Tierpsychologie Fernkurs: Verhalten & Beratung
Fernkurs zur Tierpsychologie: Verhalten von Hund, Katze und Pferd deuten, Haltungsberatung leisten und Trainingsansätze wie Clickertraining fundiert anwenden.
Auf einen Blick
Überblick
Wer Tiere wirklich verstehen will, muss ihr Verhalten lesen können - nicht nur beobachten, sondern deuten und einordnen. Dieser Fernkurs führt in die Tierpsychologie ein und vermittelt praxisnahes Wissen zu Haltung, Betreuung und Verhalten von Haustieren, mit besonderem Schwerpunkt auf Hunden, Katzen und Pferden. Teilnehmende lernen, Verhaltensmuster zu deuten, fundierte Haltungsberatung zu leisten und Tierhalterinnen sowie Tierhaltern kompetent zur Seite zu stehen. Ergänzt wird das theoretische Fundament durch praktische Trainingsansätze wie positive Verstärkung und Clickertraining sowie durch Grundlagen der Tierpflege und Ersten Hilfe am Tier.
Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen
Die folgenden Angaben stammen aus den diesem Kursprofil zugeordneten Bildungsangeboten. Sie zeigen, was wir erfasst haben — nicht zwingend den gesamten Markt; konkrete Preise und Termine können je Anbieter abweichen.
2
an 3 Standorten
1
diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
2
an 1 erfassten Orten
1 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
SGD-Abschlusszeugnis
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Fernunterricht4×
Zeitmodelle
- Teilzeit4×
Dauer im Markt
- mehr als 3 Monate bis 6 Monate2×
Gemeldete Preisgruppen
- 1.000–5.000 €4×
Nächste erfasste Starttermine
- 07.09.2026 · Online / noch ohne OrtsangabeFernunterricht · Teilzeit
- 05.10.2026 · Online / noch ohne OrtsangabeFernunterricht · Teilzeit
Vermittelte Kompetenzen
- Clickertraining
- Positive Verstärkung
- Erste Hilfe am Tier
- Haltungsberatung
- Verhaltenslehre
- Parasitenprophylaxe
- Verhaltensprotokolle
Zugeordnete Zielberufe
- Fachtierarzt/Fachtierärztin167 Stellen/12 Mon.
- Hundetrainer/in13 Stellen/12 Mon.
- Tierphysiotherapeut/Tierphysiotherapeutin9 Stellen/12 Mon.
- Tierheilpraktiker/Tierheilpraktikerin5 Stellen/12 Mon.
- Tierpsychologe/in
- Tierverhaltenstherapeut/in
Datenbasis: 46 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
Kein Anbieter kann sich bei uns eine Platzierung oder Empfehlung kaufen.
Kursinhalte & Lernziele
Der erste Themenblock schafft das theoretische Fundament der Tierpsychologie. Bevor einzelne Tierarten im Detail betrachtet werden, lernen Teilnehmende, wie Verhalten grundsätzlich beobachtet, dokumentiert und eingeordnet wird.
- Grundlagen der Verhaltenslehre bei Haustieren
- Methodik der Verhaltensbeobachtung
- Führen und Auswerten von Verhaltensprotokollen
- Unterscheidung von arttypischem und auffälligem Verhalten
- Einflussfaktoren wie Haltung, Umgebung und Vorerfahrungen auf das Verhalten
- Grundhaltung einer respektvollen, tierschutzgerechten Beobachtung
Der zweite Block widmet sich dem Hund als einem der am weitesten verbreiteten Haustiere. Im Mittelpunkt stehen Sozialverhalten, Lernmechanismen und die praktische Haltungsberatung.
- Sozialverhalten des Hundes innerhalb von Familie und Umfeld
- Lernprinzipien und deren Anwendung im Alltag
- Haltungsberatung für unterschiedliche Hundetypen und Lebenssituationen
- Erkennen von Stresssignalen und Beschwichtigungsverhalten
- Einordnung typischer Verhaltensprobleme im Hundealltag
- Beratungssitzungen mit Hundehalterinnen und -haltern strukturieren
Im dritten Block rückt die Katze in den Fokus - ein Tier, dessen Verhalten sich in vielen Punkten grundlegend vom Hund unterscheidet und eigenständig betrachtet werden muss.
- Entwicklungsphasen der Katze von Jungtier bis Alterstier
- Sinnesleistungen und deren Bedeutung für das Verhalten
- Katzensprache: Körperhaltung, Lautäußerungen und Territorialverhalten
- Haltungsbedingungen für Wohnungs- und Freigängerkatzen
- Umgang mit typischen Verhaltensthemen wie Unsauberkeit oder Aggression
- Beratung zu artgerechter Beschäftigung und Umgebungsgestaltung
Der vierte Block behandelt das Pferd als Herdentier mit eigenen Kommunikationsformen und Bedürfnissen, die sich deutlich von denen kleinerer Haustiere unterscheiden.
- Herdenverhalten und soziale Struktur bei Pferden
- Körpersprache und nonverbale Kommunikation des Pferdes
- Angemessener Umgang und Annäherung an Pferde
- Haltungsformen und deren Auswirkung auf das Verhalten
- Erkennen von Stress- und Wohlbefindenssignalen
- Grundlagen der Beratung zu pferdegerechter Haltung
Der praktische Anteil des Kurses verbindet die tierartspezifischen Inhalte mit übergreifenden Trainings- und Pflegekompetenzen, die in der täglichen Arbeit mit Tieren immer wieder gefragt sind.
- Praktische Übungen zur positiven Verstärkung im Training
- Einführung und Anwendung von Clickertraining
- Aufbau einfacher Trainingseinheiten für unterschiedliche Tierarten
- Grundlagen der Tierpflege im Alltag
- Handlungsschritte der Ersten Hilfe am Tier bei akuten Situationen
- Parasitenprophylaxe und vorbeugende Gesundheitsschritte
- Dokumentation von Trainings- und Beratungsverläufen
- Aufbau eines strukturierten Vorgesprächs mit Tierhalterinnen und -haltern
- Fallbeispiele zu Verhaltensfragen aus der Praxis
- Einordnung, wann eine Weiterleitung an Tierärztin oder Tierarzt sinnvoll ist
- Rückschau eigener Beobachtungen anhand von Fallstudien
- Vertiefung der Kommunikation zwischen Tier und Mensch im Alltag
Der Fernkurs ist so aufgebaut, dass theoretisches Verständnis der Verhaltenslehre und praktische Beratungs- sowie Trainingskompetenz gleichermaßen gestärkt werden. Die Fallbeispiele orientieren sich an typischen Situationen aus Tierarztpraxen, Tierpensionen und der privaten Tierhaltung, sodass das erworbene Wissen unmittelbar in unterschiedlichen beruflichen Kontexten anwendbar ist.
Lernziele:
- Grundprinzipien der Verhaltenslehre auf unterschiedliche Tierarten anwenden
- Verhaltensprotokolle systematisch führen und auswerten
- Sozialverhalten und Lernprozesse bei Hunden einordnen
- Katzensprache und sensorische Besonderheiten von Katzen deuten
- Herdenverhalten und Körpersprache von Pferden verstehen
- Trainingsmethoden auf Basis positiver Verstärkung anwenden
- Clickertraining als gezieltes Trainingswerkzeug einsetzen
- Tierhalterinnen und Tierhalter fundiert zu Haltungsfragen beraten
- Grundlagen der Ersten Hilfe am Tier in Notfallsituationen anwenden
- Parasitenprophylaxe als Teil verantwortungsvoller Tierhaltung einordnen
- Verhaltensauffälligkeiten von alltäglichen Reaktionen unterscheiden
- Grenzen der eigenen Beratungskompetenz gegenüber tierärztlicher oder therapeutischer Behandlung erkennen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Der Kurs richtet sich an Personen, die in Tierarztpraxen, der Tierheilpraktik, Tierpensionen oder der Tierbetreuung tätig sind oder eine solche Tätigkeit anstreben, ebenso wie an engagierte Tierhalterinnen und Tierhalter, die ihr Wissen vertiefen möchten.
- Mitarbeitende in Tierarztpraxen mit Interesse an Verhaltensberatung
- Personen, die in Tierpensionen oder der Tierbetreuung arbeiten möchten
- Angehende Tierverhaltenstherapeutinnen und -therapeuten
- Hundetrainerinnen und Hundetrainer, die ihr theoretisches Fundament erweitern wollen
- Engagierte Tierhalterinnen und Tierhalter mit fundiertem Interesse an Tierpsychologie
Für die Teilnahme ist in erster Linie Interesse an Tierpsychologie und dem Verhalten von Haustieren erforderlich. Da es sich um einen Fernkurs handelt, werden grundlegende PC- und Internetkenntnisse vorausgesetzt, um Lernmaterialien abzurufen und Aufgaben zu bearbeiten. Eine bereits bestehende praktische Erfahrung im Umgang mit Tieren ist hilfreich, aber keine zwingende Voraussetzung.
Ablauf & Abschluss
Der Kurs wird im Fernunterricht durchgeführt und in Teilzeit organisiert, sodass sich das Lernen flexibel neben Beruf oder anderen Verpflichtungen einteilen lässt. Theoretische Lerninhalte zur Verhaltenslehre werden mit praxisnahen Aufgaben verknüpft, etwa dem Führen von Verhaltensprotokollen oder der Anwendung von Trainingsansätzen im eigenen Umfeld, sodass das Gelernte nicht nur gelesen, sondern auch angewendet wird.
Der Fernkurs ist in Teilzeit angelegt und deckt sowohl die tierartspezifischen Themenblöcke zu Hund, Katze und Pferd als auch die übergreifenden Trainings- und Pflegeinhalte ab. Der zeitliche Umfang ist so bemessen, dass eigenständige Übungsphasen und Bearbeitung der Prüfungsleistungen gut in den Alltag integriert werden können.
Nach erfolgreicher Bearbeitung aller Prüfungsleistungen erhalten Teilnehmende das SGD-Abschlusszeugnis im Bereich Tierpsychologie. Dieses dokumentiert die erworbenen Kenntnisse zu Verhaltenslehre, Haltungsberatung und tierartspezifischem Wissen und dient als Nachweis der fundierten Fernkurs-Qualifikation.
Nutzen & Perspektiven
Wer diesen Kurs abschließt, verfügt über ein fundiertes Verständnis dafür, wie Verhalten bei Hund, Katze und Pferd entsteht, sich äußert und sinnvoll begleitet werden kann. Diese Kombination aus theoretischem Wissen und praktischen Trainingsansätzen wie Clickertraining macht Absolventinnen und Absolventen zu kompetenten Ansprechpartnern für Tierhalterinnen und Tierhalter, die Rat bei Verhaltensfragen suchen. Besonders wertvoll ist der Kurs dadurch, dass er nicht nur eine Tierart behandelt, sondern drei sehr unterschiedliche Spezies - Hund, Katze und Pferd - jeweils mit ihren eigenen Kommunikationsformen und Bedürfnissen betrachtet. Wer in der Tierbetreuung, Tierpension oder Tierarztpraxis arbeitet, trifft in der Praxis häufig auf genau diese Vielfalt und profitiert davon, arttypisches Verhalten differenziert einordnen zu können, statt pauschale Trainingsansätze auf alle Tiere zu übertragen. Für den weiteren beruflichen Weg eröffnet der Kurs Perspektiven in Richtung Tierbetreuung, Haltungsberatung oder als Grundlage für eine Vertiefung in Richtung Tierverhaltenstherapie. Auch für engagierte Tierhalterinnen und Tierhalter, die keine berufliche Veränderung anstreben, bietet der Kurs einen echten Mehrwert, weil er den eigenen Umgang mit den Tieren im Haushalt fundierter und bewusster gestaltet.
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Arbeitsmarkt-Report
Pflege- und Gesundheits-Fachkräfte sind seit 2018 durchgehend als Engpassberuf gelistet. Demografische Entwicklung treibt die Nachfrage; höhere Tarife in Pflege und Reform der Pflegeausbildung verbessern Einstiegsbedingungen 2025/26 weiter.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Fachtierarzt/Fachtierärztin167 Stellen
- Hundetrainer/in13 Stellen
- Tierphysiotherapeut/Tierphysiotherapeutin9 Stellen
- Tierheilpraktiker/Tierheilpraktikerin5 Stellen
- Tierpsychologe/in0 Stellen
- Tierverhaltenstherapeut/in0 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Werden mehrere Tierarten behandelt oder nur eine?
Der Kurs behandelt schwerpunktmäßig Hund, Katze und Pferd jeweils mit eigenen Modulen zu Sozialverhalten, Kommunikation und Haltungsberatung, ergänzt durch übergreifende Trainings- und Pflegeinhalte.
Brauche ich vorherige Erfahrung im Umgang mit Tieren?
Nein, vorausgesetzt werden vor allem Interesse an Tierpsychologie sowie grundlegende PC- und Internetkenntnisse für den Fernunterricht. Praktische Vorerfahrung ist hilfreich, aber keine Pflicht.
Wie ist der Fernkurs organisiert?
Der Kurs findet im Fernunterricht in Teilzeit statt, sodass sich das Lernen flexibel neben Beruf oder anderen Verpflichtungen einteilen lässt, mit einer Mischung aus Theorie und praxisnahen Übungsaufgaben.
Welchen Abschluss erhalte ich am Ende?
Nach erfolgreicher Bearbeitung aller Prüfungsleistungen erhalten Sie das SGD-Abschlusszeugnis im Bereich Tierpsychologie.
Ist der Kurs auch ohne beruflichen Hintergrund in der Tierbetreuung sinnvoll?
Ja, auch engagierte Tierhalterinnen und Tierhalter profitieren, weil der Kurs den eigenen Umgang mit den Tieren im Haushalt fundierter gestaltet, unabhängig von einer angestrebten Berufsveränderung.