Logistik 4.0: Visualisierung & Prozessführung – Lehrgang
Logistik 4.0 mit Fokus auf Visualisierung und digitale Prozessführung: Robotersteuerung mit ROS, Fehlermeldesysteme und durchgängige Qualitätsdokumentation.
Auf einen Blick
Überblick
Moderne Logistikzentren steuern ihre Prozesse zunehmend über digitale Visualisierungen, automatisierte Robotersysteme und lückenlose Qualitätsdokumentation statt über Papierlisten und Zuruf. Diese Weiterbildung zeigt, wie sich Logistikprozesse digital abbilden und in Echtzeit verfolgen lassen, wie Robotersysteme mit ROS programmiert und gesteuert werden und wie digitale Fehlermeldesysteme Abweichungen im Wareneingang lückenlos dokumentieren. Teilnehmende lernen damit drei Bausteine kennen, die in digitalisierten Logistikzentren zunehmend zusammenwirken: die visuelle Steuerung von Prozessen, die technische Programmierung von Robotersystemen und die revisionssichere Dokumentation von Qualitätsabweichungen. Anders als rein theoretische Digitalisierungskurse verbindet diese Weiterbildung alle drei Bausteine an durchgehenden Praxisbeispielen, sodass der Zusammenhang zwischen Prozessvisualisierung, Robotersteuerung und Qualitätssicherung von Beginn an erfahrbar wird, statt isoliert nebeneinanderzustehen.
Kursprofil, Marktdaten und verfügbare Lernformen
Die folgenden Angaben stammen aus den Angeboten eines einzelnen Anbieters — es ist also kein Anbietervergleich, sondern das erfasste Angebot zu diesem Kurs. Konkrete Preise und Termine nennt der Anbieter im Beratungsgespräch.
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an 3 Standorten
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diesem Kursprofil zugeordnete Angebote
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an 5 erfassten Orten
5 Bundesländer
inklusive Online- und Hybridangeboten, sofern vorhanden
Abschluss
Trägerzertifikat
Mögliche Förderwege
Bildungsgutschein · Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein · Qualifizierungschancengesetz
Lernformen
- Combined Learning100 %
Zeitmodelle
- Vollzeit100 %
Dauer im Markt
- mehr als 1 Monat bis 3 Monate5×
Gemeldete Preisgruppen
- 1.000–5.000 €5×
Häufige Kursorte
- Dortmund1×
- Berlin1×
- Rosenheim1×
- Flensburg1×
- Darmstadt1×
Bundesländer
- Bayern1×
- Berlin1×
- Schleswig-Holstein1×
- Nordrhein-Westfalen1×
- Hessen1×
Vermittelte Kompetenzen
- ROS
- Robotersteuerung
- Digitale Prozessvisualisierung
- Fehlermeldesysteme
- Qualitätsdokumentation
- Logistik-IT
Zugeordnete Zielberufe
- Leiter/Leiterin für Logistik95.644 Stellen/12 Mon.
- Leiter/Leiterin - Lagerwirtschaft31.043 Stellen/12 Mon.
- Fachkraft - Logistik/Materialwirtschaft1.490 Stellen/12 Mon.
Datenbasis: 24 diesem Kurs zugeordnete Angebote sowie die dazu veröffentlichten Termindaten, Stand 19.08.2026. Mehrere Standorte eines Trägers zählen als ein Anbieter.
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Kursinhalte & Lernziele
Das erste Modul schafft die fachliche Basis für digitalisierte Logistikzentren, bevor Visualisierung, Robotik und Qualitätsdokumentation im Detail folgen.
- Logistische Grundbegriffe im Kontext vernetzter Wertschöpfungsketten
- Material- und Informationsflüsse in digitalisierten Lagern und Zentren
- Bedeutung von Logistik-IT für die Prozesssteuerung
- Automatisierungsgrade in modernen Logistikumgebungen
- Schnittstellen zwischen physischen Prozessen und digitalen Systemen
- Grundzüge rechtlicher und sicherheitstechnischer Rahmenbedingungen
Das zweite Modul rückt die visuelle Steuerung von Logistikprozessen in den Mittelpunkt und zeigt, wie sich Prozesszustände in Echtzeit verfolgen lassen.
- Aufbau digitaler Leitstände zur Prozessverfolgung
- Echtzeit-Visualisierung von Materialflüssen und Anlagenzuständen
- Kennzahlengestützte Steuerung laufender Logistikprozesse
- Alarmierung und Eskalation bei Prozessabweichungen
- Zusammenspiel von Visualisierungssystemen mit Lagerverwaltungssoftware
- Grenzen und Voraussetzungen einer verlässlichen Prozessvisualisierung
Das dritte Modul vermittelt die technischen Grundlagen, um Robotersysteme in der Logistik mit ROS zu steuern.
- Aufbau und Middleware-Funktionalität von ROS
- Kommunikationsmechanismen zwischen Robotik-Komponenten
- Erstellung und Verwaltung von Nodes, Topics und Services
- Simulation und Visualisierung von Robotik-Applikationen mit Gazebo und Rviz
- Steuerung autonomer Fahrzeuge in Logistikumgebungen
- Ansteuerung von Greifsystemen für automatisierte Kommissionierung
Das vierte Modul zeigt, wie sich Qualitätsabweichungen digital erfassen und lückenlos dokumentieren lassen.
- Digitale Meldesysteme für Abweichungen im Wareneingang
- Strukturierte Erstellung von Protokollen und Prüfberichten
- Digitale Nachverfolgung von Qualitätsereignissen
- Integration von Fehlermeldesystemen in bestehende QM-Systeme
- Anbindung an ERP-Systeme für durchgängige Prozessdaten
- Rückverfolgbarkeit als Grundlage für Audits und Lieferantenfeedback
Der Praxisblock führt Visualisierung, Robotersteuerung und Qualitätsdokumentation in einem durchgehenden Szenario zusammen.
- Aufbau einer einfachen Prozessvisualisierung für ein Beispiellager
- Definition von Kennzahlen für eine digitale Prozessführung
- Erstellung eines ROS-Nodes für eine einfache Robotik-Anwendung
- Simulation einer Roboterbewegung in Gazebo
- Visualisierung eines Robotik-Szenarios in Rviz
- Ansteuerung eines simulierten Greifsystems für die Kommissionierung
- Erfassung einer Abweichung im Wareneingang über ein digitales Meldesystem
- Erstellung eines strukturierten Prüfberichts zu einer Qualitätsabweichung
- Anbindung eines Fehlermeldesystems an ein fiktives ERP-System
- Nachverfolgung eines Qualitätsereignisses über mehrere Prozessschritte
- Auswertung von Visualisierungsdaten zur Identifikation von Engpässen
- Präsentation eines kombinierten Ergebnisses aus Visualisierung, Robotik und Qualitätsdokumentation
Die vier Module sind so aufeinander abgestimmt, dass auf die fachlichen Logistikgrundlagen zunächst die visuelle Prozesssteuerung folgt, bevor mit ROS die technische Steuerung von Robotersystemen und abschließend deren qualitätsgesicherte Dokumentation vermittelt wird. Am Ende der Weiterbildung können Teilnehmende Logistikprozesse digital visualisieren, einfache Robotik-Anwendungen mit ROS programmieren und Qualitätsabweichungen lückenlos in bestehende Dokumentations- und QM-Systeme integrieren.
Lernziele:
- Grundbegriffe und Funktionen moderner Logistiksysteme in vernetzten Wertschöpfungsketten einordnen
- Material- und Informationsflüsse in digitalisierten Logistikprozessen nachvollziehen
- Prozesse in der Logistik digital visualisieren und in Echtzeit verfolgen
- Kennzahlen und Prozesszustände für eine digitale Prozessführung aufbereiten
- Aufbau und Middleware-Funktionalität von ROS verstehen
- Nodes, Topics und Services in ROS erstellen und verwalten
- Robotik-Applikationen mit Gazebo und Rviz simulieren und visualisieren
- Autonome Fahrzeuge und Greifsysteme in der Logistik ansteuern
- Digitale Meldesysteme für Abweichungen im Wareneingang einsetzen
- Protokolle, Prüfberichte und digitale Nachverfolgung strukturiert dokumentieren
- Fehlermeldesysteme in bestehende Qualitätsmanagement- und ERP-Systeme integrieren
- Lückenlose Rückverfolgbarkeit für Audits und Lieferantenfeedback sicherstellen
Zielgruppe & Voraussetzungen
Die Weiterbildung richtet sich an Personen, die in digitalisierten Logistikzentren mit Visualisierungssystemen, Robotersteuerungen oder Qualitätsdokumentation arbeiten oder ihre Kenntnisse in diesen Bereichen erweitern möchten. Angesprochen sind sowohl Fachkräfte mit klassischem Logistikhintergrund, die sich Richtung Digitalisierung weiterentwickeln möchten, als auch technisch interessierte Quereinsteigende, die einen praxisnahen Einstieg in Robotik und Prozessvisualisierung suchen.
- Logistikplaner/innen und Fachkräfte für Logistik mit Interesse an Digitalisierung
- Angehende Robotik-Programmierer/innen im Logistikumfeld
- Supply-Chain-Manager/innen, die digitale Prozessführung einführen möchten
- Digitalisierungsmanager/innen in Logistik und Lagerbetrieb
Formale Abschlüsse sind nicht zwingend erforderlich, ein grundlegendes technisches Verständnis erleichtert jedoch den Einstieg in die Programmiermodule. Erste Erfahrungen mit IT-Systemen oder Lagerprozessen sind hilfreich, vertiefte Programmier- oder Robotik-Kenntnisse werden aber nicht vorausgesetzt, da ROS im dritten Modul von den Grundlagen an vermittelt wird.
Ablauf & Abschluss
Die drei technischen Schwerpunkte Visualisierung, Robotersteuerung und Qualitätsdokumentation werden jeweils an praxisnahen Beispielen aus dem Logistikalltag erarbeitet, statt rein theoretisch vorgestellt zu werden. Die Arbeit mit ROS erfolgt in einer Simulationsumgebung, sodass Teilnehmende Robotik-Anwendungen gefahrlos testen können, bevor Konzepte auf reale Anlagen übertragen werden.
Das Curriculum deckt die Themenfelder Logistikgrundlagen, digitale Prozessvisualisierung, ROS-Programmierung und Qualitätsdokumentation in einem zusammenhängenden Ablauf ab. Der genaue zeitliche Umfang variiert je nach Anbieter.
Die Weiterbildung schließt mit einem Trägerzertifikat zu Logistik 4.0, Visualisierung und digitaler Prozessführung ab – einer anbieterseitigen Bestätigung der erarbeiteten Kenntnisse ohne staatlichen oder herstellerseitigen Zertifizierungscharakter. Wer eine formale Robotik-Zertifizierung anstrebt, muss diese unabhängig von dieser Weiterbildung erwerben.
Nutzen & Perspektiven
Statt nur ein einzelnes Werkzeug zu beherrschen, lernen Teilnehmende in dieser Weiterbildung, wie visuelle Prozessführung, Robotersteuerung und Qualitätsdokumentation in modernen Logistikzentren ineinandergreifen und sich gegenseitig absichern. Die praktische Arbeit mit ROS in einer Simulationsumgebung senkt die Einstiegshürde deutlich: Robotik-Anwendungen können getestet und angepasst werden, ohne dass reale Anlagen oder teure Hardware notwendig sind. Gleichzeitig bleibt der Bezug zu echten Logistikanwendungen wie autonomen Fahrzeugen und Greifsystemen durchgehend erhalten. Auch die Qualitätsdokumentation profitiert von diesem praxisnahen Zugang: Wer einmal selbst einen digitalen Fehlermeldeprozess von der Erfassung bis zur Rückverfolgbarkeit durchgespielt hat, erkennt im späteren Berufsalltag deutlich schneller und sicherer, an welcher Stelle eines realen QM-Systems Informationen verloren gehen können. Für den weiteren beruflichen Weg eröffnet die Weiterbildung Perspektiven als Logistikplaner/in mit Digitalisierungsschwerpunkt, als Robotik-Programmierer/in im Logistikumfeld oder als Digitalisierungsmanager/in, der oder die Visualisierung, Automatisierung und Qualitätssicherung gemeinsam verantwortet. Gerade diese Querschnittskompetenz ist in Logistikzentren gefragt, die ihre Prozesse schrittweise automatisieren, ohne dabei den Überblick über Qualität und Nachvollziehbarkeit zu verlieren.
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Arbeitsmarkt-Report
Transport- und Logistik-Branche meldet seit Jahren akuten Fahrer- und Disponenten-Mangel. Berufskraftfahrer-Qualifikation (BKrFQG-Module) ist Pflicht; Logistik-Disposition und Lagerlogistik wachsen mit E-Commerce-Volumen stabil.
Zielberufe & offene Stellen
Berufe, in denen Absolvent:innen dieses Kurses typischerweise arbeiten — mit bundesweit offenen Stellen der letzten 12 Monate.
- Leiter/Leiterin für Logistik95.644 Stellen
- Leiter/Leiterin - Lagerwirtschaft31.043 Stellen
- Fachkraft - Logistik/Materialwirtschaft1.490 Stellen
Verwandte Kurse & Alternativen
30 ähnliche Qualifizierungen & Kurse in diesem Themenfeld
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Brauche ich Programmiererfahrung für die ROS-Module?
Nein, ROS wird im dritten Modul von den Grundlagen an vermittelt, von der Middleware-Funktionalität bis zur Erstellung eigener Nodes und Topics.
Wie wird mit Robotersystemen geübt?
Die Programmierung erfolgt in einer Simulationsumgebung mit Gazebo und Rviz, sodass Robotik-Anwendungen wie autonome Fahrzeuge oder Greifsysteme gefahrlos getestet werden können.
Was gehört zur digitalen Prozessführung in diesem Kurs?
Dazu zählen der Aufbau digitaler Leitstände, die Echtzeit-Visualisierung von Materialflüssen und die kennzahlengestützte Steuerung laufender Logistikprozesse.
Wie hängen Fehlermeldesysteme und Qualitätsmanagement zusammen?
Digitale Fehlermeldesysteme erfassen Abweichungen im Wareneingang strukturiert und lassen sich in bestehende Qualitätsmanagement- und ERP-Systeme integrieren, um Rückverfolgbarkeit für Audits sicherzustellen.
Für wen eignet sich die Weiterbildung?
Sie eignet sich für Logistikplaner/innen, angehende Robotik-Programmierer/innen, Supply-Chain-Manager/innen und Digitalisierungsmanager/innen mit Interesse an digitalisierten Logistikprozessen.