CAD Konstrukteur Architektur (HWK-Abschluss) – Weiterbildung
CAD-Fachkraft-Qualifizierung mit HWK-Anerkennung, Schwerpunkt technische Bauzeichnung: normgerechte Grundrisse, Schnitte, Ansichten und Baueingabepläne für die Architekturpraxis.
Auf einen Blick
Überblick
Die Qualifizierung CAD Konstrukteur Architektur führt zu einem von der Handwerkskammer anerkannten Abschluss als CAD-Fachkraft mit klarem Schwerpunkt auf der technischen, normgerechten Bauzeichnung. Im Mittelpunkt stehen Grundrisse, Schnitte, Ansichten und Baueingabepläne, wie sie als Grundlage für Genehmigungsverfahren und Bauausführung benötigt werden. Anders als rein gestalterisch orientierte CAD-Kurse liegt der Fokus konsequent auf technischer Korrektheit, Normgerechtigkeit und der praktischen Verwertbarkeit der erstellten Pläne im Architekturbüro oder auf der Baustelle. Wer diese Qualifizierung abschließt, kann Bestandsgebäude erfassen und daraus normgerechte, genehmigungsfähige Planunterlagen ableiten, ohne auf gestalterische Zusatzsoftware oder externe Unterstützung angewiesen zu sein.
Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen
Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.
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an 3 Standorten
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diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
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Termine werden anbieterabhängig veröffentlicht
bundesweit
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Handwerkskammer-anerkannter Abschluss zur CAD-Fachkraft, Fachrichtung Architektur
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein
Vermittelte Kompetenzen
- Bauzeichnung nach DIN 1356
- Grundriss-, Schnitt- und Ansichtserstellung
- Baueingabepläne
- Bestandsaufnahme und Aufmaß
- CAD-gestützte Detailplanung
- Planlayout und Layerverwaltung
Zugeordnete Zielberufe
- Bauzeichner:in Architektur
- CAD-Konstrukteur:in Architektur
- Technische:r Zeichner:in Hochbau
- Planungsassistenz Architekturbüro
Datenbasis: 3 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Grundlagen der technischen Bauzeichnung Der Einstieg vermittelt, welche Regeln eine Bauzeichnung von einer freien technischen Zeichnung unterscheiden und wie die CAD-Oberfläche für diesen Zweck genutzt wird.
- Grundlagen der DIN 1356 für Bauzeichnungen
- Maßstäbe, Blattformate und Planköpfe für Baupläne
- Darstellung von Wänden, Öffnungen und Bauteilen nach Norm
- Layerstruktur für Architekturpläne aufbauen
- Bemaßungsregeln für Grundrisse und Schnitte
- Symbole und Kennzeichnungen in Bauzeichnungen anwenden
Aufmaß und Bestandserfassung Viele Projekte in der Architekturpraxis beginnen mit der Erfassung eines bestehenden Gebäudes. Dieser Block behandelt den Weg vom händischen Aufmaß zum digitalen Bestandsplan.
- Grundprinzipien des Aufmaßes am Bestandsgebäude
- Maßketten und Kontrollmaße für ein konsistentes Aufmaß
- Übertragung von Aufmaßdaten in ein CAD-Modell
- Bestandspläne mit vorhandenen Bauteilen aufbauen
- Abweichungen und Unregelmäßigkeiten im Bestand dokumentieren
- Bestandspläne als Grundlage für Umbau- oder Sanierungsplanung nutzen
Grundriss, Schnitt und Ansicht Im Zentrum der Ausbildung steht die Ableitung eines vollständigen Plansatzes aus einer konsistenten Gebäudedarstellung.
- Grundrisse für mehrere Geschosse konsistent aufbauen
- Schnitte an relevanten Gebäudestellen konstruieren
- Ansichten aus Grundriss und Schnitt ableiten
- Treppen, Dachaufbauten und Öffnungen detailliert darstellen
- Höhenkoten und Bezugshöhen korrekt setzen
- Konsistenz zwischen Grundriss, Schnitt und Ansicht sicherstellen
Baueingabepläne und Genehmigungsunterlagen Der letzte fachliche Block bereitet die erstellten Pläne für das Genehmigungsverfahren auf und behandelt, welche Anforderungen Baueingabepläne formal erfüllen müssen.
- Anforderungen an Baueingabepläne einordnen
- Lagepläne und Abstandsflächen in die Planung einbeziehen
- Flächenberechnungen für Genehmigungsunterlagen ableiten
- Planunterlagen für Behörden vollständig zusammenstellen
- Pläne auf formale Vollständigkeit prüfen
- Korrekturen nach Prüfhinweisen nachvollziehbar einarbeiten
Praxis: Vollständiger Plansatz für ein Gebäude
- Aufmaß und Erfassung eines vorgegebenen Bestandsgebäudes
- Übertragung des Aufmaßes in ein CAD-Bestandsmodell
- Konstruktion der Grundrisse für alle Geschosse
- Ableitung der erforderlichen Schnitte und Ansichten
- Darstellung von Details wie Treppe und Dachanschluss
- Normgerechte Bemaßung und Beschriftung aller Pläne
- Zusammenstellung eines Baueingabeplans mit Lageplan
- Berechnung relevanter Flächenangaben für die Genehmigung
- Aufbau eines vollständigen Planlayouts mit Plankopf
- Prüfung des Plansatzes auf Vollständigkeit und Konsistenz
- Überarbeitung nach simulierten Prüfhinweisen
- Abgabe und Besprechung des vollständigen Plansatzes im Kurs
Der Kurs legt bewusst Wert auf die technische Korrektheit jeder einzelnen Zeichnung, denn Baueingabepläne mit formalen Mängeln führen in der Praxis zu Verzögerungen im Genehmigungsverfahren. Wer diese Anforderungen von Anfang an sauber verinnerlicht, vermeidet spätere, zeitaufwendige Korrekturschleifen. Am Ende der Qualifizierung liegt ein vollständiger, in sich konsistenter Plansatz für ein Gebäude vor, von der Bestandsaufnahme bis zum genehmigungsfähigen Baueingabeplan. Dieses Ergebnis bildet die praktische Grundlage für den handwerkskammer-anerkannten Abschluss als CAD-Fachkraft.
Lernziele:
- Bestandsgebäude aufmessen und die Ergebnisse in ein CAD-Modell übertragen
- Grundrisse nach DIN 1356 normgerecht konstruieren
- Schnitte und Ansichten aus dem Grundriss ableiten
- Wandaufbauten, Öffnungen und Bauteile technisch korrekt darstellen
- Baueingabepläne für das Genehmigungsverfahren zusammenstellen
- Bemaßung, Beschriftung und Symbole normgerecht anwenden
- Planköpfe, Maßstäbe und Blattlayouts fachgerecht einrichten
- Layerstrukturen für unterschiedliche Planarten konsistent aufbauen
- Bestandspläne und Neuplanung in einem Projekt zusammenführen
- Details wie Treppen, Dachaufbauten und Anschlüsse technisch zeichnen
- Pläne auf Vollständigkeit und Genehmigungsfähigkeit prüfen
- Einen vollständigen Satz Bauzeichnungen für ein Gebäude eigenständig erstellen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Qualifizierung richtet sich an alle, die eine anerkannte Grundlage für die technische Bauzeichnung in der Architekturpraxis erwerben möchten.
- Quereinsteiger:innen ohne Vorbildung mit Interesse an technischer Bauzeichnung
- Berufsrückkehrer:innen, die eine anerkannte CAD-Qualifikation nachholen möchten
- Mitarbeitende in Architekturbüros ohne formale CAD-Qualifikation
- Personen mit handwerklichem Hintergrund und Interesse an Planungsaufgaben
- Interessierte, die eine praxisnahe Alternative zu einem längeren Studiengang suchen
CAD-Vorkenntnisse werden für den Einstieg nicht vorausgesetzt, die Qualifizierung beginnt bei den technischen Grundlagen der Bauzeichnung. Ein räumliches Vorstellungsvermögen für Gebäudegeometrie erleichtert das Verständnis von Grundriss, Schnitt und Ansicht. Sichere Computerkenntnisse werden erwartet, da mit einer komplexeren CAD-Software gearbeitet wird. Grundlegendes Interesse an Bautechnik und Normen ist hilfreich für die spätere Praxis.
Ablauf & Abschluss
Die Qualifizierung folgt dem realen Ablauf eines Bauzeichnungsprojekts: vom Aufmaß über den Grundriss bis zum genehmigungsfähigen Plansatz. Jeder fachliche Block wird anhand kurzer Beispiele eingeführt und anschließend am eigenen, durchgehenden Projektgebäude vertieft. Besonderer Wert liegt auf der Normgerechtigkeit jeder einzelnen Zeichnung, da diese im späteren Berufsalltag unmittelbar über die Verwendbarkeit der Pläne entscheidet. Individuelle Rückfragen zu den eigenen Planständen werden laufend im Kurs geklärt.
Die Qualifizierung zur CAD-Fachkraft ist als umfassendes Programm über mehrere Monate angelegt, wobei sich der genaue Zeitrahmen nach dem gewählten Lernformat richtet. Der Umfang orientiert sich an der vollständigen Bearbeitung aller vier fachlichen Module sowie des abschließenden Praxisprojekts. Wer bereits über CAD- oder Bauerfahrung verfügt, kann einzelne Themen zügiger durchlaufen. Die zeitliche Planung wird zu Kursbeginn abgestimmt.
Die Qualifizierung schließt mit einem von der Handwerkskammer anerkannten Abschluss als CAD-Fachkraft, Fachrichtung Architektur, ab. Es handelt sich um eine private Weiterbildungsqualifikation mit Handwerkskammer-Anerkennung, nicht um eine staatliche Berufsausbildung oder ein Hochschulstudium. Der im Kurs erstellte vollständige Plansatz eignet sich als aussagekräftige Arbeitsprobe für Bewerbungen. Die genauen Prüfungsmodalitäten der Handwerkskammer-Anerkennung werden zu Kursbeginn erläutert.
Nutzen & Perspektiven
Technische Bauzeichner:innen mit sauberer, normgerechter Arbeitsweise sind in Architekturbüros und Bauunternehmen gefragt, weil fehlerhafte Baueingabepläne im Genehmigungsverfahren zu spürbaren Verzögerungen führen. Wer diese Normgerechtigkeit von Grund auf lernt, liefert von Beginn an verwertbare Arbeitsergebnisse, statt sich einzelne Regeln erst mühsam aus fehlerhaften eigenen Zeichnungen zu erschließen. Die Kombination aus Aufmaßpraxis und CAD-Konstruktion deckt einen Arbeitsablauf ab, der in vielen Architekturbüros tatsächlich vorkommt, gerade bei Bestandsgebäuden und Sanierungsprojekten, die ohne verlässliche Bestandspläne kaum seriös geplant werden können. Diese Praxisnähe unterscheidet die Qualifizierung von Kursen, die ausschließlich am Reißbrett neu entworfene Gebäude behandeln. Der handwerkskammer-anerkannte Abschluss bietet Quereinsteiger:innen einen strukturierten, praxisnahen Weg in die technische Bauzeichnung, ohne den zeitlichen Umfang einer vollständigen Berufsausbildung oder eines Studiums vorauszusetzen. Gerade für Personen, die aus fachfremden Berufen in die Baubranche wechseln möchten, entsteht so ein konkreter, belastbarer Kompetenznachweis für die Bewerbung in Architektur- und Planungsbüros.
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Arbeitsmarkt-Report
Konstruktion, CAD und industrielle Fertigung sind durchgehend gefragt — die Transformation Richtung E-Mobilität, Energietechnik und Industrie 4.0 schafft zusätzliche Spezialisten-Rollen. CAD-/Simulation-Software-Kenntnisse sind Türöffner.
Offene Stellen
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was bedeutet der HWK-anerkannte Abschluss zur CAD-Fachkraft konkret?
Der Kurs schließt mit einer von der Handwerkskammer anerkannten Qualifikation als CAD-Fachkraft ab. Es handelt sich um eine private Weiterbildungsqualifikation und nicht um eine staatliche Berufsausbildung oder ein Studium.
Worauf liegt der fachliche Schwerpunkt dieses Kurses?
Der Schwerpunkt liegt auf der technischen, normgerechten Bauzeichnung für die Architektur: Grundrisse, Schnitte, Ansichten und Baueingabepläne, die als Grundlage für Genehmigung und Ausführung dienen.
Worin unterscheidet sich dieser Kurs vom CAD Designer for Architectural Design?
Dieser Kurs konzentriert sich auf normgerechte, genehmigungsfähige Bauzeichnungen im technischen Sinn. Der CAD Designer for Architectural Design legt den Schwerpunkt dagegen auf die gestalterische Entwurfsdarstellung und Visualisierung von Gebäudeentwürfen.
Benötige ich eine handwerkliche oder architektonische Vorbildung?
Nein, der Kurs richtet sich ausdrücklich an Quereinsteiger:innen ohne einschlägige Vorbildung und beginnt bei den CAD-Grundlagen.
Welche beruflichen Perspektiven eröffnet die Qualifikation?
Absolvent:innen können sich auf Tätigkeiten als Bauzeichner:in oder CAD-Konstrukteur:in in Architekturbüros, bei Bauunternehmen oder in Planungsabteilungen bewerben, die technische Bauzeichnungen erstellen und pflegen.