Berufliche Weiterbildung
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Change-Framework für Digital Transformation – Weiterbildung

Lewin, Kotter, ADKAR, Cynefin und Systems Thinking situationsgerecht kombinieren: Der Kurs zeigt Digital Transformation Manager:innen, wie sich Change-Frameworks auf Programmebene auswählen, verzahnen und mit Power BI datenbasiert überwachen lassen.

Auf einen Blick

Dauer4–8 WochenØ am Markt
Formatflexibelflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*

Überblick

Change-Framework-Anwendung für Digital Transformation Manager:in setzt dort an, wo viele Change-Management-Schulungen aufhören: bei der Frage, welches Framework wann sinnvoll ist und wie mehrere Ansätze auf Programmebene sinnvoll kombiniert werden. Statt ein einzelnes Modell wie Kotter oder ADKAR isoliert zu vermitteln, stellt der Kurs die Frameworks Lewin, Kotter, ADKAR, Cynefin und Systems Thinking nebeneinander und zeigt, wie sie sich je nach Komplexität und Art des Transformationsvorhabens gezielt auswählen und verzahnen lassen. Der Fokus liegt auf der Programmebene, also auf der Steuerung mehrerer, teils parallel laufender Veränderungsinitiativen, und ergänzt die klassische Change-Theorie um datengestützte Steuerungselemente mit Power BI sowie den Einsatz von ChatGPT als Sparringspartner für Interventionsideen.

Berufliche FachweiterbildungInhaltsstand 02.07.2026

Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen

Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.

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Anbieter

1

an 3 Standorten

Angebote

70

diesem Kursprofil zugeordnete Angebote

Kommende Termine

0

Termine werden anbieterabhängig veröffentlicht

Regionen

bundesweit

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

Trägerzertifikat

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz

Vermittelte Kompetenzen

  • Lewin
  • Kotter
  • ADKAR
  • Cynefin
  • Systems Thinking
  • Power BI
  • ChatGPT
  • Framework-Orchestrierung

Zugeordnete Zielberufe

  • Digital Transformation Manager
  • Projektmanager
  • Organisationsentwickler
  • Programmmanager
  • Change Manager

Datenbasis: 70 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Der erste Block verschafft einen Überblick über die zentrale Framework-Landschaft und arbeitet heraus, wofür sich Lewin, Kotter und ADKAR jeweils besonders eignen. Ziel ist ein klares Verständnis der Grundlogik jedes Modells, bevor im weiteren Kursverlauf die Kombination im Vordergrund steht.

  • Lewin als universelle Grundlogik von Auftauen, Verändern und Stabilisieren
  • Kotter für komplexe, strategische Transformationsvorhaben mit vielen Beteiligten
  • ADKAR als individuelle Change-Linie entlang Bewusstsein, Wollen, Wissen, Können und Verankerung
  • Gemeinsamkeiten und Unterschiede der drei Grundmodelle
  • Typische Anwendungsfälle für jedes Modell im Unternehmenskontext

Der zweite Block widmet sich komplexen, wenig eindeutigen Situationen, wie sie in großen Transformationsprogrammen häufig auftreten. Cynefin und Systems Thinking liefern hierfür Denkwerkzeuge, die über die linearen Grundmodelle des ersten Blocks hinausgehen.

  • Cynefin als Entscheidungsrahmen zur Einordnung von Situationen in einfach, kompliziert, komplex und chaotisch
  • Ableitung passender Handlungsstrategien je Cynefin-Domäne
  • Systems Thinking zur Identifikation von Wechselwirkungen und Rückkopplungen
  • Antizipation unerwünschter Nebenwirkungen von Veränderungsschritte
  • Kombination mehrerer Frameworks für mehrdeutige Ausgangslagen

Der dritte Block hebt die Betrachtung auf Programmebene und behandelt, wie sich die Framework-Wahl nicht nur für ein einzelnes Projekt, sondern für ein ganzes Portfolio paralleler Initiativen treffen lässt. Governance-Strukturen und Rollenverteilung stehen hier im Mittelpunkt.

  • Framework-Auswahl für ein Portfolio unterschiedlicher Transformationsinitiativen
  • Verzahnung der Change-Arbeit mit Governance- und PMO-Strukturen
  • Rollenmodell für Sponsoren und Change Agents auf Programmebene
  • Eskalations- und Entscheidungswege zwischen Projekt- und Programmebene
  • Konsistenzsicherung, wenn unterschiedliche Teilprojekte unterschiedliche Frameworks nutzen

Der vierte Block ergänzt die Framework-Arbeit um datengestützte und KI-unterstützte Elemente. Teilnehmende lernen, Fortschritt entlang der gewählten Modelle messbar zu machen und digitale Werkzeuge gezielt als Unterstützung einzusetzen.

  • Definition eines KPI-Sets entlang der jeweils gewählten Frameworks
  • Aufbau eines Power-BI-Dashboards zur Framework-übergreifenden Fortschrittsüberwachung
  • Einsatz von ChatGPT als Sparringspartner für Interventionsideen
  • Grenzen und sinnvolle Einsatzbereiche von KI-Unterstützung im Change-Kontext
  • Verbindung von quantitativen Kennzahlen und qualitativem Stimmungsbild

Im Praxisteil wird die Framework-Kombination an durchgängigen Fallszenarien geübt, sodass die Teilnehmenden den gesamten Weg von der Situationseinschätzung bis zur Steuerung eines Transformationsprogramms nachvollziehen.

  • Einordnung eines Fallbeispiels mithilfe des Cynefin-Rahmens
  • Auswahl und Begründung einer Framework-Kombination für ein Beispielprogramm
  • Entwicklung eines Rollenmodells für Sponsoren und Change Agents in einem Fallbeispiel
  • Definition eines KPI-Sets für ein simuliertes Transformationsprogramm
  • Aufbau eines einfachen Power-BI-Dashboards zur Fortschrittsdarstellung
  • Anwendung von Systems Thinking zur Analyse möglicher Nebenwirkungen
  • Simulierte Nutzung von ChatGPT zur Ideenfindung für eine Intervention
  • Durchführung eines Steering-Formats in der Gruppe
  • Dokumentation von Lessons Learned aus einem Fallbeispiel
  • Diskussion typischer Fallstricke in der Framework-Anwendung
  • Vergleich zweier unterschiedlicher Framework-Kombinationen für dasselbe Szenario
  • Rückschau der eigenen Rolle als Digital Transformation Manager:in im Programm

Der Kurs verdeutlicht, dass Change-Frameworks kein starres Regelwerk sind, sondern ein Werkzeugkasten, aus dem je nach Situation gezielt ausgewählt wird. Diese Flexibilität unterscheidet die Arbeit auf Programmebene von der isolierten Anwendung eines einzelnen Modells auf Projektebene. Zum Abschluss des Kurses einordnen die Teilnehmenden ihre eigene Entwicklung als Framework-Orchestrator:in und erarbeiten, wie sich organisationsweite Change-Kompetenz über mehrere Transformationsvorhaben hinweg aufbauen lässt.

Lernziele:

Nach Abschluss dieses Kurses beherrschen die Teilnehmenden folgende Kompetenzen.

  • das Lewin-Modell als universelle Grundlogik für Veränderungsprozesse einordnen
  • das Kotter-Modell für komplexe, strategische Transformationsvorhaben anwenden
  • ADKAR als individuelle Change-Linie auf Ebene einzelner Betroffener nutzen
  • Cynefin als Entscheidungsrahmen zur Einordnung komplexer Situationen einsetzen
  • Systems Thinking zur Antizipation unerwünschter Nebenwirkungen von Veränderungen anwenden
  • mehrere Frameworks situationsgerecht kombinieren, statt sich auf ein einzelnes Modell zu beschränken
  • die Framework-Wahl für ein Portfolio paralleler Transformationsinitiativen begründen
  • Change-Frameworks mit Governance- und PMO-Strukturen verzahnen
  • ein Rollenmodell für Sponsoren und Change Agents auf Programmebene entwickeln
  • ein KPI-Set entlang der gewählten Frameworks definieren
  • Power BI zur Framework-übergreifenden Fortschrittsüberwachung nutzen
  • ChatGPT als Sparringspartner zur Entwicklung von Interventionsideen einsetzen

Zielgruppe & Voraussetzungen

Der Kurs richtet sich an Personen, die Verantwortung für die Steuerung komplexer Transformationsvorhaben tragen oder anstreben und dabei über die Anwendung eines einzelnen Change-Modells hinausgehen möchten.

  • Digital Transformation Manager:innen mit Verantwortung für mehrere parallele Initiativen
  • Programm- und Projektmanager:innen mit Fokus auf organisatorischen Wandel
  • Organisationsentwickler:innen, die Framework-Wissen systematisieren möchten
  • Change Manager:innen, die von einem einzelnen Modell zu situativer Framework-Wahl wechseln wollen
  • Führungskräfte mit Steuerungsverantwortung für digitale Transformationsprogramme
Voraussetzungen:

Vorausgesetzt werden eine abgeschlossene Berufsausbildung und/oder ein abgeschlossenes Studium sowie ein sicherer Umgang mit dem Computer, da die praktischen Übungen unter anderem den Aufbau von Power-BI-Dashboards umfassen. Englischkenntnisse sind von Vorteil, da einzelne Fachbegriffe und Quellen zu den behandelten Frameworks englischsprachig geprägt sind. Vertiefte Vorkenntnisse in einem bestimmten Change-Modell werden nicht vorausgesetzt, da die zentralen Frameworks im Kurs jeweils eingeführt werden.

Ablauf & Abschluss

Der Kurs wird überwiegend im Combined-Learning-Format angeboten, das Präsenzanteile mit Online-Lernphasen kombiniert, ergänzt um ein virtuelles Klassenzimmer als alternative Durchführungsform. Die Arbeit an Fallszenarien und die gemeinsame Diskussion von Framework-Kombinationen stehen im Mittelpunkt der Unterrichtsgestaltung, sodass theoretisches Modellwissen unmittelbar auf konkrete Programmsituationen angewendet wird. Der Kurs wird überwiegend in Vollzeit durchgeführt, eine Teilzeitvariante steht ebenfalls zur Verfügung.

Der zeitliche Umfang richtet sich nach der gewählten Zeitform, wobei die überwiegend angebotene Vollzeitvariante einen zügigeren Kursverlauf ermöglicht, während die Teilzeitvariante mehr Raum für die Übertragung der Inhalte auf die eigene berufliche Praxis lässt. Der Wechsel zwischen Combined-Learning- und virtuellen Klassenzimmereinheiten strukturiert den Kurs in aufeinander aufbauende Themenblöcke.

Der Kurs schließt mit einer trägerinternen Abschlussprüfung und einem Trägerzertifikat ab. Darin weisen die Teilnehmenden nach, dass sie unterschiedliche Change-Frameworks situationsgerecht auswählen, kombinieren und auf Programmebene mit passenden Steuerungselementen verzahnen können.

Nutzen & Perspektiven

Organisationen, die mehrere digitale Transformationsvorhaben gleichzeitig steuern, benötigen Verantwortliche, die nicht nur ein einzelnes Change-Modell kennen, sondern situativ zwischen Ansätzen wechseln können. Diese Fähigkeit zur bewussten Framework-Orchestrierung unterscheidet erfahrene Transformationsverantwortliche von Personen, die ein Modell schematisch auf jede Situation anwenden. Der praktische Nutzen liegt darin, dass Teilnehmende nach dem Kurs für unterschiedlich komplexe Ausgangslagen jeweils passende Steuerungslogiken wählen können, statt ein einzelnes Framework auch dort einzusetzen, wo es nicht passt. Das reduziert Reibungsverluste in Transformationsprogrammen und macht Fortschritt durch das erarbeitete KPI-Set und Power-BI-Dashboards für alle Beteiligten sichtbar. Langfristig stärkt der Kurs die organisationsweite Change-Kompetenz, da Digital Transformation Manager:innen mit diesem Werkzeugkasten nicht nur einzelne Projekte, sondern ganze Programme konsistent steuern und die Zusammenarbeit zwischen mehreren Change-Initiativen strukturieren können.

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Arbeitsmarkt-Report

Berufsbild ist branchenübergreifend einsetzbar. Karrierechancen hängen stark von zusätzlicher Spezialisierung und Region ab.

Einstieg (0-2 J.):28.000–38.000 €
Mittel (3-7 J.):38.000–50.000 €
Senior (8+ J.):50.000–68.000 €

Offene Stellen

variabel bundesweit
Quellen: BA-Engpassanalyse, Statistisches Bundesamt, StepStone Gehaltsreport.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wieso werden gleich fünf verschiedene Change-Frameworks behandelt?

In der Praxis passt selten ein einzelnes Modell auf jede Situation. Der Kurs vermittelt daher Lewin, Kotter, ADKAR, Cynefin und Systems Thinking im Zusammenhang, damit Sie je nach Komplexität und Art des Vorhabens die passende Kombination auswählen können.

Was bedeutet die Betonung der Programmebene konkret?

Statt nur ein einzelnes Change-Projekt zu betrachten, geht es um die Steuerung mehrerer paralleler Transformationsinitiativen. Dazu gehören Themen wie Framework-Wahl für ein ganzes Portfolio, Verzahnung mit Governance und PMO sowie ein Rollenmodell für Sponsoren und Change Agents.

Welche Rolle spielen Power BI und ChatGPT im Kurs?

Power BI wird genutzt, um ein KPI-Set entlang der gewählten Frameworks aufzubauen und den Fortschritt von Transformationsprogrammen sichtbar zu machen. ChatGPT dient als Sparringspartner, um Interventionsideen zu entwickeln, ersetzt aber nicht die fachliche Framework-Entscheidung.

Welchen Abschluss erhalte ich am Ende?

Der Kurs endet mit einer trägerinternen Abschlussprüfung und einem Trägerzertifikat, in dem Sie nachweisen, dass Sie unterschiedliche Change-Frameworks situationsgerecht auswählen und auf Programmebene kombinieren können.