Transport & Logistik
logistik automatisierung robotik

Logistik 4.0: Sensorik & ROS-Robotik – Weiterbildung

Weiterbildung zu Logistik 4.0: von logistischen Grundlagen über Sensorik, Aktorik und vernetzte Systeme der Industrie 4.0 bis zur Programmierung von Robotersystemen mit ROS.

Auf einen Blick

DauerModulares CurriculumØ am Markt
Formatflexibelflexibel
KostenMeist voll gefördertauf Anfrage / Förderung
Finanzierung über Förderung möglich – mit Bildungsgutschein bis zu 100 % förderbar*
Dieser Kurs bildet für einen offiziellen Engpassberuf aus

Überblick

Moderne Logistik ist ohne vernetzte Sensorik, Robotik und digitale Steuerungssysteme kaum noch denkbar: Transportanlagen kommunizieren mit Lagerverwaltungssystemen, fahrerlose Transportsysteme orientieren sich per Sensorik im Raum, und Greifsysteme übernehmen Kommissionieraufgaben, die früher manuell erledigt wurden. Diese Weiterbildung führt von den logistischen Grundlagen über die zentralen Technologien der Industrie 4.0 bis zur praktischen Programmierung von Robotersystemen mit dem Robot Operating System (ROS). Teilnehmende lernen, wie Material- und Informationsflüsse in modernen Lagern und Produktionsumgebungen organisiert sind, wie Sensorik und Aktorik in vernetzten Anlagen zusammenspielen, und wie sich einfache Steuerungs- und Bewegungsaufgaben für Roboter in der Logistik programmieren lassen.

Berufliche FachweiterbildungInhaltsstand 11.07.2026

Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen

Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.

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Anbieter

1

an 3 Standorten

Angebote

27

diesem Kursprofil zugeordnete Angebote

Kommende Termine

0

an 5 erfassten Orten

Regionen

4 Bundesländer

inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden

Abschluss

Trägerinternes Zertifikat

Mögliche Förderwege

Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz

Lernformen

  • Combined Learning100 %

Zeitmodelle

  • Vollzeit100 %

Dauer im Markt

  • mehr als 1 Monat bis 3 Monate

Gemeldete Preisgruppen

  • 1.000–5.000 €

Häufige Kursorte

  • Berlin
  • Köln
  • Münster
  • Magdeburg
  • Frankfurt am Main

Bundesländer

  • Nordrhein-Westfalen
  • Berlin
  • Sachsen-Anhalt
  • Hessen

Vermittelte Kompetenzen

  • Logistikplanung
  • Sensorik
  • Aktorik
  • Industrie 4.0
  • ROS (Robot Operating System)
  • Robotersteuerung
  • Digitale Zwillinge
  • Smart Logistics

Zugeordnete Zielberufe

  • Industriemeister/Industriemeisterin - allgemein19.202 Stellen/12 Mon.
  • Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Elektrotechnik (ohne Schwerpunkt)/Bachelor Professional in Technik2.188 Stellen/12 Mon.
  • Elektroniker/Elektronikerin für Informations- und Systemtechnik264 Stellen/12 Mon.
  • Technischer Fachkaufmann/Technische Fachkauffrau für Sanitär/Heizung/Klima121 Stellen/12 Mon.
  • Informationstechnikermeister/Informationstechnikermeisterin/Bachelor Professional im Informationstechniker-Handwerk19 Stellen/12 Mon.

Datenbasis: 27 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.

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Kursinhalte & Lernziele

Der erste Themenblock schafft die begriffliche und konzeptionelle Basis für alles Weitere und ordnet Logistik in den größeren Zusammenhang industrieller Wertschöpfungsketten ein.

  • Logistische Grundbegriffe, Funktionen und Zielsysteme
  • Material- und Informationsflüsse sowie Logistiknetzwerke
  • Logistikplanung, Ladungsträgerverwaltung und Tourenplanung
  • Behältermanagement als organisatorisches Element moderner Lager
  • Grundlagen der Logistik-IT, Datenanalyse und Automatisierung
  • Sicherheits- und rechtliche Aspekte wie Verpackungs- und Zollprozesse

Aufbauend auf den logistischen Grundlagen widmet sich der zweite Themenblock den technischen Grundlagen der Robotik und den vernetzten Systemen, die Industrie 4.0 in der Praxis ausmachen.

  • Mechanische Strukturen, Freiheitsgrade und Bewegungssteuerung von Robotern
  • Einsatz von Sensoren zur Umgebungswahrnehmung
  • Präzise Aktorsteuerung für Greif- und Bewegungsaufgaben
  • Cyber-physische Systeme und Datenintegration in der Smart Factory
  • Echtzeitkommunikation und digitale Steuerung vernetzter Anlagen
  • IoT-Anbindung von Robotik- und Logistikkomponenten

Der dritte Themenblock führt in die praktische Programmierung mit dem Robot Operating System ein, das als Middleware die Kommunikation zwischen einzelnen Robotik-Komponenten organisiert.

  • Aufbau und Middleware-Funktionalität von ROS
  • Kommunikationsmechanismen zwischen Prozessen und Komponenten
  • Erstellung und Verwaltung von Nodes, Topics und Services
  • Einsatz von Gazebo zur Simulation von Robotik-Applikationen
  • Einsatz von Rviz zur Visualisierung von Sensordaten und Bewegungsabläufen
  • Steuerung autonomer Fahrzeuge und Greifsysteme in der Logistik

Der vierte Themenblock rundet die Weiterbildung ab und ordnet die erlernten Technologien in größere Digitalisierungstrends der Logistikbranche ein.

  • Digitale Zwillinge als virtuelles Abbild physischer Logistikprozesse
  • Smart-Logistics-Konzepte für vernetzte Lager und Produktionsstätten
  • Zusammenspiel von Logistik-IT, Sensorik und Robotik in der Praxis
  • Datenbasierte Entscheidungsfindung in automatisierten Logistikprozessen
  • Chancen und Grenzen zunehmender Automatisierung für Beschäftigte in der Logistik
  • Ausblick auf künftige Entwicklungen vernetzter Logistiksysteme

Ein Praxisblock führt Logistik, Sensorik und Robotik-Programmierung in konkreten Übungen zusammen.

  • Analyse eines Materialflusses in einem Beispiellager
  • Entwurf eines einfachen Tourenplans für ein Logistikszenario
  • Zuordnung von Sensortypen zu typischen logistischen Anwendungsfällen
  • Aufbau eines einfachen ROS-Workspace mit Nodes und Topics
  • Programmierung einer einfachen Bewegungssteuerung für ein simuliertes Fahrzeug
  • Simulation eines Greifvorgangs in Gazebo
  • Visualisierung von Sensordaten eines simulierten Roboters in Rviz
  • Fehlersuche in einem bestehenden ROS-Programm
  • Modellierung eines digitalen Zwillings für einen einfachen Logistikprozess
  • Entwicklung eines Konzepts für ein automatisiertes Kommissionierszenario
  • Präsentation eines Automatisierungsprojekts inklusive Sensorik- und Robotikkomponenten
  • Diskussion der Übertragbarkeit des Projekts auf reale Logistikumgebungen

Die drei Kernmodule sind so aufgebaut, dass sie fachlich ineinandergreifen: Wer die logistischen Grundprinzipien versteht, kann die Rolle von Sensorik und Robotik in vernetzten Anlagen besser einordnen – und wer diese Technologien versteht, kann sie anschließend mit ROS auch selbst programmieren. Am Ende der Weiterbildung können Teilnehmende logistische Prozesse analysieren, die Funktionsweise sensorbasierter und vernetzter Systeme einordnen und einfache Steuerungsaufgaben für Robotersysteme mit ROS eigenständig umsetzen.

Lernziele:

  • Logistische Grundbegriffe und deren Bedeutung in industriellen Wertschöpfungsketten einordnen
  • Material- und Informationsflüsse in Logistiksystemen nachvollziehen
  • Logistikkonzepte und Steuerungsmodelle im Kontext von Industrie 4.0 verstehen
  • Ladungsträgerverwaltung, Tourenplanung und Behältermanagement als Planungsaufgaben anwenden
  • Grundlagen der Logistik-IT und Automatisierung einordnen
  • Konzepte wie digitale Zwillinge und Smart Logistics fachlich verorten
  • Mechanische Strukturen und Freiheitsgrade von Robotersystemen beschreiben
  • Sensorik zur Umgebungswahrnehmung und Aktorik zur Bewegungssteuerung einsetzen
  • Cyber-physische Systeme und Datenintegration in der Smart Factory nachvollziehen
  • Grundlagen und Middleware-Prinzip des Robot Operating System (ROS) anwenden
  • Nodes, Topics und Services in ROS-Programmen erstellen und verwalten
  • Robotik-Anwendungen mit Gazebo und Rviz simulieren, testen und visualisieren

Zielgruppe & Voraussetzungen

Die Weiterbildung richtet sich an alle, die sich grundlegende oder vertiefende Kenntnisse im Bereich Logistik aneignen und die technologischen Grundlagen der Logistik 4.0 verstehen möchten, unabhängig von Vorkenntnissen oder beruflichem Hintergrund.

  • Personen, die eine Tätigkeit in der Logistikbranche anstreben
  • Fachkräfte aus Lagerwirtschaft oder Produktion, die sich Richtung Automatisierung weiterentwickeln möchten
  • Quereinsteigende mit Interesse an Robotik, Sensorik und vernetzten Systemen
  • Personen, die erste Programmiererfahrung im Kontext von Robotersteuerung sammeln möchten
Voraussetzungen:

Vorausgesetzt werden Deutschkenntnisse in Wort und Schrift; besondere Vorkenntnisse in Logistik, Robotik oder Programmierung sind nicht erforderlich, da alle drei Themenfelder von Grund auf erarbeitet werden. Ein grundlegendes technisches Interesse sowie sichere PC-Anwenderkenntnisse erleichtern den Einstieg in die praktischen ROS-Übungen.

Ablauf & Abschluss

Die drei Module folgen aufeinander auf und verbinden theoretischen Input mit praktischen Übungen an Simulationswerkzeugen wie Gazebo und Rviz. Auf die logistischen und technologischen Grundlagen folgt jeweils die konkrete Umsetzung in Programmierübungen, sodass abstrakte Konzepte der Industrie 4.0 direkt an simulierten Robotik-Anwendungen erprobt werden.

Die Weiterbildung deckt die drei Module Logistik-Grundlagen, Robotik/Industrie-4.0-Technologien und ROS-Programmierung in einem zusammenhängenden Curriculum ab. Der zeitliche Umfang variiert je nach Anbieter und individuellem Lerntempo der Teilnehmenden.

Die Weiterbildung schließt mit einem trägerinternen Zertifikat zu Logistik 4.0 mit Schwerpunkt Sensorik und Telekommunikationstechnologien ab. Es handelt sich um eine anbieterseitige Bestätigung der erworbenen Kenntnisse in Logistik, Robotik und ROS-Programmierung, nicht um eine staatliche Prüfung.

Nutzen & Perspektiven

Der besondere Wert dieser Weiterbildung liegt darin, dass Logistik nicht isoliert von den Technologien betrachtet wird, die sie zunehmend prägen. Wer logistische Prozesse organisieren will, ohne die dahinterliegende Sensorik und Vernetzung zu verstehen, wird die Automatisierungsentscheidungen moderner Lager und Produktionsstätten kaum nachvollziehen können. Durch den direkten Einstieg in die ROS-Programmierung erhalten Teilnehmende zudem einen praktischen Zugang zu einem Werkzeug, das in der Robotik weltweit verbreitet ist und weit über die Logistik hinaus eingesetzt wird. Simulationen mit Gazebo und Rviz erlauben es, Steuerungslogik gefahrlos zu testen, bevor sie auf reale Systeme übertragen wird. Für den weiteren beruflichen Weg eröffnet diese Kombination Perspektiven in der Logistikplanung, in Digitalisierungsprojekten sowie in technischen Rollen an der Schnittstelle zwischen Lagerlogistik und Automatisierungstechnik. Gefragt ist dabei vor allem die Fähigkeit, logistisches Prozesswissen mit einem Grundverständnis vernetzter, robotergestützter Systeme zu verbinden.

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Arbeitsmarkt-Report

Bau- und Handwerksbetriebe melden seit 2021 anhaltenden Fachkräftemangel — besonders im Bereich energetische Sanierung, Wärmepumpen-Installation und Energieberatung. Wer auf Effizienz-Themen spezialisiert ist, profitiert direkt von KfW-Programmen und BEG-Förderung.

Einstieg (0-2 J.):34.000–44.000 €
Mittel (3-7 J.):44.000–58.000 €
Senior (8+ J.):60.000–82.000 €

Zielberufe & offene Stellen

Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.

  • Industriemeister/Industriemeisterin - allgemein
    19.202 Stellen
  • Staatlich geprüfter Techniker/Staatlich geprüfte Technikerin Fachrichtung Elektrotechnik (ohne Schwerpunkt)/Bachelor Professional in Technik
    2.188 Stellen
  • Elektroniker/Elektronikerin für Informations- und Systemtechnik
    264 Stellen
  • Technischer Fachkaufmann/Technische Fachkauffrau für Sanitär/Heizung/Klima
    121 Stellen
  • Informationstechnikermeister/Informationstechnikermeisterin/Bachelor Professional im Informationstechniker-Handwerk
    19 Stellen

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Brauche ich Programmiererfahrung für den ROS-Teil der Weiterbildung?

Nein. Die Weiterbildung setzt keine Vorkenntnisse in Logistik, Robotik oder Programmierung voraus. Die Grundlagen der ROS-Programmierung werden im dritten Modul von Grund auf vermittelt.

Was unterscheidet diese Weiterbildung von einer klassischen Logistik-Schulung?

Neben den logistischen Grundlagen vermittelt der Kurs gezielt die Technologien der Industrie 4.0 – von Sensorik und Aktorik bis zur praktischen Programmierung von Robotersystemen mit ROS.

Was ist ROS und wofür wird es eingesetzt?

ROS (Robot Operating System) ist eine weitverbreitete Middleware für die Robotik, mit der sich Nodes, Topics und Services zur Steuerung von Robotersystemen entwickeln und organisieren lassen.

Welche Simulationswerkzeuge kommen im Kurs zum Einsatz?

Im ROS-Modul werden die Werkzeuge Gazebo zur Simulation von Robotik-Applikationen sowie Rviz zur Visualisierung von Sensordaten und Bewegungsabläufen eingesetzt.

Für wen eignet sich die Weiterbildung besonders?

Sie eignet sich für Personen mit und ohne Vorkenntnisse, die in der Logistikbranche arbeiten oder einsteigen möchten und sich für die technologische Seite der Logistik 4.0 interessieren.