View oder als Table gebaut werden soll, erhält hier eine fundierte Grundlage, um diese Entscheidung nicht aus dem Bauch heraus, sondern anhand nachvollziehbarer Kriterien zu treffen. Darüber hinaus vermittelt der Kurs eine Arbeitsweise, die in modernen Datenteams zunehmend zum Standard gehört: Transformationen werden nicht mehr in verstreuten Skripten verwaltet, sondern als getestete, dokumentierte und versionierte Modelle. Das erleichtert die Zusammenarbeit im Team erheblich, reduziert Fehlerquellen bei Änderungen und macht Datenpipelines auch für Personen nachvollziehbar, die nicht an deren Entstehung beteiligt waren. Für den weiteren Karriereweg öffnet die Weiterbildung Perspektiven in Rollen wie Data Warehouse Developer, Data Engineer, Analytics Engineer oder BI Developer, da das erlernte Werkzeug in vielen Unternehmen bereits Teil der Dateninfrastruktur ist oder zunehmend eingeführt wird. Wer die hier vermittelten Konzepte beherrscht, kann sich in bestehenden Teams schneller orientieren und eigenständig an produktiven Warehouse-Strukturen mitarbeiten.
Welche Förderung passt zu dir?
Finde in 30 Sekunden heraus, ob dir ein Bildungsgutschein oder andere Zuschüsse zustehen. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Arbeitsmarkt-Report
IT-Berufe sind seit fünf Jahren der größte Fachkräfteengpass am deutschen Arbeitsmarkt. Der Bestand offener IT-Stellen ist 2024 auf einen Rekordstand gestiegen; AI- und Cloud-Skills werden in den nächsten Jahren weiter überdurchschnittlich nachgefragt.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Leiter/Leiterin - Materialwirtschaft2.247 Stellen
- Deployment-/Release-Manager / Deployment-/Release-Managerin52 Stellen
- Entwickler/Entwicklerin für Datenvisualisierung40 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was bedeutet Materialisierung im Zusammenhang mit dbt?
Materialisierung beschreibt, wie ein dbt-Modell physisch im Data Warehouse abgelegt wird, etwa als View, Table, Incremental- oder Ephemeral-Modell. Die Wahl beeinflusst Abfragegeschwindigkeit, Speicherverbrauch und Aktualität der Daten.
Brauche ich Programmiererfahrung für diesen Kurs?
Klassische Programmiererfahrung ist nicht zwingend erforderlich. Sicherer Umgang mit SQL und Datenbanken erleichtert den Einstieg deutlich, da im Kurs praktisch mit SQL-basierten Modellen gearbeitet wird.
Für welche beruflichen Rollen ist der Kurs geeignet?
Der Kurs richtet sich an angehende und praktizierende Warehouse Developer, Data Engineers, Analytics Engineers und BI Developer, die ihre Transformationsschicht mit dbt strukturierter aufbauen möchten.
Welcher Abschluss erwartet mich am Ende der Weiterbildung?
Der Kurs endet mit einer trägerinternen Abschlussprüfung und einem entsprechenden Trägerzertifikat, das den erreichten Kenntnisstand im Bereich Materialisierung und dbt bescheinigt.
In welcher Form findet der Kurs statt?
Der Kurs wird überwiegend als Combined Learning mit Anteilen im virtuellen Klassenzimmer angeboten, in der Regel in Vollzeit, vereinzelt auch in Teilzeit.