Gastronomie & Ernährung
IHK-Prüfung

Umschulung Kiosk-/Imbissverkäufer/in

Kiosk- und Imbissverkauf ist Einzelhandel unter besonderen Bedingungen: kleine Fläche, hohe Kundenfrequenz, kurze Kontaktzeiten, ein Sortiment aus Tabak, Getränken, Zeitschriften, Süßwaren und oft warmen Speisen.

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Dauer24 MonateOrientierung; Angebot prüfen
FormatOnline & Präsenzje nach Angebot
Kostenkeine Preisangabe hinterlegtKonkreten Angebotspreis erfragen
Bildungsgutschein als Förderweg möglich; Zulassung des Angebots und persönliche Bewilligung prüfen.

Worum geht es in diesem Kurs?

Kiosk- und Imbissverkauf ist Einzelhandel unter besonderen Bedingungen: kleine Fläche, hohe Kundenfrequenz, kurze Kontaktzeiten, ein Sortiment aus Tabak, Getränken, Zeitschriften, Süßwaren und oft warmen Speisen. Bedienen und kassieren, Regale und Kühlgeräte auffüllen, Mindesthaltbarkeitsdaten prüfen, einfache Speisen ausgeben, reinigen und die Kasse abrechnen liegen meist bei einer einzelnen Person. Rechtlich sensibel sind Jugendschutz mit Altersprüfung, HACCP-Eigenkontrolle und Allergenauskunft. Der belegte Weg zu diesem Abschluss führt über die anerkannten Einzelhandelsberufe: Verkäufer/in in zwei Jahren, darauf aufbauend Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel im dritten Jahr.

Der häufigste Satz lautet: Ich mache das doch längst, warum zwei Jahre Schule? Ohne Abschluss bleibt deine Erfahrung unsichtbar, sobald ein Betrieb zwischen zwei Bewerbungen entscheidet oder Schichtverantwortung vergibt. Eine Kammerprüfung ändert das. Kaufmännisches Rechnen und Warenwirtschaft schrecken viele ab — dafür sind die 24 Monate da, Vorkenntnisse setzen die Maßnahmen nicht voraus. Die Zugangstexte nennen B2.

Was lernst du in diesem Kurs?

  • Modul 1: Verkauf, Beratung und Kassiervorgang (12 Wochen) – Das Einstiegsmodul behandelt den Kern der Tätigkeit: das Gespräch mit dem Kunden und den korrekten Kassiervorgang. Geübt werden Bedarfsermittlung, Empfehlung und der Umgang mit Beschwerden ebenso wie die Zahlungsarten und der Wechselgeldumgang. Ein eigener Schwerpunkt ist der Jugendschutz, weil die Altersprüfung beim Verkauf von Tabak und Alkohol persönlich haftungsrelevant ist. Die konkrete Modulstruktur legt der Bildungsträger fest; diese Übersicht beschreibt die fachlich üblichen Inhalte. Inhalte: Aufbau eines Verkaufsgesprächs, Bedarfsermittlung und Empfehlung, Umgang mit schwierigen Kundensituationen und Reklamationen, Kassiervorgang, Zahlungsarten, Kartenzahlung und Wechselgeld, Jugendschutz beim Verkauf von Tabak, Alkohol und Medien, Diebstahlprävention und Verhalten im Verdachtsfall.
  • Modul 2: Warenannahme, Lagerung und Bestandsführung (10 Wochen) – Ohne Warenkontrolle kein funktionierender Verkauf. Das Modul behandelt die Annahme und Prüfung von Lieferungen, die fachgerechte Lagerung einschließlich Kühlkette sowie den Umgang mit Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdaten. Ein zweiter Schwerpunkt ist die Bestandsführung: Inventur, Abschriften und Schwund sind im kleinflächigen Handel die Kennzahlen, an denen ein Betrieb steht oder fällt. Inhalte: Wareneingangskontrolle, Lieferschein und Reklamation gegenüber Lieferanten, Lagerarten, Kühlkette und sachgerechte Lagerung von Lebensmitteln, Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdatum, Umgang mit Retouren und Abschriften, Bestandsführung, Inventur und Schwundermittlung, Bestellrhythmen, Mindestbestände und Lieferantenauswahl.
  • Modul 3: Lebensmittelrecht, Hygiene und Kennzeichnung (10 Wochen) – Dieses Modul deckt die Regeln ab, die im Kiosk- und Imbissgeschäft am häufigsten geprüft werden. Behandelt werden Personalhygiene und die Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz, die Eigenkontrolle nach dem HACCP-Konzept, die Pflicht zur Allergenauskunft bei unverpackter Ware sowie die korrekte Preisauszeichnung. Wer diese Punkte beherrscht, ist für Betriebe deutlich attraktiver, weil hier die teuersten Fehler passieren. Inhalte: Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz und Personalhygiene, Lebensmittelhygiene und HACCP-Eigenkontrolle im Verkaufsbetrieb, Kennzeichnung von Allergenen und Zusatzstoffen, Auskunftspflichten, Preisangabenverordnung und korrekte Preisauszeichnung, Reinigung von Theke, Geräten und Verkaufsraum, Dokumentation.
  • Modul 4: Warenpräsentation, Sortiment und Werbung (10 Wochen) – Auf wenigen Quadratmetern entscheidet die Platzierung über den Umsatz. Das Modul behandelt den Aufbau eines Sortiments, die Pflege und Zweitplatzierung von Ware sowie die Vorbereitung und Auszeichnung von Aktionen. Dazu kommt der Blick auf die Abverkaufszahlen, weil sich erst daran zeigt, ob eine Sortimentsentscheidung getragen hat. Inhalte: Sortimentsaufbau, Kern- und Randsortiment, Saisonartikel, Platzierung, Regalpflege und Zweitplatzierung auf kleiner Fläche, Aktionen, Werbemittel und Preisauszeichnung im Aktionszeitraum, Kundenlaufwege und Impulskäufe im kleinflächigen Handel, Auswertung von Abverkaufszahlen.
  • Modul 5: Kaufmännisches Rechnen, Kalkulation und Abrechnung (12 Wochen) – Das Modul liefert das Rechenhandwerk des Berufs. Behandelt werden Prozent- und Dreisatzrechnung, die Kalkulation vom Einkaufs- zum Verkaufspreis sowie die umsatzsteuerlichen Besonderheiten, die im Imbissgeschäft regelmäßig auftreten – etwa der Unterschied zwischen Verzehr vor Ort und Mitnahme. Dazu kommen Kassenabschluss und Kassenbericht mit ihren Aufbewahrungspflichten. Inhalte: Prozent-, Dreisatz- und Zinsrechnung im Handelsalltag, Kalkulation vom Einkaufs- zum Verkaufspreis, Handelsspanne und Aufschlag, Umsatzsteuer im Einzelhandel, unterschiedliche Steuersätze bei Speisen, Kassenabschluss, Kassenbericht und Aufbewahrungspflichten, Umgang mit Kassendifferenzen.
  • Modul 6: Warenwirtschaftssysteme und Datenverarbeitung (10 Wochen) – Auch kleine Betriebe arbeiten heute mit elektronischer Kasse und Warenwirtschaft. Das Modul behandelt die Pflege von Artikelstammdaten und Preisen, den Umgang mit Barcodes, das Erzeugen von Bestellvorschlägen sowie das Lesen einfacher Auswertungen. Ergänzt wird das um die Datenschutzregeln, die beim Umgang mit Karten- und Kundendaten gelten. Die in den Zugangstexten geforderten EDV-Grundkenntnisse werden hier praktisch angewendet. Inhalte: Aufbau und Bedienung von Kassen- und Warenwirtschaftssystemen, Artikelstammdaten, Barcodes und Preispflege, Bestellvorschläge und Schnittstellen zu Lieferanten, Auswertungen und einfache Kennzahlen aus dem System, Datenschutz und Umgang mit Kunden- und Kartendaten.
  • Modul 7: Wirtschafts- und Sozialkunde, Praxisphase und Prüfungsvorbereitung (12 Wochen) – Das Abschlussmodul verbindet den Prüfungsstoff Wirtschafts- und Sozialkunde mit der betrieblichen Praxis und der gezielten Prüfungsvorbereitung. Im Betrieb wird an Kasse, Theke und im Verkaufsraum mitgearbeitet, im Unterricht werden Prüfungsaufgaben unter Zeitvorgabe geübt und das fallbezogene Fachgespräch trainiert. Prüfungsformat und Umfang der Vorbereitung bestimmt der Träger in Abstimmung mit der zuständigen Kammer. Inhalte: Berufsbildung, Arbeitsrecht und Arbeitsschutz im Einzelhandel, Betriebsformen des Handels und Stellung des Betriebs im Markt, Mitarbeit im Praxisbetrieb an Kasse, Theke und im Verkaufsraum, Übungsprüfungen zu Fachtheorie und kaufmännischem Rechnen, Fallbezogenes Fachgespräch und Bewerbungsvorbereitung.

Lernziele:

  • Der Abschluss ist eine Kammerprüfung und keine Teilnahmebescheinigung: Verkäufer/in beziehungsweise Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel sind bundesweit anerkannte Ausbildungsberufe.
  • Die Qualifikation ist breiter verwertbar als die Tätigkeit selbst – sie gilt im gesamten Einzelhandel und nicht nur am Kiosk oder Imbiss.
  • Kein Berufsabschluss nötig: Wer jahrelang angelernt hinter der Theke stand, kann diese Erfahrung damit endlich belegen.
  • Vollzeit und Teilzeit sind beide belegt, ebenso hybride Lernformate – das macht die Qualifizierung mit Betreuungsaufgaben oder Nebenjob vereinbar.
  • Mit 131 erfassten Terminen bei 10 Angeboten starten die Kurse sehr häufig, sodass Wartezeiten auf den nächsten Kursbeginn tendenziell kurz ausfallen.

Für wen ist der Kurs geeignet?

Das erfasste Angebot passt zu Menschen, die im Verkauf arbeiten oder dort einsteigen wollen und dafür einen anerkannten Abschluss brauchen – gerade dann, wenn sie bereits jahrelang an Theke, Kasse oder im Verkaufsraum gestanden haben, ohne dass es einen Nachweis dafür gäbe. Weil sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitangebote und neben Präsenzunterricht auch hybride Formate dokumentiert sind, lässt sich der Weg an Betreuungsaufgaben oder eine laufende Beschäftigung anpassen. Nicht geeignet ist er für alle, die eine kurze Anlernqualifizierung suchen: Die belegte Laufzeit liegt bei rund 24 Monaten, weil am Ende eine Kammerprüfung steht und kein Kurszertifikat.

  • Angelernte Verkaufskräfte aus Kiosk, Imbiss, Tankstellenshop oder Lebensmittelhandel ohne Berufsabschluss
  • Quereinsteigende, die einen abschlussorientierten Einstieg in den Einzelhandel suchen
  • Menschen mit Betreuungsaufgaben, für die eine Teilzeitvariante oder ein hybrides Format die Bedingung ist
  • Weniger geeignet für alle, die eine kurze Anlernmaßnahme statt einer zweijährigen Umschulung mit Kammerprüfung suchen
Voraussetzungen:

Ein Berufsabschluss ist nicht erforderlich – die Umschulung führt selbst zu einem anerkannten Abschluss. Über die Aufnahme entscheidet der Bildungsträger, bei geförderten Plätzen gemeinsam mit der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter. Die Träger verlangen Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2 und EDV-Grundkenntnisse; ein Teil verweist zusätzlich auf einen Schulabschluss und/oder eine abgeschlossene Berufsausbildung oder mehrjährige Berufserfahrung und behält sich eine Eignungsüberprüfung vor Ort vor. Mehrfach ausdrücklich erwähnt wird das Angebot eines persönlichen Gesprächs zur Abklärung der individuellen Teilnahmevoraussetzungen – nutzen Sie das, statt sich von einer Formulierung abschrecken zu lassen.

  • Kein Berufsabschluss vorausgesetzt – die erfassten Maßnahmen führen selbst zum Abschluss
  • Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2 sowie EDV-Grundkenntnisse laut den Zugangstexten der Träger
  • Teils Schulabschluss, abgeschlossene Ausbildung oder mehrjährige Berufserfahrung, teils Eignungsüberprüfung vor Ort
  • Gesundheitliche Eignung für Arbeit im Stehen sowie – bei Lebensmittelverkauf – die Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz
  • Bereitschaft zu rund 24 Monaten Qualifizierung, wahlweise in Vollzeit oder Teilzeit

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Präsenz- und Onlineanteile (kombinierte Lernform)

24 Monate in Voll- oder Teilzeit – belegter Durchschnitt der Angebote

Betriebspraktikum: Betriebliche Praxisphasen sind bei diesen Umschulungen fester Bestandteil und finden im Verkaufsraum eines echten Betriebs statt – Kassieren, Beraten und Warenpflege lassen sich nicht simulieren. Üblich ist ein Wechsel aus Unterrichts- und Praxisblöcken mit einem längeren Abschnitt gegen Ende. Umfang und Lage legt der Bildungsträger fest; klären Sie vorab, ob die Praxisstelle vermittelt wird und ob eine Stelle im Lebensmittel- oder Convenience-Handel möglich ist, wenn Sie den Kiosk- und Imbissbereich anstreben.

Zwischenprüfung beziehungsweise Teil 1 der Abschlussprüfung, in der Regel nach etwa der Hälfte der Maßnahme. Geprüft werden die Grundlagen von Verkauf, Warenannahme und Kassiervorgang, überwiegend schriftlich. Bei den zweijährigen Verkäuferberufen geht dieser Teil je nach Prüfungsordnung in das Gesamtergebnis ein – lassen Sie sich das vom Träger für Ihren konkreten Abschluss bestätigen.

Abschlussprüfung mit schriftlichen Prüfungsbereichen zu Verkauf und Marketing, Warenwirtschaft und Kundenkommunikation sowie zu Wirtschafts- und Sozialkunde, ergänzt um eine mündliche, fallbezogene Prüfung. In dieser praktischen Prüfungssituation wird ein Verkaufsgespräch oder ein handlungsbezogener Fall bearbeitet und anschließend fachlich begründet. Wer den dreijährigen Abschluss Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel anstrebt, absolviert zusätzlich die Prüfungsteile des dritten Ausbildungsjahres.

Prüfende Stelle: Kammerprüfung vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer. Welche Kammer zuständig ist und wann geprüft wird, lassen Sie sich vor der Anmeldung schriftlich bestätigen.. Offizieller Abschluss: Verkäufer/Verkäuferin beziehungsweise Verkäufer*in IHK oder Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel – abhängig davon, welchen dieser Abschlüsse das gewählte Angebot ansteuert. Kiosk-/Imbissverkäufer/in ist demgegenüber eine Tätigkeitsbezeichnung und kein prüfbarer Abschluss..

Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ist bei dieser Umschulung möglich. Die Bewilligung ist eine Einzelfallentscheidung nach Paragraf 81 SGB III und hängt von Ihrer persönlichen Situation, der arbeitsmarktlichen Notwendigkeit und der AZAV-Zertifizierung der Maßnahme ab – eine Zusage vorab gibt es nicht. Von den 10 Angeboten liegt ein Teil über 10.000 Euro, ein Teil bis 500 Euro, ein Teil nennt den Preis erst auf Anfrage. Achten Sie bei der niedrigen Preisstufe darauf, ob es sich tatsächlich um eine abschlussorientierte Umschulung oder nur um eine kurze Teilqualifizierung handelt – für die Förderung und für Ihren Abschluss macht das den entscheidenden Unterschied. Sprechen Sie deshalb frühzeitig mit Ihrer Vermittlungsfachkraft, bevor Sie sich auf einen Lehrgang festlegen.

Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu ALG oder Bürgergeld, sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Die Nachfrage ist belegt: In den letzten 365 Tagen sind 267 offene Stellen zum Zielberuf erfasst; die Zahl unterschätzt den Bedarf, weil Kiosk- und Shopstellen oft über Aushang und Empfehlung besetzt werden. Entscheidend ist die Breite des Abschlusses: Als Verkäufer/in oder Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel steht der gesamte Lebensmittel-, Getränke- und Convenience-Handel offen. Angebotsseite: 8 Anbieter mit 10 Angeboten, dahinter 131 Termine.

Schicht-, Nacht- und Feiertagszuschläge an Verkehrsknotenpunkten (Bahnhöfe, Flughäfen) steigern das Monatsentgelt.

  • Einstieg: ca. 25.000–28.000 €
  • Mit Berufserfahrung: ca. 28.000–34.000 €
  • Spezialist oder Leitung: ca. 35.000–42.000 €
  • Typische Tätigkeitsfelder: Verkauf und Kundenberatung im kleinflächigen Handel, Kassenführung, Abrechnung und Umgang mit unterschiedlichen Zahlungsarten, Warenannahme, Lagerung und Bestandsführung einschließlich Inventur, Warenpräsentation, Regalpflege und Vorbereitung von Aktionen, Ausgabe und Zubereitung einfacher Speisen und Getränke im Imbissbereich, Umsetzung von Jugendschutz, Hygiene- und Kennzeichnungsvorgaben, Bestellwesen und Abstimmung mit Lieferanten
  • Typische Arbeitgeber: Kioske, Trinkhallen und Zeitschriftenhandel, Imbiss- und Schnellgastronomiebetriebe, Tankstellenshops und Convenience-Märkte, Lebensmitteleinzelhandel und Getränkemärkte, Handel an Bahnhöfen, Flughäfen und Raststätten, Bäckerei- und Metzgereifilialen mit Verkaufstheke, Kantinen- und Automatenbetreiber mit Verkaufsstellen

Welche Förderung passt zu dir?

Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Verkauf und Kundenberatung im kleinflächigen Handel
  • Kassenführung, Abrechnung und Umgang mit unterschiedlichen Zahlungsarten
  • Warenannahme, Lagerung und Bestandsführung einschließlich Inventur
  • Warenpräsentation, Regalpflege und Vorbereitung von Aktionen
  • Ausgabe und Zubereitung einfacher Speisen und Getränke im Imbissbereich
  • Umsetzung von Jugendschutz, Hygiene- und Kennzeichnungsvorgaben

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gibt es überhaupt eine Ausbildung zum Kiosk- oder Imbissverkäufer?

Nein, das ist kein anerkannter Ausbildungsberuf, sondern eine Tätigkeitsbezeichnung. Der belegte Qualifizierungsweg führt über die anerkannten Einzelhandelsberufe: In unserer Marktdatenbank sind zu diesem Feld die Abschlüsse Verkäufer/Verkäuferin, Verkäufer*in IHK und Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel dokumentiert, durchgehend mit IHK-Prüfung. Das ist für Sie ein Vorteil, weil ein Kammerabschluss im gesamten Handel gilt und nicht nur in einem Kiosk oder Imbiss anerkannt wird.

Verkäufer/in oder Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel – was ist der Unterschied?

Verkäufer/in ist der zweijährige Abschluss und deckt Verkauf, Kasse, Warenannahme und Warenpräsentation ab. Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel dauert ein Jahr länger und ergänzt kaufmännische Steuerung, Personal- und Marketingthemen; wer den Verkäuferabschluss hat, kann das dritte Jahr anschließen. Die in unseren Daten belegte Laufzeit von 716 Tagen entspricht der zweijährigen Variante. Welchen der beiden Abschlüsse ein konkretes Angebot ansteuert, sollten Sie sich vor der Anmeldung schriftlich geben lassen.

Wie lange dauert die Umschulung und geht sie in Teilzeit?

Die Laufzeit beträgt 716 Tage, also rund 24 Monate. Als Unterrichtszeit kommen sowohl Vollzeit als auch Teilzeit vor, als Unterrichtsform Präsenzunterricht, sonstige Präsenzveranstaltungen, Hybrid Learning und weitere kombinierte Lernformen. Wenn Sie auf Teilzeit oder auf einen Online-Anteil angewiesen sind, sagen Sie das im Beratungsgespräch ausdrücklich – die Auswahl ist mit 8 Anbietern überschaubar, aber die Formate unterscheiden sich deutlich.

Was kostet die Umschulung und wird sie gefördert?

Die Kostenangaben streuen in unseren Daten stark: Ein Teil der Angebote weist über 10.000 Euro aus, ein Teil bis 500 Euro – der niedrige Bereich deutet auf kurze Teilqualifizierungen und nicht auf eine vollständige Umschulung hin –, und bei einem Teil ist keine Preisangabe hinterlegt. Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ist bei Umschulungen ein realistischer Weg, aber immer eine Einzelfallentscheidung nach Paragraf 81 SGB III. Klären Sie das vorab mit Ihrer Vermittlungsfachkraft.

Ich arbeite seit Jahren an der Theke – muss ich trotzdem zwei Jahre lernen?

Berufserfahrung wird in der Regel nicht auf die Maßnahmendauer angerechnet, weil die Prüfungsordnung feste Inhalte verlangt. Es gibt aber einen zweiten Weg, den Sie prüfen sollten: die Zulassung zur Externenprüfung bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer, wenn Sie eine ausreichend lange einschlägige Berufspraxis nachweisen können. Ob das für Sie in Frage kommt, klärt die Kammer, nicht der Bildungsträger. Mehrere Träger bieten außerdem ein persönliches Gespräch zur Abklärung der individuellen Voraussetzungen an.

Welche Deutschkenntnisse und Vorkenntnisse werden verlangt?

Die Träger nennen Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2 sowie EDV-Grundkenntnisse. Ein Teil der Träger verweist zusätzlich auf einen Schulabschluss, eine abgeschlossene Berufsausbildung oder mehrjährige Berufserfahrung und behält sich eine Eignungsüberprüfung vor Ort vor. Ein Berufsabschluss ist aber keine zwingende Voraussetzung – die Maßnahme führt selbst dorthin. Das Sprachniveau ist praktisch begründet: Die Abschlussprüfung enthält schriftliche Teile, und im Verkaufsgespräch muss ohne Vorbereitungszeit reagiert werden.

Wie viele Anbieter gibt es und nennen Sie mir die Namen?

Wir kennen 8 Anbieter mit 10 Angeboten und 131 Terminen. Die hohe Terminzahl bei wenigen Angeboten bedeutet, dass diese Träger sehr häufig starten – Wartezeiten auf den nächsten Kursbeginn sind dadurch tendenziell kurz. Anbieternamen und Standorte veröffentlichen wir nicht. Stellen Sie Ihre Anfrage über uns: Wir gleichen Region, gewünschte Unterrichtszeit, Startterminlage und Förderweg mit den vorliegenden Angeboten ab und melden uns mit den passenden Optionen zurück.