Kaufmännisch & Verwaltung
IHK-Prüfung

Umschulung Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation (IHK)

Kaufleute für Marketingkommunikation planen und steuern Kommunikationsmaßnahmen für Unternehmen, Marken oder Agenturkunden. Am Anfang steht das Briefing: Ziel, Zielgruppe, Botschaft, Budget und Zeitrahmen werden in einen Kommunikationsplan überführt.

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FormatOnline & Präsenzje nach Angebot
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Bildungsgutschein als Förderweg möglich; Zulassung des Angebots und persönliche Bewilligung prüfen.

Worum geht es in diesem Kurs?

Kaufleute für Marketingkommunikation planen und steuern Kommunikationsmaßnahmen für Unternehmen, Marken oder Agenturkunden. Am Anfang steht das Briefing: Ziel, Zielgruppe, Botschaft, Budget und Zeitrahmen werden in einen Kommunikationsplan überführt. Daraus entwickeln sie Konzepte und wählen Kanäle aus – Anzeigen, Außenwerbung, Bewegtbild, Web, Newsletter, soziale Netzwerke, Messen. In der Umsetzung koordinieren sie Text, Gestaltung, Produktion und Druck und führen Freigabeschleifen. Kaufmännisch verantworten sie Kalkulation, Auftragsabwicklung und Budgetkontrolle, danach werten sie Reichweiten und Rückläufe aus.

„Für Werbung braucht man ein Studium.“ Nicht hier – der Abschluss ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz mit Kammerprüfung; Zugang ist ein mittlerer Schulabschluss oder Berufserfahrung. „Ich bin nicht kreativ genug.“ Der Beruf ist zu großen Teilen kaufmännisch: kalkulieren, Termine halten, Mediabudgets steuern, auswerten. Ehrlich bleibt: 709 Tage Vollzeit sind lang, und ohne vorzeigbare Arbeiten wird es schwer.

Was lernst du in diesem Kurs?

  • Modul 1: Marketinggrundlagen und Marktanalyse (10 Wochen) – Zu Beginn wird die Grundlage gelegt, ohne die jede Kampagne Behauptung bleibt: Wer ist die Zielgruppe, was soll sie tun, woran wird der Erfolg gemessen. Behandelt werden Positionierung, Analysemethoden und die Ableitung von Kommunikationszielen aus Unternehmenszielen. Die konkrete Modulstruktur legt der Bildungsträger fest; diese Übersicht beschreibt die fachlich üblichen Inhalte des Berufsfeldes. Inhalte: Marketingziele, Positionierung und Marketingmix, Zielgruppen- und Wettbewerbsanalyse, Marktforschungsmethoden und Auswertung, Marken- und Kommunikationsstrategie, Vom Unternehmensziel zum Kommunikationsziel.
  • Modul 2: Konzeption, Briefing und Kreationsprozess (12 Wochen) – Das Modul führt vom Auftrag zur Idee und macht dabei den Prozess sichtbar. Geübt werden Briefingaufnahme, Konzeptentwicklung und Präsentation sowie die Organisation von Freigabeschleifen – der Punkt, an dem Projekte im Alltag am häufigsten aus dem Ruder laufen. Inhalte: Briefing aufnehmen, hinterfragen und schriftlich fixieren, Kommunikationskonzept und Leitidee entwickeln, Zusammenarbeit mit Text, Gestaltung und Produktion, Präsentation von Konzepten vor Auftraggebern, Feedback- und Freigabeschleifen strukturieren.
  • Modul 3: Text, Gestaltung und Medienproduktion (12 Wochen) – Hier entsteht das handwerkliche Fundament. Behandelt werden Textsorten und Schreibtechnik, Gestaltungsgrundlagen sowie die Produktionswege für Druck und digitale Ausspielung. Ziel ist nicht, Gestaltung zu ersetzen, sondern sie fachlich beurteilen und steuern zu können. Inhalte: Textsorten der Werbung und redaktionelles Schreiben, Gestaltungsgrundlagen: Typografie, Layout, Bildsprache, Bild- und Videoproduktion im Überblick, Druck- und Digitalproduktion, Datenformate und Reinzeichnung, Qualitätskontrolle und Korrekturprozesse.
  • Modul 4: Mediaplanung und digitale Kanäle (12 Wochen) – Das Modul behandelt die Verteilung des Budgets über Kanäle und die Frage, wie Wirkung nachgewiesen wird. Neben klassischer Mediaplanung stehen digitale Ausspielwege und ihre Kennzahlen im Mittelpunkt, damit Empfehlungen an Auftraggeber belegbar werden. Inhalte: Mediagattungen, Reichweiten und Belegungseinheiten, Mediaplanung, Streuplan und Budgetverteilung, Suchmaschinen-, Display- und Social-Media-Kanäle, Newsletter, Website und Content-Planung, Erfolgsmessung, Kennzahlen und Berichtswesen.
  • Modul 5: Auftragsabwicklung, Kalkulation und Etatführung (10 Wochen) – Der kaufmännische Kern des Berufs. Behandelt werden Angebot und Kalkulation, laufende Etatkontrolle und Nachkalkulation sowie die Prüfung von Fremdleistungen. Wer diesen Teil beherrscht, wird in Agenturen und Abteilungen schnell unentbehrlich, weil er die Wirtschaftlichkeit im Blick behält. Inhalte: Angebot, Auftragsbestätigung und Leistungsbeschreibung, Kalkulation von Agentur- und Produktionsleistungen, Etatplanung, Budgetkontrolle und Nachkalkulation, Rechnungsprüfung, Fremdleistungen und Skonti, Kaufmännische Steuerung und Kennzahlen.
  • Modul 6: Recht in der Kommunikation (10 Wochen) – Rechtsfehler sind in diesem Berufsfeld teuer und häufig vermeidbar. Das Modul behandelt Wettbewerbs-, Urheber- und Markenrecht sowie den Datenschutz in der digitalen Kommunikation. Ziel ist, Risiken zuverlässig zu erkennen und zu wissen, wann fachlicher Rat einzuholen ist. Inhalte: Grundzüge des Wettbewerbsrechts und irreführende Werbung, Urheber- und Nutzungsrechte an Text, Bild und Musik, Marken- und Kennzeichenrecht im Überblick, Datenschutz in Newsletter, Web und Tracking, Kennzeichnungspflichten und Werbekennzeichnung.
  • Modul 7: Projektarbeit, Wirtschafts- und Sozialkunde, Prüfungsvorbereitung (8 Wochen) – Zum Abschluss werden die Inhalte in einer durchgehenden Projektaufgabe zusammengeführt und auf die Kammerprüfung ausgerichtet. Parallel entsteht ein Arbeitsportfolio, das in diesem Berufsfeld für Bewerbungen oft wichtiger ist als das Zeugnis allein. Inhalte: Durchgängige Projektaufgabe von Briefing bis Auswertung, Aufbau eines belegbaren Arbeitsportfolios, Wirtschafts- und Sozialkunde, Arbeits- und Tarifrecht, Wiederholung der schriftlichen Prüfungsgebiete, Simulation des fallbezogenen Fachgesprächs.

Lernziele:

  • Der Weg führt zu einem staatlich anerkannten Kammerabschluss – in einem Feld, in dem sonst viele ohne formale Qualifikation arbeiten und deshalb schwer vergleichbar sind.
  • Ein Studium ist nicht erforderlich; als Zugang nennen die Träger einen mittleren Schulabschluss oder einschlägige Berufserfahrung.
  • Die Ausbildung verbindet konzeptionelle und gestalterische Anteile mit Kalkulation, Etatführung und Auswertung – das macht Absolventinnen und Absolventen für Agenturen wie für Unternehmensabteilungen einsetzbar.
  • Auf der Nachfrageseite sind in den letzten 365 Tagen 1.153 offene Stellen erfasst, verteilt über Agenturen, Medienbetriebe und interne Marketingabteilungen.
  • Der hohe Anteil an Hybrid-, Blended- und Combined-Learning-Formaten in den Angeboten entspricht der Arbeitsrealität des Berufs, in der digitale Zusammenarbeit die Regel ist.

Für wen ist der Kurs geeignet?

Angesprochen sind Menschen, die mit Sprache, Bild und Struktur arbeiten wollen, dies aber bislang ohne formale Qualifikation tun – etwa weil sie Social-Media-Kanäle nebenbei betreuen, Vereins- oder Firmenkommunikation übernommen haben oder aus einem gestalterischen Umfeld ohne Abschluss kommen. Weil die dokumentierten Angebote in Vollzeit laufen und Präsenz mit Hybrid-, Blended- und Combined-Learning-Formaten kombinieren, richten sie sich an Personen, die einen festen Wochenrhythmus einplanen und zugleich mit digital gestützten Selbstlernphasen zurechtkommen. Gut anschlussfähig sind Umsteigende aus Vertrieb, Handel, Verwaltung oder Kundenservice, die Kommunikationsstärke mitbringen und die kaufmännische Seite ergänzen wollen. Weniger passend ist der Beruf für alle, die gestalterisch arbeiten wollen, ohne Etats, Angebote und Terminpläne verantworten zu müssen – dieser kaufmännische Anteil ist prüfungsrelevant und nicht abwählbar.

  • Quereinsteigende mit praktischer Kommunikations- oder Social-Media-Erfahrung ohne formalen Abschluss
  • Umsteigende aus Vertrieb, Handel, Verwaltung oder Kundenservice mit ausgeprägter Kommunikationsstärke
  • Menschen mit gestalterischem Hintergrund, die eine kaufmännisch anerkannte Grundlage brauchen
  • Weniger geeignet für alle, die rein gestalterisch arbeiten wollen und Etat-, Angebots- und Terminverantwortung ablehnen
Voraussetzungen:

Ein Berufsabschluss ist nicht erforderlich – die Umschulung führt selbst zum anerkannten Abschluss. Als Mindestvoraussetzung gilt ein mittlerer Schulabschluss, teils formuliert als „guter Schulabschluss und/oder mehrjährige Berufserfahrung“. Erwartet werden außerdem Sprachgefühl, gute Deutschkenntnisse, Arbeitsorganisation und Stressresistenz – Anforderungen, die den Alltag im Berufsfeld gut beschreiben, weil Texte, Termine und Etats gleichzeitig zu führen sind. Mehrere Träger verlangen die erfolgreiche Teilnahme an einem Eignungstest. Über die Aufnahme entscheidet der Bildungsträger, bei geförderten Plätzen zusammen mit der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter.

  • Kein Berufsabschluss vorausgesetzt – die Maßnahme führt selbst zum Kammerabschluss
  • Mittlerer Schulabschluss als Mindestvoraussetzung, alternativ mehrjährige einschlägige Berufserfahrung
  • Sprachgefühl und gute Deutschkenntnisse, weil Texten und Redigieren zum Kern der Tätigkeit gehören
  • Belastbarkeit und Selbstorganisation, da parallel laufende Projekte mit festen Terminen der Normalfall sind
  • Eignungstest beim Bildungsträger sowie Bereitschaft zu rund 23 Monaten Vollzeitqualifizierung

Wie läuft der Kurs ab und welchen Abschluss gibt es?

Präsenz- und Onlineanteile (kombinierte Lernform)

23 Monate in Vollzeit – belegter Durchschnitt der Angebote

Betriebspraktikum: Die erfassten Maßnahmen laufen über rund 709 Tage in Vollzeit. Betriebliche Praxisphasen in Agenturen, Marketingabteilungen oder Medienbetrieben sind Bestandteil der Umschulung und für dieses Berufsfeld besonders wichtig, weil Bewerbungen später fast immer über gezeigte Arbeiten laufen. Umfang und Lage legt der Bildungsträger fest. Nutzen Sie die Praxisphase bewusst, um belegbare Projekte für ein eigenes Portfolio zu sammeln – dazu gehört, die Freigabe zur Verwendung schriftlich zu klären.

Schriftlicher Prüfungsteil vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer. Geprüft werden die Gebiete des Berufsbildes, üblicherweise Kommunikationsplanung und Kundenberatung, kaufmännische Steuerung und Auftragsabwicklung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.

Praktischer Prüfungsteil, in der Regel als fallbezogenes Fachgespräch auf Grundlage einer Projekt- oder Fallaufgabe aus der Kommunikationspraxis. Den verbindlichen Zuschnitt regelt die Prüfungsordnung der zuständigen Kammer.

Prüfende Stelle: Zuständige Industrie- und Handelskammer.. Offizieller Abschluss: Nach bestandener Prüfung führen Sie die Berufsbezeichnung Kaufmann beziehungsweise Kauffrau für Marketingkommunikation (IHK). Der Abschluss entspricht dem der dualen Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz und ist bundesweit anerkannt..

Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters ist möglich, weil die Maßnahme zu einem anerkannten Berufsabschluss führt. Die Bewilligung ist eine Einzelfallentscheidung nach § 81 SGB III und hängt unter anderem von Ihrer persönlichen Situation, der Arbeitsmarktlage und der AZAV-Zertifizierung von Träger und Maßnahme ab – eine Zusage vorab gibt es nicht. Die Kosten liegen bei einem Teil der Kurse über 10.000 Euro, einzelne laufen als preisverhandelte Maßnahme; sonst nennt der Träger den Preis. Für Beschäftigte kann daneben eine Förderung über das Qualifizierungschancengesetz in Betracht kommen.

Wird die Umschulung gefördert und führt sie zu einem Abschluss in einem Ausbildungsberuf mit mindestens zwei Jahren Ausbildungsdauer, kommen nach § 87a SGB III zwei Geldleistungen dazu: 150 Euro Weiterbildungsgeld im Monat für Arbeitslose, zusätzlich zu ALG oder Bürgergeld, sowie Prüfungsprämien von 1.000 Euro für die bestandene Zwischen- und 1.500 Euro für die bestandene Abschlussprüfung – zusammen bis zu 2.500 Euro. Beides setzt voraus, dass die Maßnahme bewilligt wurde.

Welche beruflichen Perspektiven bietet der Kurs?

Zu diesem Zielberuf sind in den letzten 365 Tagen 1.153 offene Stellen erfasst. Nachgefragt wird in Agenturen, in internen Marketingabteilungen sowie bei Medienvermarktern und Verlagen. Auf der Angebotsseite stehen 10 Anbieter mit 11 Angeboten und 54 Terminen. Entscheidend für die Vermittlung ist weniger das Zeugnis als der Nachweis eigener Arbeiten – sammeln Sie in der Praxisphase Projekte.

Inhouse-Marketingstellen in Unternehmen zahlen meist deutlich stabiler und höher als Agenturen mit Projektvergütung.

  • Einstieg: ca. 30.000–37.000 €
  • Mit Berufserfahrung: ca. 38.000–52.000 €
  • Spezialist oder Leitung: ca. 55.000–72.000 €
  • Typische Tätigkeitsfelder: Konzeption und Planung von Kommunikationsmaßnahmen, Kunden- und Auftraggeberberatung sowie Briefingaufnahme, Steuerung von Text, Gestaltung, Produktion und Dienstleistern, Mediaplanung und Betreuung digitaler Kanäle, Kalkulation, Etatführung und Nachkalkulation von Projekten, Erfolgsmessung, Auswertung und Berichtswesen, Organisation von Messen, Veranstaltungen und Aktionen
  • Typische Arbeitgeber: Werbe-, Kommunikations- und Digitalagenturen, Marketing- und Kommunikationsabteilungen von Unternehmen, Medienhäuser, Verlage und Medienvermarkter, Handels- und Dienstleistungsunternehmen mit eigenem Vertriebsmarketing, Verbände, Kammern und öffentliche Einrichtungen mit Öffentlichkeitsarbeit, Messe-, Event- und Veranstaltungsdienstleister, Produktions- und Druckdienstleister mit Kundenberatung

Welche Förderung passt zu dir?

Erhalte eine erste Orientierung, welche Förderwege zu deiner Situation passen. Über eine Bewilligung entscheidet die zuständige Stelle. Kostenlos & ohne Anmeldung.

Berufswege prüfen

Zugeordnete Zielberufe

Diese Tätigkeitsbezeichnungen sind dem Kursprofil zugeordnet. Prüfe, ob Inhalt, Abschluss und Zugangsvoraussetzungen zu deinem Berufsziel passen; die Zuordnung bestätigt keine vollständige Berufsqualifikation.

  • Konzeption und Planung von Kommunikationsmaßnahmen
  • Kunden- und Auftraggeberberatung sowie Briefingaufnahme
  • Steuerung von Text, Gestaltung, Produktion und Dienstleistern
  • Mediaplanung und Betreuung digitaler Kanäle
  • Kalkulation, Etatführung und Nachkalkulation von Projekten
  • Erfolgsmessung, Auswertung und Berichtswesen

Vor der Kurswahl klären

  • Welche Kenntnisse und Nachweise verlangen Stellenanzeigen für dein Berufsziel?
  • Welche praktischen Aufgaben und Prüfungen sind im Lehrgang vorgesehen?
  • Wer stellt den Abschluss aus und welche formalen Voraussetzungen gelten?

Im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit kannst du Aufgaben und Bildungswege recherchieren.

Für Gehälter nutze den Entgeltatlas und prüfe Beruf, Region, Anforderungsniveau und Datenstand. Ein Kursabschluss allein belegt kein bestimmtes Einkommen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Brauche ich ein Studium oder gestalterisches Talent für diesen Beruf?

Nein. Der Zugang zur Umschulung setzt keinen Hochschulabschluss voraus; die Angebote nennen als Mindestvoraussetzung einen mittleren Schulabschluss, alternativ mehrjährige einschlägige Berufserfahrung, teils ergänzt um einen Eignungstest. Auch künstlerisches Talent wird nicht verlangt – die Träger nennen als Anforderungen Sprachgefühl, Arbeitsorganisation und Stressresistenz. Der Beruf ist zu einem erheblichen Teil kaufmännisch und organisatorisch geprägt.

Wie lange dauert die Umschulung und wie ist der Unterricht organisiert?

Die belegte Laufzeit beträgt 709 Tage, also rund 23 Monate, durchgehend in Vollzeit. Als Unterrichtsformen sind Präsenzunterricht und sonstige Präsenzveranstaltungen sowie Hybrid Learning, Blended Learning und Combined Learning dokumentiert. Sie sollten also mit einer Mischung aus festen Präsenzterminen und digital gestützten Selbstlernphasen rechnen; wie hoch der jeweilige Anteil ist, unterscheidet sich je Anbieter deutlich und sollte vorab geklärt werden.

Welchen Abschluss erhalte ich und wer prüft?

Die Anbieter weisen eine Kammerqualifikation aus, geführt als Kaufmann beziehungsweise Kauffrau für Marketingkommunikation (IHK). Die Abschlussprüfung nach dem Berufsbildungsgesetz nimmt die Industrie- und Handelskammer ab. Es handelt sich damit um denselben Abschluss, der auch am Ende der dualen Ausbildung steht – im Bewerbungsverfahren ist er entsprechend bekannt und einordenbar.

Brauche ich am Ende ein Portfolio?

Praktisch ja, auch wenn es formal nicht Teil der Prüfung ist. In diesem Berufsfeld wird bei Bewerbungen fast immer nach gezeigten Arbeiten gefragt: Texte, Konzepte, Kampagnenbeispiele, Auswertungen. Nutzen Sie deshalb Projektarbeit und Praxisphase gezielt, um belegbare Ergebnisse zu sammeln, und lassen Sie sich die Verwendung schriftlich freigeben – ohne Freigabe dürfen Kundenarbeiten in der Regel nicht öffentlich gezeigt werden.

Was kostet die Umschulung und kann sie gefördert werden?

Beim Kostenrahmen liegt teils keine Angabe vor, teils eine Einordnung über 10.000 Euro; einzelne Angebote gelten als preisverhandelte Maßnahme, der Preis wird dort also mit dem Kostenträger vereinbart. Eine Förderung über den Bildungsgutschein ist bei Umschulungen ein realistischer Weg, wird aber nach § 81 SGB III im Einzelfall geprüft. Eine pauschale vollständige Kostenübernahme können wir nicht zusichern.

Wie unterscheidet sich der Beruf vom Kaufmann für Dialogmarketing oder vom Mediengestalter?

Kaufleute für Marketingkommunikation planen und steuern Kommunikationsmaßnahmen über alle Kanäle hinweg, einschließlich Konzeption, Etat und Auswertung. Der Schwerpunkt im Dialogmarketing liegt stärker auf direkt ansprechbaren Kontakten und Kampagnen im Kundendialog, der Mediengestaltungsberuf dagegen auf der gestalterischen und technischen Umsetzung. Wenn Sie überwiegend selbst gestalten wollen, ist dieser kaufmännische Beruf nicht der passende Weg.