Kaufmännisch & Verwaltung
IHK-Prüfung

Umschulung Industriekaufmann/-frau

Industriekaufleute steuern die kaufmännischen Abläufe eines produzierenden Unternehmens von der Beschaffung bis zum Zahlungseingang. In der Materialwirtschaft holen sie Angebote ein, vergleichen Lieferanten und überwachen Liefertermine und Bestände.

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Auf einen Blick

Dauer27 MonateOrientierung; Angebot prüfen
FormatOnline & Präsenzje nach Angebot
Kostenkeine Preisangabe hinterlegtKonkreten Angebotspreis erfragen
Bildungsgutschein als Förderweg möglich; Zulassung des Angebots und persönliche Bewilligung prüfen.

Worum geht es in diesem Kurs?

Industriekaufleute steuern die kaufmännischen Abläufe eines produzierenden Unternehmens von der Beschaffung bis zum Zahlungseingang. In der Materialwirtschaft holen sie Angebote ein, vergleichen Lieferanten und überwachen Liefertermine und Bestände. In der Produktionswirtschaft planen sie Mengen und Kapazitäten mit und stimmen Fertigungstermine mit Vertrieb und Fertigung ab. Im Absatz kalkulieren sie Verkaufspreise, bearbeiten Aufträge und klären Reklamationen. Dazu kommt das Rechnungswesen: buchen, Kosten zuordnen, Deckungsbeiträge ermitteln, Abschlüsse aufbereiten. Der Beruf ist eine Querschnittsfunktion — später sind Einkauf, Vertriebsinnendienst, Controlling oder Personal möglich.

27 Monate klingen nach sehr viel, und sie sind es auch. Die belegte Laufzeit liegt bei 822 Tagen, darin steckt neben dem Unterricht eine betriebliche Praxisphase. Mitbringen musst du nichts außer der Bereitschaft, wieder in einen Lernrhythmus zu kommen. Erfahrungsgemäß tut das Rechnungswesen zuerst weh, weil es tägliche Übung verlangt. Frag vor der Anmeldung nach Stundenzahl, Stützunterricht, prüfender Kammer und Praktikumsorganisation.

Was lernst du in diesem Kurs?

  • Modul 1: Betriebswirtschaftliche Grundlagen und Rechtsrahmen (10 Wochen) – Der Einstieg klärt, wie ein Industriebetrieb aufgebaut ist und nach welchen Regeln er handelt. Behandelt werden Organisation und Ziele des Unternehmens, die wichtigsten Rechtsformen und der rechtliche Rahmen, in dem kaufmännische Entscheidungen fallen – vom Zustandekommen eines Kaufvertrags bis zu den Folgen von Lieferverzug und Mängeln. Die konkrete Modulstruktur legt der Bildungsträger fest; diese Übersicht beschreibt die fachlich üblichen Inhalte. Inhalte: Aufbau- und Ablauforganisation von Industriebetrieben, Rechtsformen, Unternehmensziele und betriebliche Kennzahlen, Grundzüge des Vertragsrechts und Kaufvertragsstörungen, Berufsbildungsrecht, Arbeitsschutz und betriebliche Mitbestimmung.
  • Modul 2: Beschaffung und Materialwirtschaft (10 Wochen) – Hier lernen Sie den Beschaffungsprozess vom Bedarf bis zur Rechnungsprüfung. Im Zentrum stehen der rechnerische Angebotsvergleich, die Frage, wann welche Bestellmenge wirtschaftlich ist, und der Umgang mit Störungen in der Lieferkette. Das Modul verbindet Rechenverfahren mit den kommunikativen Aufgaben gegenüber Lieferanten. Inhalte: Bedarfsermittlung, Bestellmengen und Bestandsführung, Angebotsvergleich nach quantitativen und qualitativen Kriterien, Lieferantenauswahl, Rahmenverträge und Lieferantenbewertung, Wareneingang, Reklamationsbearbeitung und Lagerkennzahlen.
  • Modul 3: Produktionswirtschaft und Leistungserstellung (8 Wochen) – Das Modul erklärt, wie aus einem Kundenauftrag ein fertiges Produkt wird und welche kaufmännischen Entscheidungen den Ablauf steuern. Behandelt werden Planung von Mengen und Terminen, die Wirkung von Kapazitätsengpässen und die Kennzahlen, mit denen die Fertigung gesteuert wird. Für Umschülerinnen und Umschüler aus Produktionsberufen ist dies oft der Teil, an dem sich vorhandene Erfahrung auszahlt. Inhalte: Produktionsplanung, Kapazitäten und Termine, Fertigungsverfahren und Auftragsdurchlauf, Qualitätsmanagement und Kennzahlen der Fertigung, Schnittstellen zwischen Einkauf, Fertigung und Vertrieb.
  • Modul 4: Absatz, Vertrieb und Marketing (9 Wochen) – Im Absatzmodul geht es um den Weg vom Angebot bis zur Rechnung. Sie kalkulieren Verkaufspreise, arbeiten mit Konditionen und lernen, wie Vertriebsinnendienst und Außendienst zusammenspielen. Ergänzt wird das um Marketinggrundlagen und um die Besonderheiten des Auslandsgeschäfts, das für viele Industriebetriebe den Hauptteil des Umsatzes ausmacht. Inhalte: Angebots- und Auftragsbearbeitung im Vertriebsinnendienst, Preiskalkulation, Konditionen und Rabattsysteme, Marktanalyse, Marketinginstrumente und Kundenbindung, Export- und Zollgrundlagen im industriellen Absatz, Reklamations- und Beschwerdebearbeitung.
  • Modul 5: Rechnungswesen und Buchführung (12 Wochen) – Das umfangreichste Modul und für die meisten Teilnehmenden das anspruchsvollste. Von den Buchungssätzen über die Umsatzsteuer bis zum Jahresabschluss wird hier systematisch aufgebaut, was in der Prüfung und im Betrieb täglich gebraucht wird. Rechnungswesen lässt sich nicht durch Zuhören lernen – das Modul lebt von Übungsaufgaben und Wiederholung. Inhalte: Grundlagen der doppelten Buchführung und Kontenrahmen, Buchen laufender Geschäftsvorfälle einschließlich Umsatzsteuer, Anlagenbuchhaltung, Abschreibungen und Bewertung, Vorbereitende Abschlussarbeiten und Jahresabschluss, Auswertung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung.
  • Modul 6: Kosten- und Leistungsrechnung, Controlling (8 Wochen) – Aufbauend auf der Buchführung geht es hier um die interne Steuerung: Welche Kosten entstehen wo, was darf ein Produkt kosten, und ab welcher Menge trägt es sich? Die Deckungsbeitragsrechnung ist dabei das Werkzeug, mit dem in der Industrie über Aufträge und Preisuntergrenzen entschieden wird. Inhalte: Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung, Betriebsabrechnungsbogen und Zuschlagskalkulation, Deckungsbeitragsrechnung und Break-even-Analyse, Investitionsrechnung und Wirtschaftlichkeitsvergleiche.
  • Modul 7: Personalwirtschaft und Arbeitsrecht (7 Wochen) – Personalarbeit ist im Industriebetrieb kaufmännische Sacharbeit mit hoher Rechtsbindung. Das Modul behandelt den gesamten Zyklus von der Stellenausschreibung bis zum Austritt, dazu die Grundlagen von Entgeltabrechnung und Sozialversicherung. Wer später im Personalbereich arbeiten will, findet hier den Anschlusspunkt. Inhalte: Personalbedarfsplanung und Bewerbungsverfahren, Arbeitsvertragsrecht, Kündigungsschutz und Tarifbindung, Entgeltabrechnung, Zeitwirtschaft und Sozialversicherung, Personalentwicklung und betriebliche Weiterbildung.
  • Modul 8: ERP-Anwendung, Praxisphase und Prüfungsvorbereitung (10 Wochen) – Zum Abschluss wird der Stoff an durchgängigen Geschäftsprozessen im ERP-System zusammengeführt und auf die IHK-Prüfung ausgerichtet. Ein Teil der Angebote weist hier ausdrücklich SAP-Kenntnisse aus. In diesem Abschnitt liegt in der Regel auch die betriebliche Praxisphase, aus der die Fachaufgabe für das mündliche Prüfungsgespräch entsteht. Inhalte: Arbeiten in einem ERP-System entlang der Geschäftsprozesse, Tabellenkalkulation für Auswertungen und Kalkulationen, Betriebliche Praxisphase mit eigenem Einsatzgebiet, Report beziehungsweise Fachaufgabe für das Fachgespräch, Prüfungssimulationen und Wiederholung der Prüfungsbereiche.

Lernziele:

  • Der Abschluss ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz mit IHK-Prüfung – kein reines Trägerzertifikat, sondern ein Zeugnis, das bundesweit gelesen wird.
  • Mit 19.697 erfassten Stellenangeboten in 365 Tagen ist die Nachfrageseite in unserer Auswertung breit belegt und nicht auf eine einzelne Region oder Branche verengt.
  • Die Qualifikation ist eine Querschnittsfunktion: Einkauf, Vertriebsinnendienst, Rechnungswesen und Personal stehen nach dem Abschluss gleichermaßen offen.
  • 135 Anbieter mit 1.036 Terminen bedeuten eine dichte Angebotslage – realistische Chancen auf einen Startzeitpunkt, der zur eigenen Planung passt, statt monatelanger Wartezeit.
  • Sowohl Vollzeit als auch Teilzeit sind dokumentiert, sodass sich die Umschulung auch mit Betreuungsaufgaben organisieren lässt.

Für wen ist der Kurs geeignet?

Das erfasste Angebot passt zu Menschen, die aus einer körperlich belastenden oder auslaufenden Tätigkeit heraus in eine kaufmännische Querschnittsfunktion wechseln wollen und dafür einen vollwertigen zweiten Berufsabschluss brauchen. Weil 135 Anbieter mit 172 Angeboten und 1.036 Terminen erfasst sind und sowohl Vollzeit als auch Teilzeit dokumentiert ist, lässt sich der Weg mit unterschiedlichen Lebenssituationen verbinden. Wer dagegen bereits eine kaufmännische Ausbildung hat und nur aufsteigen möchte, ist mit einer Aufstiegsfortbildung besser bedient – die Umschulung wiederholt für diese Gruppe Grundlagen.

  • Umsteigende ohne kaufmännischen Berufsabschluss, die eine Bürotätigkeit mit anerkanntem Abschluss anstreben
  • Fachkräfte aus Produktion, Handwerk oder Logistik, die aus gesundheitlichen Gründen in eine sitzende Tätigkeit wechseln müssen
  • Menschen mit Betreuungsaufgaben, für die die dokumentierte Teilzeitvariante der einzige realistische Weg ist
  • Weniger geeignet für Personen mit bereits vorhandener kaufmännischer Ausbildung, für die eine Aufstiegsfortbildung der passendere Weg ist
Voraussetzungen:

Ein Berufsabschluss ist nicht erforderlich – die Umschulung führt selbst zu einem anerkannten Abschluss. Über die Aufnahme entscheidet der Bildungsträger, bei geförderten Plätzen gemeinsam mit der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter. Durchgängig verlangt werden Deutschkenntnisse auf Niveau B2 und EDV-Grundkenntnisse, dazu ein Grundverständnis für Zahlen und betriebswirtschaftliche Zusammenhänge.

  • Kein Berufsabschluss vorausgesetzt – die Maßnahme führt selbst zum Abschluss
  • Deutschkenntnisse auf Niveau B2, wie es die Anbieter in ihren Zugangstexten angeben
  • EDV-Grundkenntnisse, insbesondere Textverarbeitung und Tabellenkalkulation
  • Grundverständnis für Zahlen, weil Rechnungswesen, Kostenrechnung und Kalkulation einen großen Teil des Lehrplans ausmachen
  • Bereitschaft zu einer Qualifizierung über rund 27 Monate sowie ein Aufnahmegespräch beim Bildungsträger

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Präsenz- und Onlineanteile (kombinierte Lernform)

27 Monate in Voll- oder Teilzeit – belegter Durchschnitt der Angebote

Betriebspraktikum: Betriebliche Praxisphasen sind bei dieser Umschulung der Regelfall – mehrere Anbieter führen den Praxisanteil ausdrücklich im Titel. Umfang und Lage legt der Bildungsträger fest; bei einer Gesamtlaufzeit von 822 Tagen ist ein mehrmonatiges Betriebspraktikum die übliche Bauform.

Vor der Abschlussprüfung steht in der Regel eine Zwischenprüfung beziehungsweise ein erster Prüfungsteil, der den Grundstoff aus Beschaffung, Produktion, Absatz und Rechnungswesen abfragt. Sie dient der Standortbestimmung und wird bei Umschulungen von den Kammern unterschiedlich gehandhabt.

Die Abschlussprüfung besteht aus schriftlichen Prüfungsbereichen zu Geschäftsprozessen, kaufmännischer Steuerung und Kontrolle sowie Wirtschafts- und Sozialkunde, ergänzt um einen mündlichen Teil. Im Fachgespräch stellen Sie eine Fachaufgabe aus Ihrem betrieblichen Einsatzgebiet vor. Maßgeblich ist die Prüfungsordnung der zuständigen Industrie- und Handelskammer.

Prüfende Stelle: Zuständige Industrie- und Handelskammer (IHK). Offizieller Abschluss: Industriekaufmann/Industriekauffrau (IHK) – ein nach dem Berufsbildungsgesetz anerkannter Berufsabschluss. Die Bildungsträger stellen zusätzlich ein eigenes Zertifikat beziehungsweise eine Teilnahmebescheinigung aus; entscheidend für den Arbeitsmarkt ist das Prüfungszeugnis der Kammer..

Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ist bei dieser Umschulung möglich und in der Praxis der Regelfall. Die Bewilligung bleibt eine Einzelfallentscheidung nach § 81 SGB III: Sie hängt von Ihrer persönlichen Situation, der Arbeitsmarktlage und der AZAV-Zertifizierung der Maßnahme ab – eine Zusage vorab gibt es nicht. In unseren Daten ist bei einem Teil der Angebote kein Preis hinterlegt, bei anderen ein Kostenrahmen von über 10.000 Euro. Für Beschäftigte kommt je nach Konstellation eine Förderung über das Qualifizierungschancengesetz in Betracht; auch das klärt die Beratung im Einzelfall.

Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu ALG oder Bürgergeld, sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

In den zurückliegenden 365 Tagen wurden 19.697 Stellenangebote zu Industriekaufleuten erfasst. Nahezu jeder produzierende Betrieb ab einer gewissen Größe braucht kaufmännische Sachbearbeitung, im Einkauf, im Vertriebsinnendienst, in der Buchhaltung oder im Personalbüro. Betriebe stellen aber selten allgemein ein, sondern für eine Richtung; die Praxisphase ist der häufigste Einstiegsweg. Angebotsseitig: 135 Anbieter, 172 Angebote, 1.036 Termine.

Industriekaufleute profitieren von den starken Flächentarifverträgen der Industrie (z.B. Chemie, Metall/Elektro). Im tarifgebundenen Umfeld steigen die Gehälter verlässlich mit den Dienstjahren.

  • Einstieg: ca. 35.000–42.000 €
  • Mit Berufserfahrung: ca. 43.000–55.000 €
  • Spezialist oder Leitung: ca. 59.000–74.000 €
  • Typische Tätigkeitsfelder: Operativer und strategischer Einkauf mit Angebotsvergleich und Lieferantenbetreuung, Vertriebsinnendienst mit Angebots-, Auftrags- und Reklamationsbearbeitung, Finanzbuchhaltung, Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung, Kosten- und Leistungsrechnung sowie einfache Controlling-Aufgaben, Personalsachbearbeitung von der Ausschreibung bis zur Zeitwirtschaft, Auftragsabwicklung und Terminverfolgung an der Schnittstelle zur Fertigung, Export- und Versandabwicklung mit Zoll- und Frachtdokumenten
  • Typische Arbeitgeber: Maschinen- und Anlagenbauunternehmen, Metallverarbeitende und elektrotechnische Industriebetriebe, Chemie-, Pharma- und Kunststoffhersteller, Automobilzulieferer und Fahrzeugbau, Lebensmittel- und Konsumgüterhersteller, Industrienahe Dienstleister und Handelsunternehmen mit eigener Fertigung, Mittelständische Familienunternehmen mit kaufmännischer Zentralabteilung

Welche Förderung passt zu dir?

Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Operativer und strategischer Einkauf mit Angebotsvergleich und Lieferantenbetreuung
  • Vertriebsinnendienst mit Angebots-, Auftrags- und Reklamationsbearbeitung
  • Finanzbuchhaltung, Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung
  • Kosten- und Leistungsrechnung sowie einfache Controlling-Aufgaben
  • Personalsachbearbeitung von der Ausschreibung bis zur Zeitwirtschaft
  • Auftragsabwicklung und Terminverfolgung an der Schnittstelle zur Fertigung

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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So finanziert sich Kursweg: Bildungsanbieter zahlen ein Entgelt für die Weitergabe deiner Anfrage — für dich bleibt sie kostenlos. Details zum Geschäftsmodell.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Brauche ich für diese Umschulung einen Berufsabschluss?

Nein. Eine Umschulung führt zu einem weiteren Berufsabschluss und setzt keinen vorhandenen voraus. Die Anbieter formulieren in ihren Zugangstexten aber eigene Erwartungen: genannt werden durchgängig Deutschkenntnisse auf Niveau B2, EDV-Grundkenntnisse und ein Grundverständnis für Zahlen und betriebswirtschaftliche Zusammenhänge. Lassen Sie sich diese Bedingungen vor der Anmeldung schriftlich bestätigen, damit im Aufnahmegespräch keine Überraschung entsteht.

Wie lange dauert die Umschulung und geht sie auch in Teilzeit?

Die belegte Laufzeit liegt bei 822 Tagen, also rund 27 Monaten. In unserer Auswertung sind sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitangebote dokumentiert, außerdem Präsenzunterricht, Blended Learning und kombinierte Lernformen. Die Teilzeitvariante streckt die Gesamtdauer, senkt aber die wöchentliche Belastung – für Menschen mit Betreuungsaufgaben ist das oft der entscheidende Unterschied zwischen machbar und nicht machbar.

Welchen Abschluss erhalte ich und wer prüft?

Sie legen die Abschlussprüfung vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer ab und erhalten den Abschluss Industriekaufmann beziehungsweise Industriekauffrau (IHK), einen nach dem Berufsbildungsgesetz anerkannten Ausbildungsberuf. In unseren Daten ist bei den meisten Angeboten zusätzlich ein Trägerzertifikat oder eine Teilnahmebescheinigung vermerkt. Für Bewerbungen zählt das Prüfungszeugnis der Kammer – das Trägerzertifikat ist eine Ergänzung, kein Ersatz.

Wie schwer ist das Rechnungswesen wirklich?

Buchführung, Kostenrechnung und Kalkulation machen den größten zusammenhängenden Block der Umschulung aus und sind für die meisten Teilnehmenden der anspruchsvollste Teil. Sie brauchen dafür keine Mathematikkenntnisse über den Schulstoff hinaus, wohl aber regelmäßige Übung: Buchungssätze sitzen erst nach vielen Wiederholungen. Fragen Sie beim Träger gezielt nach Stützunterricht, Übungsphasen und Prüfungssimulationen, bevor Sie sich entscheiden.

Gibt es ein Praktikum und wie finde ich den Betrieb?

Betriebliche Praxisphasen gehören bei dieser Umschulung zum Standard, mehrere Angebote führen den Praxisanteil sogar im Titel. Umfang und Lage bestimmt der Bildungsträger. Aus dem Praktikum entsteht in der Regel auch die Fachaufgabe für das mündliche Prüfungsgespräch. Klären Sie vorab, ob der Träger bei der Suche unterstützt und Kontakte in die regionale Industrie hat – das ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal, weil das Praktikum häufig der Einstieg in die spätere Anstellung ist.

Was kostet die Umschulung und wird sie gefördert?

In unseren Daten ist bei einem Teil der Angebote kein Preis hinterlegt, bei anderen liegt der Kostenrahmen über 10.000 Euro. Bei Umschulungen ist der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ein realistischer Förderweg; die Bewilligung ist jedoch eine Einzelfallentscheidung nach § 81 SGB III und keine Selbstverständlichkeit. Klären Sie die Förderfähigkeit des konkreten Angebots vor der Anmeldung mit Ihrer Vermittlungsfachkraft. Eine pauschale vollständige Kostenübernahme können wir nicht zusichern.

Brauche ich SAP-Kenntnisse oder bekomme ich sie in der Umschulung?

Vorkenntnisse werden nicht erwartet. In unserer Auswertung gibt es Angebote, die SAP ausdrücklich in den Kurstitel aufnehmen, und andere, die mit anderen ERP-Systemen oder allgemeiner Warenwirtschaft arbeiten. Weil viele Industriebetriebe SAP einsetzen, ist ein dokumentierter ERP-Anteil ein handfestes Bewerbungsargument. Fragen Sie deshalb konkret nach, mit welchem System gearbeitet wird und ob Sie darüber einen gesonderten Nachweis erhalten.