Kaufmännisch & Verwaltung
IHK-Prüfung

Umschulung Verkaufsberater/-in (Abschluss: Verkäufer/-in IHK)

Verkaufsberaterinnen und Verkaufsberater arbeiten im Kundenkontakt des Einzel- und Fachhandels. Kern ist das Beratungsgespräch: Bedarf ermitteln, aus dem Sortiment die passende Lösung auswählen, Preisunterschiede erklären, zum Abschluss führen.

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Dauer21 MonateOrientierung; Angebot prüfen
FormatOnline & Präsenzje nach Angebot
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Bildungsgutschein als Förderweg möglich; Zulassung des Angebots und persönliche Bewilligung prüfen.

Worum geht es in diesem Kurs?

Verkaufsberaterinnen und Verkaufsberater arbeiten im Kundenkontakt des Einzel- und Fachhandels. Kern ist das Beratungsgespräch: Bedarf ermitteln, aus dem Sortiment die passende Lösung auswählen, Preisunterschiede erklären, zum Abschluss führen. Dafür brauchen sie Warenkenntnis – Materialien, Funktionen, Pflege, Gewährleistung. Dazu kommt der Warenprozess: Lieferungen prüfen, Bestände kontrollieren, Ware auszeichnen, Regale und Aktionsflächen bestücken, Inventur. An der Kasse wickeln sie Zahlungen ab und bearbeiten Umtausch und Reklamation. Der Alltag ist getaktet, körperlich aktiv und oft von Spät- und Samstagsdiensten geprägt.

„Verkaufen kann doch jeder“ – genau deshalb lohnt der Abschluss: Er unterscheidet dich formal von den ungelernten Kräften, mit denen du um dieselbe Stelle konkurrierst. Stehst du seit Jahren an der Kasse, ohne dass es im Lebenslauf auftaucht, schließt dieser Weg die Lücke. Zwei Punkte prüfe nüchtern: Die Arbeit findet überwiegend im Stehen statt, mehrere Träger verlangen gesundheitliche Eignung. Und 638 Tage sind lang.

Was lernst du in diesem Kurs?

  • Modul 1: Verkaufsgespräch und Kundenberatung (12 Wochen) – Das Verkaufsgespräch ist die Kernleistung des Berufs und zugleich Gegenstand des praktischen Prüfungsteils. Geübt werden Gesprächsaufbau, Bedarfsermittlung und Argumentation ebenso wie der Umgang mit Einwänden und angespannten Situationen. Die konkrete Modulstruktur legt der Bildungsträger fest; diese Übersicht beschreibt die fachlich üblichen Inhalte des Berufsfeldes. Inhalte: Gesprächsaufbau, Bedarfsermittlung und aktives Zuhören, Warenvorlage, Nutzenargumentation und Preisdarstellung, Einwandbehandlung und Abschlusstechniken, Zusatz- und Ergänzungsverkauf, Umgang mit schwierigen Kundensituationen.
  • Modul 2: Warenkunde und Sortimentsgestaltung (12 Wochen) – Ohne Warenkenntnis bleibt Beratung Behauptung. Das Modul behandelt Sortimentsaufbau und Qualitätsmerkmale sowie die rechtlichen Kennzeichnungspflichten und verbindet das mit der Frage, wie Ware im Raum platziert wird, damit sie gefunden und gekauft wird. Inhalte: Sortimentsaufbau, Warengruppen und Sortimentstiefe, Materialien, Qualitätsmerkmale und Kennzeichnungspflichten, Warenpräsentation, Zweitplatzierung und Aktionsflächen, Saison- und Aktionsplanung im Verkaufsraum, Erkennen von Renner- und Ladenhüterartikeln.
  • Modul 3: Kasse, Zahlungsverkehr und Reklamation (12 Wochen) – An der Kasse treffen Geldverantwortung und Rechtsfragen zusammen. Behandelt werden Kassiervorgänge und Kassenabschluss ebenso wie die Unterscheidung von Gewährleistung, Garantie und Kulanz – eine Unterscheidung, an der im Alltag viele Konflikte hängen. Inhalte: Kassiervorgänge bar und unbar, Kassensysteme, Kassenabschluss, Differenzen und Belegpflichten, Umtausch, Gutschrift und Rückabwicklung, Gewährleistung, Garantie und Widerrufsrecht, Beschwerdebearbeitung und Eskalationswege.
  • Modul 4: Warenwirtschaft, Bestand und Inventur (10 Wochen) – Der Warenprozess bestimmt, ob der Verkaufsraum funktioniert. Das Modul behandelt Warenannahme und Mängelrüge, die Bestandsführung im System sowie Inventur und den Umgang mit Schwund – Themen, die in der schriftlichen Prüfung regelmäßig auftauchen. Inhalte: Warenannahme, Wareneingangskontrolle und Mängelrüge, Bestandsführung im Warenwirtschaftssystem, Bestellvorschläge, Mindestbestände und Nachdisposition, Inventurvorbereitung und -durchführung, Umgang mit Bruch, Schwund und Retouren.
  • Modul 5: Rechnen im Handel und Kalkulation (10 Wochen) – Hier wird das Rechnen des Handels geübt, von der Kalkulation eines Verkaufspreises bis zur Spannen- und Kennzahlenrechnung. Ziel ist, den wirtschaftlichen Hintergrund einer Preisentscheidung zu verstehen, statt Preise nur abzulesen. Inhalte: Grundlagen des kaufmännischen Rechnens, Handelskalkulation: Bezugs-, Selbstkosten- und Verkaufspreis, Rabatte, Skonti und Spannenrechnung, Umsatz-, Rohertrags- und Kennzahlenermittlung, Preisauszeichnung und Preisangabenpflichten.
  • Modul 6: Wirtschafts- und Sozialkunde, Praxisphase und Prüfungsvorbereitung (8 Wochen) – Zum Abschluss werden die Prüfungsgebiete gebündelt wiederholt und die Erfahrungen aus den Praxisphasen ausgewertet. Das fallbezogene Fachgespräch wird mehrfach simuliert und ausgewertet, weil es den praktischen Prüfungsteil bildet und viele Prüflinge dort Punkte verschenken. Inhalte: Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht im Einzelhandel, Arbeitsschutz, Hygiene und Sicherheit im Verkaufsraum, Auswertung der betrieblichen Praxisphasen, Wiederholung der schriftlichen Prüfungsgebiete, Simulation des fallbezogenen Fachgesprächs.

Lernziele:

  • Der Weg führt zu einem staatlich anerkannten Berufsabschluss mit Kammerprüfung und schließt damit genau die Lücke, die ungelernte Handelskräfte im Lebenslauf haben.
  • Auf der Nachfrageseite sind in den letzten 365 Tagen 8.385 offene Stellen erfasst – die höchste Nachfragezahl in diesem Berufsfeld und ein deutliches Signal für gute Vermittlungsaussichten.
  • Die Zugangshürden sind niedrig: mindestens Hauptschulabschluss, alternativ Berufserfahrung im Verkauf oder ein abgebrochenes Studium.
  • Angeboten werden sowohl Vollzeit als auch Teilzeit, ebenso Blended Learning – das macht den Weg auch mit Betreuungsaufgaben planbar.
  • Mit rund 21 Monaten ist die Laufzeit kürzer als bei den dreijährigen kaufmännischen Berufen, und der Abschluss lässt sich später auf den Kaufmann im Einzelhandel aufsatteln.

Für wen ist der Kurs geeignet?

Der Weg passt zu Menschen, die im direkten Kundenkontakt arbeiten wollen und dafür eine anerkannte Grundlage brauchen – etwa weil sie seit Jahren als Aushilfe, Springerin oder ungelernte Kraft im Handel arbeiten und diese Erfahrung endlich formal absichern möchten. Neben Vollzeit gibt es die Umschulung auch in Teilzeit und als Blended Learning, sie ist damit auch mit Betreuungsaufgaben oder gesundheitlichen Einschränkungen im Zeitumfang machbar. Geeignet ist sie außerdem für Umsteigende aus Gastronomie, Logistik oder Dienstleistung, die Kundenkontakt gewohnt sind. Wer dagegen eine überwiegend sitzende Bürotätigkeit sucht oder Wochenend- und Spätdienste ausschließt, sollte den Einzelhandel als Zielbranche kritisch prüfen, weil beides zum Alltag gehört.

  • Ungelernte Beschäftigte im Handel, die ihre Praxis in einen anerkannten Abschluss überführen wollen
  • Umsteigende aus Gastronomie, Logistik oder Dienstleistung mit Erfahrung im Kundenkontakt
  • Menschen mit Betreuungsaufgaben, für die eine Teilzeitvariante infrage kommt.
  • Weniger geeignet für alle, die Schicht-, Spät- und Samstagsdienste ausschließen oder eine sitzende Bürotätigkeit suchen
Voraussetzungen:

Ein Berufsabschluss ist nicht erforderlich – die Umschulung führt selbst zu einem anerkannten Abschluss. Als Untergrenze gilt mindestens ein Hauptschulabschluss, teils ausdrücklich ein guter Hauptschulabschluss; alternativ werden ein bereits vorhandener Berufsabschluss, mehrjährige Berufserfahrung im Verkauf oder ein abgebrochenes Studium akzeptiert. Erwartet werden außerdem ein sicherer Umgang mit der deutschen Sprache, ein gepflegtes Auftreten sowie erkennbares Interesse an einer Tätigkeit im Verkauf. Mehrere Träger verlangen zusätzlich die gesundheitliche Eignung, weil die Arbeit überwiegend im Stehen und mit Warenbewegung verbunden ist. Über die Aufnahme entscheidet der Bildungsträger, bei geförderten Plätzen gemeinsam mit der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter.

  • Kein Berufsabschluss vorausgesetzt – die Maßnahme führt selbst zum Kammerabschluss
  • Mindestens Hauptschulabschluss, alternativ Berufserfahrung im Verkauf oder ein abgebrochenes Studium
  • Sicherer Umgang mit der deutschen Sprache, weil Beratung und Reklamation mündlich stattfinden
  • Gesundheitliche Eignung für Tätigkeit überwiegend im Stehen und mit Warenbewegung
  • Bereitschaft zu rund 21 Monaten Qualifizierung – in den Angeboten sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit dokumentiert

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Präsenz- und Onlineanteile (kombinierte Lernform)

21 Monate in Voll- oder Teilzeit – belegter Durchschnitt der Angebote

Betriebspraktikum: Die erfassten Maßnahmen laufen über rund 638 Tage. Betriebliche Praxisphasen im Einzelhandel gehören fest dazu, weil Warenannahme, Kassenabwicklung, Inventur und Kundenberatung nur am Verkaufsort erlernbar sind; sie werden häufig in mehreren Blöcken über die Laufzeit verteilt. Umfang und Lage legt der Bildungsträger fest. Fragen Sie ausdrücklich, ob Praktikumsplätze vermittelt werden – gerade im Einzelhandel entscheidet der Praxisbetrieb häufig direkt über die anschließende Übernahme.

Schriftlicher Prüfungsteil vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer. Geprüft werden die kaufmännischen Gebiete des Berufsbildes, üblicherweise Verkauf und Marketing, Warenwirtschaft und Kalkulation sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.

Praktischer Prüfungsteil, in der Regel als fallbezogenes Fachgespräch zu einer Verkaufs- oder Warenwirtschaftssituation. Den verbindlichen Zuschnitt regelt die Prüfungsordnung der zuständigen Kammer.

Prüfende Stelle: Zuständige Industrie- und Handelskammer.. Offizieller Abschluss: Nach bestandener Prüfung führen Sie die Berufsbezeichnung Verkäufer beziehungsweise Verkäuferin (IHK). Der Abschluss ist bundesweit anerkannt; er kann später als Grundlage für die Fortsetzung zum Kaufmann beziehungsweise zur Kauffrau im Einzelhandel dienen..

Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ist möglich, weil die Maßnahme zu einem anerkannten Berufsabschluss führt. Die Bewilligung ist eine Einzelfallentscheidung nach § 81 SGB III und hängt unter anderem von Ihrer persönlichen Situation, der Arbeitsmarktlage und der AZAV-Zertifizierung von Träger und Maßnahme ab – eine Zusage vorab gibt es nicht. Die Kosten liegen bei einem Teil der Kurse über 10.000 Euro; sonst nennt der Träger den Preis. Für Beschäftigte im Handel kann daneben eine Förderung über das Qualifizierungschancengesetz in Betracht kommen; das prüft die Agentur für Arbeit gesondert.

Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu ALG oder Bürgergeld, sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

In den letzten 365 Tagen sind 8.385 offene Stellen erfasst – die höchste Zahl unter den hier dokumentierten kaufmännischen Umschulungen. Die Kehrseite: Viele dieser Stellen konkurrieren mit ungelernten Bewerbungen, und tarifgebundene und nicht tarifgebundene Häuser unterscheiden sich erheblich. Der Abschluss ist das Unterscheidungsmerkmal. Dem stehen nur 10 Anbieter mit 10 Angeboten und 12 Terminen gegenüber.

Im Fachhandel (z.B. Elektronik, Möbel, Baustoffe) werden höhere Gehälter erzielt als im Lebensmittel-Discounter.

  • Einstieg: ca. 25.000–30.000 €
  • Mit Berufserfahrung: ca. 30.000–38.000 €
  • Spezialist oder Leitung: ca. 41.000–52.000 €
  • Typische Tätigkeitsfelder: Kundenberatung und Verkauf im Einzel- und Fachhandel, Kassenabwicklung, Kassenabschluss und Zahlungsverkehr, Warenannahme, Bestandsführung und Nachdisposition, Warenpräsentation, Preisauszeichnung und Aktionsflächen, Reklamations- und Umtauschbearbeitung, Mitwirkung bei Inventur und Bestandskontrolle, Sonderbestellungen, Terminvereinbarung und Nachbetreuung
  • Typische Arbeitgeber: Filialisten des Lebensmittel- und Drogeriehandels, Beratungsintensiver Fachhandel für Sport, Möbel, Elektro oder Bau, Bekleidungs- und Schuhhandel, Inhabergeführte Fachgeschäfte und Fachmärkte, Bau- und Gartenmärkte, Handelsbetriebe mit Abhol- und Servicestationen aus dem Onlinegeschäft, Verkaufsstellen in Verkehrs-, Freizeit- und Tankstellenumfeldern

Welche Förderung passt zu dir?

Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Kundenberatung und Verkauf im Einzel- und Fachhandel
  • Kassenabwicklung, Kassenabschluss und Zahlungsverkehr
  • Warenannahme, Bestandsführung und Nachdisposition
  • Warenpräsentation, Preisauszeichnung und Aktionsflächen
  • Reklamations- und Umtauschbearbeitung
  • Mitwirkung bei Inventur und Bestandskontrolle

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Warum heißt der Beruf Verkaufsberater, der Abschluss aber Verkäufer/-in?

Verkaufsberater beziehungsweise Verkaufsberaterin ist eine im Handel übliche Stellenbezeichnung, kein eigener Prüfungsabschluss. Die in unserer Marktdatenbank erfassten Umschulungen führen deshalb durchgehend zum staatlich anerkannten Ausbildungsberuf Verkäufer/Verkäuferin mit Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Für Sie ist das ein Vorteil: Der Abschluss ist bundesweit bekannt und lässt sich später zum Kaufmann beziehungsweise zur Kauffrau im Einzelhandel fortsetzen.

Wie lange dauert die Umschulung und geht sie auch in Teilzeit?

Die Laufzeit beträgt 638 Tage, also rund 21 Monate. Angeboten werden sowohl Vollzeit als auch Teilzeit, ebenso Präsenzunterricht und Blended Learning. Eine Teilzeitvariante ist damit realistisch, aber nicht bei jedem Anbieter verfügbar – wenn Sie darauf angewiesen sind, sollten Sie das gleich zu Beginn der Anfrage nennen, damit die Suche nicht an einer Formalie scheitert.

Wie stehen die Chancen auf eine Stelle nach dem Abschluss?

Auf der Nachfrageseite sind in den letzten 365 Tagen 8.385 offene Stellen zu diesem Zielberuf erfasst – eine hohe und über das Jahr verteilte Nachfrage. Entscheidend ist weniger die Zahl der Stellen als die Frage, wo Sie sich bewerben: Im beratungsintensiven Fachhandel wird der anerkannte Abschluss samt Warenkenntnis honoriert, während einfache Verkaufstätigkeiten stark mit ungelernten Bewerbungen konkurrieren. Nutzen Sie die Praxisphase gezielt für diese Weichenstellung.

Was kostet die Umschulung und kann sie gefördert werden?

Beim Kostenrahmen liegt teils keine Angabe vor, teils eine Einordnung über 10.000 Euro; den genauen Preis nennt der Träger. Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ist bei einer Umschulung mit anerkanntem Abschluss ein realistischer Weg, wird aber nach § 81 SGB III im Einzelfall geprüft, unter anderem nach arbeitsmarktlicher Notwendigkeit und AZAV-Zertifizierung. Eine pauschale vollständige Kostenübernahme können wir nicht zusichern.

Ist die Arbeit körperlich anstrengend?

Ja, in relevantem Umfang. Die Tätigkeit findet überwiegend im Stehen statt, umfasst Warenbewegung, Regalpflege und häufig das Heben von Gebinden. Mehrere der Angebote verlangen deshalb ausdrücklich eine gesundheitliche Eignung. Wenn Sie Einschränkungen haben, sprechen Sie das früh an – es gibt Sortimente und Betriebstypen mit deutlich geringerer körperlicher Belastung, etwa im beratungsintensiven Fachhandel.

Wie viele Anbieter gibt es und wie schnell kann ich starten?

Zu diesem Zielberuf gibt es 10 Anbieter mit 10 Angeboten, aber nur 12 Terminen. Das ist eine ausgesprochen dünne Termindichte – Startmöglichkeiten sind selten und regional ungleich verteilt. Wer einen bestimmten Zeitraum anpeilt, sollte daher früh anfragen; wir gleichen dann Region, Startzeitpunkt und Förderlage mit den passenden Angeboten ab. Anbieternamen und Standorte veröffentlichen wir nicht.