Umschulung E-Commerce-Manager/-in
Kaufleute im E-Commerce verantworten den kaufmännischen Betrieb von Onlinevertriebskanälen. Sie wählen aus, welche Waren online angeboten werden, und pflegen Beschreibungen, Bilder, Varianten, Preise und Verfügbarkeiten in Shop und Marktplätzen – fehlerhafte Produktdaten sind die häufigste Ursache …
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Worum geht es in diesem Kurs?
Kaufleute im E-Commerce verantworten den kaufmännischen Betrieb von Onlinevertriebskanälen. Sie wählen aus, welche Waren online angeboten werden, und pflegen Beschreibungen, Bilder, Varianten, Preise und Verfügbarkeiten in Shop und Marktplätzen – fehlerhafte Produktdaten sind die häufigste Ursache für Abbrüche und Retouren. Sie planen Vertriebsaktionen und messen ihre Wirkung an Konversionsrate, Warenkorbwert, Retourenquote und Kosten je Bestellung. Zweiter Schwerpunkt ist die Abwicklung: Bestellungen, Versand, Retouren, Kundenservice. Rechtlich gelten Widerrufsrecht, Informationspflichten, Preisangaben und Datenschutz; Fehler führen zu Abmahnungen. Programmieren gehört nicht dazu.
„Ich bin nicht technisch genug“ – du musst nicht programmieren können. Kaufleute im E-Commerce pflegen Sortimente, schreiben Produkttexte und betreuen Retouren. Wer eine Tabellenkalkulation bedienen kann, bringt genug mit. Die zweite Sorge: Das Berufsbild ist jung, viele Betriebe schreiben ihre Stellen anders aus. Kläre vor der Anmeldung schriftlich, welche Kammer prüft und mit welchen Shopsystemen gearbeitet wird. Rechne mit rund 24 Monaten.
Was lernst du in diesem Kurs?
- Modul 1: Onlinehandel, Geschäftsmodelle und Vertriebskanäle (8 Wochen) – Zum Einstieg wird geordnet, über welche Kanäle online verkauft wird und welche wirtschaftliche Logik dahintersteht. Der eigene Shop, ein Marktplatz und der Verkauf über soziale Netzwerke unterscheiden sich in Reichweite, Kosten und Abhängigkeit erheblich – diese Abwägung zieht sich durch die gesamte Umschulung. Die konkrete Modulstruktur legt der Bildungsträger fest. Inhalte: Shop, Marktplatz, Social Commerce und Multichannel im Vergleich, Sortimentsstrategie und Positionierung im Onlinehandel, Zielgruppen und Kaufprozesse im Netz, Wettbewerbsbeobachtung und Preisvergleichsportale.
- Modul 2: Shopsysteme, Produktdaten und Content (10 Wochen) – Das operative Kernmodul. Sie arbeiten praktisch im Shopsystem und lernen, warum saubere Produktdaten der entscheidende Hebel für Auffindbarkeit, Konversion und niedrige Retouren sind. Dazu gehört auch das Schreiben verkaufsfähiger und rechtlich korrekter Produkttexte. Inhalte: Arbeit im Shopsystem: Kategorien, Artikel, Varianten, Produktdatenpflege, Attribute und Datenqualität, Produkttexte schreiben und Bilder aufbereiten, Schnittstellen zu Warenwirtschaft und Marktplätzen, Suchfunktion, Filter und Navigation.
- Modul 3: Onlinemarketing und Kanalsteuerung (9 Wochen) – Hier geht es darum, Besucher in den Shop zu bekommen und die Kosten dafür im Blick zu behalten. Behandelt werden organische Auffindbarkeit, bezahlte Kampagnen mit Budget- und Gebotssteuerung sowie die rechtlichen Grenzen der Kundenansprache, die im E-Mail-Marketing besonders eng sind. Inhalte: Suchmaschinenoptimierung für Shop- und Kategorieseiten, Suchmaschinen- und Displaywerbung, Budgetsteuerung, E-Mail-Marketing und Newsletterrecht, Social-Media- und Kooperationsmarketing, Kampagnenplanung im Saison- und Aktionsgeschäft.
- Modul 4: Bestellabwicklung, Zahlung und Logistik (8 Wochen) – Der Teil des Onlinehandels, der über Zufriedenheit und Marge entscheidet. Das Modul verfolgt die Bestellung vom Klick bis zur Retoure und behandelt insbesondere die Kostenwirkung von Versand- und Rücksendeprozessen sowie den Umgang mit Zahlungsausfällen. Inhalte: Bestellprozess, Warenkorb und Checkout, Zahlungsarten, Risikoprüfung und Zahlungsausfälle, Versanddienstleister, Verpackung und Lieferzeiten, Retourenprozess und Wertermittlung zurückgesandter Ware, Schnittstellen zu Lager und Fulfillment-Dienstleistern.
- Modul 5: Kundenservice und Kundenbeziehung (6 Wochen) – Im Onlinehandel ist der Kundenservice oft der einzige direkte Kontakt. Das Modul trainiert die Bearbeitung von Anfragen und Reklamationen über verschiedene Kanäle sowie den professionellen Umgang mit öffentlichen Bewertungen, die unmittelbar auf den Umsatz wirken. Inhalte: Serviceanfragen über Mail, Telefon und Messenger bearbeiten, Reklamationen, Gewährleistung und Kulanzentscheidungen, Umgang mit Bewertungen und öffentlicher Kritik, Kundenbindung, Wiederkaufquote und Servicekennzahlen.
- Modul 6: Recht im Onlinehandel und Datenschutz (8 Wochen) – Ein Schwerpunkt mit unmittelbarer Praxisrelevanz: Der Onlinehandel ist stark reguliert, und Verstöße werden von Wettbewerbern und Verbänden verfolgt. Behandelt werden Fernabsatzrecht, Pflichtangaben, Werberecht und Datenschutz – Wissen, das Betriebe bei Bewerbenden ausdrücklich nachfragen. Inhalte: Vertragsschluss im Fernabsatz und Widerrufsrecht, Informations- und Kennzeichnungspflichten, Preisangaben, Wettbewerbsrecht und Abmahnrisiken, Datenschutz, Einwilligungen und Tracking, Urheber- und Markenrecht bei Bildern und Texten.
- Modul 7: Kaufmännische Steuerung, Kalkulation und Kennzahlen (10 Wochen) – Der rechnerische Kern der Umschulung und ein eigener Prüfungsbereich. Sie kalkulieren Preise unter Berücksichtigung von Versand-, Zahlungs- und Retourenkosten und lernen, aus Kennzahlen tatsächlich Entscheidungen abzuleiten statt nur Zahlen zu berichten. Inhalte: Buchführungsgrundlagen und Belegorganisation, Kalkulation von Verkaufspreisen einschließlich Versand und Retouren, Deckungsbeitrag je Artikel und je Bestellung, Konversionsrate, Warenkorbwert, Retouren- und Stornoquote, Auswertungen mit Tabellenkalkulation und Analysewerkzeugen, Umsatzsteuer im grenzüberschreitenden Onlinehandel.
- Modul 8: Praxisphase, Projektarbeit und Prüfungsvorbereitung (12 Wochen) – Zum Abschluss wird der Stoff an einem durchgängigen Projekt zusammengeführt und auf die IHK-Prüfung ausgerichtet. In diesem Abschnitt liegt in der Regel die betriebliche Praxisphase; aus ihr entsteht die Fachaufgabe, über die im mündlichen Prüfungsteil gesprochen wird. Umfang und Lage bestimmt der Bildungsträger. Inhalte: Betriebliche Praxisphase im Onlinehandel oder in einer Agentur, Eigenes Projekt, etwa ein Sortimentsausbau oder eine Kampagne, Vorbereitung des Fachgesprächs zur betrieblichen Fachaufgabe, Prüfungssimulationen zu den schriftlichen Bereichen, Wiederholung von Recht und Kalkulation.
Lernziele:
- Der Abschluss ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach BBiG mit IHK-Prüfung – im E-Commerce, wo sonst viele Weiterbildungen nur Trägerzertifikate vergeben, ist das ein klarer Unterschied.
- Die Qualifikation deckt genau die Aufgaben ab, die in Onlinehandelsbetrieben bisher oft unstrukturiert verteilt sind: Sortimentspflege, Kanalbetreuung, Abwicklung und Auswertung.
- Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich; der Zugang steht damit auch Menschen offen, die sich eine IT-Umschulung nicht zutrauen.
- 56 Anbieter mit 2.536 erfassten Terminen bedeuten eine ungewöhnlich dichte Terminlage – die Chance auf einen zeitnahen Start ist entsprechend gut.
- Vollzeit und Teilzeit sind beide dokumentiert, ebenso Präsenz-, Hybrid- und Combined-Learning-Formate.
Für wen ist der Kurs geeignet?
Die Umschulung passt zu Menschen, die kaufmännisch arbeiten wollen und dabei am Bildschirm zu Hause sind, ohne Programmieren lernen zu müssen. Kaufleute im E-Commerce sind keine Entwickler, sondern die Schnittstelle zwischen Sortiment, Shop, Marketing und Kundschaft. Wer aus dem stationären Handel kommt, findet hier den naheliegenden Übergang in den Onlinekanal; wer neu einsteigt, bekommt einen anerkannten Abschluss in einem Feld, das erst seit wenigen Jahren als Ausbildungsberuf existiert. 56 Anbieter führen die Umschulung durch, in Vollzeit wie in Teilzeit.
- Umsteigende aus dem stationären Handel, die in den Onlinekanal wechseln wollen
- Menschen mit Interesse an Onlinehandel, Sortimenten und Kundenkommunikation, aber ohne Programmierambitionen
- Beschäftigte, die bereits nebenbei einen Shop oder Marktplatzverkauf betreiben und ihr Wissen mit einem Abschluss unterlegen wollen
- Weniger geeignet für alle, die technische Entwicklungsarbeit anstreben – dafür ist eine IT-Umschulung der passende Weg
Ein Berufsabschluss ist nicht erforderlich – die Umschulung führt selbst zu einem anerkannten Abschluss. Verlangt werden Deutschkenntnisse auf Niveau B2 und EDV-Grundkenntnisse; ein Anbieter setzt in der Regel die Fachoberschulreife oder eine abgeschlossene Berufsausbildung voraus und erkennt vergleichbare Qualifikationen im Einzelfall an. Erwartet wird durchgängig ein echtes Interesse am Onlinehandel.
- Kein Berufsabschluss vorausgesetzt – die Maßnahme führt selbst zum Abschluss
- Deutschkenntnisse auf Niveau B2 laut den Zugangstexten der Anbieter
- EDV-Grundkenntnisse und sicherer Umgang mit Internetanwendungen
- Bei einzelnen Anbietern zusätzlich Fachoberschulreife oder abgeschlossene Berufsausbildung; vergleichbare Qualifikationen werden im Einzelfall anerkannt
- Bereitschaft zu einer Qualifizierung über rund 24 Monate sowie ein Aufnahmegespräch beim Bildungsträger
Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?
Präsenz- und Onlineanteile (kombinierte Lernform)
24 Monate in Voll- oder Teilzeit – belegter Durchschnitt der Angebote
Betriebspraktikum: Eine betriebliche Praxisphase in einem Onlinehandels- oder Agenturbetrieb gehört zu dieser Umschulung; mehrere Anbieter führen den Praxisanteil ausdrücklich im Kurstitel. Umfang und Lage legt der Bildungsträger fest; bei einer Gesamtlaufzeit von 727 Tagen sind mehrmonatige Praxisabschnitte der Regelfall.
Die Abschlussprüfung ist in diesem Beruf gestreckt angelegt: Ein vorgezogener erster Teil prüft die Grundlagen des Onlinehandels und der Warenwirtschaft und geht bereits in das Gesamtergebnis ein. Wie er bei Umschulungen terminiert wird, regelt die zuständige Kammer.
Der zweite Teil umfasst schriftliche Prüfungsbereiche zu den Geschäftsprozessen im E-Commerce, zur kaufmännischen Steuerung und Kontrolle sowie zur Wirtschafts- und Sozialkunde und ein Fachgespräch, in dem Sie eine betriebliche Fachaufgabe aus Ihrem Einsatzgebiet darstellen und begründen. Maßgeblich sind Zuschnitt und Termine nach der Prüfungsordnung der zuständigen Industrie- und Handelskammer.
Prüfende Stelle: Zuständige Industrie- und Handelskammer (IHK). Offizieller Abschluss: Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce (IHK) – ein nach dem Berufsbildungsgesetz anerkannter Berufsabschluss. Ein Anbieter beschreibt in unseren Daten ausdrücklich, dass Teilnehmende ein Zertifikat und ein Zeugnis der IHK erhalten; ergänzende Trägerzertifikate sind bei weiteren Angeboten hinterlegt. Für den Arbeitsmarkt zählt das Prüfungszeugnis der Kammer..
Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ist bei dieser Umschulung möglich. Die Bewilligung ist eine Einzelfallentscheidung nach § 81 SGB III und hängt von Ihrer persönlichen Situation, der Arbeitsmarktlage und der AZAV-Zertifizierung der Maßnahme ab – eine Zusage vorab gibt es nicht. Die Kosten liegen über 10.000 €; den verbindlichen Preis nennt der Träger auf Anfrage. Für bereits Beschäftigte im Handel kommt je nach Konstellation eine Förderung über das Qualifizierungschancengesetz in Betracht.
Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu ALG oder Bürgergeld, sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.
Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?
In den zurückliegenden 365 Tagen wurden 408 Stellenangebote unter dieser Berufsbezeichnung erfasst. Die Zahl ist niedriger, als der Stellenwert des Onlinehandels vermuten lässt: Der Ausbildungsberuf ist jung, viele Betriebe schreiben dieselben Aufgaben als Onlineshop-, Sortiments- oder Marktplatzbetreuung aus. Suchen Sie deshalb nach Tätigkeiten, nicht nach dem Titel. Angebotsseitig: 56 Anbieter, 62 Angebote, 2.536 Termine.
Gehälter variieren mit der Größe des Online-Shops und dem Know-how in Performance-Marketing, Marktplatzanbindung (Amazon, Otto) und Shop-Systemen.
- Einstieg: ca. 34.000–41.000 €
- Mit Berufserfahrung: ca. 42.000–56.000 €
- Spezialist oder Leitung: ca. 60.000–78.000 €
- Typische Tätigkeitsfelder: Sortimentspflege und Produktdatenmanagement in Shop und Marktplätzen, Erstellung und Optimierung von Produkttexten und Kategorieseiten, Planung und Auswertung von Onlinemarketing-Kampagnen, Bestell-, Zahlungs- und Retourenabwicklung, Kundenservice über Mail, Telefon und Messenger, Auswertung von Shop- und Kampagnenkennzahlen, Prüfung rechtlicher Pflichtangaben und Datenschutzanforderungen im Shop
- Typische Arbeitgeber: Reine Onlinehändler und Versandhandelsunternehmen, Stationäre Handelsunternehmen mit eigenem Onlinekanal, Hersteller und Markenanbieter mit Direktvertrieb, Marktplatz- und Plattformbetreiber, E-Commerce- und Onlinemarketing-Agenturen, Fulfillment- und Logistikdienstleister mit Shopanbindung, Großhandelsbetriebe mit digitalem Bestellportal für gewerbliche Kunden
Welche Förderung passt zu dir?
Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.
Berufswege prüfen
Zugeordnete Zielberufe
Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.
- Sortimentspflege und Produktdatenmanagement in Shop und Marktplätzen
- Erstellung und Optimierung von Produkttexten und Kategorieseiten
- Planung und Auswertung von Onlinemarketing-Kampagnen
- Bestell-, Zahlungs- und Retourenabwicklung
- Kundenservice über Mail, Telefon und Messenger
- Auswertung von Shop- und Kampagnenkennzahlen
Vor der Kurswahl klären
- Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
- Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
- Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?
Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.
Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum steht auf dem Zeugnis Kaufmann im E-Commerce und nicht E-Commerce-Manager?
Weil es einen geschützten Umschulungsabschluss mit dem Namen „E-Commerce-Manager“ nicht gibt – das ist eine Stellenbezeichnung, die Unternehmen frei verwenden. Alle in unserer Datenbank erfassten Umschulungen dieser Suchrichtung führen zum anerkannten Ausbildungsberuf Kaufmann beziehungsweise Kauffrau im E-Commerce (IHK). Diese Abweichung benennen wir ausdrücklich, damit Sie wissen, welcher Titel am Ende auf Ihrem Zeugnis steht und wonach Sie in Stellenanzeigen suchen sollten.
Muss ich programmieren können?
Nein. Der Beruf ist kaufmännisch und nicht technisch angelegt. Sie arbeiten in Shop- und Marktplatzsystemen als Anwenderin oder Anwender, pflegen Daten, planen Kampagnen und werten Kennzahlen aus. Grundlegende Sicherheit am Rechner und im Umgang mit Tabellenkalkulation reicht als Startpunkt; die Systemarbeit wird in der Umschulung aufgebaut. Wer Entwicklungsarbeit anstrebt, ist mit einer IT-Umschulung besser bedient.
Wie lange dauert die Umschulung und ist Teilzeit möglich?
Die belegte Laufzeit liegt bei 727 Tagen, also rund 24 Monaten. Unsere Auswertung dokumentiert Vollzeit- und Teilzeitangebote sowie Präsenzunterricht, Hybrid Learning und Combined Learning. Mit 2.536 erfassten Terminen bei 62 Angeboten ist die Terminlage in diesem Beruf besonders dicht, was die Chance auf einen zeitnahen und passenden Start erhöht.
Welchen Abschluss erhalte ich und wer prüft?
Sie legen die Abschlussprüfung vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer ab. In unseren Daten ist die Prüfung teils ausdrücklich als Prüfung nach dem Berufsbildungsgesetz beschrieben, teils als Kammerprüfung mit ergänzendem Trägerzertifikat. Ein Anbieter formuliert, dass Teilnehmende ein Zertifikat und ein Zeugnis der IHK erhalten. Für Bewerbungen ausschlaggebend ist das Prüfungszeugnis der Kammer; Trägerdokumente sind eine Ergänzung.
Warum sind nur 408 Stellenangebote erfasst, obwohl der Onlinehandel so groß ist?
Die Zahl bezieht sich auf Ausschreibungen unter dieser Berufsbezeichnung. Der Ausbildungsberuf existiert erst seit wenigen Jahren, und viele Unternehmen schreiben dieselben Aufgaben unter anderen Titeln aus – etwa als Onlineshop-Betreuung, Marktplatz- oder Contentmanagement oder als Sachbearbeitung im Versandhandel. Das ist unsere Einordnung der Datenlage, keine Messung. Praktisch sollten Sie bei der Stellensuche deshalb nach Tätigkeiten filtern und nicht allein nach dem Berufstitel.
Was kostet die Umschulung und wird sie gefördert?
In unseren Daten liegt der Kostenrahmen bei einem Teil der Angebote über 10.000 Euro, bei anderen ist kein Preis hinterlegt. Der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ist bei Umschulungen ein realistischer Förderweg; die Bewilligung bleibt eine Einzelfallentscheidung nach § 81 SGB III und hängt unter anderem davon ab, ob die Maßnahme arbeitsmarktlich notwendig und nach AZAV zertifiziert ist. Klären Sie die Förderfähigkeit des konkreten Angebots vor der Anmeldung.
Kann ich mit dem Abschluss auch einen eigenen Shop betreiben?
Die Inhalte decken vieles ab, was dafür nötig ist: Sortiment, Kalkulation, Abwicklung, Marketing und die rechtlichen Pflichtangaben. Der Abschluss ersetzt aber weder eine Gewerbeanmeldung noch eine steuerliche Beratung, und eine Selbstständigkeit hat eigene Risiken, die eine Umschulung nicht abnimmt. Sinnvoll ist der umgekehrte Weg: erst einige Jahre angestellt im Onlinehandel arbeiten, Marktkenntnis und Lieferantenkontakte aufbauen und dann entscheiden.